[Gelöst] Ständige Verbindungsabbrüche mit Intel 6300

Phil2009

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Hallo,

seit der Neuinstallation von Win7 habe ich erhebliche Probleme, mich mit dem Wlan-Netz bei mir an der Hochschule zu verbinden: Die Verbindung wird hergestellt, besteht dann für etwa 30 Sekunden, bis dann irgendwann der Internetzugriff verschwindet (gelbes Dreieck bei der Empfangsanzeige). Trennen und neu verbinden bringt keine Besserung, hier ist ebenfalls nach maximal einer Minute Schluss. Reboot bringt natürlich auch nichts. Die Netzwerkdiagnose setzt die Verbindung zurück und vermeldet dann "Standardgateway nicht verfügbar: Problem behoben." Bringt aber ebenfalls keine dauerhafte Abhilfe, nach einer halben Minute ist mit dem selben Fehlerbild wieder Schluss.
Ich habe so ziemlich alles probiert: Aktuellsten Treiber (Version 17), älteren Treiber (Version 16), ganz alten Treiber (Version 13), Treiber alleine installiert, Treiber mit Intel-Tools installiert, Verbindung über Intel-Software hergestellt, Verbindung über das Windows-Menü hergestellt. Außerdem natürlich fleißig die Netzwerkprofile gelöscht und neu angelegt, den DNS-Cache geleert, verschiedene Accesspoints verwendet, statt automatischer Bandauswahl jeweils einzelne Frequenzbänder bevorzugt und so weiter. Die Energiespareinstellungen sind natürlich auch aus. Irgendwas muss man in diesen schrecklich langweiligen Vorlesungen ja machen :rolleyes:

Als nächstes habe ich die alte Windowsinstallation wieder gebootet - mit der hatte ich seit einem Jahr nicht die geringsten Probleme beim Wlan-Zugriff. Einschalten, 5 Sekunden warten, läuft. Bisher. Denn jetzt bekomme ich dort als Fehlermeldung wahlweise "Die Verbindung mit ... war nicht erfolgreich" oder "Es konnte keine Verbindung mit ... hergestellt werden." Hier habe ich nicht ganz so viel rumprobiert, sondern nur die Netzwerkdiagnose laufen lassen: "Authentifizierungsproblem: Wenden Sie sich an den Netzwerkadministrator."

Runde drei: Ich habe mein bisher häufig verwendetes Linux Mint 15 gestartet. Damit habe ich seit einem Jahr noch nie eine erfolgreiche Wlan-Verbindung zustandegebracht - es lief immer für eine halbe Minute, dann konnte ich nicht mehr aufs Internet zugreifen. Das Problem ist (zumindest für eduroam) bekannt und hängt irgendwie mit dem Wechsel zwischen den verschiedenen Accesspoints zusammen. Ein gepatchter Treiber soll Abhilfe schaffen, ich hatte mich aber nie tiefer damit beschäftigt. Und jetzt stelle ich plötzlich fest: Mit Linux gehts :confused: Erfolgreiche Internetverbindung über eine halbe Stunde lang.

Zusätzlich gibt es noch zwei Dinge zu sagen: Erstens sind die beschriebenen Verbindungsprobleme bisher nur in der Hochschule und nicht daheim aufgetreten. Dort kann ich mit allen drei Systemen problemlos über Stunden im Internet hängen. Außerdem blinkt seit der Neuinstallation die Wlan-LED unter Windows nicht mehr - unter dem neuen Win7 nicht, aber unter dem alten auch nicht - dort hat sie früher immer fröhlich geblinkt. Unter Linux blinkt sie weiterhin.

Wer sich den zugebenermaßen sehr verwirrenden Text erfolgreich durchgelesen hat, hat vielleicht auch eine Idee, woran es liegen könnte. Die einzig nachvollziehbare Ursache scheint mir ein zufällig zeitgleich mit der Neuinstallation aufgetretener Defekt der Wlan-Karte zu sein, was aber die Frage offen lässt, warum es unter Linux keine Probleme gibt. Treiberprobleme schließe ich nahezu aus - erstens läuft es unter dem alten Windows ja auch nicht mehr, zweitens habe ich unter dem neuen Windows den alten Treiber installiert, leider ohne Erfolg.

So langsam nervt mich das gewaltig - ich kann mich nämlich nicht überall per LAN einstöpseln.

Grüße
vom Phil :)
 
Ich weiß nicht ob es dir hilft aber wir haben auch eduroam an der Uni und ich hatte sehr ähnliche Probleme.
Zum einen konnte ich feststellen, das sich das ganze besserte als ich mein Smartphone aus dem Netz rausgenommen habe und nur noch mein Notebook drin war.

Zum anderen müssen wir seit ca.3 Monaten einen anderen Benutzer verwenden. Der alte war einfach nur aus Ziffern und Buchstaben zusammengesetzt, nun muss bei jedem @"unsere uni domain" dahinter.
 
Das mit de Wiki-Artikel habe ich mal versucht anzuwenden - leider kommt da mit konsequenter Boshaftigkeit die Meldung, dass mir zum Anlegen des DWORD-Wertes die Berechtigung fehlt. Ich bin selbstverständlich Admin und habe regedit auch als solcher gestartet, das Problem besteht trotzdem noch. Google spuckt dazu zwar jede Menge Treffer aus, aber die Lösung war nicht darunter. Es soll angeblich helfen, im Berechtigungsmenü unter "Berechtigungen", "Erweitert" den Besitz zu übernehmen - aber da das laut diverser Erfahrungsberichte auch gerne mal zu einem Totalcrash von Windows führt, will ich das nicht unbedingt ausprobieren.

@thinktrue: Das mit dem Smartphone werde ich morgen mal probieren, allerdings hat es früher ja auch funktioniert. Die absolut einzige Änderung seitdem war die Neuinstallation von Windows auf die neue SSD.
Bei eduroam brauche ich schon immer Benutzername@unidomain, beim normalen Hochschulnetz nur den Benutzernamen. Früher hat das ja auch einwandfrei funktioniert...

Was übrigens auch nichts gebracht hat: Virenschutz aus, Windows-Firewall aus, Verbindung in den Adaptereinstellungen neu erstellen. Keine Chance...
 
Das mit dem Smartphone hat übrigens auch nicht zum Erfolg geführt, dafür hatte ich heute Morgen in der Mensa eine gute Stunde unterbrechungsfreien Empfang. Nachdem meine Wlan-Karte nun aber gar nicht mehr erkannt wird (aus dem Standby geholt und nichts ging mehr, ein Reboot half auch nix) scheint da noch mehr im Busch zu sein. Ich schaue mich mal nach Ersatz um.


@Morns: Der Rechner ist noch in der Einrichtungsphase, ich schiebe also ständig Dateien durch die Gegend, installiere und deinstalliere Programme und so weiter. Da habe ich noch kein Voll-Backup gemacht, das kommt, wenn ich einen "zufriedenstellenden Ausgangszustand" erreicht habe. Unabhängig davon mache ich auch mit vorhandenem Backup mein Windows ungerne bewusst kaputt :rolleyes:

Mich würde eher interessieren, warum die LED plötzlich nicht mehr blinkt - bei allen Thinkpads und allen Betriebssystemen, die ich bisher installiert habe, hat sie das nämlich standardmäßig getan. Nun habe ich mal wieder Windows neu aufgesetzt und plötzlich muss ich den Registry-Key setzen? :blink:
 
Ich scheine das Problem mittlerweile gelöst zu haben - und es ist mal wieder meine eigene Verpeiltheit schuld :facepalm:

Kurz vor der Windowsinstallation habe ich mein defektex WXGA+-Display übergangsweise durch ein WXGA ersetzt, indem ich den kompletten Deckel getauscht habe. Dort sind allerdings nur zwei Wlan-Antennen verbaut, gegenüber drei im bisherigen Deckel. Die Intel 6300 hat drei Anschlüsse und ich vermute, dass das Hochschul-Wlan nur auf dem Frequenzband sendet, das über die dritte Antenne versorgt wird - mein Wlan daheim begnügt sich offensichtlich mit einem der anderen Bänder und funktioniert, während das Hochschulnetz irgendwann zusammenbricht.

Ich habe jetzt provisorisch eine der UMTS-Antennen an den dritten Anschluss angeschlossen und damit seit vier Stunden vollkommen unterbrechungsfreien Empfang - ich hoffe, das bleibt auch so :rolleyes:
 
Die UMTS-Antenne sendet aber auf einer anderen Wellenlänge. Durch Reflexionen in der Antenne kannst Du Deine WLAN-Karte leicht grillen. - Sei also vorsichtig!
 
Die UMTS-Antenne sendet aber auf einer anderen Wellenlänge. Durch Reflexionen in der Antenne kannst Du Deine WLAN-Karte leicht grillen.
Ich glaube nicht, dass dafür die Sendeleistung der WLAN-Karte ausreicht (empfangsseitig sind das ja alles nur passive Antennen, da dürfte bei diesen Minidrähtchen nicht allzu viel passieren, außer, dass der Empfang natürlich deutlich schlechter ist, als mit einer passenden Antenne ;) )

Da die Frequenzbänder von WLAN und UMTS sogar recht nah beieinanderliegen, bin ich mir nicht mal sicher, ob das überhaupt unterschiedliche Antennen sind :confused:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube nicht, dass dafür die Sendeleistung der WLAN-Karte ausreicht (empfangsseitig sind das ja alles nur passive Antennen, da dürfte bei diesen Minidrähtchen nicht allzu viel passieren

Das ist nicht ganz richtig - auch bei den 100 oder 200 mW Sendeleistung kann es bei Fehlanpassung am Senderausgang zu Schäden an der Endstufe kommen. Die ins Kabel eingespeiste Leistung wird dann an der Antenne zurück ins Kabel reflektiert und in der Endstufe in Wärme umgewandelt.
Zusätzlich zur Kollektorverlustleistung können da schon ein paar hundert Milliwatt zusammenkommen und das bei diesen mickrigen Halbleitern heutzutage...

Und eine Antenne, die auf 2450 MHz angepaßt ist (WLAN) muß nicht zwangsläufig auch auf 2500 oder gar 1800 MHz laufen. Empfangsmäßig kann das gehen, aber sendeseitig herrscht dann eine grobe Fehlanpassung vor.

Die Dicke der "Drähtchen" ist in diesem Falle irrelevant. Die Sendeendstufe interessiert nur die Anpassung - sonst nix.


LG Jü
 
Zusätzlich zur Kollektorverlustleistung können da schon ein paar hundert Milliwatt zusammenkommen und das bei diesen mickrigen Halbleitern heutzutage...
Selbst wenn die gesamte Sendeleistung reflektiert wird kommen da nur maximal 200 mW Verlustleistung + die von außen eingestrahlte Leistung zusammen (die 300 mW sollte eine Wlan-Karte doch abkönnen?!)

Klar ist die Lösung nicht ideal, aber ich denke eine UMTS-Antenne ist für WLAN doch noch deutlich besser angepasst, als die 2mm Draht, die der Antennenanschluß ohne Antenne zur Verfügung hat ;)
 
die 300 mW sollte eine Wlan-Karte doch abkönnen?!)

Eigentlich schon, wenn eine Schutzschaltung vorhanden ist und im Notfall den Bremsschirm zieht... aber ich würde darauf nicht wetten.
300 mW hören sich erst einmal nach wenig an, aber auf die Fläche des Chips bezogen können da schon recht unanständige Temperaturen entstehen. Nicht umsonst ist die WLAN-Karte (Intel AC7260 nachgerüstet) im Acer-Netbook meiner besten Gattin von allen gegen ein Metallblech unterhalb der Handballenauflage gedrückt.

Klar, die Antennen sind bauartbedingt auf eine relative Breitbandigkeit gezüchtet um den ganzen Arbeitsbereich möglichst verlustarm zu erfassen - aber für Außerbandsignale gilt das nicht. Hier kann es im schlimmsten Fall aus Sicht der Endstufe passieren, daß sie gar keine Antenne sieht, weil die Fehlanpassung gegen unendlich geht. Oder - beim Kurzschluß - gegen 0 (null), was dasselbe darstellt.


LG Jü
 
Wenn ich eure Beiträge richtig verstehe, kann der Betrieb einer UMTS-Antenne als Wlan-Antenne für die Karte tödlich enden. Okay, ich wusste vorher auch schon, dass man das nicht unbedingt machen soll, allerdings fällt mir keine vernünftige Lösung ein. Entweder besorge ich mir eine Wlan-Karte mit zwei Antennenanschlüssen (wobei sich dann die Frage stellt, ob ich mich dann überhaupt mit dem Netzwerk verbinden kann?) oder ich fummle die originale dritte Antenne aus dem WXGA+-Deckel in meinen derzeit verbauten Deckel rein. Hier wäre die Frage, ob das passt.

Alternativ könnte ich natürlich noch eine Expresscard-Wlan-Karte kaufen. Gehe ich recht in der Annahme, dass die ditte Antenne fürs n-Band zuständig ist?
 
Wenn ich eure Beiträge richtig verstehe, kann der Betrieb einer UMTS-Antenne als Wlan-Antenne für die Karte tödlich enden.
Kann, ja, ist aber eher unwahrscheinlich.

oder ich fummle die originale dritte Antenne aus dem WXGA+-Deckel in meinen derzeit verbauten Deckel rein.
Wäre die sauberste Lösung und ist sicherlich auch umsetzbar.
Falls dir das Komplettzerlegen des Displaydeckels zu viel Arbeit ist: Es gibt auch Leute, die verstecken die 3. Antenne unter der Tastatur (ist aber eher 'ne Notlösung und auch nicht viel besser als das mit der UMTS Antenne)
 
Die Schrauberei wäre nicht das Problem. Ich will nur nicht alles auseinanderrupfen, um dann festzustellen, dass die beiden Deckel unterschiedliche Antennen haben :rolleyes:
 
Es kann sein, dass du keine exakte Einbauposition vorfindest,
aber genügend Platz zum frei verlegen ist sicherlich vorhanden (zur Not musst du halt die Antenne mit Tesa fixieren ;) )
 
Dann baue doch das Panel um. Das ist sicher am wenigsten aufwändig.

@supertux:
Der umgekehrte Fall (WLAN-Antenne an WWAM-Karte) hatte hier im Forum schon zum Abrauchen der WWAN-Karte geführt. Demnach ist die Antenne auf das Frequenzband schon abgestimmt. Je nach Empfindlichkeit der Endstufe der WLAN-Karte kann es durchaus zu Schäden kommen, auch wenn die Sendeleistung niedriger, als bei UMTS ist.
 
Ja - die funktionsfähigen Antennen stecken in den beiden WXGA+-Deckeln. Leider habe ich für diese Deckel mittlerweile vier defekte, aber kein einziges funktionsfähiges Panel hier liegen :wacko:
Dass die WXGA-Displays nicht in die WXGA+-Deckel passen, weißt Du ja sicher - deshalb bringt mir ein Paneltausch nicht viel.
 
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