[Gelöst] SSD - ATA Passwort mit Sonderzeichen - kein Zugriff mehr

pepun

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Hallo an das Forum,

ich habe ein kleines Problem mit einer SSD in meinem X220.

Vor einem Verkauf wollte ich ein Secure-Erase nach dieser Anleitung machen: http://www.thomas-krenn.com/en/wiki/SSD_Secure_Erase.

Dazu habe ich wie dort in Schritt 2 beschrieben den Befehl

Code:
hdparm --user-master u --security-set-pass Eins /dev/sdb

ausgeführt, leider dachte ich, statt dem im Beispiel angegegebenen Passwort "Eins" eins mit Sonderzeichen vergeben zu müssen (u.a. "#").

Bevor ich Step 3 machen konnte, ist mir der Rechner abgeschmiert und nun kommt beim Start des Laptops mit der SSD natürlich die Passwortabfrage.

NUR: Diverse Sonderzeichen kann ich gar nicht eingeben, die Platte also nicht entsperren.

Habe ich jetzt Elektroschrott ?

Grüße, pepun.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dir ist aber schon klar, daß beim Rechner-Start das amerikanische Tastaturlayout aktiv ist? Also am besten ein entsprechendes US-Tastaturlayout studieren und dort Deine Sonderzeichen ausfindig machen.

Hope it helps...
 
Manch einer hatte schon Glück, so eine Festplatte noch in einem USB-Gehäuse oder einem Desktop-PC (den das Passwort nicht interessiert) wieder zum Laufen zu kriegen. Hast Du sowas zur Hand? Im Falle eines Desktop-PC, schau einmal hier.

Zumindest hast Du den Vorteil, dass Du wenigstens das Passwort schonmal kennst. Ohne das kannst Du es auf jeden Fall vergessen.

Alternativvorschlag: Mein Thinkpad 380Z würde Sonderzeichen im BIOS annehmen (oder es tippt nur die Zahlen ohne Umschalttaste). Evtl. hätte jemand ein sehr altes Thinkpad und einen IDE-SATA-Adapter herumliegen, dann wäre das evtl. auch einen Versuch wert.


@ duonierdas
Die modernen Thinkpads können keine Sonderzeichen im BIOS.


Grüße
Thomas
 
Hallo,

danke schonmal, werde mal versuchen, mir einen mSATA auf SATA-Adapter zuzulegen und dann mit einem USB-Gehäuse zu probieren.

Grüße, pepun.
 
Habe ich jetzt Elektroschrott ?

Hi, haste nicht, nur die Platte könnte hin sein, aber wie gesagt könnte, waren da so wichtige brisante Daten drauf, das du die verschlüsselst, der NSA ist das egal, frag da mal nach ob die evtl. ein Backup von deiner Platte haben:)

Immer dieser verschlüsselungs Wahn.

Nobby
 
das problem sind vermutlich nicht die sonderzeichen, sondern die passphrasenfunktion des bios. dadurch kommt an der ssd nicht das passwort an, was du eintippst, sondern ein hash davon o.ä. boote ohne ssd und schieb sie nach dem booten rein. damit umgehst du die passwortabfrage des bios mit seiner hash(oder so)-funktion und kannst das passwort wieder normal eingeben.
 
Wenn die SSD entsperrt ist (PW beim Start eingegeben, geht auch mit Fingerprint falls aktiv) kannst du den Secure Erase mit einem Passwort deiner Wahl durchführen.

Wenn du das PW weißt, kannst du es ja nochmal mit einem anderen Rechner probieren. Die Frage ist nämlich ob Lenovo auch den PW-Mist unter Linux transparent hasht.
 
das problem sind vermutlich nicht die sonderzeichen, sondern die passphrasenfunktion des bios. dadurch kommt an der ssd nicht das passwort an, was du eintippst, sondern ein hash davon o.ä. boote ohne ssd und schieb sie nach dem booten rein. damit umgehst du die passwortabfrage des bios mit seiner hash(oder so)-funktion und kannst das passwort wieder normal eingeben.

Habe es versucht, die mSATA SSD nach dem Booten einzulegen, wird dann aber vom BS nicht mehr erkannt.

Grüeß, pepun.
 
oh, msata...
hast du einen adapter auf sata? er vereinfacht das einlegen der ssd.
inwiefern wird die ssd nicht erkannt? welches os?
unter linux wird beim einlegen einer mit ata-passwort gesperrten hdd/ssd in dmesg eine (oder auch mehrere) meldung kommen, dass eine neue hdd entdeckt wurde, die aber nicht richtig initilisiert werden kann. es kann auch sein, dass i/o-errors gemeldet werden. das ist normal und liegt am passwort. du kannst jetzt aber trotzdem mit hdparm die ssd löschen.
 
oh, msata...
hast du einen adapter auf sata? er vereinfacht das einlegen der ssd.
inwiefern wird die ssd nicht erkannt? welches os?
unter linux wird beim einlegen einer mit ata-passwort gesperrten hdd/ssd in dmesg eine (oder auch mehrere) meldung kommen, dass eine neue hdd entdeckt wurde, die aber nicht richtig initilisiert werden kann. es kann auch sein, dass i/o-errors gemeldet werden. das ist normal und liegt am passwort. du kannst jetzt aber trotzdem mit hdparm die ssd löschen.

Jap, so hab ich das auch gelesen+verstanden. Auf jeden Fall sollte man rankommen, und sich diverse Daten anzeigen lassen können.

Nach dem Secure Erase sollte das PW automatisch entfernt werden.

http://wiki.debianforum.de/Hdparm#Security

MfG, Sebastian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

das Problem ist, das bei gestartetem Linuxsystem und nach dem Einstecken der Karte in den mSATA-Slot (Adapter ist noch in Lieferung) des X220 nicht mal eine Gerätedatei ala /dev/sda erzeugt wird - da kann dann auch hdparm nichts machen (oder ?).

Grüße, pepun.
 
Da wirste wohl zumindest einen Adapter auf Sata brauchen und evtl. einen anderen Rechner, und das ganze per Hotplug am Sata-Port probieren.

Ideal wäre ein großes TP mit Ultrabayadapter.

MfG, Sebastian
 
welche meldungen spuckt dmesg denn aus, wenn du die ssd reinsteckst?
 
Ich hab mir die Anleitung kurz durchgelesen.

However, if you perform the additional steps completely (without re-booting), the security feature will be automatically deactivated.

Das Passwort wäre dann deaktiviert worden, weshalb eigentlich kein Grund für ein komplexes Passwort gegeben wäre. Aber im nachhinein ist man immer klüger. :pinch:

Da wirste wohl zumindest einen Adapter auf Sata brauchen und evtl. einen anderen Rechner, und das ganze per Hotplug am Sata-Port probieren.

Ideal wäre ein großes TP mit Ultrabayadapter.

Oder lieber kein Thinkpad, denn wieder andere machen den Hash wieder anders.

Hallo,

das Problem ist, das bei gestartetem Linuxsystem und nach dem Einstecken der Karte in den mSATA-Slot (Adapter ist noch in Lieferung) des X220 nicht mal eine Gerätedatei ala /dev/sda erzeugt wird - da kann dann auch hdparm nichts machen (oder ?).


Das ist deswegen weil die Festplatte noch gesperrt ist. Um das zu testen, die mSATA im laufenden Betrieb aus und dann wieder einstecken.
 
Das ist deswegen weil die Festplatte noch gesperrt ist. Um das zu testen, die mSATA im laufenden Betrieb aus und dann wieder einstecken.

Hallo,

hat so leider nicht funktioniert, warte jetzt einfach auf den Adapater.

Grüße, pepun
 
Weißt du das Passwort noch das du eingegeben hast?

Weil sonst bringt dir der Adapter auch nichts.
 
Hallo,

PW ist bekannt, es gibt nur bei allen Versuchen nur zwei Zustände mit meinem X220 (dem einzigen Gerät, wo die SSD ohne Adapter reinpasst):

1. SSD ist beim Start im Gerät > Passwortabfrage > Eingabe wg. Sonderzeichen nicht möglich

2. SSD ist beim Start nicht im Gerät > Live Linux booten > SSD im Betrieb reinstecken > wird nicht erkannt (Ergänzung: dmesg spuckt nichts aus)

Komme als ohne Adapter nicht weiter, wenn ich den hab, gehe ich mal an einen PC.

Grüße, pepun.
 
Zuletzt bearbeitet:
So hallo nochmal,

der mSATA zu SATA Adapter ist eingetroffen.

Versuch 1: An Desktop angeschlossen - Desktop fährt nicht hoch
Versuch 2: Desktop gestartet und "warm" angeschlossen - nichts.
Versuch 3: An den mSATA-to-SATA-Adapter einen SATA-to-USB-Adapter geklemmt, bei laufendem Betriebssystem eingesteckt - wird erkannt :)

Noch schnell das Passwort entfernt, wieder direkt an einen SATA-Anschluss des Desktop gesteckt - fährt hoch, erkennt die Platte. Einen Secure Erase mit einfachem Passwort lt. Anleitung oben - ohne Probleme.

Puh.

Danke an alle und ein schönes Wochenende.

Grüße, pepun.
 
Sehr schön. Herzlichen Glückwunsch. :)

Sollte ich auch mal ein ähnliches Problem haben, werde ich es dann auch auf diese Art und Weise probieren. Noch eine Frage:
Hattest Du, als Du die SSD über USB angeschlossen hast, auch direkt Zugriff auf die Daten?


Grüße
Thomas
 
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