[Gelöst] IDE-DVD-RW-Laufwerk frisst DVDs

L0nestar

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Hallo zusammen,

an meinem alten Schätzchen (Toshiba Satellite Pro 2100) macht sich ein interessantes Problem breit, das ich noch nicht so ganz verstehe.

Ich habe den Rechner vorgestern per Wiederherstellungs-CD von Toshiba auf den Werkszustand zurückgesetzt. Beide Cds wurden anstandslos gelesen, alles installiert, alles super.
Dann dachte ich mir, ich möchte doch lieber Linux Mint 32bit auf die alte Möhre packen, weil ich mit dem Werks-XP ungern ins Internet möchte. Also Mint 32bit heruntergeladen und gebrannt.
Diese DVD wird unter Windows XP ohne Probleme erkannt, eingelesen und der Inhalt mir angezeigt. Versuche ich, davon zu booten, kann ich mich auf ein infernalisches Erlebnis gefasst machen. Die(selbe!) DVD scheint im Laufwerk zu kratzen und zu schaben. Irgendwann bricht das Bootmenü ab und bootet dann doch vom nächstpriorisierten Medium.

Damit nicht genug
- eine Win7-DVD (aus demselben Brenner auf denselben Typ Rohling (gleiche Spindel)) wird (reproduzierbar) geräuschlos gelesen und davon gebootet (leider kann ich nicht installieren, da Laufwerkstreiber fehlen(??)).
- eine Arch-Live-CD wird problem- und geräuschlos gebootet.
- eine SUSE-live-DVD wird nicht geräuschlos, aber gebootet.
- ein neu gebrannter Mint 32bit Rohling hat seit dem Einlesen eine Art Schmelzspur und Grat am Rand aufgeworfen (der vorher NICHT da war).

- mit einem anderen Laufwerk (aus zweitem TSP2100) passiert (DVD/CD-RW) erreiche ich dasselbe Ergebnis (bis auf die Zerstörung).

Mich macht stutzig, dass die Dinger unter Windows gelesen werden und dass der Brenner die Rohlinge offenbar zerstört (und eben nicht alle, sondern primär die Mint 32bit-Dinger).

Was ist da los? Hilfe!

Gruß
 
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Was ist da los? Hilfe!

Dasselbe Experiment mit wiederbeschreibbaren CDs/DVDs wiederholen: Ist es derselbe Fehler wie bisher, hat das Laufwerk einen Schuss, sonst liegt es an den Rohlingen. (Nützlicher Nebeneffekt: Wiederbeschreibbare CDs/DVD kann man, wie der Name schon sagt, wieder verwenden...)

Unter "Nero Burning Rom" gibt es einen überaus nützlichen, aber völlig unterschätzten, kleinen Haken namens "Geschriebene Daten überprüfen". Damit kann man im Fall eines Falles 99% aller Schreib-Lesefehler ausschließen, erst danach wird ein Lesefehler interessant.
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nero_daten_überprüfen.PNG
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Unter "Nero Burning Rom" gibt es einen überaus nützlichen, aber völlig unterschätzten, kleinen Haken namens "Geschriebene Daten überprüfen". Damit kann man im Fall eines Falles 99% aller Schreib-Lesefehler ausschließen, erst danach wird ein Lesefehler interessant
Ergänzend:
Es macht oftmals Sinn, die Brenngeschwindigkeit zu reduzieren.
Ratternde Geräusche werden durch Höhenschlag der Medien erzeugt, die von innen an die Oberseite des Laufwerksgehäuses schlagen. Ursache hierfür sind meistens:
  • Obere Abdeckung ist leicht eingedrückt --> ausbauen und wieder gerade biegen bzw. mittig leicht nach oben wölben
  • der schmalere Gehäuseberech am Laufwerk rechts ist leicht nach unten gebogen (hat nur geringe Stabilität) --> etwas nach oben biegen
  • DVD-Rohlinge haben zu starken Höhenschlag ---> andere Medien verwenden
 
Danke für die Rückmeldungen.

Dasselbe Experiment mit wiederbeschreibaren CDs/DVDs wiederholen
Müsste ich dann mal kaufen, probiere ich.

Unter "Nero Burning Rom"
Ich habe das Bordprogramm von Windows 8.1 verwendet und da selbstredend den "völlig unterschätzten" Haken gesetzt, dennoch danke für den Hinweis.

Es macht oftmals Sinn, die Brenngeschwindigkeit zu reduzieren.
Probiere ich gern, erklärt aber nicht, warum ein auf demselben Brenner gebranntes Win7-ISO vom Laufwerk gelesen wird - und warum die Medien unter Windows ohne Rattern und ohne Knarren gelesen werden, aber beim Booten nicht... (?)

Ratternde Geräusche werden durch Höhenschlag der Medien erzeugt, die von innen an die Oberseite des Laufwerksgehäuses schlagen. Ursache hierfür sind meistens:
  • Obere Abdeckung ist leicht eingedrückt --> ausbauen und wieder gerade biegen bzw. mittig leicht nach oben wölben
  • der schmalere Gehäuseberech am Laufwerk rechts ist leicht nach unten gebogen (hat nur geringe Stabilität) --> etwas nach oben biegen
  • DVD-Rohlinge haben zu starken Höhenschlag ---> andere Medien verwenden

Das Gehäuse ist ein Panzer und zwischen Handballenauflage und Laufwerk ist ordentlich Luft, daher würde ich Verbiegungen in irgendeiner Form zumindest vorläufig ausschließen.
Dazu kommt, dass die Factory-Reset-Cds vollkommen ohne zu mucken gelesen werden (wobei diese bei verbogenem Laufwerk Probleme haben müssten).

Leider kann das Gerät nicht von USB booten, sonst hätte ich es mit Installation vom Stick und/oder aus Neugier mit einem externen Laufwerk probiert.
Ich schiebe die Effekte auch und wegen eurer Aussagen aktuell auf die Rohlinge, wundere mich aber sehr stark, dass diese eben so warm werden und die Rattergeräusche verursachen.

Ich besorge nachhermal neue Rohlinge und probiere es dann noch einmal. Alternativ brenne ich unter dem Factory-XP mal ne DVD mit dem Image im besagten Brenner und schaue (und melde), was dann passiert.

Danke und Gruß
 
Probiere ich gern, erklärt aber nicht, warum ein auf demselben Brenner gebranntes Win7-ISO vom Laufwerk gelesen wird - und warum die Medien unter Windows ohne Rattern und ohne Knarren gelesen werden, aber beim Booten nicht... (?)

Beim Booten wird die erste/innerste Spur der CD/DVD gelesen. Viele Laserschlitten haben damit mechanische Probleme, wenn sie den Laser optisch parallel dazu optimal auf die gebrannte Scheibe justieren...

Auch die Linse sollte mal mit Isopropanol gereinigt werden.
 
Verstehe. Bleibt die Frage, warum die Win7-DVD (selber DVD-Brenner, selber Typ Rohlinge) auch zum Booten gelesen wird.
Habe gestern eine Xubuntu-DVD gebrannt (um das Mint-Image auszuschließen). Diese bootete bis zum Startscreen, aber nicht bis ins Live-System. Das klingt dann wieder mehr nach "Abnutzung"...
Ich probiere auf jeden Fall mal andere Rohlinge (und andere Laufwerke, die mir im CPU-Suche-Thread angeboten wurden) aus...
 
Das klingt dann wieder mehr nach "Abnutzung"...
Oder Fingerabdrücken, Kratzer. Manchmal hilft es auch, Rohlinge anderer Hersteller zu verwenden.

Das Gehäuse ist ein Panzer und zwischen Handballenauflage und Laufwerk ist ordentlich Luft, daher würde ich Verbiegungen in irgendeiner Form zumindest vorläufig ausschließen.
Ich rede vom DVD-Laufwerksgehäuse. Das ist alles, aber kein Panzer. Einmal ausgebaut und falsch angepackt oder transportiert und schon fehlt innen etwas an Höhe.


Dazu kommt, dass die Factory-Reset-Cds vollkommen ohne zu mucken gelesen werden (wobei diese bei verbogenem Laufwerk Probleme haben müssten).
Nicht zwingend. Nicht jeder Rohling hat einen Höhenschlag und diese können unterschiedlich ausgeprägt sein.
Abhängig von der Drehzahl wirkt sich das Ganze auch unterschiedlich aus. Unter Windows wird oft mit niedrigeren Drehzahlen gearbeitet, als beim Booten. Das hört man auch oft sehr deutlich am Motorengeräusch.
 
Soo...

erneut vielen Dank für die Hinweise und Tipps. Immer wieder schön. Am Ende hat es auch zum Erfolg geführt.

Ich habe dann jetzt RW-Rohlinge besorgt. Vor dem Regal stehend kam ich dann auf die Frage, ob ich nun DVD+RW oder DVD-RW-Rohlinge kaufen solle und habe dann durch googeln herausgefunden, dass:

Heute besteht kein Unterschied mehr zwischen einer DVD-R und einer DVD+R. Lediglich Brenner, die vor 2003 gekauft wurden, können mit der DVD+R nicht richtig umgehen. Inzwischen sind aber alle später hergestellten DVD-Brenner sowohl mit der DVD-R als auch mit der DVD+R-Variante kompatibel. Beim Kauf können Sie also getrost auf das günstigere Format setzen, ohne Abstriche an der Qualität befürchten zu müssen.

Quelle

...und da haben wir den Übeltäter. Da ich bestimmt seit 3 Jahren keine optischen Datenträger mehr bespielt habe, ist meine Sammlung an leeren Medien auf ein Minimum gesunken - genau genommen auf eine Spindel mit DVD+R-Rohlingen.
Nun habe ich auf Grund des Artikels dann DVD-RW-Rohlinge gekauft, und die wurden dann auch direkt ohne spannende Nebeneffekte, Geräusche oder übermäßige Temperaturentwicklung genommen.
Aktuell sitze ich am besagten Gerät und verfasse diesen Beitrag unter Xubuntu 14(.04...) LTS.
Das Einzige, was noch Probleme bereitet, ist/war der Menüpunkt "persönliche Daten verschlüsseln" bei der Installation, der sowohl bei Xubuntu als auch bei Mint beim Neustart nach der Systeminstallation aus dem Live-System zu einem Booten des Grub-Rescue geführt hat, wo alle mir spontan ergoogelten Lösungen nicht weitergeholfen haben.
Ein Abwählen der Verschlüsselung bei einer Neuinstallation hat zu problemfreiem Booten geführt.

Alles in allem lag es also an den Rohlingen, weil Laufwerke in dem Alter offenbar mit DVD+R-Rohlingen Probleme haben.
Das erklärt natürlich nicht, warum sich die Windows-7-DVD derselben Spindel booten ließ, aber sehr anschaulich, warum die ganzen CDs kein Problem waren, die DVD+Rohlinge aber meist schon.

Danke nochmal und beste Grüße
L0nestar
 
Zuletzt bearbeitet:
Das erklärt natürlich nicht, warum sich die Windows-7-DVD derselben Spindel booten ließ, aber sehr anschaulich, warum die ganzen CDs kein Problem waren, die DVD+Rohlinge aber meist schon.
Da ich bestimmt seit 3 Jahren keine optischen Datenträger mehr bespielt habe, ist meine Sammlung an leeren Medien auf ein Minimum gesunken - genau genommen auf eine Spindel mit DVD+R-Rohlingen.
Halte morgen bei Tageslicht die DVDs gegen das Licht und zähle die Löcher in der silbernen Reflexionsschicht.
 
Das erklärt natürlich nicht, warum sich die Windows-7-DVD derselben Spindel booten ließ, aber sehr anschaulich, warum die ganzen CDs kein Problem waren, die DVD+Rohlinge aber meist schon.

Doch, es klärt sich schon: Beim Einlegen einer DVD müssen zwei Dinge erledigt werden, die DVD-Erkennung (Einstellen des Lasers auf optimalen Kontrast) und anschließend das Erkennen des Bootsektors zum Booten. In ungünstigen Fällen, such abhängig von der Firmware des Laufwerks) kann so etwas schon mal dreißig Sekunden oder mehr dauern, und beim "Zwangsbooten" kommt es dann zum Showdown.

Wenn man aber [F12] drückt und sich etwa eine Minute lang das Datenträger-Boot-Menü anzeigen lässt, hat das Laufwerk genügend Zeit, Justierung und Bootsektor zu erkennen und würde sie dann auch booten, wenn sie nicht schon so defekt ist, das es prinzipiell nicht möglich ist. In einem solchen Fall schreibt man eine ISO vom Datenträger und bootet diese kurzerhand in einer virtuellen Maschine.
 
Halte morgen bei Tageslicht die DVDs gegen das Licht und zähle die Löcher in der silbernen Reflexionsschicht.

...ein guter Hinweis. Allerdings werden die Rohlinge im PC und unter Windows im Laptop alle brav gelesen. Diesen Umstand habe ich wohl noch nicht deutlich genug herausgestellt.

Doch, es klärt sich schon: Beim Einlegen einer DVD müssen zwei Dinge erledigt werden, die DVD-Erkennung (Einstellen des Lasers auf optimalen Kontrast) und anschließend das Erkennen des Bootsektors zum Booten. In ungünstigen Fällen, such abhängig von der Firmware des Laufwerks) kann so etwas schon mal dreißig Sekunden oder mehr dauern, und beim "Zwangsbooten" kommt es dann zum Showdown.

Ich verstehe nicht, was das mit dem beschriebenen Szenario zu tun hat. Ich versuche, von einem DVD+R-Rohling Linux Mint zu booten - klappt nicht und DVD-Rohling nimmt physischen Schaden. Ich versuche, von einem DVD+R-Rohling derselben Spindel Windows-7 zu booten - klappt ohne physischen Schaden am Rohling. Ich habe bei keinem der Medien länger oder kürzer gewartet, als ich davon booten wollte.

In einem solchen Fall schreibt man eine ISO vom Datenträger und bootet diese kurzerhand in einer virtuellen Maschine.
Ich hab die ISO-Dateien doch eigenhändig auf die Rohlinge gebrannt, warum sollte ich diese woanders hinschreiben?
Und wieso virtuelle Maschine?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich versuche, von einem DVD+R-Rohling derselben Spindel Windows-7 zu booten - klappt ohne physischen Schaden am Rohling. Ich habe bei keinem der Medien länger oder kürzer gewartet, als ich davon booten wollte.
Letztlich ist ja nur die Variante interessant, welche funktioniert.

Ich hab die ISO-Dateien doch eigenhändig auf die Rohlinge gebrannt, warum sollte ich diese woanders hinschreiben? Und wieso virtuelle Maschine?

Normalerweise hat man ISO's irgendwo auf einer externen Festplatte und spielt sie auf CDRW/DVDRW's, wenn man sie braucht. So umgeht man den Alterungsprozess der Scheiben. Wenn man sich nicht sicher ist, ob die ISO in Ordnung ist, kann man sie probehalber in einer virtuellen Maschine booten.
 
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