L440 [GELÖST] BIOS-Chip extern auslesen / externe 3.3V Spannungsversorgung

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Ich wollte am WE von einem L440 den BIOS-Chip extern auslesen, um für die Intel ME Geschichte vielleicht neue Erkenntnisse zu gewinnen. Und auch einfach ein wenig zum Herumspielen mit Autoport von Coreboot. Bei einem T440p, T450s und weiteren (Non-Lenovo) Geräten habe ich das ja schon öfters gemacht und so auch extern neue Dinge geflasht. Also wie immer…
  • Mainboard freigelegt, von jeglichen Stromquellen getrennt und den korrekten Winbond-Chip gesucht.
  • SOIC8-Klemme (Pomona 5250) angesetzt und mit den SPI-Pins meines Raspberry Pi 1B verbunden.
Beim Starten des RPi passierte dann etwas Unerwartetes: Er bootete nicht und ging nach ein paar Sekunden wieder aus. Eindeutig reproduzierbar, solange der BIOS-Chip angeklemmt ist. 😕

Nach ein wenig hin und her probieren war klar, dass die 3.3V des RPi wohl über den BIOS-Chip irgendwoanders ins Mainboard abfließen. Der RPi saugte über 5V fröhlich 1.5A, bis die interne Sicherung auslöste. Der RPi lebt zum Glück noch, die GPIO-Datenleitungen sowie die 3.3V Schiene scheint auch heil zu sein und reagieren korrekt.

Wie kann ich das jetzt am Besten umgehen? Den BIOS-Chip auszulöten ist für mich derzeit keine Option. Das Internet (oder eher die "KI") meint dazu, dass man VCC in diesem Fall nicht mit dem Raspberry Pi verbinden soll und sich die 3.3V stattdessen von einem anderen stabilen Netzteil oder Spannungswandler besorgen soll. Aber funktioniert das in der Regel dann wirklich? Oder nimmt einem das Mainboard des L440 das womöglich übel, wenn man so 3.3V rein pumpt? Mit wie viel Ampere muss ich da rechnen, die sich das Mainboard über 3.3V holt? (Ich würde das gerne irgendwie absichern/begrenzen.) Hat damit jemand bei Mainboards praktische Erfahrungswerte? Prinzipiell würde ich ja vermuten, dass empfindliche Bauteile am Mainboard hoffentlich mit einer Diode o.ä. geschützt sind, sodass die verkehrte Einspeisung egal ist. Aber da das die L-Serie ist und offenbar schon an anderen Stellen gespart wurde, bin ich lieber übervorsichtig…
 
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Lösung
Hmm, dafür muss das Board halt starten. Tut es in diesem Fall ja, aber wenn z.B. irgendwas beim Flashen schiefläuft, würde diese Methode wahrscheinlich nicht mehr funktionieren.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Das Auslesen hat nun doch geklappt: Offenbar muss die CMOS-Batterie bei diesem Mainboard angeschlossen bleiben! Das habe ich ursprünglich natürlich nicht probiert, weil ich das bei noch keinem Board so gemacht habe. 😐

Andernfalls versuchen Teile des Boards irgendwie zu starten und ziehen mehr als 1A über die angeschlossenen 3.3V. Mit der Knopfzelle sind es nur wenige mA und alles ist stabil. Wieder was gelernt, auch wenn ich es nicht ganz verstehe…

Das Thema hat sich somit erledigt. Es ist keine externe 3.3V Spannungsversorgung...
Leider keine praktischen Erfahrungswerte, da bisher bei meinen wenigen Flash-Vorgängen die Spannungsversorgung (ebenfalls vom Pi 1b) ausreichte. Aber ganz ohne KI sagt die coreboot-Dokumentation u.A. dazu:

The key to read and write the flash IC is to put the machine into S3 sleep-state or S5 sleep-state maybe with Wake-On-LAN enabled.Another option that sometimes works is to keep the device in reset. This method requiresknowledge of the board schematics and might require hardware modifications.Use a multimeter to make sure the flash IC is powered in those sleep states.
 
Hmm, dafür muss das Board halt starten. Tut es in diesem Fall ja, aber wenn z.B. irgendwas beim Flashen schiefläuft, würde diese Methode wahrscheinlich nicht mehr funktionieren.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Das Auslesen hat nun doch geklappt: Offenbar muss die CMOS-Batterie bei diesem Mainboard angeschlossen bleiben! Das habe ich ursprünglich natürlich nicht probiert, weil ich das bei noch keinem Board so gemacht habe. 😐

Andernfalls versuchen Teile des Boards irgendwie zu starten und ziehen mehr als 1A über die angeschlossenen 3.3V. Mit der Knopfzelle sind es nur wenige mA und alles ist stabil. Wieder was gelernt, auch wenn ich es nicht ganz verstehe…

Das Thema hat sich somit erledigt. Es ist keine externe 3.3V Spannungsversorgung notwendig! Nur eine kleine dumme 3V-Batterie 😁

Jetzt wäre nur noch interessant, ob das bei der L-Serie generell so ist. Aber auch so wäre das sicher ein wertvoller Hinweis im Wiki. Ich verlinke später mal diesen Forenthread beim Artikel fürs L440, wenn es keine Einwände gibt. Vielleicht erspart es irgendwann irgendwem ein paar graue Haare.
 
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Lösung
Interessant, beim T480 gibt es eine Diode, die so etwas verhindert, beim L480 fehlt die aber...
Dürfte beim L440 vermutlich auch so ein.



T480.pngL480.png
 
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