Fragen wg. Anschaffung eines NAS-Servers

CheckerTaxi

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Hallo liebe Lesenden,

ich beabsichtige, mir zur Datensicherung und -Aufbewahrung von größeren Datenmengen einen NAS-Server anzuschaffen. Einsatzgebiet ist vor allem die Auslagerung von TV-Sendungen aus meinem Festplatten-Receiver (intern nur 320 GB), aber auch die Ablage von privaten Fotoarchiven, gescannten Dokumenten, heruntergeladenen Videos... Ich habe dabei an das Gerät QNAP TS-410 gedacht, das bis zu 4 Festplatten aufnehmen kann. Darin würde ich dann im End-Ausbau 4 Platten a 2 TB einsetzen.

Der QNAP TS-410 unterstützt sowohl RAID 5 als auch RAID 6. Bei Wikipedia habe ich erfahren, dass man bei RAID 5 und 4 verbauten Platten, eine Redundanz von einer Platte hat und bei RAID 6 und 4 verbauten Platten 2 redundante Platten.


Jetzt meine Frage 1:

Wie sieht es eigentlich aus, wenn nicht eine der Festplatten ausfällt, sondern stattdessen der NAS-Server? Kann ich dann ohne Probleme

a) Die vier Platten rausnehmen und in einen nicht baugleichen NAS-Server einsetzen und habe die Daten dann alle wieder zur Verfügung?

b) Per Hand, z.B. unter Zuhilfenahme eines USB-Sata-Adapters die Daten von den einzelnen Platten wieder zusammenkopieren? oder

c) Ich benötige unbedingt einen neuen, baugleichen NAS-Server, der darüberhinaus dieselbe Firmware-Version besitzt wie das alte defekte Gerät?


Frage 2:

Ich habe einen Rechner, auf dem lediglich Windows XP Home installiert ist. Ich habe erfahren, dass man damit, und mit meinem Rechner (Samsung NC10) lediglich auf Festplatten mit maximal 2,1 TB zugreifen kann. Bin ich dann beim NAS-Server auch auf diese Größe beschränkt, oder ist das unabhängig voneinander, und es würde nur die maximal mögliche Dateigröße betreffen?


Frage 3:

Mit welchem Dateisystem sollten die Festplatten formatiert werden? Ich habe zwar momentan nur Rechner mit Windows XP mit NTFS, aber ich will mir zukünftig die Option offen halten, auch von einem Linux-Rechner auf den NAS zugreifen zu können. Oder ist das nicht von Bedeutung, welches Dateisystem auf dem NAS verwendet wird, da die Kommunikation sowieso über FTP... läuft, und nur der Server selbst das Dateisystem kennen muss?


LG CT
 
Zuletzt bearbeitet:

Michaelangelo

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Wenn du mal deinen Text etwas formatierst kann man es auch einfacher lesen.

Also 1. Ausfall des NAS:
- ein NAS ersetzt kein Backup
- sobald du ein RAID (außer 1) einsetzt, sieht es schlecht aus mit den Daten, da kann man nur die Platten wieder in ein baugleiches NAS hängen, bzw. an einen baugleichen Controller, aber nicht mal dann ist es garantiert

Frage 2 und 3:
- wenn über FTP zugegriffen wird ist das Dateisystem auf dem Server egal
- anders sieht es aus wenn du ihn als Netzlaufwerk benutzt
 

thatgui

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Mit welchem Dateisystem sollten die Festplatten formatiert werden? Ich habe zwar momentan nur Rechner mit Windows XP mit NTFS, aber ich will mir zukünftig die Option offen halten, auch von einem Linux-Rechner auf den NAS zugreifen zu können. Oder ist das nicht von Bedeutung, welches Dateisystem auf dem NAS verwendet wird, da die Kommunikation sowieso über FTP... läuft, und nur der Server selbst das Dateisystem kennen muss?
Wenn es sich bei Qnap wie bei Synology verhält (wovon im mal schwer ausgehe) wird die Platte vom NAS selbst nochmal formatiert (ich vermute mal ein ext - Dateisystem).
Da die Freigabe im Netzwerk über das SMB bzw. CIFS Protokoll realisiert werden, kann dir das an deinen Rechnern aber egal sein
 

blafoo

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Also 1. Ausfall des NAS:
- ein NAS ersetzt kein Backup
- sobald du ein RAID (außer 1) einsetzt, sieht es schlecht aus mit den Daten, da kann man nur die Platten wieder in ein baugleiches NAS hängen, bzw. an einen baugleichen Controller, aber nicht mal dann ist es garantiert

Frage 2 und 3:
- wenn über FTP zugegriffen wird ist das Dateisystem auf dem Server egal
- anders sieht es aus wenn du ihn als Netzlaufwerk benutzt

Das mit dem RAID ist nicht richtig so!

Jedes "bessere" NAS (QNAP oder WORTMANN) hat ein effes Linux auf dem NAS laufen. Das sind dann einfache Software-RAIDS die dann zusammengezimmert werden.

Somit kannst du, wenn dir das NAS mal flöten geht, die HDDS einfach innen LINUX-PC stecken und dort das RAID weiter benutzten. Egal ob Raid 1 2 3 4 5 und was es nicht noch alles so gibt.

Es gibt kein NAS in einer Preiskategorie <1000€ welches ein Hardware-Raid-Controller verbaut hat wo die Problematik durchaus passiert. Bei billigen NAS hast du das Problem das die u.U. kein Linux benutzen bzw nicht die Standard-Linux-Programme. Dann kann der Fall auch auftreten.

Aber im Normalfall kann man alle Daten per Linux danach sichern.

Beim Netzlaufwerk ist es auch völlig Egal welches FS auf den Platten ist! Weil das Netzlaufwerk entweder per sshfs / NFS / Samba veröffentlicht wird und somit ist das FS hinfaellig.

Einzig als zb iSCSI ist das FS interessant. Das nutzen die wenigsten aber im privaten Rahmen.

Ich persönlich würde auch zum QNAP raten. Es hat, wie oben schon gesagt, nen effes Linux am laufen. Somit kannst du, fals das Gerät mal kaputt geht, die Platten einfach annen PC hängen, ne Linux-Live-CD reinschieben und per mdadm das RAID weiterbenutzten (1:1 wie im NAS) und Daten sichern bzw das RAID verwenden bis Ersatz da ist ;)

Zudem bietet QNAP als einer der weningen die Funktion das ein gebrauchtes RAID genutzt werden kann. Oft ist der Fall, wenn man ne Platte in ein NAS reinschiebt, welches noch kein RAID hat, das die PLatte instantyl formatiert wird. Das QNAP fragt nach was mit der HDD passieren soll wenn du die reinschiebst. (Handbuch trotzdem lesen :pP)

Kurzum: Mit dem QNAP machste alles richtig!
 
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