Fragen bezüglich schonender Akkunutzung

asdfasdf88

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Hi Liebe Community,

seit dieser Woche bin ich, aufgrund eines Mainboard Schadens an meinem alten Laptop, selbst ein Besitzer des T530 Thinkpad. Nun spiele ich mit dem Gedanken das Gerät mit einem neuen 70++ Akku(9-Zellen) nachzurüsten. Da ich diesen nicht ganz so "verkommen lassen" will, wie ich das mit diversen anderen Akkus in der Vergangenheit gemacht habe, bin ich gerade dabei mich über eine Akku schonende Nutzung zu informieren. Hierbei bin ich auf folgenden Post im Forum gestoßen:
https://thinkpad-forum.de/threads/85182-Leitfaden-zur-Behandlung-von-Lithium-Akkus
Ein Punkt besagt, dass man den Akku nicht auf die vollen 100(%) auflädt. Jetzt stelle ich mir die Frage, wie ich den Akku dann bei einer stationären Nutzung am besten aufladen sollte. Bisher ließ ich meine Geräte permanent angeschlossen und schenkte dem nicht viel Aufmerksamkeit. Dadurch würde doch der Akkuladestand in den 90ern(%) hin und herspringen, was dem Akku nicht gut tut würde... Lieg ich mit meiner Vermutung richtig und wodurch lässt sich das mit keinem allzu großen Aufwand verhindern?

Grüße
 
Folgt man den propagierten Empfehlungen, baut man bei stationärer TP-Nutzung den Akku aus und lagert ihn mit 60% Ladung im Kühlschrank. Genauso schont man seine Autoreifen am Besten, indem man sie abbaut und kühl und dunkel im Keller lagert. :cool:

Scherz beiseite: Ein Akku ist ein Verschleißteil. Wahrscheinlich hat die (sicherlich schwankende) Herstellungsqualität wesentlich mehr Einfluss auf die Lebensdauer als die "Behandlung" durch den Benutzer. Ich behaupte mal, das Bimbamborium mit Ladeschwellen & Co kann man sich sparen. Tiefentladung sollte natürlich konsequent vermieden werden.

Quelle der Erkenntnis: Akku Sanyo (immer im Gerät), Baujahr 2009, 605 Zyklen, 28 Wh von 51 Wh Designkapazität
 
Dadurch würde doch der Akkuladestand in den 90ern(%) hin und herspringen, was dem Akku nicht gut tut würde... Lieg ich mit meiner Vermutung richtig und wodurch lässt sich das mit keinem allzu großen Aufwand verhindern?
Wenn Du es verhindern willst, kannst Du Ladeschwellen einstellen. D.h. Dein Gerät läd den Akku erst bei z.B. 20% und nur bis 98%. Wenn Du es dann z.B. bei 87% ans Netz hängst, dann wird der Akku nicht geladen.
 
Was dem Akku schadet ist, wenn er lange Zeit bei sehr hoher Ladung (> 95%) gehalten wird ohne dass er beansprucht wird. Schnelle Ladezyklen sind weniger problematisch, aber einen zu schmalen Zyklus sollte man auch nicht fahren. Für meinen kleinen 4-Zeller habe ich Ladeschwellen von 80% / 90% gesetzt. Es nutzt überhaupt nichts, die untere Ladeschwelle viel niedriger zu setzen.

Sicher ist der Akku ein Verschleißteil. Wenn man ihn nicht immer voll beansprucht und ihn möglichst lange in gutem Zustand behalten will, machen Ladeschwellen Sinn. Wieviel mehr man dann bekommt ist keine Wissenschaft sondern von Fall zu Fall verschieden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Akku ist ein Verschleißteil. Wahrscheinlich hat die (sicherlich schwankende) Herstellungsqualität wesentlich mehr Einfluss auf die Lebensdauer als die "Behandlung" durch den Benutzer. Ich behaupte mal, das Bimbamborium mit Ladeschwellen & Co kann man sich sparen.
Zumal niemand nachträglich feststellen kann, ab sein Akku wirklich durch Ladeschwellen etc. länger gelebt hat als ohne.
 
Das stimmt, aber es ist erwiesen dass die hohe Spannung nahe der 100% Ladegrenze den Zellen auf Dauer einfach nicht gut tut und sie schneller altern lässt. Dies spielt also mit wenn es um die Lebensdauer geht. Jemand, der jeden Tag die volle Ladung seines Akkus im Zug z.B. nutzt lässt ihn ja nie lange bei 100%. Hier würden tatsächlich Ladeschwellen wenig bis keinen Unterschied machen. Behaupte ich mal.
 
Tausend mal neu angerührt, tausend mal is nix neues passiert...:thumbsup:
 
Zu tiefes Entladen tut dem Akku auch auf Dauer nicht gut. Wenn das Gerät nicht ständig mobil genutzt wird, würde ich die untere Ladeschwelle auf 60% setzen. Lithium Akkus fühlen sich (sehr vereinfacht ausgedrückt) zwischen 60% und 80% am wohlsten. Nach linrunners Aussage ist aber die Ladeelektronik der Thinkpads ab Sandy Bridge verändert und man sollte keine obere Ladeschwelle mehr setzen. Daher sind meine "stationären" Thinkpads auf 60% untere Ladeschwelle eingestellt, dann wird voll geladen. Beim T400 verwende ich 60% als untere und 85% als obere Ladeschwelle.
 
Ich glaube, bei dem Thema Akkus-schonung würde es gut tun, Popcorn zu verteilen, zumindest mir ;)


Klar ist ein Akku ein Verschleißteil, aber nur weil es das ist, heißt aber nicht zwangsläufig, dass man auch einen Akku so behandeln muss.
Ich kann zwar verstehen, wenn sich Nutzer so verhalten, aber muss man diese Meinung überall kund tun? Gerade wenn Nutzer fragen, wie man seinen Akku schonen kann?


Da ich mich mit Li-ion Akkus ein wenig auskenne, gebe ich auch mal meinen Senf dazu

Es gibt zwei große relevante Probleme bei Li-ion Akkus.
1. Li-ion Akkus altern! Immer und überall. Der Alterungsprozess von Li-ion Akkus lässt sich nicht aufhalten
2. Mir ist zur Zeit kein Aspekt vom einem Li-ion Akku bekannt, welcher reversibel ist. Also wenn ein Akku mal gelitten hat, bleibt dies bestehen. Anders als bei Ni-CD Akkus, welche wieder teils regeneriert werden können

Nun etwas mehr zu den Details.

Am langsamsten altern Li-ion Akkus, wenn sie etwa halb voll sind und kühl gelagert werden. Alles andere beschleunigt den Alterungsprozess.
Gerade die letzten 10-20% (sowohl leer, als auch voll) der verfügbaren Kapazität sind für den Akku erhöhter Stress, welcher die Alterung beschleunigt. Je näher man an dieser Grenze ist, je mehr leidet der Akku, sowohl leer, als auch voll.
Ein zweiter Punkt lassen Li-ion Akku schneller altern, und das sind hohe Temperaturen, je höher die Temperatur, je schneller altert der Akku.
So altern Akkus in Notebooks besonders schnell, wenn sie bei voller Kapazität im Notebook "warm" gehalten werden


Daher ist es für den Akku in der Tat am besten, wenn er bei 60% Kapazität im Kühlschrank gelagert wird.
Aber auch schon 80% und Zimmertemperatur sind besser, als 100% und im Notebook

Allerdings sollten Akkus nicht unbedingt in die Gefriertruhe, denn wenn das Elektrolyt gefriert, ist das für den Akku noch schädlicher (wobei dies aber nicht bei 0°C gefriert.

Die bis hier genannten Dinge beziehen sich auf die "kalendarische" Alterung
Die "zyklische" Alterung beschäftigt sich mit dem Thema, wie Akkus bei Nutzung altern und verschleißen


Bei der Nutzung ist für den Akku ein hoher Stressfaktor, wenn dieser sowohl schnell entladen und schnell geladen wird, wobei diese Parameter nicht bei allen Akkus gleich sind und sich unterscheiden.
Dazu kommt, dass beim Notebookbetrieb in der Regel keine so hohen Lasten anfallen, dass der Verschleiß beim entladen in diesem Zusammenhang relevant wird.
Was zur Zeit (!) bei aktuellen (!) Akkuchemien eine Relevanz hat, worauf der Nutzer aber faktische keinen Einfluss hat, ist der Ladestrom.
Gerade für aktuelle Chemien von Li-Ion, ist der Ladestrom, mit ein wesentlicher Faktor, der zur Alterung beiträgt. Allerdings sind auch heute immer noch Li-ion Akku im Einsatz und werden vermarktet, wo dieser Punkt zu vernachlässigen ist (aufgrund der verwendeten Chemie).
Zudem gibt es keine ersichtliche Regel, welchen Akku dies betrifft oder nicht.

Zudem ist die Temperatur, bei welcher ein Akku geladen wird, auch von Bedeutung. Hierbei kommt es erschwerend hinzu, dass die meisten Hersteller darauf aus sind, ihre Akkus schnell zu laden, was für den Akku ein erhöhter Stressfaktor ist, wenn dann noch niedrige Temperaturen mit dazu kommen, ist dies für den Akku ein zusätzlicher Stressfaktor. Daher sollte die Ideale Temperatur zum Laden eines Akku bei 20-25°C liegen, wenn ein Akku 10°C hat, würde ich persönlich diesen nicht laden.




Für Deinen Fall übertragen:
versuche mit den Ladeschwellen so weit wie Du kannst runter zu gehen, 90% ist ein guter Ansatz, 85-80% liegen nach meiner Ansicht nach im Optimum zwischen nutzbarer Kapazität und Akkulaufzeit.
Für Notebooks, welche ich nur stationär nutze, nutze ich als Ladeschwellen 50%/60%.
 
Mei, ist das wieder lustig hier. Da fragt jemand, wie er den Akku schonen kann, und schon wieder krabbeln alle aus dem Dickicht um zu sagen, das bräuchte, sollte, müsste man nicht.

Wer sein Auto ohne Öl im Motor fährt, weil "ist ja eh Verschleißteil" ist das ihm überlassen, aber es macht für den Rest der Menschheit und die Umwelt Sinn, die Lebensdauer eines Produkts zu optimieren.

Dazu gehört:

- Extrema vermeiden (ganz leer, ganz voll) -> Ladeschwellen, nicht ganz leer saugen
- Zyklenzahl niedrig halten -> Ladeschwellen
- Temperatur, vor allem beim Lade-/Entladevorgang niedrig halten
- Bei Nichtnutzung abstecken und bei mittlerer Ladung (50-75%), niedriger Temperatur halten -> Kühlschrank
 
Zuletzt bearbeitet:
und schon wieder krabbeln alle aus dem Dickicht um zu sagen, das bräuchte, sollte, müsste man nicht
Na dann mal husch-husch, zurück. Was anderes machst Du doch auch nicht.
Wurde alles schon tausend male erwähnt, steht alles im Wiki.

Ob am Ende irgend etwas von den Dingen wirklich hilft, ist an keiner Stelle bewiesen. Dabei beziehe ich mich hier speziell auf die original Akkus von Lenovo. Da gibt es auch einen Thread dazu, wie lange die Dinger halten. Bunt gewürfelt von schonend behandelt über atemberaubend hohen Anzahlen von Ladezyklen bis zu grober Mißhandlung. Sich an alles halten, was man hätte, könnte, sollte schränkt den Gebrauch ein.
 
Zellen hin oder her, streite auch gar nicht darum, was man mit den Zellen selbst so alles anstellen sollte.
Hier geht es aber um einen kompletten Akkupack, inklusive einer Ladeelektronik, inklusive Temperaturüberwachung, inklusive Schutz vor Tiefenentladung, Schutz vor Extrema (zB Abschalten der dezidierten Grafik und/oder Absenken CPU-Takt im Akkubetrieb).
Und genau da, dem Zusammenspiel Zellen, Akkuelektronik und Ladeelektronik im Notebook, scheint Lenovo einiges anders und vor allem besser zu machen als diverse andere Hersteller. Selbst DELL und HP erscheinen mir da noch schlechter bestellt. Alles, worüber man sich den Kopf macht, außer den Kühlschrank, liefert Lenovo schon mit. Dem Ganzen setzt Lenovo mit der Möglichkeit der Ladeschwellen noch eine Krone auf.

Ein Tesla fährt mit exakt diesen Zellen! Erkläre das Gehampel um die schonende Nutzung nun mal einem Fahrer :thumbsup:
Dort erledigt das auch eine intelligente Elektronik.
 
Die Hersteller, auch Lenovo, sind aber eher bemüht, lange Laufzeiten zu schaffen.

Man kann als Endanwender selber Hand anlegen und die Situation noch weitaus verbessern. Guck dir doch einfach mal die Messungen im Link an. Entladung von nur 80% (also auf 20%) verbessert die mögliche Zyklenzahl bereits um 50%. Ladung nur bis 85% noch einmal um 100%. Das macht kein Notebookhersteller und kein E-Auto von sich aus, hier zählt die Laufzeit.

Wer also nicht die volle Kapazitätsspanne benötigt, kann ordentlich Lebensdauer gewinnen. Ich gebe dir aber recht, dass dies nicht möglich ist, wenn man täglich die volle Spanne benötigt.
 
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