Frage zu aktuellen Updates unter Win 7

Chris K

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Hallo,

bei den gestrigen "Zwischendurch"-Updates von Microsoft waren u.a. ein "UTC update for down-level devices in Windows 8.1 and Windows 7" (KB3080149) und ein "Update that adds telemetry points to consent.exe in Windows 8.1 and Windows 7" (KB3075249) mit dabei. Hat das erste irgendeinen positiven Nutzen für mich? Das zweite habe ich ohnehin ausgeblendet...

Danke für evtl. Infos...

Servus,

Christian
 
Ich handle meistens umgekehrt: Habe ich Nachteile, wenn ich installiere....
Beide Titel klingen ja spannend, aber Inhaltlich kann ich viel damit anfangen. Bei Nr 1 könnte man noch spekulieren, dass es um Zeitzonen und Uhrzeiten geht. Bei Nr 2 bin ich total ratlos, was der Titel ausdrücken soll.

Grüße Thomas
 
Man könnte natürlich ganz gewagt bei Microsoft schauen:
https://support.microsoft.com/en-us/kb/3080149

"This update aligns down-level devices on the same UTC binary that's released in Windows 10. This update would enable all the down-level devices to receive the software updates, design updates, and additional power and performance tuning"

Also die Komponente für die Zeitzonen wird auf älteren Systemen auf den gleichen Stand wie bei Windows 10 gebracht, um die Entwicklung von Änderungen bei Zeitzonen usw. einfacher verteilen zu können.

https://support.microsoft.com/en-us/kb/3075249

"This update adds telemetry points to the User Account Control (UAC) feature to collect information on elevations that come from low integrity levels."

Damit kann dann wohl über die Telemetrie berichtet werden, warum wieso weshalb welche Programme eine UAC Elevation auslösen.

 
Man könnte natürlich ganz gewagt bei Microsoft schauen: https://support.microsoft.com/en-us/kb/3075249 "This update adds telemetry points to the User Account Control (UAC) feature to collect information on elevations that come from low integrity levels." Damit kann dann wohl über die Telemetrie berichtet werden, warum wieso weshalb welche Programme eine UAC Elevation auslösen.
Und das besagt genau was? Dass Microsoft jetzt bei UAC meinen Standort auslesen will? Oder was will Telemetrie jetzt aussagen? Ich habe dieses Update mal ausgeblendet, diese Information ist derart nebulös, dass ich mich darauf nicht einlasse. Nachteil von Closed Source...
 
Das besagt, dass wenn die Telemetrie aktiviert ist, diese Infos mit übertragen werden können.
 
Man könnte natürlich ganz gewagt bei Microsoft schauen:

Das habe ich natürlich gemacht, allerdings kann man mit dem diffusen Geschwurbel von Microsoft häufig nicht besonders viel anfangen.

Das Update KB3080149 wird seit heute übrigens deutlich anders beschrieben "Update for customer experience and diagnostic telemetry", keine Rede mehr von Zeitzonen...

Ebenfalls (hoffentlich dauerhaft) ausgeblendet.
 
Das schürt bei mir die Überlegung, die optionalen Updates NICHT mehr zu installieren. Die Beschreibung jedes einzelnen zu prüfen (und dann oft doch nicht zu verstehen) ist mir zu zeitaufwändig.
 
Wir erleben leider gerade einen grundlegenden Zeitenwandel: Bisher wurde ein Betriebssystem gekauft und bezahlt und man durfte es nutzen, solange der PC lebt.
Neu bekommt man das Betriebssystem geschenkt, Kohle wird dann später verdient, indem man Userdaten sammelt, auswertet und verkauft.
Das machen Apple (teilweise) und besonders Google (kostenloses Linux, angepasst und danach zu Android umbenannt) seit langem.
Man sagt auch: Ich gebe den kleinen Finger, er nimmt die ganze Hand. Microsoft nimmt nun auch die ganze Hand. Der Betrogene ist der User, der einfach nicht begreifen
kann oder will, dass ein Geschenk für ihn teuer ist: "Einem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul" ist wohl das stärkere Argument.

Die Menschheit is gerade dabei, hohe Güter wie Demokratie und Freiheit kostenlos, d.h. ohne Gegenleistung zu opfern. Google und Microsoft wissen mehr
über Bürger und Staat als die eigene Regierung oder Verwaltung. Aber Google und Microsoft kann man nicht abwählen wie z.B. eine unbrauchbare Regierung, das ist ein
wesentlicher Unterschied. Für Monopolisten steht übrigens auch kein Ersatz zur Verfügung.

Eine Regierung kann nur abgewählt werden, wenn eine Alternative da ist (man nennt das Opposition). In der DDR gab es nur eine SED, keine Opposition; heute sagen alle:
das war eine Diktatur. Was man über diesen Staat heute sagt, ist bekannt.

Es lebe die Microsoft- und Android-DDR!
 
Das schürt bei mir die Überlegung, die optionalen Updates NICHT mehr zu installieren. Die Beschreibung jedes einzelnen zu prüfen (und dann oft doch nicht zu verstehen) ist mir zu zeitaufwändig.


Auch bei den "empfohlenen" Updates kann es Dir passieren, daß MS versucht Dir ein Diagnose- und Telemetrie-"Update" unterzujubeln (zuletzt KB 3068708). Es wird sich also nicht ganz vermeiden lassen, die monatlichen Updates etwas genauer anzuschauen und erst anschließend manuell nur das zu installieren, was einem wirklich sinnvoll erscheint. Die Zeit sollte man sich nehmen...
 
Die Zeit sollte man sich nehmen...

Ja, so sieht es wohl aus.

Seit der ungefragten Installation des Downloadtools für Win 10 habe ich zumindest mal die automatischen Updates deaktiviert. Ein solcher Vertrauensbruch macht einen schon nachdenklich.

Ärgerlich ist es um die kostbare Lebenszeit, die man in Zukunft mit solchem Mist verschwenden muß.

Gruß
Michael
 
Für Monopolisten steht übrigens auch kein Ersatz zur Verfügung.

Ganz so schlimm ist es auch nicht. Für die meisten Standard-User (Office und Internet + e-mails) reicht ein Linux oder Ubuntu locker aus. Nur bei ganz speziellen Anwendungen (z.B. Photoshop und Lightroom) muß man evtl. bei Windows bleiben. Wobei Darktable und GIMP auch nicht mehr viel schlechter sind...
 
Puh, ich habe bisher zumeist alles installiert, was angeboten wurde. War wohl blauäugig und zu MS-vertrauensvoll.

Hat jemand weitere derartig "unnötige" WIN-Updates (KB-Nummern) parat, die man ja dann wenigstens wieder deinstallieren und ausblenden kann.

@mccs: Prima Kommentar, d'accord!
 
Das Update KB3080149 wird seit heute übrigens deutlich anders beschrieben "Update for customer experience and diagnostic telemetry", keine Rede mehr von Zeitzonen...

Stimmt. Allerdings wird auch sehr ausführlich erklärt, was es wann macht. Und solange du nicht am CEIP teilnimmst, d.h. beim Verbesserungsprogramm, macht es erst einmal nichts.

- - - Beitrag zusammengeführt - - -

Seit der ungefragten Installation des Downloadtools für Win 10 habe ich zumindest mal die automatischen Updates deaktiviert. Ein solcher Vertrauensbruch macht einen schon nachdenklich.

Himmel, man kann sowas aber auch aufbauschen. Jedes System benachrichtigt über neue Versionen und normalerweise freuen sich die Leute drüber.
Nur Windows hat das bisher nicht gemacht, weil es eben keine kostenlosen Upgrades gab. Also wurde die Funktion nachgerüstet, und verteilt. Dass man dazu alle Rechte hat, ist so. Dass man die Beschreibung des Updates besser hätte gestalten sollen, ist ebenfalls so. Aber diese Entrüstung darüber ist nun wirklich übertrieben.

Wie sie es machen, ist es eh verkehrt. Gibts keine Upgrades, meckern die Leute auch. Haben neue Systeme noch Macken, meckern die Leute ebenfalls. Die Leute wollen aber auch nicht, dass Microsoft Macken auswertet, weil das ja ihre Privatsphäre untergraben würde. Darüber tauscht man sich dann gerne bei Facebook aus oder auf Webseiten, die Google Analytics verwenden.

Der Vergleich mit Google ist übrigens unpassend. Google lebt von Daten. Deren Geschäftsmodell sind Daten bzw. die Auswertung für Werbezwecke. Fast nur damit machen die Geld. Microsoft schreibt im Gegensatz dazu ganz eindeutig, dass gesammelte Daten eben nicht für Werbung verwendet werden. Und Daten und Werbung sind eben nicht deren Geschäft.
 
Die Leute wollen aber auch nicht, dass Microsoft Macken auswertet, weil das ja ihre Privatsphäre untergraben würde.

Zumindest bei den "Datenschutz"-Standardeinstellung unter Windows 10 geht es ja wohl um erheblich mehr als nur um "Fehleranalysen", folglich verstehe ich durchaus, wenn man langsam, aber sicher entsprechend mißtrauisch wird und keine Lust hat, von einem sauber laufenden Win 7 auf Win 10 zu wechseln, nur weil man es vermeintlich "gratis" bekommt.

Allerdings wird auch sehr ausführlich erklärt, was es wann macht. Und solange du nicht am CEIP teilnimmst, d.h. beim Verbesserungsprogramm, macht es erst einmal nichts.

Da ich an CEIP nicht teilnehme, brauche ich es auch nicht. Was nicht installiert ist, kann auch nicht "analysieren" und Daten sammeln...
 
Zumindest bei den "Datenschutz"-Standardeinstellung unter Windows 10 geht es ja wohl um erheblich mehr als nur um "Fehleranalysen", folglich verstehe ich durchaus, wenn man langsam, aber sicher entsprechend mißtrauisch wird und keine Lust hat, von einem sauber laufenden Win 7 auf Win 10 zu wechseln, nur weil man es vermeintlich "gratis" bekommt.

Nachdem man bei der Installation relativ ausdrücklich gezeigt bekommt, was eingestellt wird, wenn man einfach eine Express Einstellung auswählt, statt die Punkte einzeln auszuwählen, sehe ich das als relativ unproblematisch an.

Aus reiner Faulheit würde die Masse der User wohl kaum das Senden von Infos aktivieren, wenn es standardmäßig deaktiviert wäre. Also wird es nunmal im Express Setup aktiviert.
Ich glaube nicht, dass es bei der Masse wirklich um Datenschutz ginge. Dazu benutzen einfach zu viele Leute Google, WhatsApp, Facebook und viele andere Dienste. ;)
 
Hallo,

Hat jemand weitere derartig "unnötige" WIN-Updates (KB-Nummern) parat, die man ja dann wenigstens wieder deinstallieren und ausblenden kann.

Meine Liste der "schlechten" Updates enthält zur Zeit:
KB2952664
KB2976978
KB2977759
KB2990214
KB3008273
KB3021917
KB3022345
KB3035583
KB3044374
KB3046480
KB3050265
KB3050267
KB3054203
KB3054205
KB3058168
KB3068708
KB3075851
KB3075853

Näheres dazu (Titel der Updates) hier: http://www.heise.de/forum/heise-Sec...dates-Stand-2015-07-21/posting-21018566/show/

Ich habe übrigens ein PowerShell-Skript (Anhang anzeigen UninstallHotFix(PowerShell).zip) um diese Updates in einem Rutsch zu deinstallieren, dazu:
PowerShell als Admin ausführen,
ggf. Set-ExecutionPolicy RemoteSigned ausführen damit das Skript nicht geblockt wird,
UninstallWin10PatronisingHFs.ps1 ausführen.
Zum Abschluss gibt es eine Liste welche Updates deinstalliert wurden, die müssen dann aber, nach der nächsten Suche nach Updates, noch von Hand ausgeblendet werden.
Nachtrag: Falls Updates entfernt wurden sollte der Rechner neu gestartet werden, das passiert nicht automatisch!

Das UninstallHotfix-Skript stammt von hier: https://gallery.technet.microsoft.com/Uninstall-security-update-76f2dcb7,
die Liste der zu deinstallierenden Updates steht in der Datei Win10PatronisingHFs.txt und kann beliebig angepasst werden.

Man könnte die Updates auch per Skript ausblenden, ich habe dazu aber noch nichts passendes gefunden.

Grüße
Mopsi
 
Zuletzt bearbeitet:
Und hier findet sich noch ein wenig Erklärung dazu, dass die aktuellen Updates nichts sind, was Bauchschmerzen verursachen muss:

[h=2]Angebliche "Schnüffel-Updates" für Windows 7 und 8.1[/h]http://www.heise.de/newsticker/meldung/Angebliche-Schnueffel-Updates-fuer-Windows-7-und-8-1-2792343.html
 
Hallo Ingo

In dem Artikel gibt heise Entwarnung für drei der Updates, aber was ist mit den anderen aus der Liste von Mopsferatu?

Also sicherlich wird sowas momentan in der Aufregung um Win 10 etwas zu kritisch beäugt und die Leute schießen über das Ziel hinaus mit ihren Warnungen. Aber ich bin schon froh, daß wir uns hier in diesem Thread darüber austauschen können.

Im Zweifelsfall, also wenn es nicht abschließend geklärt werden kann, was genau ein Update macht, würde ich meine Privatsphäre über die Sicherheit meines Rechners stellen und das Update nicht installieren.

In dieser Beziehung hat Microsoft einen echten Bock geschossen. Durch die Eigenschaften von Win 10 haben sie viel Mißtrauen gesät und das weitet sich jetzt natürlich auch auf die anderen Produkte aus. Dem können sie nur durch deutlich mehr Transparenz und detailierte Beschreibungen der einzelnen Updates begegnen; in einer verständlichen Sprache versteht sich.

Gruß
Michael
 
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