Frage - Volle SSD ist schlecht für die Performance?

Macke

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3 Nov. 2012
Beiträge
185
Hallo,

ich bin der Meinung gelesen zu haben, dass es nachteilig für die Performanz ist, wenn man eine SSD quasi voll macht. Es sollte immer ein gewisser Puffer sein. Stimmt das?
Und falls es so ist, ist das auf eine ganze SSD bezogen oder muss man das auf eine Partition herunterbrechen?
 
Es ist völlig egal wo der unbenutzte Platz liegt. Der SSD-Controller betrachtet keine Dateisysteme sondern (unbenutzte) logische Sektoren.
 
Dies ist, soweit ich ebenfalls informiert bin, korrekt. Und nein, ist nicht auf eine einzelne Partition bezogen, sondern auf die gesamte SSD.
 
gibt sogar leute, die einen bereich unpartitioniert lassen..:facepalm:

ich nutze die SSD ganz normal und wenn im arbeitsplatz der balken rot wird, lagere ich daten aus ;)
 
Der unpartitionierte Bereich hat nen anderen Sinn:

Ungenutzte Zellen werden fürs Wear Leveling genutzt .. ein paar MB (ich hab bei 120GB ca 400mb) reichen da aber wahrscheinlich mehr als ein SSD-Leben lang ;)

Die alten SSDs, ohne Trim/GC hatten aber tatsächlich das Problem das die extremst langsam wurden wenn die einmal voll waren .. ist inzwischen aber nicht mehr :) Das Problem war: In den Zellen war noch inhalt der musste erst gelöscht werden. Und da GC damals nich so ausgereift war, hat das ewig gedauert bis das durchlief .. und somit hatte er dann eben auf den unbenutzten Platz erst geschrieben, und irgendwann den freien Speicher wirklich frei gemacht. Sonst war das Problem, wenn die Daten geschrieben werden sollten musste er die Zelle erst löschen und dann den Wert setzten. Das hat gut Performance gekostet.

Aber wie gesagt .. jede halbwegs aktuelle SSD hat entweder Trim-Support oder brauchbare GC.

Grüße
 
Der unpartitionierte Bereich hat nen anderen Sinn:
Hat er nicht. Es ist der SSD völlig egal wo die unbenutzten Sektoren liegen.

ps. bei angenommener 10% laufwerksinterner Reserve sind 400 freie MB völlig irrelevant
 
Zuletzt bearbeitet:
Je nach SSD ... ja ..

Es gibt SSDs, hatte mal ne ADATA die sich unter Windows gemeldet hat, die achten darauf ob die Zelle tatsächlich ungenutzt ist, oder fürs FS markiert ist, die ADATA sachte mir halt " ausm Kopf zitier ": Zelle blafoo kaputt, kein Platz fürs Wear Leveling.
War aber mit einer der ersten SSD und die is echt getreten worden von mir.

Kann gut sein das es sich inzwischen echt geändert hat .. nur die 200-400mb tun nich weh .. *schulterzuck*

edit: Ja bei ner 120er geb ich dir recht, aber bei ner 30er, die ich viel hatte, gerade bei billigen, sind die 3gb schnell weg :D Hatte hier mal eine SSD, ne Kingston VSSD oder wie die hies, die hatte 8GB wear leveling, war ne 30er.
Obwohl ich mir nicht vorstellen kann das es 10% sind .. das wären ja 12GB bei ner 120er SSD. Denke / schätze das sind auch nur ein paar hunder MB.
 
Zuletzt bearbeitet:
Normalerweise halten die SSDs selber schon ein bisschen Platz zurück um im Falle eines Zellendefekts Reserven zu haben.
 
Nach allem was ich so gelesen habe kann man von mindestens 10% Reserve ausgehen. Eine volle Platte ist eh ein "Administrator not qualified error".
 
Wow okay .. gut dann sind die 400mb echt lächerlich .. da geb ich dir recht ;) Zumindest bei ner 120er.

Das was ich halt bis dato hörte, damals u.A. vom Intel-Stand auf der Cebit, war halt ~1%.

Grüße
 
Danke für eure flotten Antworten.

Normalerweise halten die SSDs selber schon ein bisschen Platz zurück um im Falle eines Zellendefekts Reserven zu haben.
Ah stimmt, ich hatte mal eine Crucial M4, die davon regen Gebrauch gemacht hat. Nun habe ich keine M4 mehr und werde auch so schnell keine Crucial/Micron SSD mehr nutzen oder gar empfehlen.
 
Das Stichwort in diesem Fall lautet wohl "Spare Area".

Je nach Controller wird ein Teil des verbauten Flashspeichers als "Reservespeicher" vorgehalten um "zaubern" zu können. Damit soll der Verschleiß minimiert und die Schreibgeschwindigkeit optimieren werden.

Daher die eigentlich für Halbleiterspeicher ungewohnte Größen bei SSDs wie z.B. 80GB, 120GB etc. die nicht bei 2^x liegen wie etwa 128MB, 256MB, 512MB bei RAMs.
 
Daher die eigentlich für Halbleiterspeicher ungewohnte Größen bei SSDs wie z.B. 80GB, 120GB etc. die nicht bei 2^x liegen wie etwa 128MB, 256MB, 512MB bei RAMs.
Könnte das nicht auch daran liegen, dass Platten seit jeher von den Herstellern in GB (Basis 10) angegeben werden und RAM in GiB (Basis 2)?
 
Zuletzt bearbeitet:
jupp, eine 128er ssd hat 128 gibibytes nand-flash, meldet dem os aber nur 128 gigabytes nutzbaren speicher. differenz: ~ 7 %
bei manchen ssds wird noch weiterer speicher reserviert um z.b. eine art internes raid5 aufzubauen ("raise" bei sandforce-controllern). die intel x25-e ging noch "etwas" weiter: das 64er modell hatte afaik 80 gib nand verbaut. durch das derart hohe overprovisioning (> 30 %) konnte auch ohne trim eine dauerhaft hohe leistung erzielt werden.

dank trim ist das heute nicht mehr nötig, da ungenutzte bereiche von controller genau so benutzt werden können, wie der reservierte bereich.
 
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