Festplatten Newbe hat ein paar kleine Fragen

helmut_grokenberger

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3 Juni 2009
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Servus zusammen,

ich habe sehr viele 3,5 Zoll externe HDDs. Jetzt brauche ich für ein Gehäuse (3,5 Zoll) eine neue - und da würde ich mir eine interne kaufen. Die Platte sollte "sicher" und ausgereift sein. Zudem günstig weil sie als reine Backup-Platte verwendet wird. Da die HDD über USB 2.0 angeschlossen wird, ist die Geschwindigkeit momentan nicht so entscheidend. Ich möchte die Festplatte aber demnächst in ein USB 3.0 Gehäuse einbauen und da sollte die Festplatte nicht der limitierende Faktor sein :)
Ich brauche insgesamt 2 TB!

Frage 1: Ich hatte mal eine externe Platte von WD. Es war eine 2 TB Platte - diese neigte total zum überhitzen - nach dreimal Umtauschen habe ich endlich eine Gutschrift bekommen. Deshalb bin ich kein großer WD-Fan mehr. Neigen die 2 TB Platten zum überhitzen? Ist die Technik ausgereift? Oder ist es besser zwei 1 TB Platten zu nehmen?

Frage 2: Die Platten Samsung SpinPoint F4 EcoGreen 2TB; Western Digital Caviar Green SATA II 2TB WD20EARS; Seagate Barracuda LP 5900.12 SATA 2TB ST32000542AS kosten alle fast gleichviel. Welche ist besser?
Frage 3: Habt ihr einen Tipp welche Platte ich nehmen soll? Ich glaube 2 TB Platten haben gerade das besten Preis-Leistungsverhältnis?!
Frage 4: Sind 7200er Platte viel schneller? Wenn ich also demnächst auf USB 3.0 umsteigen will sollte ich gleich eine 7200er nehmen?
Frage 5: Langfristig möchte ich aus der Anschaffung eine externe 3.0 Platte machen - sollte ich dann lieber gleich eine externe 3.0 Platte kaufen? Gibt es da etwas empfehlenswertes? Ich lege sehr Wert auf einen Schalter zum anschalten der Platte!
Dankeschön!
VG H.K.
 
Schon mal über ein NAS nachgedacht? 2TB und USB 2.0 klingt spannend.....und eine Datensicherung gleich nochmal....
Mittlerweile empfehle ich wirklich niemanden mehr mit externen Platten herumzujonglieren. Einzige Ausnahme ist der Zweck des Transportes riesiger Datenmengen-und da rechnet sich ebenfalls ein NAS!
Zu WD kann ich persönlich keine schlechte Erfahrungen vermelden. Vor Jahren hatte ich mal das Pech das 2 ABYS noch vor Einbau bei der Garantieregistrierung out of region waren-die habe ich auch aber gleich retourniert und gewandelt.
Je höher die Drehzahl umso grösser die Wärmeentwicklung.
Alle mir bekannten NAS-Gehäuse haben Hardware-und Softwareschalter!

lg roberto
 
LZ_' schrieb:
Schon mal über ein NAS nachgedacht? 2TB und USB 2.0 klingt spannend.....und eine Datensicherung gleich nochmal....
Aber ein NAS schließe ich doch auch über USB oder eben LAN an. USB habe ich an meinen Rechnern eben noch USB 2.0.
Und eine Netzwerk Infrastruktur habe ich at home nicht. Nur W-Lan.

Und ein NAS ist doch schon sehr teuer - oder? Ich habe außerdem mal in einer ct-Ausgabe gelesen das der Datendurchsatz bei vielen Geräten auch nicht prickelnd sein soll...
...könntest du ein NAS empfehlen oder mehr drüber erzählen?

Ich glaube das ich mit externen Festplatten und demnächst eben USB 3.0 schon ganz gut fahre?!
 
Eine externe Platte in einem USB-Gehäuse liegt halt immer irgenwo herum. Das hat schon mal den Nachteil das unbedachtes Hantieren irgendwann mal einen Stecker lockert, oder das Teil selbst einen Schubs abkriegtetc. Kennt man ja von Notebooks.....Eine NAS in einer vernünftigen IT-Infrastruktur hat da schon deutliche Vorteile: Lautstärke stört nicht, geschützter gegenüber allerlei Unbillen bis hin zu Diebstahl, Performance, problemlose Verfügbarkeit der Daten etc.
Einfache NAS mit nur einer Platte sind bei mir als Transport-und Backulösungen im Einsatz. Alternativ geht auch USB3, bzw. eSATA.
Leistbare 2Platten NAS mit Spiegelung (RAID 1) beginnen € 60,-
http://geizhals.at/eu/a582532.html das Teil ist sicher zur Zeit die angesagteste Kaufoption-hat auch die 'ct festgestellt. Allerdings bedeutet ein RAID1 keinerlei Datensicherung! Ein Backup ist notwendig-und da ist ein USB-Gehüse wieder sinnvoll.
Wobei ich in letzter Zeit meinen UltraBay Platteneinschub schätzen lerne...
Ich persönlich halte einfach von dem Strippengewirr wenig, und erlebe im "erweiterten Freundeskreis" immer wieder satte Katastrophen wo Daten unwiederbringlich ins Nirvana gesichert werden nur weil das Katzenbiest ein Kabel gelockert hat, versehentlich ein Netzteil ausgesteckt wird, das falsche Netzteil angesteckt......etc

lg roberto
 
So unterschiedliche Erfahrungen kann man machen...

WD ist bei mir die Lieblingsmarke. Die Platten sind nach meiner Erfahrung leise und kühl. Samsung dagegen laut und warm. Ich täte deshalb die WD20EARS nehmen.

Bei einer externen Platte würde ich nicht explizit nach einer 7200er suchen. Vorteil einer 7200er sind vor allem die marginal kürzeren Zugriffszeiten, die brauchst du aber eher bei einer Systemplatte.

Beschäftige dich vor dem Partitionieren der Platte mit der 4k Sektorgröße und Alignment.

Wenn du schon ein USB2-Gehäuse hast und mit der Geschwindigkeit klar kommst, musst du nicht gleich ein USB3-Gehäuse kaufen. Das kannst du später immer noch nachrüsten.

Hier gleich mit NAS ankommen halte ich ehrlich gesagt etwas für "mit Kanonen auf Spatzen geschossen"...
 
Danke für die ersten Antworten.

Kann noch jam. was zu meiner Frage nach dem Überhitzen sagen?
Neigen die 2 TB Platten zum überhitzen? Ist die Technik ausgereift? Oder ist es besser zwei 1 TB Platten zu nehmen?
vbtricks' schrieb:
Bei einer externen Platte würde ich nicht explizit nach einer 7200er suchen. Vorteil einer 7200er sind vor allem die marginal kürzeren Zugriffszeiten, die brauchst du aber eher bei einer Systemplatte.
Das bedeutet das eine 7200er Platte nicht per se schneller ist wenn man große Datenmengen kopiert?


Noch eine letzte Frage: Sind die heutigen USB 3.0 Controller schon gut oder werden die in den nächsten Jahren noch besser? Ich frage weil ein USB 3.0 Gehäuse in einem Jahr ja auch 20-30 EUR kostet und man heute schon komplette externe 3.0er Platten für 110 EUR (statt 85 EUR einer internen) bekommt. Sollte ich dann gleich auf eine externe 3.0er Platte setzen?
 
helmut_grokenberger' schrieb:
Das bedeutet das eine 7200er Platte nicht per se schneller ist wenn man große Datenmengen kopiert?
Neben den rpm kommt's da auch auf die Datendichte auf der Platte an. Platten, die bei gleicher Kapazität weniger Platter haben, haben mehr Daten auf der gleichen Fläche. D.h. mehr Daten sausen in der gleichen Zeit unterm Lesekopf vorbei.
 
Platten grösser als 500 GB haben eine Lebensdauer von 1,5 bis 2 Jahren.

Bei 2 GB Bedarf würde ich ein externes Gehäuse für vier 500er nehmen.

Samsung haben bei mir im Kundenkreis die meisten Ausfälle, ich selber tendiere zu Seagate oder bei 2,5ern zu WD. Hitachi ist auch selten defekt.

Die Marke Samsung ist bei mir in Punkto Festplatten mittlerweise ein NoGo. Die ständigen Reklamationen war ich leid.
 
Samsung-Platten würde ich auch lieber beim Händler lassen. Bei Seagate und WD kann man eigentlich nichts falsch machen.
BTW: es gibt auch Platten mit bis zu 10.000 rpm ...
Grundsätzlich wäre wohl eine NAS mit RAID und (wichtig) 1 GBit/s LAN sehr interessant für dich. Von Synology --> http://www.synology.com/deu/index.php gibt es recht gute NAS-Systeme. Wie ja sicherlich auch in dem C't Arikel stand, gibt es bei NAS unterschiede wie Tag und Nacht. Systeme von D-Link und Netgear hatte ich mal im Test bei einem Kunden (Großkunde mit LDAP Anbindung), hier versagten diese jämmerlich was die Performance angeht. QNAP (http://www.qnap.com/de/ ) habe ich noch bei einem Kunden im Einsatz und bin voll zufrieden. Hier dient das teil ebenfalls als Backup als auch FTP-Server für die russischen Kollegen.

Was die haltbarkeit angeht: Hier kommt es natürlich drauf an:
- wie sind die Platten gelagert
- wie oft sind die im Einsatz --> je öfter die dinger laufen, desto eher treten Probleme auf.
Im Serverbereich sagt man, dass man die Platten wenigsten alle 4-6 Jahre tauschen sollte. regelmäßige Backups sind sowieso klar. Am besten auch hin und wieder mal das Backup sichern ;) kann nie schaden.
Kostet zwar alles, aber wenn einem die Daten sicher sind, sollte man schon ein wenig investieren.
 
xcode' schrieb:
je öfter die dinger laufen, desto eher treten Probleme auf.
Das kann man so grundsätzlich nicht sagen. Es gibt auch Platten, die sind trotz nur gelegentlicher Nutzung (1 Backup pro Monat) nach gut zwei Jahren (also kurz nach der Garantie) defekt gewesen. Und das war nicht der USB Chip sondern die Festplattenelektronik.......
 
gerli09' schrieb:
Das kann man so grundsätzlich nicht sagen. Es gibt auch Platten, die sind trotz nur gelegentlicher Nutzung ... nach gut zwei Jahren ... defekt gewesen.
Ja OK, aber hier wäre dann mal gut zu wissen, welcher Hersteller der Platte, welches Model, wie wurde die Platte gelagert, etc...? Aber stimmt schon, eine eindeutige Aussage kann man einfach nicht treffen. Ich hatte letztes Jahr auch einen Kunden mit einer neuen NB Festplatte. Nach ca. 1 Woche "normalem" betrieb ging bei der Platte gar nichts mehr. Head crash. Das NB stand quasi nur auf dem Schreibtisch und wurde an und ausgeschaltet, mehr nicht.. .
 
Das war eine Maxtor USB-Platte mit einer Seagate drin, genauen Typ habe ich nicht mehr, weil das Teil schon im Elektronikschrott gelandet ist.

Ich habe grundsätzliche Bedenken, wichtige Daten auf externe USB-Platten als einzige Sicherung zu kopieren. Damit ist zu schnell was passiert (Diebstahl, runtergefallen, Netzteil hochgegangen usw.), dass ich ein NAS, das irgendwo geschützt in der Ecke rumsteht vorziehe. Ob das nun das eine oder andere MB/s schneller ist dürfte für Datensicherungszwecke ziemlich egal sein.
 
Eine Alternative ist eventuell eSata. Externe 3,5 Zoll-Gehäuse mit eSata und USB 2.0 gibt's aktuell für etwa € 20.-. Adapter für die Anbindung im Desktop (sofern SATA vorhanden) liegen bei etwa € 5.-, für die Anbindung an's Notebook etwa € 25.-.
Vorteil wäre die bereits jetzt hohe Geschwindigkeit. NAS ist natürlich eleganter, bei WLAN aber extrem langsam - vielleicht ein Viertel von USB 2.0.
 
Ich habe bisher immer 1 und 1,5 TB Platten gehabt.
Neigen 2 TB Platten zum überhitzen? Ist die Technik ausgereift? Oder ist es besser zwei 1 TB Platten zu nehmen?

Wie gesagt - ich hatte eben mal Probleme mit einer WD 2TB Platte - deshalb die Nachfrage!
 
vbtricks' schrieb:
devlin' schrieb:
Platten grösser als 500 GB haben eine Lebensdauer von 1,5 bis 2 Jahren.
Gewagte These, gibt's dafür irgendwelche Belege?


Allerdings, ein paar.

Auf die Schnelle nur eine Seite:

http://www.tomshardware.de/Festplatten-Lebensdauer,testberichte-240582.html

pltznmt.jpg

(c) www.tomshardware.de (bin ja nicht guttenberg) :facepalm:

Seagate schneidet dort ziemlich schlecht ab, was auf die fehlerhafte Firmware einiger Serien zurückzuführen war.
Ansonsten sind die eigentlich gut.
 
xcode' schrieb:
Aber stimmt schon, eine eindeutige Aussage kann man einfach nicht treffen. Ich hatte letztes Jahr auch einen Kunden mit einer neuen NB Festplatte. Nach ca. 1 Woche "normalem" betrieb ging bei der Platte gar nichts mehr. Head crash. Das NB stand quasi nur auf dem Schreibtisch und wurde an und ausgeschaltet, mehr nicht.. .
Die Toshiba MK2529GSG (1.8" 250 GB) aus meinem T400s ist auch nach einem halben Jahr abgeraucht. Die erste übrigens in meiner ganzen 13 jährigen Zeit mit IBM/Lenovo-TPs.

Wichtige Text- und Tabellendaten werden immer auf einem 16 GB USB-Stick und einer externen USB-Platte kopiert.

Meine ca. 160GB Musikdaten (ca.600 CDs) auf einer weiteren externen HDD, die selten öfter als einmal pro Woche aktualisiert werden muss.

Zum anderen hab ich noch mein R400, welches wöchentlich auf seiner HDD alle Daten der Partition D noch einmal kopiert.

Müsste eigentlich genügen. Einem Kollegen von mir ist allerdings mal seine Wohnung nach einem TV-Defekt in Abwesenheit abgebrannt, damit waren auch all seine Backups, die dort lagerten, mit demoliert.

Aber soll ich meine Backups deshalb wirklich in einen Banksafe legen ? :cool:
 
devlin' schrieb:
Allerdings, ein paar.

Auf die Schnelle nur eine Seite:
Naja, aber eigentlich folgert aus den Ausfallerklärungen im Artikel doch, dass die Ausfallrate mit der Anzahl der Platter und nicht unbedingt der Kapazität korreliert? Und da gibt's bei den gleichen Modellen ja auch ab und zu Serien mit unterschiedlicher Platter-Anzahl. Dass in den Platten mit großer Kapazität oft mehr Platte verbaut sind, will ich aber nicht anzweifeln.

Dann werfe ich noch einen Blick auf die Festplatten-Zeitleiste bei Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/History_of_hard_disk_drives#Timeline Und dann überlege ich nochmal, warum das Durchschnittsalter der defekten großen Platten so gering ist. Vielleicht weil die großen Platten noch relativ neu sind und ich deshalb Probleme haben werde, defekte/funktionierende Platten mit 1,5 oder 2 TB zu finden, die älter als 1,5 Jahre alt sind?
Jetzt könnte ich dann noch einen Schritt weiter gehen und mir Gedanken machen, wie sich der Durchschnitt eigentlich berechnet. Wenn die Platten eh alle nur relativ jung sein können (böse mal auf 1,5 Jahre als max. mögliches Alter gesetzt) und der Durchschnitt aber trotzdem bei 1,5 Jahren liegt, dann muss es doch relativ wenige Platten geben, die nur ein, zwei Monate gehalten haben. Weil sonst wäre der Durchschnittswert ja deutlich geringer. Heißt das jetzt gar, dass meine große Festplatte sicher mindestens ein Jahr durchhält?

Verstehe mich nicht falsch, dass da bewusst manipuliert wurde, das unterstelle ich ja gar nicht. Ich frage mich nur, ob ich aus der Auswertung auch nur irgendwelche verwertbaren Rückschlüsse ziehen kann ;).

Und dass jede Platte unangekündigt von jetzt auf gleich abrauchen kann, sollte auch jedem klar sein. D.h. alle fleißig Backups machen :thumbsup:
 
Eventuell währe ja so etwas etwas für dich:

[ Biete ] Lacie2Big NAS 1TB

Das währe ein guter Einstieg in Netzwerkspeicher. Wenn du einen Router mit WLAN und LAN hast sollte das schon ohne Problee funktionieren, handhabe ich ganz genauso.

Ich vertraue auch auf WD, wir haben hier 12 Desktop Platten von WD von 250Gb IDE bis 2Tb Modellen, alle laufen bisher ohne Probleme, mir ist noch nie eine kaputt gegangen. Die einzigen HDDs die bei mir bisher verstorben sind waren von Seagate (2 Stück 160Gb IDE und Samsung 250Gb SATA)
 
helmut-on-the-road' schrieb:
NAS ist natürlich eleganter, bei WLAN aber extrem langsam - vielleicht ein Viertel von USB 2.0.
Wobei man ja irgendwo ein LAN-Kabel vom Router rumhängen lassen kann und stöpselt das Laptop für größere Kopieraktionen mal temporär per LAN an....
 
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