[erledigt] In welchem Abstand kann ich mir ein ThinkPad kaufen

Frieder108

Active member
Themenstarter
Registriert
15 Jan. 2010
Beiträge
1.445
Hi@all,

banale Frage, in welchem Zeitraum darf ich mir als Gewerbetreibender ein neues Laptop kaufen, ohne Stress mit dem Finanzamt zu bekommen.

Hintergrund: es ist mal wieder Jahresende und es muß noch ein bischen Geld ausgegeben werden - ich kann ja auch nix für unser Steuersystem.

Bei Andi im OK2 hab ich gerade ein T 410 gesehen, das mich reizen würde, hab mir aber erst für die Firma vor einem Jahr ein R500 (Klimakonferenz) rausgelassen, und weiß jetzt nicht, wie das FA reagieren würde.

Claro, ich könnte meinen Steuerberater fragen, ich find aber, es ist auch hier fürs Forum ne interessante Frage.

Grüße

Frieder
 
Hallo Frieder:

Selbst wenn Du Dir zum Jahresende 100 neue T410 kaufst, dann kann Dir das FA den Kauf nicht verbieten. Beachte aber, dass Du die AfA nur anteilig geltend machen kannst (die MwSt. aber in vollem Umfang in Deine Umsatzsteuervoranmeldung einbeziehen kannst).
Es wäre ja schon ein Unding, wenn das FA vorschreibt, wie, wann und welche Investitionen Du tätigen darfst. Der beruflich Bezug zu IT ist ja wohl gegeben (wg. Gewerbe).

Grüße, Ingolf.
 
ingolf' schrieb:
Hallo Frieder:

Selbst wenn Du Dir zum Jahresende 100 neue T410 kaufst, dann kann Dir das FA den Kauf nicht verbieten...............

Bei 100 TPs in einer Ein-Mann-Bude könnte das Finanzamt durchaus was sagen, aber das Zweit- und Drittnotebook sind kein Problem.

Stefan
 
Dem Finanzamt kann und muss es eigentlich egal sein, wieviele Notebooks Du anschaffst. Seit wann dürfen die unternehmerische Entscheidungen beurteilen? Wenn Du noch ein Notebook brauchst? Zum Beispiel ein leichteres, um Präsentationen vor Kunden halten zu können? Für Einzelpersonen gilt wohl, dass man nur alle drei Jahre ein (beruflich benötigtes) Notebook anschaffen und abschreiben kann, aber bei einer Firma kann und darf es solche Einschränkungen doch nicht geben? So lange es glaubwürdig bleibt. Also bei einer 20-Mann Firma plötzlich 100 Notebooks absetzen zu wollen, okay, das klingt etwas übertrieben. Aber ansonsten dürfte das im normalen Geschäftsbetrieb untergehen.

hajowito
 
Das kann man im Detail nicht beantworten (Du wirst also doch Deinen Steuerberater bemühen müssen), aber grundsätzlich kannst Du natürlich so viele Notebooks anschaffen, wie Du in Deinem Unternehmen zu betrieblichen Zwecken benötigst. Die müssen dann nur als Betriebsausgaben anerkannt werden. Die übliche Abschreibungsdauer eines Notebooks beträgt 3 Jahre.

*edit: Da war ich eine Minute zu spät :)

Viele Grüße

Lars
 
wie ist das eigentlich zu verstehen mit "es muss noch etwas Geld ausgegeben werden wegen dem Steuersystem"?
 
Hi, erstmal Thanks für die schnellen Antworten.

OK, meine Infos waren nicht 100% exakt. Rein rechtlich bin ich ein Einzelpersonenunternehmen, mit Schwerpunkt Ausstellungsbau (Museen) und Photovoltaik ( bis 1,5 Megawatt logistisch ohne weiteres machbar, und auch gebaut). Allerdings sind meine sämtlichen "Untertanen" (bis ca 25 Leute) auch alles selbstsändige Einzelkämpfer.

Wir sind sowas wie ne Kooperative von Einzellohnsklaven, die sich quasi versuchen, gegenseitig am Leben zu erhalten. 2010 lief gut, daher die Anfrage - ultimativ werd ich wohl schon meinen Steuerdingens befragen.

Aber n bischen Vorabinfo schadet ja nie, also her mit euren Tipps und Kenntnissen.

Frieder

edit//

wenn Umsatz hoch, dann muß Geld raus, jeder Selbstständige kennt das "Problem", weil wenn es Gewinn ist, dann werden Steuern fällig
 
@ Aviator
Entweder du zahlst 3500€ an das Finanzamt oder du kaufst dir für 42.000€ ein Auto. Aktueller mir bekannter Fall.
Um den Verbrechern nicht unnötig Geld in den Rachen zu werfen und nicht in bestimmte Steuer- bzw. Verdienstbereiche zu kommen, einfach Geld ausgeben.
 
Aviator' schrieb:
wie ist das eigentlich zu verstehen mit "es muss noch etwas Geld ausgegeben werden wegen dem Steuersystem"?

Angenommen er hat 2010, 2011 und 2012 jeweils 100 000 Euro Gewinn vor Steuern
Am 1. Januar 2010 hat er sich ein Thinkpad für 3000 Euro gekauft.
Das Thinkpad kann er über 3 Jahre abschreiben, d.h. pro Jahr beträgt sein Gewinn nur 99 000 Euro
Bei einem angenommenen Steuersatz von 50 % (alle Zahlen im Beispiel sind fiktiv und dienen nur der Veranschaulichung) spart er sich im Jahr 500 Euro Steuern, d.h. unterm Strich kostet ihn das Thinkpad nur circa 1/2 Preis.

Stefan
 
StefanW.' schrieb:
Angenommen er hat 2010, 2011 und 2012 jeweils 100 000 Euro Gewinn vor Steuern
Am 1. Januar 2010 hat er sich ein Thinkpad für 3000 Euro gekauft.
Das Thinkpad kann er über 3 Jahre abschreiben, d.h. pro Jahr beträgt sein Gewinn nur 99 000 Euro
Bei einem angenommenen Steuersatz von 50 % (alle Zahlen im Beispiel sind fiktiv und dienen nur der Veranschaulichung) spart er sich im Jahr 500 Euro Steuern, d.h. unterm Strich kostet ihn das Thinkpad nur circa 1/2 Preis.

Stefan

:thumbup: ich kann auch nix für unser Steuerrecht. Und ok, ich hab auch kein Problem damit, welche zu bezahlen - bloß so, wie`s bei uns abgeht - ???

Ginge das Geld zum großen Teil in Bildung und Soziales, dann hätte ich solche Gedanken nicht. Auch Harz4 macht mir keine Probleme, ein Land wie D sollte sich sich die paar Arbeitsverweigerer leisten können - aber Milliarden an die Banken, das stößt mir auf
 
Ich mach mir eher Sorgen über alle meine Entflex rechnungen.

Das glaubt mir doch kein Prüfer dass meine paar Geräte so oft kaputt gehen.
 
Frieder108' schrieb:
StefanW.' schrieb:
Angenommen er hat 2010, 2011 und 2012 jeweils 100 000 Euro Gewinn vor Steuern
Am 1. Januar 2010 hat er sich ein Thinkpad für 3000 Euro gekauft.
Das Thinkpad kann er über 3 Jahre abschreiben, d.h. pro Jahr beträgt sein Gewinn nur 99 000 Euro
Bei einem angenommenen Steuersatz von 50 % (alle Zahlen im Beispiel sind fiktiv und dienen nur der Veranschaulichung) spart er sich im Jahr 500 Euro Steuern, d.h. unterm Strich kostet ihn das Thinkpad nur circa 1/2 Preis.

Stefan

:thumbup: ich kann auch nix für unser Steuerrecht. Und ok, ich hab auch kein Problem damit, welche zu bezahlen - bloß so, wie`s bei uns abgeht - ???

Ginge das Geld zum großen Teil in Bildung und Soziales, dann hätte ich solche Gedanken nicht. Auch Harz4 macht mir keine Probleme, ein Land wie D sollte sich sich die paar Arbeitsverweigerer leisten können - aber Milliarden an die Banken, das stößt mir auf


danke@all für die Erklärungen


Naja, du könntest aber auch mit dem Geld welches du aus Steuergründen für ein Thinkpad ausgibst einer Schule oder Kita oder sonstwas wo Kinder Umgang mit IT lernen ein oder 2 schöne Rechner hinstellen. Dann käme das Geld auch dahin, wo dus gern hättest. Außerdem könntest du doch dafür dann noch ne Spendenquittung kriegen oder? Da ich mich damit nicht so gut auskenn frag ich mich auch, ob dir das was nützt.


:thumbsup:

Just my 2 Cents
 
Frieder108' schrieb:
... Rein rechtlich bin ich ein Einzelpersonenunternehmen,

..."Untertanen" (bis ca 25 Leute) auch alles selbstsändige Einzelkämpfer.
Moin,

ich bin zwar kein Steuerberater und auch kein Stuerexperte, aber etwas präziser solltest Du dich in Steuerdingen schon ausdrücken. Hier ist alles klar definiert und meines Wissens steht nirgends im Steuerrecht "Einzelpersonenunternehmen" oder "Untertanen" oder "Einzelkämpfer".

Du bist entweder eine Firma (GmbH, GBR, AG oder so), die den jeweiligen Regeln entsprechend angemeldet ist (Handwerkskammer, Finanzamt, Handelrregister,....) oder Freiberufler, ebenfalls beim FA angemeldet. Sowohl als Firma als auch Freiberufler kannst Du beliebig viele Angestellte haben und für die muss entsprechendes Equipment vorhanden sein. Im Zwiefelsfall erwartest Du Anfang nächsten Jahres einen großen Auftrag und bist gearde dabei jemanden einzustellen und der soll natürlich sofort Arbeiten können - ergo kaufst Du jetzt Equipment für ihn. Wenn der Auftrag dann doch plötzlich und unerwartet platzt und Du niemanden einstellst ist das eben so. Aber auch als Einzelperson sind 2 Notebooks nicht übertrieben - eins bleibt strikt zu Hause mit allen Verwaltungs-, Rechnungs-, Bilanz- und Steuerdingen drauf und eins ist dein Arbeitsgerät für unterwegs. Du kannst Dein Arbeitsgerät ja nicht immer auf jeder Leiter mitschleppen (was die Berufsgenossenschaft sicher auch untersagen würde) und wenn das Notebook unbeaufsichtigt ist könnte so ja jeder in deine Bilanzen und Kundendatein sehen. Das sollte wohl als Anregung reichen, bei Bedarf kann ich aber gern weiter kreativ sein, mir fallen sicher noch diverse Begründungen ein.

Noch ein Wort zu deinen "Mitstreitern". Sie sind auch Firma oder FReiberufler wie Du, die entsprechend den Finanzgestzen bilanzieren und Setuern zahlen, so wie Du auch. Sie stellen Rechungen und haben Ausgaben und es gilt Einnahmen-Ausgaben=Gewinn. Was Ausgaben sind definiert das Steuerrecht. Stellen Sie Dir eine Rechung ist es für dich eine Ausgabe und für die eine Einnahme. Will also sagen, es spielt steuerrechtlich keine Rolle, was sie denn nun genau firmentechnisch sind.

Grüße Thomas



PS: Ich bin freiberuflicher Ingenieur und betriebe 4 Rechner bisher ohne steuerliche Probleme - 1 Laptop für unterwegs - 1 PC als Rechenmaschine - 1 PC als Backup-System - 1 PC für Büro b& Verwaltung. Probleme mit meiner Bilanz für die Steuererklärung hatte ich noch nie, allerdings auch nich nie eine Steuerprüfung
 
Knackig wirds erst bei einer Steuerprüfung, vorher geht so ziemlich alles durch.

3-4 Laptops sind aber auch für einen Einzelunternehmer oder Freiberufler kein Problem. Jedenfalls sah das mein zuständiges Finanzamt auch so. Mann kann eben argumentieren: 1 Rechner Unterwegs, 1 Rechner im Büro, 1 Rechner als Backup und 1 Rechner im Büro für eventuelle Aushilskräfte o.ä..



P.S.: Für diejenigen unter uns, welche noch von einer Steuerprüfung verschont blieben: Sortiert bloß alle Unterlagen die eure Steuern betreffen penibelst genau und dokumentiert ALLES - das kann viel Geld und ärger ersparen. ;)



@mectst: Der TE hat wohl selbständige Vertriebspartner die sich entweder gegenseitig Potenziale und Multiplikatoren zuschießen, Arbeitet als Distribution oder in einem Strukturvertrieb /Strukturvertieb ähnlichen verhältnissen. Daher hat er höchstwahrscheinlich was dies betrifft keine Spielräume.
 
Hallo Frieder:

Ich nehme an, dass Du als Einzelunternehmer "unterwegs" bist. Deine Mitstreiter sind wohl keine "Untertanen" (zumindest nicht aus steuer- und SV-rechtlicher Sicht), sondern für ihre Steuer und SV-Abgaben selbst verantwortlich. Ich gehe davon aus, dass sie Dir für Ihre Arbeiten und Dienstleistungen Rechnungen stellen. Für Steuer und SV werden sie selbst sorgen müssen.
So, nun das schöne Thema "Steuer sparen". Ja, man kann mit Investitionen (wenn sie denn sinnvoll sind) Steuern sparen. ABER: Noch nicht vor allzu langer Zeit haben sich viele "Steuersparer" selbst ein Bein gestellt, da sie "Steuern sparen wollten, egal was es kostet", z.B. Immobilien- oder Immobilienfonds. Irgendwann wacht man dann mal auf und stellt fest, dass das Steuersparschwein ein Finanzloch ist.
Ein (Freiberufler-) Kollege hatte (und hat) immer noch die Angewohnheit, sich regelmäßig zum Jahresende mit Hard- und Software einzudecken - Hauptsache, man gibt nichts freiwillig dem FA. Nun hat er mittlerweile eine kleinere Serverfarm herumstehen ("herumstehen", weil es wirklich kaum einen Grund gibt, Mehrprozessoren-Systeme als reine Fax-Server oder Surfmaschine zu nutzen), freut sich seit Jahren über die Investitionen in die wohl teuersten MSDN-Editionen ("da habe ich die gesamte MS-Palette in allen Sprachen, koreanisch, japanisch, ...") und kam im Projekt bisher gerade mal ein paar Tage nach Frankreich. MS freut sich, die CDs bzw. mittlerweile DVDs stapeln sich ohne Ende - aber man hat ein paar Euro gespart.
Klar, keiner zahlt gerne Steuern, aber nur zu investieren, um Steuern zu sparen, nimm lieber Deine Gelder und gönne Dir was.
Grüße (ist nicht böse gemeint), Ingolf.
 
Laienfrage zu dem Thema, noch betrifft mich das ganze nicht :-)

Wenn frieder sich jetzt nen w700ds für die (theoretische) Hälfte kauft weil er die andere Hälfte aus nicht zu zahlenden Steuern deckt und das gute Stück dann hier im Forum für sagen wir 3/4 des Neupreises verkauft, dann fängt das ganze doch erst an sich zu lohnen, oder hab ich da nen Denkfehler drin?

Und was noch interessant wäre: Wenn dann die Steuerprüfung kommt und das abgesetzte Gerät ist nicht da, was passiert dann?

Vielen Dank für die Auklärung,
Nommo
 
Hallo Nommo:

Es lohnt sich nicht - weil: Die theoretische Hälfte (wirklich nur sehr theoretisch) hätte Frieder NACH Ablauf seiner Abschreibungszeit. Wenn er zwischenzeitlich das Prachtstück verkauft, dann muss er, da geschäftliche Nutzung, den Erlös als Betriebseinnahme verbuchen und somit wird es wieder teurer. Wenn dann auch noch eine Prüfung erfolgt und das Gerät findet sich nicht an (oder man kann nicht glaubhaft versichern, dass sich das TP noch im eigenen Besitz befindet) - viel Spaß damit.
Übrigens, ein Grund, weshalb ich mir z.B. nur selten Gebrauchtgeräte für die beruflich Nutzung in Forums-Marktplätzen besorge ist, dass ich zumeist keine Rechnung mit ausgewiesener MwSt. erhalte. Und 19%, da vorsteuerabzugsberechtigt, die ich unmittelbar geltend machen kann, machen manchmal den Gebrauchtkauf beim Händler nicht unbedingt teurer.
Grüße, Ingolf.
 
Hi Ingolf,

das ist sehr ausführlich und gut erklärt. Ach ja, das mit den Spenden ist mir schon auch bekannt, und das nutze ich auch, aber auch da darf man nicht übertreiben.

Jetzt denk ich aber schon, dass ich mir ein T410 rauslasse - langfristig gesehen soll es in 2 Jahren einer meiner Söhne zum 15 Geburtstag bekommen. Und ich hätte noch ne nette Ausgabe durch die ich anders besteuert werde.

Ursprung meiner Frage war ja nur, dass ich mir erst vor nem Jahr ein R500 gekauft habe, und ich mir nicht sicher war, ob ich da schon wieder nachlegen kann.

Grüße

Frieder
 
generell siche rne idee

was ich mir allerdings überlegen würde, ist die kompatibilität beider gräte zu einem portrep/dock.

meines wissens nach ist das bei r500 und t410 nicht gegeben.
wenn du vor hast das r500 nicht als reines "ersatzgerät" im schrank zu haben, würde ich mir da eher kompatible geräte ansehen.

ansonsten, allein die begründung das du auf mobil genutzen geräten nicht alle wichtigen/vertraulichen daten de rkundne mitnehmen willst, ist denk ich ausreichend.

mfg
chris
 
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben