- Registriert
- 2 Dez. 2006
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...wer Sorgen hat, hat auch Likör.
Likör wars zwar nicht, der mein kleines X30 um den Verstand gebracht hat, aber abgestandenes Flensburger Dunkel tats auch.
Sowas Blödes ist mir wirklich noch nie untergekommen.
Mein treuer Mitbewohner ist Sonntagnacht gegen 3 Uhr betrunken nach Hause gekommen, hat sich mein Thinkpad X30 geschnappt, um nach eigenen Worten "nochn paar Titten zu gucken", und dabei besagtes Bier getrunken. Bedauerlicherweise ist er nach kurzer Zeit in den schweren Schlaf der Benebelten gesunken und hat - das musste ja passieren - irgendwann im Laufe der verbleibenden Nacht die Flasche umgestoßen.
Die traurige Bilanz: etwa 450 ml Feinstes Dunkel haben sich ungestört über mehrere Stunden im gesamten Inneren des X30 verteilt, während es am Netz hing und obendrein der Akku eingesteckt war. Ich habe davon dann gestern Abend erfahren, als ohnehin alles zu spät war. Nichtsdestotrotz hab ich die Kiste aufgeschraubt um mich zu vergewissern... mit - im wahrsten Sinne des Wortes - "ernüchterndem" Ergebnis: wirklich alles riecht nach Bier und klebt reichlich. Spuren am Gehäuse zeugen davon, dass Flüssigkeit aus verschiedenen Öffnungen gelaufen sein muss, inklusive der CPU. Aus dem Akkuschacht trat ebenfalls Bier aus.
In erster Konsequenz und mangels Equipment (schön, wenn man Abends gegen 21 Uhr davon erfährt) habe ich die Tastatur mit Wasser vorgereinigt und bei 40 Grad im Heißluftofen getrocknet. Die Festplatte funktioniert nach Prüfung mit meinem G40 und Ubuntu noch einwandfrei, obwohl der Käfig nach Bier duftet und leicht klamm ist.
Ich kenne das Standardverfahren nach Flüssigkeitsschäden; dazu gibt es hier außerdem genügend Threads. Aber in diesem Fall wurde wirklich alles falsch gemacht. Viel Flüssigkeit, lange Einwirkungszeit unter Spannung, Trocknung erst nach etwa 18 Stunden, klebriges Dunkel und - dafür könnte ich den Übeltäter wirklich grillen - "Vielleicht geht es ja noch..." erneute Einschaltung mittels Stromzufuhr über den Akku.
Meint ihr, das ist noch was zu machen? Offensichtlich funktionieren Akku, Display und Festplatte noch. Der Rest ist völlig ungetestet. Lohnt sich die Mühe? Soll ich lieber gleich ein neues Mainboard besorgen? Ich bin ein wenig unschlüssig. Es rührt sich jedenfalls nichts mehr, abgesehen von einem hochfrequenten Fiepen, wenn Strom angelegt wird.
Oder soll ich lieber die Finger davon lassen und die Haftpflicht meines Mitbewohners anweisen?
Bitte helft mir!
Grüße,
Christian
Likör wars zwar nicht, der mein kleines X30 um den Verstand gebracht hat, aber abgestandenes Flensburger Dunkel tats auch.
Sowas Blödes ist mir wirklich noch nie untergekommen.
Mein treuer Mitbewohner ist Sonntagnacht gegen 3 Uhr betrunken nach Hause gekommen, hat sich mein Thinkpad X30 geschnappt, um nach eigenen Worten "nochn paar Titten zu gucken", und dabei besagtes Bier getrunken. Bedauerlicherweise ist er nach kurzer Zeit in den schweren Schlaf der Benebelten gesunken und hat - das musste ja passieren - irgendwann im Laufe der verbleibenden Nacht die Flasche umgestoßen.
Die traurige Bilanz: etwa 450 ml Feinstes Dunkel haben sich ungestört über mehrere Stunden im gesamten Inneren des X30 verteilt, während es am Netz hing und obendrein der Akku eingesteckt war. Ich habe davon dann gestern Abend erfahren, als ohnehin alles zu spät war. Nichtsdestotrotz hab ich die Kiste aufgeschraubt um mich zu vergewissern... mit - im wahrsten Sinne des Wortes - "ernüchterndem" Ergebnis: wirklich alles riecht nach Bier und klebt reichlich. Spuren am Gehäuse zeugen davon, dass Flüssigkeit aus verschiedenen Öffnungen gelaufen sein muss, inklusive der CPU. Aus dem Akkuschacht trat ebenfalls Bier aus.
In erster Konsequenz und mangels Equipment (schön, wenn man Abends gegen 21 Uhr davon erfährt) habe ich die Tastatur mit Wasser vorgereinigt und bei 40 Grad im Heißluftofen getrocknet. Die Festplatte funktioniert nach Prüfung mit meinem G40 und Ubuntu noch einwandfrei, obwohl der Käfig nach Bier duftet und leicht klamm ist.
Ich kenne das Standardverfahren nach Flüssigkeitsschäden; dazu gibt es hier außerdem genügend Threads. Aber in diesem Fall wurde wirklich alles falsch gemacht. Viel Flüssigkeit, lange Einwirkungszeit unter Spannung, Trocknung erst nach etwa 18 Stunden, klebriges Dunkel und - dafür könnte ich den Übeltäter wirklich grillen - "Vielleicht geht es ja noch..." erneute Einschaltung mittels Stromzufuhr über den Akku.
Meint ihr, das ist noch was zu machen? Offensichtlich funktionieren Akku, Display und Festplatte noch. Der Rest ist völlig ungetestet. Lohnt sich die Mühe? Soll ich lieber gleich ein neues Mainboard besorgen? Ich bin ein wenig unschlüssig. Es rührt sich jedenfalls nichts mehr, abgesehen von einem hochfrequenten Fiepen, wenn Strom angelegt wird.
Oder soll ich lieber die Finger davon lassen und die Haftpflicht meines Mitbewohners anweisen?
Bitte helft mir!
Grüße,
Christian






