Erfahrungsbericht T30 (vs. T23)

Kman

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Hallo liebe Forengemeinde!

Ich habe in den letzten Monaten sehr aufmerksam die immer wiederkehrenden Diskussionen um Kaufentscheidungen für oder gegen die IBM T23 und T30er Serie verfolgt.
Als ehemaliger Besitzer eines Thinkpad T23 musste ich oftmals über die teils schon arg übertriebenen Lobeshymnen schmunzeln, die diesem Notebook gegenüber dem angeblich "schwarzem Schaf" T30 gewidmet wurden- denn so leistungsfähig wie es hier oftmals dargestellt wird ist ein Thinkpad T23 wahrlich nicht.

Wie auch immer- allen Unkenrufen zum Trotz habe ich mich schließlich entschlossen, mein zwar treues, aber mittlerweile altersschwaches 600X durch ein Thinkpad T30 zu ersetzen. Wichtig war mir dabei vor allem, dass es gut erhalten sein und so nicht schon beim ersten Eindruck mit störenden Mängeln aufwarten sollte.

Nach kurzer Suche habe ich dann von "danage", einem User hier aus dem Forum, ein gebrauchtes Office-Gerät erstanden, das aufgrund seines Einsaztgebietes naturgemäß nur wenige Gebrauchsspuren aufweist. An dieser Stelle übrigens ein Dankeschön für die freundliche und schnelle Abwicklung und die Geduld, mit der er all meine endlosen Fragen beantwortet hat- gleichfalls eine Empfehlung an alle, die jemals mit ihm handeln möchten. :)

Seit einer Woche nun habe ich mein T30 und möchte nach ausgiebigen Tests und täglich langer Arbeit mit dem Gerät meine Erfahrungen mit euch teilen- auch, um dem angekratzen, schlechten Ruf, den dieses Notebook hier anscheinend inne hat, auf die Sprünge zu helfen.

1. Gehäuse:

Das äußere des T30 erscheint wie eine Mischung aus der alten 600er Serie und einem T23: im direkten Vergleich ist das T30 genauso dick wie ein 600X, vom Aufbau her aber wie ein T23 gestaltet und wirkt grundsolide. "A Laptop like a Tank" ist hier ein wahrhaft treffender vergleich. Ob´s gefällt, ist Geschmackssache; möglicherweise ist es nicht gerade das eleganteste aller Gehäusedesigns, aber zweifellos eins der besseren, das dem Betrachter gleich das Gefühl von wirklicher Qualität vermittelt. Selbiges gilt für die Tastatur, die IBM-typisch eine Wohltat ist und neben den Standard-Tasten außerdem über zwei äußerst praktische Extra-Tasten zum Vor- und Zurückblättern sowie Audiosteuerungsknöpfe im Bereich der F-Tasten vefügt. Letztere sind beim T30 in Vertiefungen eingefasst, was doch deutlich haltbarer und solider erscheint als die schief sitzenden, länglichen Adäquate des T23. Überraschenderweise wirkt das Gehäuse trotz der ausladenden Abmessungen in keinster Weise klobig. Ein weiterer Vorteil liegt im vorhandenen Touchpad- längst nicht alle Benutzer kommen mit Trackpoints zurecht- denn obgleich ich immer mit Freude damit arbeite, kam und kommt es immer wieder zu peinlichen Situationen, wenn ein Freund oder Bekannter kurz etwas mit meinem 600X machen will und an der Bedienung des roten Knubbles scheitert. :D Solche Probleme sind mit dem T30 auf jeden Fall Geschichte. An dieser Stelle sei noch kurz daraufhin gewiesen, dass ein T30 keinen Motherboardbruch erleidet, wenn man es an der Handballenauflage anhebt. Klar, sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber genau das ist laut einigen Threads hier im Forum schon einigen T4x-Nutzern passiert... ;)

2. Prozessor:

Der Streit- und Knackpunkt des T30. Hohe Verlustleistung, "Heizkraftwerk", völlig ungeeigent für ein Notebook, langsamer als ein Pentium III Tualatin, Rückschritt von Intel... all das kann man hier im Forum darüber lesen. Tatsache ist: ein Pentium 4-M ist wesentlich schneller als eine 1,2 GHz P3-CPU. Mit noch so schönen Argumenten lässt sich das nicht totreden. Den spürbaren Geschwindigkeitsschub merkt man beim T30 in Verbindung mit DDR-RAM vor allem beim Starten von größeren Anwendungen, Videowiedergabe und -bearbeitung und überhaupt allem, was viel Rechenleistung verlangt. Beispiel: eine DVD mit einer Länge von knapp anderhalb Stunden konnte meine 1,9-GHz-CPU in etwa 40 Minuten mit DVDx in eine AVI-Datei verwandeln. Das ist mit einem T23 schlichtweg nicht möglich. Falls jemand daran zweifelt, schicke ich ihm oder ihr gerne einen Screenshot von DVDx, das eindeutig eine Geschwindigkeit von etwa 40 fps bescheinigt. Wenn´s sein muss kann ich die CPU ja sogar noch bis 2600 MHz aufrüsten (nicht, dass das nötig wäre)- während ich mich beim T23 für alle Zeiten mit maximal 1,2 GHz begnügen muss.
Tatsache ist aber auch, dass sich der P4-M sehr schnell aufheizt, wenn er gefordert wird. 3D-Spiele oder eben Videorendering bringen ihn fast sofort ins Schwitzen- das ist aber überhaupt kein Problem, da der Lüfter diese Hitze mühelos aus dem Gehäuse befördert und das Notebook an der Unterseite eben definitiv nicht heiß wird. Wen das Lüftergeräusch in den Wahnsinn treibt, wird mit dem T30 nicht glücklich werden. Aus einem leise rauschenden Lüfter mache ich mir aber absoulut nichts und verwende daher auch nicht "TPFanControl." Zudem muss man fairerweise sagen, dass die Hitzeentwicklung fast sofort stoppt, wenn die CPU-Auslastung wieder nachlässt und der Lüfter anschließend auch zuverlässig herunterfährt bzw. sogar ausgeht. Gerade T43p- und T60-User sollten sich in diesem Punkt nicht über das T30 aufregen; mehr Lüfterthreads als diese beiden Modelle hat wohl kein anderes Notebook von IBM je verursacht.
Unbestritten ist auch, dass der P4-M nicht gerade stromsparend ist. Ich teile diese Ansicht, bin aber trotzdem vollauf zufrieden mit dem T30, mit dem ich mithilfe eines Akkus, der laut ThinkVantage gerade noch 49% seiner ursprünglichen Kapazität hat, etwa 1:15 h ohne Energiesparfunktionen arbeiten kann. Wieviel dann mit einem neuen Akku erst möglich ist kann sich jeder errechnen- und falls das noch nicht reicht gibt es schließlich die Möglichkeit eines Zweitakkus.
Abschließend zu diesem Thema möchte ich jedem, der sich zwischen T23 und T30 entscheiden muss, ans Herz legen, sich trotz der vielen Vorurteile für den Pentium IV zu entscheiden. Ein Tualatin ist sicherlich schnell genug zum Surfen, zur DVD-Wiedergabe, zum Verwalten von Musiksammlungen. Wer aber mit XP arbeitet, iTunes, Firefox, ICQ und Office gleichzeitig nutzt, wird mit dem P3-M nicht zufrieden sein. Der Unterschied ist spürbar!!

3. Arbeitsspeicher:

Aufrüstbar bis 2048 MB, doppelt so schnell wie herkömmlicher SD-RAM. Wer zu den Unglücklichen gehört, denen eine Speicherbank flöten geht, kann sich entscheiden zwischen 1 GB RAM und einer Reparatur- wer noch kein T30 hat, kauft von privat eines der letzten Modellreihen, die diesen Fehler nicht mehr haben. Ansonsten hilft gerade die doppelte Speicherbandbreite (evt. noch DualChannel) in Verbindung mit dem P4-M dem T30 zu einem deutlichen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber dem T23. Ich selbste habe 1024+256 MB installiert- und Performance-Einbrüche unter XP kenne ich nur noch von früher. Da hatte ich nämlich 768 MB SD-RAM mit 1,13 GHz im T23. ;)

4. Grafikkarte:

Natürlich ist eine ATI Radeon Mobility 7500 nicht der Hammer- für normales Arbeiten unter Windows und Linux (da sogar mit 3D-Oberfläche), Videowiedergabe aller Formate, grafisch aufwendige Anwendungen mit viel Schnickschnack wie z.B. iTunes aber mehr als ausreichend. Spiele laufen in Verbindung mit dem P4-M je nach Erscheinungsjahr nur bedingt- 16 MB reichen eben nicht für Half-Life 2... ;) Auf jeden Fall aber ist die Grafiklösung im T30 wesentlich schneller und kompatibler als die SuperSavage des T23. Sie bietet zuverlässige 3D-Unterstützung und kann sich bei Verwendung der IBM-eigenen Treiber selbsttätig heruntertakten, um Energie zu sparen ("als ob´s darauf bei dem Prozessor noch ankäme", werden die T23-Verfechter jetzt sagen. Die sollten aber lieber mal still sein, da ausgerechnet der Grafikchip die hardwareseitig größte Schwäche des T23 ist) Ich jedenfalls bin heilfroh, im T30 keine Exoten-Lösung, sondern einen allgemeinverträglichen ATI-Chip zu haben, der mich im Gegensatz zur Savage des T23 noch nicht in den Wahnsinn getrieben hat. Google-Earth-Fan? Läuft auf dem T30 absolut flüssig- lief auch auf meinem T23, allerdings recht ruckelig...

5. Display:

Das erste Display der T-Serie, das Auflösungen außerhalb der nativen TFT-Anzeige auch in annehmbarer Qualität anzeigen kann! 800X600 ist in der T2x-Serie samt und sonders eine Katastrophe. Das Bild wird derart schlecht interpoliert, dass kleine Schriftarten nicht mehr lesbar sind- das bringt den Benutzer eines T23 im Übrigen in die Zwickmühle. Wenn z.B. ein Spiel mit der Savage-Karte zusammenarbeitet, hat er oder sie die Wahl: 1024x768 in annehmbarer Qualität aufgrund der 16 MB Shared-Memory und des langsamen Chips fast unspielbar, oder 640x480 ruckelfrei in miserabler Darstellung. :D Abgesehen davon kräftige Farben und keinesfalls schlechter als das des T23. DVD-Wiedergabe ist ohne Schlieren möglich.

6. Kommunikation:

Integriertes WLAN ist auf jeden Fall ein Vorzug des T30 gegenüber der T2x-Serie. Auch ansonsten lässt sich das T30 nicht lumpen- LAN, Modem, Infrarot, VGA, DVI (via Dock), COM und LPT-Anschluss sind mit drin. Über die zwei PCMCIA-Steckplätze kann man nachrüsten, was dem Notebook fehlt: USB 2.0!!! Ein wirklicher Schwachpunkt, den ich aber verschmerzen kann- und über den ich lache, wenn ich sehe, wie vielen T4x-Series im Laufe der Zeit das USB "ausgeht"... einen solchen Fehler hat das T30 jedenfalls nicht :D Bluetooth kann man sehr günstig über die Mini-PCI-Schnittstelle nachrüsten und via UltraBay 2000 sind optische Laufwerke bei eBay sehr günstig zu haben und evt. nachzurüsten.

7. Gesamteindruck:

Ich bereue nichts! Gerade weil ich mich über ein halbes Jahr mit einem T23 herumgeärgert hab und dessen Schwächen noch gut in Erinnerung habe, bin ich mit dem T30 sehr zufrieden. Umfangreiche Flash-Animationen , Digitalkamera- Bilder mit Auflösungen von 3504x2336, die Verwendung von iTunes oder auch einfach mehrere Anwendungen auf einmal haben mein T23 aus der Fassung gebracht. Das Ganze hatte nichts mit schlecht konfiguriertem Windows zu tun- ich stamme noch aus der Pentium 233-Generation mit 32 MB RAM, die jeden überflüssigen Prozess argwöhnisch beäugt und entfernt hat... :D Umso ärgerlicher war ich über die relativ eng gesteckten Leistungsgrenzen vom T23. Dagegen hab ich es noch nicht schaffen können, die des T30 zu erschöpfen- und das, obwohl letzteres nur unwesentlich teurer ist als ein gut
erhaltenes T23. In jedem Fall würde ich all denen, die ihre Nächte damit verbringen, schlaflos über einer Kaufentscheidung zu brüten, zum Thinkpad T30 raten. Gleichzeitig möchte ich zum Ausdruck bringen, dass ich es wirklich schade finde, wie endgültig dieses wirklich leistungsfähige, solide Modell als "schwarzes Schaf" verurteilt wurde- und das bloß wegen des verbauten Prozessors, dessen Hitze"problem" die aktuellen Thinkpads geerbt haben. Bloß Fiepen- das kann mein T30 nicht....

Beste Grüße,
Kman.
 
Schöner Bericht! Ich habe ja schon öfter gesagt das ich ein T30 einem T2x vorziehen würde :)

tüte
 
Ich habe mein T23 mit SXGA heiss und innig geliebt, aber das ist Ansichtssache.

Auf jeden Fall ein sehr gelungener Bericht, der mit einiger Objektivität ein dann allerdings etwas subjektives Bild liefert ;)

Eine gute Hilfe zur Entscheidungsfindung, denn Lobpreisungen der T23 gibt es schon zuhauf. Vielleicht nicht ganz unberechtigt?

...fragt ketzerisch grüßend

barnane
 
Danke für Deine Mühen ... und mit Deinen Performance Ansagen bezüglich des Vergleichs zwischen P III und P IV hast Du einfach Recht.

Das Preisgefüge des Gebrauchtsmarktes macht den Kauf eines T23 eher sinnlos, da es für einen geringen Aufpreis mittlerweile die T40/41 Serie gibt, daher sei ein Vorteil des T30 noch erwähnt:

Wenn man massig Zubehör für das T2x hat, macht ein Upgrade auf ein T30 vielleicht sogar mehr Sinn als auf ein T40 (UltraBay2000 und Docking Station z.B.).
 
Du sprichst mir aus der Seele. Ich bin voll und ganz zufrieden mit meinem T30.
Ein Wirklich gutes Notebook, das trotz seines "Alters" locker ein Medion oder ähnliches aussticht...
 
Schöner Bericht!

Aber eins möchte ich Anmerken:
Es gibt durchaus auch T23 Modelle mit internem WLAN. Von daher ist das kein genereller Vorteil des T30 ;)
 
Hallo, finde den Bericht auch sehr hübsch, hast dir auch viel Mühe gemacht, man hat als Leser das Gefühl dass da jemand seinen kleinen Begleiter richtich lieb hat...
Nun denn, allgemein denke ich, ist es klar dass ein T30 schneller ist als ein T23, und daran hat auch nie einer gezweifelt. In den ganzen Diskussionen ging es glaube ich mehr darum, ob die Leute, die die Geschwindigkeitsvorteile nicht unbedingt benötigen nicht lieber die etwas langsamere, leisere usw....Lösung bevorzugen.

Aber das soll jetzt deinen Bericht nicht schmälern, vielleicht bastel ich mir auch nochmal eins zusammen, das "Schwarze Schaaaaaaf" ist es sicherlich nicht . Punkt.

Gruß Fabian

Edit: In Bezug auf die Grafikkarte muss ich aber nocheinmal einhaken:
Dass die T2Xer Savage Grafiklösungen haben ist nichts "Exotisches", dass war zu der Zeit ein sehr gängiger, wenn nicht sogar der Gängigste Grafikchip für Notebooks, den hab ich zu Hause in meinen Toshiba, Compaq und IBM PIII NBs...und dabei sind 16 MB ne ganze Menge Holz an Speicher.
Die ATI Chips fingen erst danach an populär im Notebook zu werden, und bis heute ist IBM/ Lenovo davon ja auch nicht mehr weggekommen.
So nun aba ich hab Fertig.
 
@ Kman

Schön hier auch mal was positives über das T30 zu lesen. Obwohl ich selbst ja sehr zufrieden mit meinem T30 bin hatte ich hier beim Lesen schon öfters mal den Eindruck mit dem T30 einen Griff ins Klo gemacht zu haben.

Gut, ich kann - bis auf mein kleines X20 - nichts über die anderen T-Modelle berichten, dazu fehlen mir einfach die Verleichswerte. Geschwindigkeitsmäßig reicht mir mein altes T30 aber noch locker aus, obwohl ich damit immerhin sogar Audiobearbeitung via BPM 4.0 mache. Aber auch andere rechenintensive Anwendungen meistert mein T30 noch locker. Robust ist es übrigens auf alle Fälle - mir ist meins sogar schon mal versehentlich vom Tisch gefallen. Einzig alleine der Speicherbankdefekt von dem man hier ja öfters liest macht mir etwas Sorgen.

Grüsse von einem ebenfalls sehr zufriedenen T30-User,

Ralf!
 
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T30 seit 2002!
 
@ pluspunkt

4.87 Wh!!! Ist wohl immer noch dein erster Akku, oder?

Daher mal ein Tip von mir: Es kann dir passieren, daß sich dein Akku irgendwann mal gar nicht mehr laden läßt, d. h. die Ladkontrolle zeigt dann immer 0%. Nicht, daß das eigentlich schlimm wäre. Das Problem ist aber, daß der embedded controller des T30 bei unter 5% Akkuladung immer in den Spedstep-Modus - also auf 1.2GHz - runterschaltet. Du kannst dein T30 dann nicht mehr mit der vollen Taktfrequenz betreiben. Ist mir schon passiert, von daher rechtzeitig an einen neuen Akku denken ;).

So, back to topic!

Gruß,

Ralf
 
Hallo kman,

ich möchte auch sagen, dass ich deinen Bericht sehr gut und ausführlich beschrieben finde.

Vielen Dank für den direkten Vergleich T 23 vs. T 30, er wird gerade von einem erfahrenen User wie dir vielen "Neulingen" auf dem Thinkpad-Sektor zur Entscheidungshilfe werden!

Spitze!

:)
 
Hallo @Ralf69,

danke für Deinen Hinweis.
Nachdem meine Kapazität von 13,**Wh immer weiter purzelte, habe ich mir schon einen neuen bestellt. Müsste morgen kommen. Da habe ich ein wenig gesucht und mich für Qualität entschieden (denke ich) LG 6-Zellen Akku für 58 EUR
Brauche ich in meiner Signatur eigentlich nur das Komma nach hinten setzen :D
 
Sehr gut, ich möcht gern mal nen Super-Pi-Verleich haben mit dem T30, dann sehen wir den CPU-Speed - Unterschied.

Das Programm rechnet auf beliebig viele Stellen die Zahl Pi aus und misst dabei die benötigte Zeit.

Je weniger, desto besser, ist eh klar.


1. Download Super-Pi (~72k)


2. entpacken und starten


3. auf "calculate" und dann auf 1 M klicken, um die Zahl Pi auf 1 Million Stellen auszurechnen.


T23:
Intel mobile Pentium III-m 1,13GHZ (Tualatin) / 512MB Ram
benötigte Zeit für 1M: 1min 58sek
 
T30
Intel Mobile Pentium IV-M 1,9 GHz (Northwood) / 1280 MB RAM
benötigte Zeit für 1M: 1min 21sek
 
Rein rechnerisch hab ich folgende Werte erörtert, welche, solange der CPU-Kern der selbe ist, auch ziemlich stimmt sollten:

T23 mit 1,133 GHZ: 118s

T23 mit 1,2 GHZ: 111s

T30 mit 1,6 GHZ: 96s

T30 mit 1,9 GHZ: 81s

T30 mit 2,6 GHZ: 59s

Somit ist das langsamste T30 um 16% schneller als das schnellste T23.

Das schnellste T30 mit 2,6 GHZ ist um 88% schneller als das schnellste T23.

Und dein T30 ist im Vergleich zu meinem früheren T23 um 46% schneller.


Im ~2 GHZ Bereich ist der Unterschied natürlich dann schon gegeben, aber gegen ein 1,6 GHZ T30 würd ich ein T23 noch immer vorziehen.

Ein Notebook wo sich der Lüfter im Idle meist gar nicht dreht, hat schon was.
 
Der gesamte Thread ist sehr interessant. Es geht hier wahrscheinlich auch nicht darum, den T30 argumentativ ÜBER den T23 zu stellen, sondern ihn aus dem verschmähten Abgrund mal NEBEN den T23 zu stellen. Je nach Bedürfnis könnte so der T23 oder T30 dann der richtige Rechner sein. Insofern finde ich den Erfahrungsbericht sehr hilfreich. Aus diversen Gründen würde ich persönlich mich wieder für den T23 entscheiden, aber würde in dieser Entscheidung den T30 als gleichwertige Alternative sehen.
 
Der Geschwindigkeitsvergleich mit dem Super-Pi Programm hinkt aber doch etwas. Schließlich testet es nicht mehr und nicht weniger als die reine Geschwindigkdeit der CPU. Die Gesamtarbeitsgeschwindigkeit dürfte beim T30 mit 1,6 GHz aber wesentlich höher liegen als gerade mal 16 % über der des T23 mit 1,2 GHz. (wie lange braucht eigentlich das 1GHz-Modell? :D )

Mir geht´s vor allem darum, zu betonen, dass man beim Arbeiten unter Windows einen deutlichen Unterschied bemerkt- ich gehe jede Wette ein, dass ich herausfinden würde, ob ich an einem T30 oder einem T23 sitze.
Wenn ich mit geöffnetem ICQ und iTunes mit Firefox eine große Website öffne und dann noch ein Werbefenster aufpoppt dann ergibt das mit dem T23 teilweise Performanceprobleme. Auch die Startzeiten von Anwendungen und des Windows-Explorer sind mit dem T30 wesentlich kürzer. Vergleich´s einfach mal... ;)

Gruss
 
@ Threadersteller

Sehr schöne, objektive Darstellung über das Thinkpad T30. Habe ebenfalls beide Thinkpads in meinem IBM-Fuhrpark und kann alles, was du hier angeführt hast 100%ig unterschreiben. Auf alle Fälle ist das T30 IMHO definitiv nicht das "Schwarze Schaf" als das es hier manchmal gerne dargestellt wird. Auch ich schätze die Robustheit des T30 sehr. Es ist das Thinkpad, was in unserem Haushalt am häufigsten eingesetzt wird. Ich finde das Gehäuse des T30 im übrigen auch so viel schwerer wie z. B. das eines T23 oder T40p. Meistens werden doch die Thinkpads ohnehin stationär betrieben.

Mal was generelles zu den Gewichten meiner Thinkpads:

T23: 2.32 kg
T30: 2.69 kg
T40p (mit 9Cell Akku): 2.23 kg

Also jetzt mal ehrlich. Selbst wenn ich mein T40p mit dem "Panzer" T30 vergleiche hab ich gerade mal 460g Unterschied. Und beim Transport mit der Notebooktasche - wo ich ma ja auch noch andere Sachen drinnen habe - fällt das im wahrsten Sinne des Wortes gar nicht mehr ins Gewicht. Zu Lautstärke: Der Lüfter des T30 ist im Normalbetrieb auch öfters mal aus. Da besteht kein Unterschied zum T23. Allerdings wird der Lüfter bei Vollast dann schon lauter. Mich persönlich hat das aber nie gestört.

Noch ein Wort zu SuperPi. Ich persönlich halte von diesen ganzen Benchmarks recht wenig. Hierzu ein Beispiel:

Super Pi 1.4 1M:

T 23 (Tualatin 1.13GHz): 1min 56sec
T30 (NW 2.5GHz): 1min 2sec
T40p (Banias 1.6GHz): 59sec

Soweit die Theorie. In der Praxis sieht es wie folgt aus:

Codieren/Encodieren via MainConcept. Nehme ja recht häufig von der TV-Karte Filme auf und bearbeite diese. Habe das übers Wochenende mal bei meinen drei TPs folgendes getestet. Codieren einer 43minütigen AVI-Datei ins MPEG Format mit MC:

T23 (Tulli 1.13GHz): 1h 02min 23 sec
T30 (NW 2.5GHz): 21min 8 sec
T40p (Banane 1.6GHz): 26 min 35 sec

Ein P3-M Prozessor sieht gegen einen P4-M Prozessor bei diesen Anwendungen überhaupt kein Land. Überhaupt scheint dem P4-M Videobearbeitung recht gut zu schmecken. Schätze mal, daß das allgemein beim Transkodieren von Video- und Audiofiles so sein wird.

Wo die T23 Fraktion aber auch wieder recht hat. Bei Anwendungen wie Bildbearbeitung (Photoshop, Photoshop Elements) ist der 1.13GHz Tulli wiederum recht gut. Hier ist er bei gleicher Taktung knapp 30% schneller als ein P4-M. Hier kommt ein 1.2er Tulli schon verdammt nah an den 1.6GHz P4-M heran. Beim Photoshoppen ist übrigens bereits der 1.6 Banias des T40p etwas schneller als der 2.5GHz P4-M. Es kommt also auch immer auf die Anwendung an. Ein Benchmark wie SuperPi ist daher nur sehr bedingt aussagekräftig. Ist nur eine profane Anwendung die Primzahlen ausrechnet.

Abschließend möchte ich nun anfügen, daß jedes Thinkpad seine eigenen Vor- und Nachteile hat. Es kommt eben auch immer auf die persönlichen Bedürfnisse und natürlich den Geldbeutel an. Empfehlenswert sind in meinen Augen alle meine drei Modelle.

Ich selbst arbeite übrigens nach wie vor mit einem T23. Eigentlich wollte ich ja das T40p für mich haben. Das hat sich aber schon meine Stieftochter geschnappt, so daß ich mich meistens mit dem T23 benügen muß ;). Allerdings bietet es für unterwegs immer noch alles was man so braucht und ist wirklich extremst zuverlässig. Das gute Stück ist jetzt fast fünf Jahre alt und hatte bis auf eine defekte CPU noch niemals einen Fehler. Und ne etwas stärkere CPU hab ich hier günstig von knielhub bekommen. Danke übrigens nochmal ;), klappt einwandfrei.

Zum T30 hab ich ja alles gesagt. Grundsolide, robust, für die meisten Anwendungen immer noch leistungsstark genug. Und vor allem: Preislich gesehen kaum teuerer als ein T23. Da würde ich bei nem Neukauf schon lieber ein T30 vorziehen.

Moderner sind natürlich die T40er Modelle. Ohne Wenn und Aber. Das T40p ist schon mein bestes Pferd im Stall :D. In (fast) jeder Hinsicht. Mit SXGA+ Display und den immer noch recht flotten 1.6er Banias macht Photoshop einfach nur Spaß. Optisch macht es natürlich auch mehr her als ein T30 - sieht noch fast wie neu aus - danke auch nochmal an da distreuya, das Gerät ist wirklich TOP, ich (bzw. die Stieftochter) haben viel Freude damit ;). Und ja: Das T40p ist wirklich extrem leise - dank Longfan M10. Einzig und allein die etwas schwächere Leistung bei der Videobearbeitung im Vergleich zum T30 stört mich etwas. Hier werde ich mich wohl mal auf die Suche nach einem höhergetakteten Dothan machen müssen ;)!

Auf alle Fälle wünsche ich allen T30-Besitzern trotz einigen Unkenrufen zum Trotz viel Freude mit Ihren Geräten.

Greetz,

Damion!
 
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