Erfahrungen mit Linux Mint als Einstieg?

Thomebau

Active member
Themenstarter
Registriert
1 Apr. 2010
Beiträge
10.879
Hi,
Da ich ein X61 mehr oer weniger unbenutzt rumstehen habe :rolleyes: wollte ich mir mal ein Linux zum ausprobieren runterladen. Da ich mit Ubuntu 10.11 keine so tollen Erfahrungen gemacht habe würde ich mir ganz gerne mal Linux Mint antun. Da ich allerdings die gefühlt mieseste Internetleitung der Welt habe und der Download von 700MB für ein CD Iso schon ma locker 2 Tage dauern kann wüsste ich ganz gerne vorher grob ob mir diese Distribution zusagen kann, dazu habe ich folgende Fragen:

  1. Wie schaut die Hardwareunterstützung aus? (Etwas was mir an Ubuntu sehr gut gefallen hat)
  2. Kann man die selbe Software installieren wie unter Ubuntu? (selbiges wie oben)
  3. Bekommt man die ganzen Hotkeytasten und das APS usw. alles zum laufen (auch Thinklight usw.)?
  4. Liegt der Unterschied zu Ubuntu nur im Design oder steckt da irgendwo noch mehr dahinter?
  5. Wie siehts es mit der Akkulaufzeit aus im Vergleich zu Windows7, lässt sich diese ähnlich gut optimieren?
  6. Ich würde dann evtl. ganzgerne mal ein Multiboot versuchen (mit mehr als nur den 2 üblichen Kandidaten...) nämlich mit XP Pro (x86), Windows 7 (X86 + x64) und Linux Mint (x68).
  7. Welche Oberfläche soll ich nehmen? LXDE erscheint mir recht Interessant, aber wo liegen die Unterschiede? So richtig werde ich daraus nicht schlau.
  8. Welchen Musikplayer (mit Verwaltung) könnt ihr unter Linux empfehlen der auch unter Mint läuft? Das selbe für ein Antivirenprogramm. Denn mit Linuxsoftware habe ich außer der Wahl eines Browsers (es wird Chromium oder so was werden) und der Office Suite (Libre Office, wenns das für Linux Mint gibt) noch keine Erfahrungen. Die Installation über das Softwarecenter unter Ubuntu fand ich ganz gut gelöst
EDIT:
9. Soll ich den Download über Torrents wählen? Denn unsere Internetleitung bricht auch ganz gerne mal zusammen und dann müsste ich mit dem normalen Download via Firefox neu anfangen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach den ganzen positiven Berichten: Was hat dir denn unter Ubuntu nicht gefallen?!
Download über Torrent funktioniert super (natürlich den offiziellen Tracker benutzen).
 
Ich nutze zur Zeit (neben Ubuntu 10.10) hauptsächlich Linux Mint 11 (alles x64). Dies ist im wesentlichen ein Ubuntu 11.04, das ein wenig angepasst wurde, woraus sich schon die meisten deiner Fragen generell beantworten. Insbesondere ist Gnome 2.32 der Standarddesktop. Wie es in zukünftigen Versionen sein wird, muss man sehen. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden (wie mit Ubuntu 10.10 auch).

1. Genau wie Ubuntu.
2. Dito. Mint 11 greift (u. a.) auf dieselben Repositories zu wie Ubuntu Natty.
3. Bei mir lief alles oob.
4. Steckt nicht viel mehr dahinter (meines Wissens nach). Gnome 2.32 wurde angepasst mit dem "Mint menü", was ich persönlich ganz praktisch finde. Mint hat auch eigene Update-Oberflächen, aber das ist nicht relevant. Außerdem sind die meisten Multimedia Codecs schon mit drin, was aber auch nicht wirklich den Brei fett macht.
5. Akkulaufzeit ist auf meinen X220 sehr gut; Vergleich zu Windows kann ich nicht sagen. Ich selbst habe mich wenig um Optimierung gekümmert. Da mag man auf externe Dinge zugreifen wollen.
6. Mint x68? Würde x64 empfehlen.
7. Standard ist Gnome 2. Ich selbst finde die geradezu optimal. Ist aber alles Geschmacksfrage.
8. Musikplayer: Ich verwende audacious, weil er schön klein ist; eine automatisierte Verwaltung brauche ich selbst nicht. Anitvirenprogramm: Brauchst du nicht! (Ich weiss, dass das für einen Windows-Nutzer kaum glaubhaft klingt.) Ansonsten kannst du aus allem möglichen auswählen. Chromium, Firefox, Opera... Libreoffice (aktuell 3.3.3). Kann man komfortabel alles später noch anpassen und ändern. Die Paketverwaltung unter Linux ist genial!!!

Viel Spaß!!!

EDIT: zu 9. Kannst du dir das nicht etwa am Arbeitsplatz gerade schnell saugen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Also unter Ubuntu haben mir folgende Punkte überhaupt nicht gefallen (mag auch sein dass das nur daran liegt dass ich Windows gewohnt bin, aber das tut ja nun erst mal nichts zur Sache):
- "muffige Oberfläche" -> erinenrt mich irgendwie an Windows XP...
- die wenig intuitiven Menus (mag evtl. auch an der Überstzung ins Deutsche liegen, auf englisch ist das teilweise etwas leichter sich zurecht zu finden (vorrausgesetzt man kann gut Englisch))
- die Akkulaufzeit und die EInbindung verschiedener Sonderfunktionen der Thinkpads wie z.B. die sondertasten, das Thinklight usw. funktionieren nicht ohne Bastelei und teilweise unbefriedigend
- irgendwie habe ich das Gefühl keine Kontrolle über das System zu haben weil alels so verschachtelt ist
- es kommt mir so vor als wäre ziemlich viel unnötiger Ballast an Board (und ich weis dass das auch bei Windows der Fall ist, aber da kann ich selbst den Großteil killen weil ich weis wie es geht).

Das sind zwar teilweise Dinge die sich bestmmt ändern lassen, aber warum sollte ich das bei Ubuntu ändern wenn es evtl. Distris gibt die das schon besser machen?

Gibt es eigentlich eine Sammlung von Konsolenbefehlen mit Erläuterung was diese bedeuten? Ich würde sehr gerne lernen mit der Konsole zu arbeiten, das kommt mir einfach direkter vor, allerdings bekommt man meistens irgendwas vor den Latz geknallt was man dann eingeben darf und dann auch (meist) funktioniert, nur verstanden hat man es dann noch immer nicht.

Linux wird auch Windows unter keinen Umständen ersetzen bei mir, aber ich würde mich halt gerne damit beschäftigen und lernen es zu benutzen (so wie ich das irgendwann auch mal mit OSX vor habe...).
Und mit benutzen meine ich nicht Programme starten, benutzen und surfen, Musik hören usw. das kann ich auch unter Linux schon (ist ja jetzt nicht wirklich sooo viel anders) sondern ein System konfigurieren und auch bei Problemen selbst Lösungen zu finden.
Eben so wie ich das mittlerweile bei Windows kann. Da das ca 8 Jahre gedauert hat erwarte ich jetzt von meinem Einstieg in Lunx keine Wunder, aber es sollte doch etwas flotter gehen, da ich ja nun schon etwas mehr Erfahrung habe als zu Zeiten meines Windows Einstiegs. (Da war ich 10...)

EDIT: Danke für deine ausführliche Antwort dirkk, das klingt ja schon mal sehr gut. Das mit dem Saugen am Arbeitsplatz wird aber nix werden, da wird mein Informatiklehrer (=Admin) mir was vorhusten :D
-> Ich bin noch Schüler (mit Betonung auf NOCH :thumbsup:)

Ich werde wohl auf die 32bit Version setzen da ich im X61 nur 3Gb RAM habe und die haben mir bisher auch noch immer genügt. Auch auf dem X200t habe ich wieder Windows in der 32bit Version installiert da dort nur 4Gb RAM verbaut sind. Das T400 hat allerdings x64, stecken ja auch 8Gb RAM drin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du als reiner Windows-User in Linux einsteigst, bekommst du gelegentlich die Krise.

Ich habe neben XP und 7 auch mal Mint laufen gehabt. Ich bin ja nicht mal in der Lage, von Hand einen Browser zu installieren...

Windows: Setup.exe, fertig

Linux??? Irgendeine tar.gz runterladen, und dann? Sehr schade eigentlich, no way. Dabei finde ich Linux sehr interessant, finde mich nur nicht mal ansatzweise mit zurecht.
 
Also unter Ubuntu haben mir folgende Punkte überhaupt nicht gefallen (mag auch sein dass das nur daran liegt dass ich Windows gewohnt bin, aber das tut ja nun erst mal nichts zur Sache):
- "muffige Oberfläche" -> erinenrt mich irgendwie an Windows XP...
- die wenig intuitiven Menus (mag evtl. auch an der Überstzung ins Deutsche liegen, auf englisch ist das teilweise etwas leichter sich zurecht zu finden (vorrausgesetzt man kann gut Englisch))
- die Akkulaufzeit und die EInbindung verschiedener Sonderfunktionen der Thinkpads wie z.B. die sondertasten, das Thinklight usw. funktionieren nicht ohne Bastelei und teilweise unbefriedigend
- irgendwie habe ich das Gefühl keine Kontrolle über das System zu haben weil alels so verschachtelt ist
- es kommt mir so vor als wäre ziemlich viel unnötiger Ballast an Board (und ich weis dass das auch bei Windows der Fall ist, aber da kann ich selbst den Großteil killen weil ich weis wie es geht).

Intuitive Menüs. Sehe ich genau umgekehrt, wenn ich mal unter Windows unterwegs bin (was glücklicherweise extrem selten vorkommt). FAZIT: Ist wohl nur eine Frage der Gewöhnung.
Verschachtelt. Ich denke, das Dateisystem unter Linux ist DEFINITIV übersichtlicher als unter Windows. Die extrem langen Ordnernamen bei Windows sind m. E. völlig absurd und unübersichtlich.
Balast. Da sitzt du wohl im Glashaus. Windows 7 hat auf meinem T410s etwa 25 GB verbraten. Und es ist ja kaum mehr als das Betriebssystem, es kommt ja nur mit ganz mikriger Softwareausstattung daher. Unter Linux braucht mein ganzes System gerade mal 5,5 GB (als weniger als ein Viertel), UND hier sind alle Programme (und noch viel mehr), die ich brauche und brauchen könnte MIT DABEI!!!
 
Wenn du als reiner Windows-User in Linux einsteigst, bekommst du gelegentlich die Krise.

Ich habe neben XP und 7 auch mal Mint laufen gehabt. Ich bin ja nicht mal in der Lage, von Hand einen Browser zu installieren...

Windows: Setup.exe, fertig

Linux??? Irgendeine tar.gz runterladen, und dann? Sehr schade eigentlich, no way. Dabei finde ich Linux sehr interessant, finde mich nur nicht mal ansatzweise mit zurecht.

Also sorry, das ist doch wohl kompletter Quatsch! Wann hast du das letzte mal Linux ausprobiert? Die Zeiten, wo man sich die Quellen saugt und kompiliert sind lange vorbei. Die Installation eines Browsers geht mit einem einzigen Knopfdruck. Und dann wird auch ordentlich aufgeräumt und nicht das ganze System zugemüllt.

Also, wenn man schon Meinungen über Systeme verbreitet, dann sollten sie doch halbwegs fundiert sein.
 
Im übrigen scheint sich ja hier schon wieder ein Systemstreit anzubahnen. Wer mit Linux nichts zu tun haben will, kann es ja bleiben lassen. Und brauch hier nicht im Linux-Unterforum trollen.
 
Wie gesagt, ich bin halt sehr an Windows gewöhnt, aber deshalb will ich ja mal was anderes probieren.
Das Windows7 auf meinem X200t kommt mit 14Gb aus, inkl. allen Daten die ich für die Schule brauche und aller Software.
Aber ich will hier jetzt keine Windows vers. Linux Diskussion starten, beides hat Vor- und Nachteile.
Da ich für Zuhause und wegen der Tabletfunktion an Windows 7 gebunden bin werde ich vorerst Linux auch nur zum probieren nutzen.


Über die erste Schockphase bin ich ja schon hinnaus :D
Und Software installieren funktioniert mittlerweile auch einigermaßen.

EDIT: Der Torrentdownload läuft schon ganze 4% :D
 
Also sorry, das ist doch wohl kompletter Quatsch! Wann hast du das letzte mal Linux ausprobiert? Die Zeiten, wo man sich die Quellen saugt und kompiliert sind lange vorbei. Die Installation eines Browsers geht mit einem einzigen Knopfdruck. Und dann wird auch ordentlich aufgeräumt und nicht das ganze System zugemüllt.

Also, wenn man schon Meinungen über Systeme verbreitet, dann sollten sie doch halbwegs fundiert sein.

:thumbup::thumbsup: Genau

es gibt's sowas wie SoftwareCenter (zb. in Ubuntu) da reicht es nur die aus der liste auswählen oder einfach die Name eingeben und

puff

schon ist die da
 
@dirkk: wenn ich was nicht finde, muß ich selbst installieren, da ist nichts "mit einem Klick". Speziell bei kleinen Distros wie Puppy Linux und dergleichen... wenn ich ein komfortables (aufgeblähtes) Linux nehmen soll, kann ich ja gleich bei Windows bleiben.

Ich erzähle keinen Quatsch über Linux, im Gegenteil: ich würde es gerne genau so gut beherrschen können wie Windows!

Nur könnte mein Linux mit 25 Trojanern verseucht sein und nach Hause telefonieren: ich würde es schlichtweg nicht merken. Unter Windows weiß ich sofort, wo ich gucken muß.

-edit-

wenn ich z.B. bei Puppy Linux statt Seamonkey Opera haben möchte oder umgekehrt, stehe ich da wie der sprichwörtliche Ochs vorm Berg...
 
Zuletzt bearbeitet:
So, bevor wir jetzt komplett vom Thema abschweifen habe ich noch eine Frage:

Ich werde jetzt zuerst mal nur Linux und Windows XP installieren. Zuerst Windows XP und dann Linux oder zuerst Linux und dann Windows XP und den MBR reparieren?

Wie partitioniere ich das richtig? Bisher habe ich Linux immer mal machen lassen...

folgendes schwebt mir vor:

Eine Partition mit Windows XP
Eine gemeinsame Datenpartition (wird wegen Windows XP wohl NTFS sein müssen oder? FAT will ich nicht unbedingt anfangen, da da unter anderem ein paar tausend mp3s drauf kommen.)
Linux??? (macht das nicht irgendwie 3 kleine Partitionen für das OS, Swap Home usw.? Hab da noch nicht so ganz den Plan davon. (Home brauche ich dann ja glaube ich nicht all zu groß)

Welches Dateisystem soll ich denn nehmen für die Linuxpartitionen?
 
unterlinux hast du verschiedene oberflächen zur auswahl. ubuntu nutzt z.z. standardmäßig das hauseigene unity, mint gnome2, kubuntu kde, xubuntu xfce und lubuntu lxde. du kannst alle diese oberflächen parallel installiert haben und bei jedem login auswählen, was du haben möchtest. so kannst du deinen favoriten aussuchen. die anwendungen funktionieren auch dann, wenn du nicht der dazugehörigen desktop benutzt. ich z.b. mische grudsätzlich programme mit unterschiedlicher basis (z.b. amarok unter gnome, thunderbird und gmpc unter kde, etc). auf meinem x61 haben alle tasten auf anhieb funktioniert. auch das thinklight, welches btw vom embedded controller des mainboards gesteuert wird. aps muss man selber installieren. scrolling mit dem trackpoint, sowie dessen empfindlichkeit einstellen sind ebenfalls dinge, die man selber einrichten muss. dafür gibts ja aber anleitungen. der stromverbrauch lässt sich sehr gut mit linrunners tlp senken.

musiksoftware: amarok oder mpd mit gmpc. amarok bietet sich an bei kubuntu. unterubuntu zieht es zuanfang einen rattenschwanz an abhängigkeiten hinterher. die installation dürfte bei dir also etwas dauern. der platzverbrauch hält sich jedoch in grenzen. mein system ist voll von sw inkl. gnome und kde und kommt immer noch mit 6 gb aus.
nimm einfach die standarddateisysteme. das sind swap und ext4 bei / und /home. das macht der installer aber auch von selber schon so.

kleiner tipp: opera hat einen dl-manager an bord, mit dem man sehr gut abgebrochene downloads fortsetzen kann. torrents unterstützt opera auch

@lezard:
wenn du etwas minimalistisches nimmst, musst auch damit leben, dass du viel selbst machen musst. kommst du damit nicht zurecht, hast du die falsche distri gewählt. und linux nimmt man nicht nur, weil man etwas schlankeres als windows sucht.
 
@yatpu: ich brauche quasi nur ein "Browser-Linux" als Dualboot-Alternative zu XP zum rumsurfen, deswegen so was minimalistisches wie Puppy.

Ich habe schon etliche Distros ausprobiert, aber entweder waren sie zu fett oder so schlank, dass man alles selbst machen muß, und genau das kann ich unter Linux nicht.

Und zum topic: Linux Mint ist in meinen Augen die angenehmste Distri zum Umstieg von Windows auf Linux.
 
Zuletzt bearbeitet:
@yatpu:
Das heißt ich installiere am besten zuerst Windows XP (eigene Partition mit ~40Gb), dann erstelle ich die Partition für die Daten (je nach Größe der HDD, bin mir noch nicht ganz schlüssig welche ich nehmen soll) und dann lasse ich Mint mit dem verbleibenden Platz (wieviel sollte ich einplanen 10-20Gb?) alles automatisch machen?

Funktioniert das so?

Danach wird es dann interessant, bei folgenden Punkten werde ich sehr wahrscheinlich Hilfe brauchen falls es überhaupt machbar ist:
- Die Netzwerkdrucker einrichten (beim Kyocera FS1020D bin ich mir ziemlich sicher dass es gehen wird) der Epson BX525WD wird mir wohl ein wenig Ärger machen...
- den Zugriff auf den Netzwerkshare einrichten (läuft von einem Rechner mit Windows 7 aus)

Bei dem restlichen Zeug werde ich nach Möglichkeit versuchen mich durchzuwurschteln, aber die obigen beiden Punkte werde ich wohl so nicht auf die Reihe bekommen.

Was mich noch interessieren würde wäre die Möglichkeit einen Netzwerkshare uner Linux einzurichten, so dass ich z.B. Ordner oder ganze Laufwerke im Netzwerk (für Windows Nutzer unter XP und Vista, bzw. 7) frei gebe.

EDIT: Gibt es ein ähnliches Handbuch zu Linux eigentlich als PDF ? Muss nicht ganz so umfangreich sein, aber kostenlos wäre natürlich toll. Das Handbuch zu Mint ist da leider sehr oberflächlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich werfe einfach mal etwas in die Runde:

http://wiki.ubuntuusers.de/Installation

Nicht, dass ich dich jetzt aus diesem lieben Forum herauslocken möchte, aber mit etwas Einlesezeit werden sich viele Fragen von selbst beantworten! Auf genannter Adresse findest du z.B. gute Infos zur Partitionierung, was die einzelnen Partitionen bewirken, wie ein Multiboot am besten anzugehen ist und und und. Gilt natürlich alles in der Regel nicht nur für Ubuntu sondern viele weitere (alle wäre vielleicht etwas übertrieben) Distributionen.

Bis dein Download abgeschlossen ist, solltes du zumindest das nötigste an Informationen für eine Installation haben ;) Und wenn nicht, geht einfach mal probieren über studieren...


Was ich vielleicht noch anmerken möchte: Sei dir einer Sache bewusst: Multiboot ist (gerade für einen Anfänger in Sachen Linux) manchmal etwas gefährlich. Wirklich kaputtgehen tut selten etwas, aber manchmal kommt es vor, dass beispielsweise bei der Installation eines neuen Kernels auf einmal der Bootloader sich verabschiedet. In der Regel heißt das dann einfach etwas googlen und eine Lösung für das Problem finden. Manchmal klappt das aber nicht auf Anhieb und man braucht etwas Zeit.
Ich würde also nicht meinen "Hauptrechner" für ein Multiboot mit 4 oder 5 verschiedenen OS nehmen, sondern lieber einen, auf den ich ein paar Tage mal verzichten kann. Laut deiner Signatur hast du aber gute Alternativen, auf die du ausweichen kannst ;)


Viel Erfolg!
 
Ganz ehrlich: vergiss es.

Die Kritikpunkte an Ubuntu wirst du unter Mint auch haben.

Genau genommen wirst du sie überall haben, weil man überall erst mal etwas basteln muss um die ganzen TP Sachen zum Laufen zu bekommen - im Vgl. zu anderen Herstellern ist es aber noch angenehm (auch dank Linrunner ;) -> TLP), dabei ist Ubuntu/Mint noch das Windows unter den Linuxen, vollgemüllt, für alle Anwendungszwecke was dabei,usw. Dafür ist es für "Einsteiger" natürlich recht angenehm und es hat eine gute Community und ein gutes Wiki!

Aber man merkt das Ubuntu ein brechender Ast ist, nachdem Mint nun schon auf Distrowatch dran vorbei gezogen ist. Mit der Unitysache haben sie sich denke ich den Todesstoß versetzt.

Und ich versteh die Kritikpunkte: Unter Ubuntu hat man vieles nicht unter Kontrolle und man lernt vieles auch nie, weil es eben "einfach" sein soll. Erst wenn man sich (mit Hilfe der guten Community) auf Fehlersuche begibt lernt man mal etwas Linux kennen - und erst bei Distro's wie Arch oder Gentoo (davor graußts sogar mir .. bis man da allein das Install Howto gelesen hat :D) lernt man tiefere Dinge kennen und versteht was Ubuntu so alles dreht,patcht und macht um es dem User "hübsch" und einfach zu machen - nur gefällt einem das halt nicht hat man ein Problem und Ubuntu juckt das auch nicht beim nächsten Update, da darf man's dann wieder richten (+ die neuen Sachen anpassen). Viele mögen aber Ubuntu, es hat also durchaus gute Seiten. Ich hab es auch lange genutzt! Es geht eben dadurch vieles OOTB oder mit 1-2 Handgriffen, das darf man nicht vergessen! Bei anderen Distros frickelt man da länger rum, bis es dann geht.

Es ist aber wie gesagt nicht so dass Ubuntu gänzlich schlecht war/ist, aber der Weg führt immer weiter weg von "Linux" meiner Meinung nach. (ich weiß das ist blöd ausgedrückt)

Daher mein Tipp: Bleib bei Windows. Wenn du Linux als etwas erwartest, wo man nicht basteln muss, dann hast du vollkommen falsche Vorstellungen - Linux erlaubt dir nämlich zu basteln und das ist genau das, was Windows dir verbietet. Und wenn du jetzt denkst, oha unter Windows geht alles viel schneller - man kann mit der ganzen Lenovo Treiber und Softwaresache auch Stunden zu bringen :D

Alternativ: Schau dir Linux Mint Debian Edition an. Das könnte deinen Ansprüchen gerechter werden, hat aber die gleichen Kritikpunkte wie alle (siehe oben) und basiert auf Debian. Es gibt einige hier die das nutzen, kann also nicht so schlecht sein ;)

Das ist natürlich eine subjektive Erfahrung & Meinung, aber trotzdem werden gleich wieder Steine fliegen....

Ich find Ubuntu übrigens aus einem Grund oftmals gut: Von der investierten Arbeit fließt zwar fast nichts zu Debian zurück, aber man kann sie oft unter Arch benutzen - z.B. die Patches für eine hübschere Schrift.

Ich bin ja prinzipiell auch dafür dass man jeden von Linux überzeugen sollte - nur gleichzeitig find ich nichts schlimmer als frustrierte Windows User die da ein besseres Windows erwartet haben ohne alle ihre Erkenntnisse über Board werfen zu müssen - ich finde man sollte dann lieber von Vorne herein sagen: Forget it.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist immer alles eine Frage des Anwenders. Hinsichtlich seiner Fähigkeiten und seiner Erwartungen...
Ein (richtiges) Linux erfordert viel tiefere Kenntnisse als ein Windows und bringt eben auch etwas Arbeit mit sich, ein "fertiges" Ubuntu hingegen läuft eben wie du sagst größtenteils out of the box und hat auch schon vieles mit an Bord.

Ich behaupte mal jeder muss da seine eigenen Erfahrungen machen... Seit einiger Zeit kann man sich ja ganz Prima eine Distribution seiner Wahl einfach mal auf den USB Stick laden und sich etwas umschauen... Das mache ich immer gern, um mir einen kurzen Einblick in etwas Unbekanntes zu ermöglichen.

Und wobei ich dir noch zustimmen muss: Unity. Weiss nicht, was für einen Nutzen das ganze haben soll. Es beengt eher und nervt einen nur. Somit macht man sich sicherlich keine Freunde....
 
Hallo Thomebau,

zu deiner Frage nach einem Handbuch und/oder einer Sammlung von Konsolenbefehlen:
Manpages gibt es zu fast jedem Konsolenbefehl, der dir auf einem Linux-System zur Verfügung steht, oft sogar zu vielen Gui-Programmen.
Mit "apropos" kannst du auch in den Beschreibungen der Befehle suchen, wenn dir grad der Name eines Befehls nicht einfällt, du aber weißt, was er tut.
Mit man <befehl> kannst du dann die manpage lesen.
Bsp.:
Code:
user@localhost~$ apropos editor
sed (1)              - Stromeditor zum Filtern und Umwandeln von Text
dotty (1)            - A Customizable Graph Editor
ed (1)               - text editor
editor (1)           - Nano's ANOther editor, an enhanced free Pico clone
editres (1)          - a dynamic resource editor for X Toolkit applications
ex (1)               - Vi IMproved, a programmers text editor
gconf-editor (1)     - an editor for the GConf configuration system
gedit (1)            - text editor for the GNOME Desktop
gnome-text-editor (1) - text editor for the GNOME Desktop
...
vi (1)               - Vi IMproved, a programmers text editor
view (1)             - Vi IMproved, a programmers text editor
vim (1)              - Vi IMproved, a programmers text editor
vimdot (1)           - Combined text editor and dot viewer
zim (1)              - A Desktop Wiki Editor
user@localhost~$ man vim

Als Buch kann ich "Linux -- kurz & gut" von D. Barrett (O'Reillys Taschenbuchbibliothek) absolut empfehlen -- günstig (10,-) und nicht ganz so vollgestopft mit den sonst obligatorischen "Wie installiere ich Linux?"-Kapiteln usw. und immer praktisch als Nachschlagewerk.

Von O'Reilly gibts auch ein paar (ältere) online books zum Thema Linux: http://www.oreilly.de/online-books/

Es gibt aber auch fast alles online, z.B. den Advanced Bash-Scripting Guide (http://tldp.org/LDP/abs/html/).
Beim "The Linux Documentation Project" (tldp) finden sich noch mehr Guides, zu Teil zwar schon etwas älter, aber immer noch brauchbar, um etwas über den grundlegenden Aufbau zu erfahren, z.B. über die Dateisystem-Hierarchie (http://tldp.org/LDP/Linux-Filesystem-Hierarchy/html/index.html).

Gruß
 
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben