Emissionen bei Laserdruckern: wie gefährlich? Wie reduzieren? Sind neue Drucker sauberer?

schdrag

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Bei Laserdrucken mit Lüftern ist das ja relativ einfach: Feinstaub- bzw. Aktivkohlefilter vor den Auslass an das Lüftergitter kleben.
Nun gibt's aber Drucker (z.B. HP Laserjet 10xx oder Laserjet 305x), die haben keinen Lüfter: gibt es da Möglichkeiten, den Feinstaub zu limitieren?
Eine Möglichkeit, üble Bestandteile in der Abluft zu reduzieren, ist sicher, nur Quali-Toner zu benutzen. Und den Drucker in einem Raum zu stationieren, den man problemlos lüften kann und in dem man weder schläft isst, oder sich sonst lange aufhält (so mache ich das). Aber zusätzlich eine Filtermöglichkeit bei meinem Laserjet 3050 wäre schon nicht schlecht.
 
Drucker in einen Schrank und Schrank gefiltert entlüften. Zwar bissel doll aufwändig, aber wohl die effizienteste Møglichkeit.
 
Die Prämisse ist fragwürdig:
Bei Laserdrucken mit Lüftern ist das ja relativ einfach: Feinstaub- bzw. Aktivkohlefilter vor den Auslass an das Lüftergitter kleben.
Ein Filter ist auch immer ein Widerstand im Luftstrom. Folge: verminderte Kühlleistung, erhöhte Lüferaktivität, mehr aufgewirbelter Staub
Man müsste also gegenrechnen, ob im Zusatzfilter mehr Staub hängenbleibt, als durch dessen Blockade des Luftstroms zusätzlich aufgewirbelt wird und durch andere Öffnungen den Drucker verlässt.
 
Die Prämisse ist fragwürdig:
Ein Filter ist auch immer ein Widerstand im Luftstrom. Folge: verminderte Kühlleistung, erhöhte Lüferaktivität, mehr aufgewirbelter Staub
Man müsste also gegenrechnen, ob im Zusatzfilter mehr Staub hängenbleibt, als durch dessen Blockade des Luftstroms zusätzlich aufgewirbelt wird und durch andere Öffnungen den Drucker verlässt.
hm, ob durch die "Blockade" wirklich so viel aufgewirbelt wird? Beim Staubsauger klappt's ja auch, allerdings sind die anderen Öffnungen ja auch verschlossen.
Drucker in einen Schrank und Schrank gefiltert entlüften. Zwar bissel doll aufwändig, aber wohl die effizienteste Møglichkeit.
Ein Bekannter von mir hat das mit einem lauten Computer gemacht: d'rum herum ein Spanplattengehäuse mit nur zwei Öffnungen...
Hilft mir aber nicht weiter, denn ich hab ja einen Drucker ohne Lüfter.
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Drucker austauschen
mein 3050 schneidet gar nicht 'mal so schlecht ab (low emittent, S.7)

gibt's da entsprechende Zertifikate für neue Drucker? Ok, die Tonerbestandteile sind ja wohl inzwischen auch etwas harmloser; früher waren anscheinend auch noch Glanz-Komponenten für den höheren Kontrast der Zeichen mit d'rin (PTFE-haltig?).
Es kommt denke ich auch auf das Druckvolumen an; ist ja nicht wie bei Asbest, wo eine einzige Fussel genügt, um Krebs auszulösen.

Gibt's diese Art von Untersuchung auch für neuere Drucker?


Stand 2019:
"Finally, compared to the situation before 2007, large commercial printers have improved in terms of particle emissions; however, there has not been an obvious improvement over desktop printers."
-> Neukauf eines Desktop Druckers lohnt sich also im Bezug auf Emissionen nicht.


In summary, the thorough evaluation of the toner powder and PM emitted from printing equipment provided ample evidence that a variety of ENMs (at least eight different types) are embedded in current toner formulations and are released in the air during printing. The complex chemical fingerprint of the PEPs matches to a significant extent that of toner powders and paper, which identifies them as source of ENMs in PM emissions.

engineered nanomaterials (ENMs)
 

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Wenn du dir bezüglich Emission deines Druckers Sorgen machst, dann würde ich mir nicht die Datenblätter anderer Drucker ansehen, sondern einen Tintenstrahldrucker kaufen. Egal welcher Hersteller: Wenn man 2mal im Monat irgendetwas farbiges druckt, dann gibt es keinen Anlass für die verbreitete "Eintrocknen-Sorge".
 
Wenn man 2mal im Monat irgendetwas farbiges druckt, dann gibt es keinen Anlass für die verbreitete "Eintrocknen-Sorge".
Tja, und wenn dann vielleicht doch ein paar Wochen mehr zwischen den Ausdrucken liegen, kann der Drucker entsorgt werden (ist mir bei einem Epson Tankdrucker passiert). Gut, inzwischen hätte ich eine Datei parat, wo genau die Patronenfarben ausgedruckt werden. Da müsste man sich halt einen reminder setzen, um alle Farben z.B. alle 4 Wochen auszudrucken. Es müssen halt alle Patronenfarben verwendet werden (bei mir war ein Kopf hoffnungslos eingetrocknet).
Ist aber ein anderes Thema.
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Ein Suchbegriff könnte "Feinstaub" sein.
hab jetzt emissions laser printer .edu .org .gov verwendet; nicht weil Englisch so geil ist, sondern weil auf Deutsch extrem viele Treffer kommen, wo sich Laien als Gesundheitsexperten profilieren wollen. Da scheinen die Angelsachsen etwas zurückhaltender zu sein.
 
Moderne Tintenstrahler bleiben am Strom/im Standby und passen auf das sie nicht eintrocknen wenn länger nicht gedruckt wird. Sollte eigentlich in den Werbeprospekten hervorgehoben sein.
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Ein Bekannter von mir hat das mit einem lauten Computer gemacht: d'rum herum ein Spanplattengehäuse mit nur zwei Öffnungen...
Hilft mir aber nicht weiter, denn ich hab ja einen Drucker ohne Lüfter.
Aber du hast schon gelesen das dann entlüftet und gefiltert werden soll? Also das Gehäuse kriegt nen Filter mit zB nen PC Lüfter den du idealerweise via Drucker steuerst 😉
Ich würde persönlich einmal in einen modernen Drucker, welchen meinen Bedürfnissen entspricht, investieren. Dann hast du viele Jahre ohne Sorgen und kannst dich auf die wesentlichen Dinge des Lebens konzentrieren.
 
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Hi
habe mir mal org. HP Dokumente zum Drucker angesehen (ist eine PDF). Ich mache auf Seite 4 zwei Abluftschlitze aus, wovon de längere beweglich ist (z.B. um Papierstau entfernen). Ich sehe da keine großen Chancen, was hinzubauen.

Die Idee von Mornsgrans hat mich an ein Projekt aus meiner "Vorrentnerzeit" gebracht. Da ging es darum, die Bürodrucker zu "entstauben". Hilfreich war damals die Firma Tesa mit einem passenden Produkt.
An 5 Geräten (Lexmark 250, HP Laserjet der Typen 1320, 1100, 5L und 6L) haben wir solche Filter ausprobiert, viel gebracht haben die nicht grade. Lösung: neue Drucker (auch MuFus) die mit dem "Blauen Engel" Siegel ausgelobt wurden.

Gruß
TS
 
Ist aber ein anderes Thema.
Wir haben im HomeOffice einen brother MFC-260C (gekauft im Januar 2009) und einen HP Officejet Pro 8620 (gekauft im April 2016) stehen. Wir sind auch mal 2-3 Wochen nicht daheim. Beide Geräte drucken noch einwandfrei.

Wenn es unbedingt ein Laser sein soll: Spar Dir den Bau oder Kauf einer Drucker Quarantänestation. Stell ihn in einem Raum auf, in dem Du nicht viel Zeit verbringst.
 
Wir haben im HomeOffice einen brother MFC-260C (gekauft im Januar 2009) und einen HP Officejet Pro 8620 (gekauft im April 2016) stehen. Wir sind auch mal 2-3 Wochen nicht daheim. Beide Geräte drucken noch einwandfrei.

Wenn es unbedingt ein Laser sein soll: Spar Dir den Bau oder Kauf einer Drucker Quarantänestation. Stell ihn in einem Raum auf, in dem Du nicht viel Zeit verbringst.
genau das habe ich gemacht; ist auch ein Raum, der gut zu lüften ist..
Übrigens: Tinte ist soo harmlos auch nicht. Beispiel:
"HP 937 / 4S6W5NE

DANGER- Contains 5,5-Dimethylimidazolidine-2,4-dione, reaction products with oxirane and 2,4,7,9-tetramethyl-5-decyne-4,7-diol. Can cause very long-lasting and diffuse contamination of water resources. Contains Benzisothiazolinone and 2,4,7,9-tetramethyl-5-decyne-4,7-diol. May produce an allergic reaction. Incorporates biocides: Benzisothiazolinone."
lt. https://www.hp.com/ch-de/shop/products/supplies/hp-937-schwarz-original-druckerpatrone-4s6w5ne-ce1

Wobei das Zeug ja nur während dem Drucken zu einem sehr geringen Teil als Aerosol in die Umgebung kommt, der grösste Teil ist nach dem Druck auf dem Papier.
Bau oder Kauf einer Drucker Quarantänestation.
wäre mir auch zu viel action. Zudem das Risiko von Überhitzen, zusätzliche Arbeit (Filter wechseln) und Kosten (Baumaterial der "Station", Kosten für Filter...).
 
Übrigens:
Die Feinstaubbelastung im Wohnungen ist
- fast immer höher, als in sog. "belasteten" Gebieten draußen
- bei 1-2 Seiten/Monat unbedenklich, zumal man kurz stoßlüften soll und so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann
 
Übrigens:
Die Feinstaubbelastung im Wohnungen ist
- fast immer höher, als in sog. "belasteten" Gebieten draußen
Richtig. Oder alternativ formuliert: Nicht jeder Sau glauben, die grad wieder medial durch's Dorf getrieben wird. Dazu zähle ich auch das Thema "Feinstaubemissionen durch Laserdrucker". Mein Laserdrucker steht in meinem Schlafzimmer. Und meine Sorgen darüber sind auf meiner ganz persönlichen Sorgenliste so geschätzt auf Platz 1274.
 
vielleicht sollte man nicht unbedingt der eigenen Wahrnehmung glauben, sondern sich an seriöse wissenschaftliche Studien halten....
Meinerseits habe ich dazugehörige Studien verlinkt, das könnte die "Schlafzimmer-Fraktion" ja auch tun. Es geht nicht darum, Panik zu schieben, sondern die Risiken realistisch einzuschätzen und zu minimieren.


Nicht jeder Sau glauben, die grad wieder medial durch's Dorf getrieben wird.
Ein guter Freund von mir ist gewerblicher Lackentwickler; er hat sich gewundert, warum die gefährlichen Stoffe, die vor Jahren bei den Kassenzetteln zu finden waren, quasi nicht in den Medien erwähnt wurden.

Feinstaub ist definitiv ein Thema. Wie auch die Zusammensetzung desselbigen. Deshalb werde ich sicher nicht Bilig-Toner Kartuschen aus Asien verwenden.
Die Feinstaubbelastung im Wohnungen ist
- fast immer höher, als in sog. "belasteten" Gebieten draußen
da fehlt mir ein entsprechender Beleg. Und ja: ich lüfte regelmässig quer.
 
vielleicht sollte man nicht unbedingt der eigenen Wahrnehmung glauben, sondern sich an seriöse wissenschaftliche Studien halten....
Meinerseits habe ich dazugehörige Studien verlinkt, das könnte die "Schlafzimmer-Fraktion" ja auch tun
Bin selber promovierter Naturwissenschaftler. Das Thema Feinstäube fällt sogar - im allgemeinen Sinne - genau in meinen Fachbereich. Mehr schreib’ ich allerdings jetzt nicht dazu. Solche Diskussionen nach dem Motto "Die Wissenschaft hat gesagt........" führen zu nix. Und davon abgesehen braucht man auch kein einschlägiger Wissenschaftler zu sein, um bestimmte Sachverhalte hinreichend beurteilen zu können. Da reicht oft auch der "Hausverstand", den viele heutzutage leider verloren haben. Heißt also übersetzt genau das Gegenteil: Öfter mal mehr der "eigenen Wahrnehmung glauben", als das, was einem die Medien als unumstößlich wissenschaftlich bewiesen und nicht hinterfragbar verkaufen wollen. Und damit will ich nicht sagen, dass Tonerstaub gesundheitsfördernd ist.
 
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ja, kann ich nachvollziehen. Mir ist bewusst, dass diese Stäube in keinem Verhältnis zu dem steht, was z.B. bei verschwelendem und vielleicht irgendwann 'mal brennendem beschichteten Holz, das irgendjemand meiner lieben Nachbarn verfeuert, ausgestossen wird.
Ein guter Freund von mir, Biologe, hat vor längerer Zeit im Rahmen seiner Doktorarbeit untersucht, wie sich Mikrowellen auf Hauterwärmung etc. auswirken. Es hat mich gewundert, dass ich über dieses Thema nichts lesen konnte. Hab ihn dann aufgrund eines Umzugs aus den Augen verloren, sonst hätte ich nachgefragt. Ein gewisses Misstrauen - evtl. nicht gerechtfertigt - im Bezug darauf, dass die Publizierung negativer Unersuchungsergebnisse durch Interesensgruppen behindert wird, habe ich schon. Und ich find's schräg, wenn die business-Drucker inzwischen weniger Emissionen haben, aber die für den Privatanwender nicht; auch wenn die techischen Massnahmen dafür evtl. teuer sind. Da ist die Lobby halt nicht so mächtig oder es liegt an den Arbeitsschutzvorschriften (?).
 
Bei einem Drucker, der statistisch nur eine einstellige Zahl von Blättern pro Woche druckt, entsteht halt auch deutlich weniger Feinstaub als bei einem Businessdrucker, der hunderte Seite pro Tag druckt.
Deshalb lohnt sich ein höherer Aufwand (und damit deutlich höhere Kosten) für einen "Privatdrucker" halt nicht.
 
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