Elementary OS

  • Ersteller Ersteller PandorasThinkpad
  • Erstellt am Erstellt am
P

PandorasThinkpad

Guest
Themenstarter
Hey Leute und alle jene, die es möglicherweise interessiert!

Ich habe mich gestern mal ein wenig im dortigen Chat aufgehalten und habe erfahren, dass an einer Nachfolgeversion gearbeitet wird, diese wird dann ISIS heissen und mit dieser wird dann gewiss die Vorversion, also die jetzigen Version 2 "Luna", keinen weiteren Support mehr erhalten. Also völlig egal, dass diese dann auf Ubuntu 12.04, also der LTS, fusst. So wurde es mir da jedenfalls von einer Person des Staff mitgeteilt.

Weiss da nun wer was genaueres, gibt es also dann für die Luna Version noch entsprechenden Support solange auch die Ubuntu 12.04 Support erhält, oder aber ist das dann die wirkliche Tatsache?

Schöne Grüße,

PT
 
Das kommt darauf an was du und die Elementary-Entwickler unter Support verstehen.

Elementary ist ja nur Ubuntu +PPA. Ob dieses PPA überhaupt gepflegt wird ist die erste Frage die sich stellt. Irgendwas scheint da schon zu passieren, denn ich sehe da ein paar Paketaktualisierungen aus diesem Jahr. Der Großteil der Pakete stammt aber aus 2013, was angesichts dessen, dass das meiste sicherheitstechnisch eher unbedenkliche Pakete sein dürften aber nicht so schwer wiegen dürfte. Das natürlich unter der Voraussetzung, dass die Pakete überhaupt sauber im Sinne von frei von unabsichtlichen oder absichtlichen Sicherheitslücken sind.
Das Elementary-Team wird vermutlich mit dem neuen Release den PPA-Support des alten Releases einstellen.

Ein zweiter Punkt sind die Ubuntu-Repos selbst, aus denen der Großteil des Systems stammt. Wie bei Ubuntu und Derivaten üblich hast du hier universe und multiverse in der sources.list. Dafür gibt es von Canonical ohnehin keinen Support. Die Frage nach LTS-Support für das Gesamtsystem hängt also an der Frage ob jeder einzelne Maintainer dieser Repos überrhaupt seine Pakete pflegt.

Meine persönliche Meinung ist, dass ein System mit universe und multiverse generell als unsupported anzusehen ist, da es hier keine Supportkriterien gibt.
 
Das hiesse dann, sobald die neue Release erscheint sollte möglichst sofort auch der Wechsel auf diese erfolgen, soweit korrekt?

Weiterhin wäre dann wirklicher Support dann nur für die jeweiligen Grundversionen gegeben, also entsprechend nun bei Ubuntu die 12.04 und bei Mint die 13, also die Maya, erneut soweit korrekt?

Gruß,

PT
 
Das hiesse dann, sobald die neue Release erscheint sollte möglichst sofort auch der Wechsel auf diese erfolgen, soweit korrekt?
In Bezug auf Elementary: Ja.

Weiterhin wäre dann wirklicher Support dann nur für die jeweiligen Grundversionen gegeben, also entsprechend nun bei Ubuntu die 12.04 und bei Mint die 13, also die Maya, erneut soweit korrekt?
Jein.
Ich weiß nicht wie viel universe und multiverse schon in den Standardinstallationen steckt. Das müsste man prüfen und bei den gefundenen Paketen ggf. im Einzelfall prüfen, ob die Maintainer da eine tragfähige Supportstrategie haben. Gibt es keine, dann müsste man sich dieser Pakete entledigen oder sie selbst auf seinem System pflegen.

Midori kommt z.B. in Ubuntu aus Universe, und zwar in einer veralteten Version [1]. Der Grund ist offenbar, dass Midori seit Dezember unter Debian/kfreebsd-amd64 nicht mehr startet [2], weshalb das Paket inzwischen aus Debian geflogen ist [3]. Die Paket-Maintainer sind bei Ubuntu und Debian die gleichen. Das könnte ein Grund dafür sein, warum Elementary Midori selbst pflegt [4].



[1] http://packages.ubuntu.com/trusty/midori
[2] https://bugs.debian.org/cgi-bin/bugreport.cgi?bug=732800
[3] http://packages.qa.debian.org/m/midori/news/20140123T163911Z.html
[4] http://ppa.launchpad.net/elementary-os/stable/ubuntu/pool/main/m/midori-granite/
 
Hmm, also bislang bin ich davon ausgegangen alles sei soweit immer auf aktuellstem Stand, wenn an sich mittels der Aktualisierung nach den so für das System zur Verfügung gestellten Updates gesucht wird und diese dann auch installiert werden, alles andere würde doch eben den Normalanwender solcher Distributionen (also nun Ubuntu 12.04 LTS und Mint 13 LTS) schlichtweg überfordern.

Wie genau ist das nun? Die so bekannt gewordenen Sicherheitslücken werden mit diesen Aktualisierungen doch wohl immer gestopft und alles andere ist doch wohl eher nur reine Kosmetik.

Schöne Grüße,

Pandora
 
Wie die Politik bei Ubuntu ist weiß ich nicht. Bei Debian stable ist die allgemeine Politik, dass sicherheitskritische Änderungen in die alte, im Repo befindliche Version zurückgepatcht werden. Daher übrigens auch der Name "stable", denn die Versionsnummer der Pakete bleibt gleich, nicht etwa weil stable besonders stabil wäre (das ist eher ein Nebeneffekt). Da ich Debian testing nicht produktiv verwende weiß ich hier nicht genau bescheid. Es gibt aber ein Sicherheitsteam und wenn Upstream ein Sicherheitsproblem fixt gibt es eh eine neue Version, die im Idealfall nach zwei Wochen durch unstable nach testing wandert. Wie man aber an midori [1] oder auch xxxterm [2] erkennen kann (beides alte Versionen in unstable), funktioniert das mit dem Aktualisieren auch bei Debian nicht immer reibungslos.

Ich würde erwarten, dass bei Ubuntu zumindest die Pakete welche nur von Debian übernommen werden und vom selben Maintainer betreut werden auch auf dem selben Stand sind wie in Debian.
Die Situation bei Mint (Ubuntu-Edition) würde ich genauso einschätzen wie die bei Elementary. Man hat die üblichen Ubuntu-typischen Einschränkungen, dazu kommt die Frage wie gut der Support für das Mint-eigene Repo ist.


[1] https://packages.debian.org/sid/midori
[2] https://packages.debian.org/sid/xxxterm
 
Das ist alles doch aber mit LTS auf den Punkt gebracht. Eben dieses LTS "besagt" long time support. Fertig, aller nun so "aufgefahrene" Text verwirrt (völlig unnötig) mehr als er auch nur irgend eine Hilfe wäre. Wenn es nun also dann keinerlei vollen Support für eben diese speziellen Versionen gibt, dann würde das ja bereits LTS ad absurdum führen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist alles doch aber mit LTS auf den Punkt gebracht. Eben dieses LTS "besagt" long time support.
Für die main- und restricted*-Repos, aber nicht für universe und multiverse. [1]

Wenn es nun also dann keinerlei vollen Support für eben diese speziellen Versionen gibt, dann würde das ja bereits LTS ad absurdum führen.
Ja.


*) Wobei natürlich bei restricted prinzipiell fragwürdig ist inwieweit Canonical hier mangels Quellcode überhaupt Support liefern kann.

[1] http://wiki.ubuntuusers.de/Paketquellen#Die-Komponenten-bei-Ubuntu
 
Klar ist nun, dass dann Elementary nur immer die neueste Version bis zum erneuten erscheinen einer noch neueren Version unterstützt. Das dürfte dann auch für andere sehr spezielle Versionen gelten, die dann zwar auf das Grundgerüst von einer anderen Version aufbauen (also bei Elementary eben die Version 2, Luna, die ja dann aus Ubuntu 12.04 gefertigt ist), jene können eben dann für die jeweils älteren Versionen keinen Support mehr liefern. Aber was nun auch immer noch so hervorgekramt werden mag, auf speziell nun die Ubuntu 12.04 LTS und als anderes Beispiel die Mint 13 Maya LTS bezogen, so wird man sich da doch wohl auf vollen Support innerhalb der zugesicherten Zeitspanne für diese Versionen sicher sein dürfen. Also nun für diese beiden Versionen dann bis April 2017. Einfach selbst auf den entsprechenden Seiten informieren, dort sind diese Informationen zu finden.
 
Aber was nun auch immer noch so hervorgekramt werden mag, auf speziell nun die Ubuntu 12.04 LTS und als anderes Beispiel die Mint 13 Maya LTS bezogen, so wird man sich da doch wohl auf vollen Support innerhalb der zugesicherten Zeitspanne für diese Versionen sicher sein dürfen. Also nun für diese beiden Versionen dann bis April 2017. Einfach selbst auf den entsprechenden Seiten informieren, dort sind diese Informationen zu finden.

Nein, nein und nochmals NEIN.

Supportet wird für den Zeitraum der LTS LEDIGLICH alles was in den Repos main- und restricted* liegt. Alles in den übrigen Repos (universe und multiverse) könnte Updates erhalten, sofern der jeweilige Commnity-Maintainer das macht, oder langsam gammelig werden (was leider der übliche Verlauf dieser Repo-Inhalte ist).

siehe auch http://wiki.ubuntuusers.de/Unterschiede_LTS_und_normale_Version#Sicherheitsaktualisierungen

Willst Du nur Software welche für den gesamten LTS-Zyklus Sicherheitsaktualisierungen und Support erhält, schalte nach der Installation alle zusätzlichen Repos außer Main und Restrictet ab. Alle Pakete, die Dir dann noch zur Verfügung stehen werden Supportet! (Leider nicht sehr viel).
 
Willst Du nur Software welche für den gesamten LTS-Zyklus Sicherheitsaktualisierungen und Support erhält, schalte nach der Installation alle zusätzlichen Repos außer Main und Restrictet ab. Alle Pakete, die Dir dann noch zur Verfügung stehen werden Supportet!
Bist du dir sicher, dass nicht schon bei der Standardinstallation Pakete aus universe und multiverse enthalten sind?
 
Nun bringen Sie doch bitte mal auf den Punkt, was hier nun unter universe und multiverse zu verstehen sein soll.

An sich wäre das ja grobe "Verarschung" des Nutzers/ der Nutzerin, wenn eben dann eine Version, ich hatte jene hier ja nun oft genug aufgeführt, dann trotz des Hinweises auf LTS bis April 2017 nicht eben jenen Support erhalten sollte, der dann eine sichere Nutzung dieser Version bis Supportende (also April 2017) ermöglichen sollte.

Also, woher nehmen Sie nun genau diese Infos, dass es also nicht so ist. Denn eben das würde ja dann eine solche Version total unsinnig machen. Also eben eine solche Version wie nun Ubuntu 12.04 oder Mint13 als LTS anzubieten.

Schöne Grüße,

PT
 
Nun bringen Sie doch bitte mal auf den Punkt, was hier nun unter universe und multiverse zu verstehen sein soll.
Was soll man da auf den Punkt bringen? Es geht um die Ubuntu-Repositories [1] mit den Namen "universe" und "multiverse".
Die erhalten keinen Support seitens Canonical [2], sondern von den MOTUs [3]. Wie ernst es ein MOTU mit diesem Support nimmt liegt aber ausschließlich bei ihm und funktioniert in der Summe eher schlecht als recht. Daher gilt Canonicals LTS [4] ebenfalls nicht für universe und multiverse.

An sich wäre das ja grobe "Verarschung" des Nutzers/ der Nutzerin, wenn eben dann eine Version, ich hatte jene hier ja nun oft genug aufgeführt, dann trotz des Hinweises auf LTS bis April 2017 nicht eben jenen Support erhalten sollte, der dann eine sichere Nutzung dieser Version bis Supportende (also April 2017) ermöglichen sollte.
Nein, es ist keine "Verarschung", dass Canonical universe und multiverse nicht supportet, denn das wird nirgends behauptet. "Verarschung" könnte es höchstens sein, dass trotz dieses fehlenden Supports universe uns multiverse in einer Standardinstallation als Quellen aktiv sind ohne den Nutzer gesondert darauf hinzuweisen. Canonical würde das natürlich ein mangelndes Nachkommen der Informationspflicht seitens des Nutzers nennen, denn es hält ihn ja nichts davon ab in die sources.list zu schauen.

Also, woher nehmen Sie nun genau diese Infos, dass es also nicht so ist.
Von Ubuntus Hilfeseite [5].

Denn eben das würde ja dann eine solche Version total unsinnig machen. Also eben eine solche Version wie nun Ubuntu 12.04 oder Mint13 als LTS anzubieten.
Eben das habe ich schon auf der ersten Seite bestätigt.


[1] http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ubuntu/pool/
[2] http://wiki.ubuntuusers.de/Unterschiede_LTS_und_normale_Version#Sicherheitsaktualisierungen
[3] http://wiki.ubuntuusers.de/Paketquellen#Die-Komponenten-bei-Ubuntu
[4] http://wiki.ubuntuusers.de/Long_Term_Support
[5] https://help.ubuntu.com/community/Repositories/Ubuntu
 
Also, woher nehmen Sie nun genau diese Infos, dass es also nicht so ist.
Z.B. von hier: https://help.ubuntu.com/community/Repositories/Ubuntu

Und das ist nicht so anders, als es andere Firmen machen: Sie supporten eben nur die Software, die sie selber bereitstellen.
Zusatzsoftware, selbst die, die man über Tools des Anbieters installieren kann, muss der Hersteller der Zusatzsoftware pflegen.

Beispiel: Microsoft bietet über die Browserauswahl alternative Browser an, pflegt diese aber nicht selber.
Beispiele iOS Appstore und Google Play Market: Die Hersteller bieten den Zugang, aber pflegen die Software nicht selber.

Bei Ubuntu nutzen die Community-Repositories dieselbe Infrastruktur wie die von Canonical gepflegten Repositories, laufen aber eben separat.
 
Toll, gewiss werde ich mich um "Programmupdates" selbst kümmern. Solange generell Sicherheitsupdates gewährleistet sind ist doch alles paletti.

Also beispielsweise nutze ich unter Linux auch nicht mehr als unter Windows. Webbrowser, da lege ich dann durch jeweilige Kontrolle immer Wert auf die neuste Version.....Grafik, also bei Linux Gimp, da kann ja wohl kein grösseres Schlupfloch für was auch immer sein, Videos im Netz sehe ich mir gar keine an, also braucht es auch kein Flash, an sich dürfe es dann einzig bei Java auf Dauer hapern können.


Nun mal eben nicht Panik machen....denn als Nutzer/ Nutzerin einer LTS verlässt man sich ja doch eben auf ein für den LTS Zeitraum halbwegs sicheres System, eben weil man nicht ständig was neues auf dem Rechner haben möchte, eben weil man auch gerne mal länger bei EINER Version bleibt.

Schönen Gruß,

Pandora
 
Zuletzt bearbeitet:
Gut, mag also eines da sein...allerdings ist da nun die Frage wie gross dieses im Vergleich zur Nutzung von Flash mit Youtube und Konsorten so ist.

Ist mir nun reichlich schnuppe. Ich nutze dann die Ubuntu bis Supportende und fertig.

Das Elementary OS, um das es ja nun hier eigentlich gegangen ist, nun, das werde ich zu gegebener Zeit wohl gegen die neue ISIS dann austauschen.
 
Bist du dir sicher, dass nicht schon bei der Standardinstallation Pakete aus universe und multiverse enthalten sind?
Ich antworte mir mal selbst:
Im Installer gibt es eine Checkbox die mit "Software von Drittanbietern installieren" beschriftet ist. Diese ist standardmäßig deaktiviert (gut). Wählt man sie nicht an, so wird bei der Standardinstallation von Ubuntu 14.04 beta 2 amd64 weder Software aus universe noch aus multiverse installiert (auch gut). Allerdings werden trotzdem beide Repositorys aktiviert (schlecht). Der Nutzer müsste sich dann also selbst darum kümmern das zu korrigieren.

Wählt man die Box an, so werden bei der Standardinstallation diese Pakete aus multiverse installiert:
Code:
flashplugin-installer ubuntu-restricted-addons
Außerdem werden folgende Pakete aus universe installiert (offenbar größtenteils als Abhängigkeiten von ubuntu-restricted-addons):
Code:
libmimic0 libmpeg2-4 libopencv-core2.4 libdvdread4 libavformat54 libdc1394-22 libfluidsynth1 liba52-0.7.4 libmad0 gstreamer1.0-plugins-bad-faad libopencv-ml2.4 libchromaprint0 libdirectfb-1.2-9 libopencv-video2.4 gstreamer1.0-libav liboil0.3 libass4 libopencore-amrwb0 libcdaudio1 libvo-aacenc0 libopenjpeg2 libts-0.0-0 libopenal1 libopencv-legacy2.4 libzbar0 chromium-codecs-ffmpeg-extra gstreamer0.10-plugins-bad libwildmidi-config libgsm1 libwildmidi1 libgme0 libva1 libschroedinger-1.0-0 libsrtp0 libxvidcore4 libopencv-features2d2.4 libswscale2 libopencv-objdetect2.4 freepats gstreamer0.10-fluendo-mp3 libopencv-imgproc2.4 libopenal-data libtwolame0 libdvdnav4 libzvbi0 libdirac-encoder0 libnspr4-0d gstreamer1.0-plugins-ugly libdca0 gstreamer1.0-plugins-bad libenca0 libslv2-9 libmp3lame0 libopencv-highgui2.4 libgtkglext1 libgstreamer-plugins-bad0.10-0 libofa0 libopencv-calib3d2.4 gstreamer1.0-plugins-bad-videoparsers libspandsp2 libmpg123-0 libzvbi-common libmodplug1 libavcodec54 libfaad2 libx264-142 gstreamer1.0-fluendo-mp3 libsoundtouch0 libsidplay1 libopencv-contrib2.4 tsconf libkate1 libopencv-flann2.4 libvo-amrwbenc0 libavutil52 libmms0 libgstreamer-plugins-bad1.0-0 libmpcdec6 gstreamer0.10-plugins-ugly libopencore-amrnb0 libtbb2
 
Ja ja, da blicke ich eh nicht mehr durch, bin Künstler und kein IT-Experte,...an sich, wie ich bereits geschrieben habe......was ich nicht nutze, also bspw. Flash, nun denn, mag es dann wie auch immer sein.....so unsicher wie ein Windows wird ein Linux selbst mit noch so vielen offenen Türen eh nie sein können. Thema abgehakt.

Ausser denn hier würde nun mal ein Leitfaden erstellt werden, wie man denn eben dann auch eine solche LTS mit möglichst wenig oder sogar gar keinen Risiken nun auch für den vollen Zeitraum der LTS nutzen kann, das erschiene mir viel sinnvoller als alle nun wie und wo auch immer so gegebenen Hinweise was nun wie und auch wieder nicht....

Nochmals, ich bin Künstler und möchte einzig und alleine eine Linux Version nutzen können, die ich dann eben auch möglichst lange nutzen kann.

Von diesem Anliegen ausgehend mögen dann nun mal bitte einzig entsprechende Tipps gegeben werden.

Alles andere verwirrt mehr als es denn überhaupt eine Hilfe sein könnte.

Vielen Dank und schöne Grüße,

PanDora
 
Ich antworte mir mal selbst...

Wow, vielen Dank für Deine Fleißaufgabe, wäre das nicht auch etwas für das WIKI?

Ausser denn hier würde nun mal ein Leitfaden erstellt werden, wie man denn eben dann auch eine solche LTS mit möglichst wenig oder sogar gar keinen Risiken nun auch für den vollen Zeitraum der LTS nutzen kann, das erschiene mir viel sinnvoller als alle nun wie und wo auch immer so gegebenen Hinweise was nun wie und auch wieder nicht....

Nochmals, ich bin Künstler und möchte einzig und alleine eine Linux Version nutzen können, die ich dann eben auch möglichst lange nutzen kann.

Von diesem Anliegen ausgehend mögen dann nun mal bitte einzig entsprechende Tipps gegeben werden.

Kann dich gut verstehen, hat auch etwas gedauert bis es bei mir bezüglich diesem Missverständnis KLICK gemacht hat.

Vielleicht ist es hilfreich hier kurz den Werdegang einer LTS zu beschreiben.

Canonical macht nichts anderes als einen Snapshot des gerade aktuellen Debian-Entwicklungsstandes zu kopieren. Diese Kopie erfolgt bei einer LTS aus Debian-Testing. Diese Kopie wird dann bei Bedarf noch um einige Pakete aktualisiert und dann mit den Ubuntu eigenen Patches versehen. Dabei landen dann die Pakete, welche Canonical für den LTS-Zeitraum supportet und unterstützt in main und restrictet, der Rest verbleibt in universe/multireverse und wird auf diesem Stand eingefroren. Dann wird noch ein Monat getestet und dann wird released.

Alle Pakete aus main und restricted werden für den LTS-Supportzeitraum aktuell gehalten oder sicherheitskritische Fehler werden gepatcht, der Rest bleibt gewöhnlich so wie er zum Zeitpunkt des Freezes war. Fertig.
Näheres dazu auch hier:http://wiki.ubuntuusers.de/Long_Term_Support

Alle Bugs und Fehler, welche Pakete in diesen Bereichen betreffen, bleiben so wie sie sind.

Damit sind wir beim zweiten Missverständnis: Stabil bedeutet bei Distributionen oft nicht, dass keine Fehler mehr enthalten sind oder es zu keinen Abstürzen mehr kommt, sondern das sich die API nicht mehr ändert. Fehler werden für den Zeitraum des Support's eingefroren, man weiß dann halt, wo sich die verwendete Distri zickig verhält und kann für den eingesetzten Zeitraum einen Workaround basteln, welcher bis zum Wechsel des Releases immer funktioniert. Änderungen in Config-Dateien bleiben erhalten, da die Programmversionen sich nicht ändern etc.

Distributionen wie Mint und ElemtaryOS machen dann das gleiche was Canonical mit den Debian-Repo's macht, mit denen von Ubuntu. Es werden die Repos kopiert mit eigenem Kram gepatcht und als Mint ABC oder ElementaryOS XYZ released.

Debian geht hier einen Sonderweg, da hier eine viel größere Masse an Software für den Unterstützungszeitraum gepflegt wird, aber auch hier gibt es die Repo's contrib und nonfree welche keine Unterstützung erhalten.

Im Grunde ist es bei Ubuntu also so: Du hast für die gesamte Software, welche bei einer normalen Ubuntu-LTS-Standard-Installation auf deine Platte geschaufelt wird, volle 5 Jahre Support (Mögliche Ausnahmen siehe @hikarus's Post, weiter oben)
Sobald Du aber das Software-Center anschmeißt und von dort zusätzliche Pakete installierst, wird es bei aktivierten Repo's universe und multireverse bzgl. Sicherheit problematisch.

Eigentlich sind wir hier beim Problem Rolling-Release gegen feste Release-Zyklen.

Ein Rolling (wie z.B Arch oder Gentoo) hängt immer ganz nah am Upstream, also an den Entwicklern der jeweiligen Software. Sicherheitskritische Bugs werden von den Entwicklern selber repariert und landen kurze Zeit später in den Rolling-Distros. Sicherheitstechnisch ein Vorteil.
Leider sind diese Distros im oben genannten Sinn aber nicht stabil. Das heißt wie schon gesagt NICHT, das es ständig Abstürze gibt, im Gegenteil, die laufen oft besser als andere Distris da Treiber, Kernel etc. neuer und dort viele Fehler ausgemerzt sind, ABER die API's ändern sich, Config-Datein verändern ihre Inhalte, veraltete Programme werden entfernt und durch neue ersetzt.
Als Benutzer muss man dabei selbst ständig am Upstream hängen und sein System pflegen. Eine neue SAMBA-Version kann mal eben ein mühsam eingerichtetes Netzwerk eleminieren und muss dann neu eingerichtet werden.

Das passiert Dir in der Regel bei Distro's mit festen Releases nicht, dafür kann aber die Menge der wirklich unterstützten Software erheblich kleiner sein.
Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, gibt es bei Ubuntu die PPA's. Auch wenn mich jetzt einige Leute steinigen. Den Einsatz ausgewählter, vertrauenwürdiger PPA's halte ich für durchaus akzeptabel. Hierdurch kann ich nämlich die potentielle Sicherheitslücke universe oder multireverse recht elegant umgehen, indem ich die Pakete, welche ich aus diesem Bereich nutze, tatsächlich aktuell halte.

Canonical kümmert sich bei den Sicherheitsaktualisierungen um den Standardkram wie Firefox, Thunderbird, Kernel, Xorg etc. und die Software welche ich wirklich benötige und nicht bei einer Standard-Installation dabei war muss ich selbst aktuell halten. Dies gelingt am einfachsten über ein vertrauenswürdiges PPA des jeweiligen Programms, oft gepflegt durch die Entwickler selber. Suchen muss ich das allerdings selber :rolleyes:

Gruß

Gero
 
Zuletzt bearbeitet:
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben