T6x Ein Thinkpad T60 aus der Schublade

sletrabf

Member
Themenstarter
Registriert
21 Aug. 2013
Beiträge
335
Hallo zusammen,
Ich möchte Euch hiermit mein Projekt aus dem April vorstellen.
Zur Vorgeschichte: Ich möchte mich von meiner kleinen Ansammlung von Thinkpads der T6x/R6x-Reihe trennen - und suchte nach einem Weg, mir eines davon aufzuheben. In meiner Wohnung ist nicht allzuviel Platz und ich mag es, wenn Dinge ihren Platz haben. Mir fiel auf, dass ein T6x-Thinkpad mit Docking-Station exakt in einen "toten" Raum innerhalb meines Schreibtisches passen könnte - in einen vertikalen Einschub. Vertikale Schübe gibt es ja z. B. in Küchen öfter, jedoch habe ich sowas nicht in der Größe gefunden in der es in den Schreibtisch passen würde.

Also fragte ich mich: Kann ich mir sowas selbst bauen? Passende Schubladenschienen hatte ich noch übrig. Also habe ich den Bauraum ausgemessen, mich an Tinkercad gesetzt und die Schublade entworfen.

Ziele:
  • Ein T6x/R6x-Thinkpad inklusive Dockingstation sollte genau rein passen. In die fertige Schublade passt tatsächlich nur ein T60 14" 4:3 rein, aber das millimetergenau.
  • Das Thinkpad sollte mittels HDMI/DVI-Kabel, USB-Kabel und LAN-Kabel angeschlossen werden, damit es an einem meiner aktuellen Monitore nutzbar ist. Dies bedeutete, dass ich kein R6x-Thinkpad nutzen konnte, da sie über DVI kein Bild ausgeben können. Außerdem brauchte ich eine Kabelführung.
  • Der gesamte Einschub soll Staubschutz für Thinkpad/Dockingstation sowie Stauraum für 2 Ultrabay-Einschübe bieten.
  • Ich wollte den Laptop mit Dockingstation bei ausgezogenem Einschub nach rechts ausklappen können. Deshalb brauchte ich eine "Tür" mit Scharnieren sowie einen Standfuß.
Auf den nachfolgenden Bildern zeige ich den Baufortschritt:
Ausgangssituation (bitte das Chaos auf dem Schreibtisch ignorieren)
20260329_171555.jpg

Bauraum
20260329_171600.jpg

Das Modell in Tinkercad

20260402_213210.jpg

Die Bauteile habe ich beim Baumarkt zusägen lassen und dann selbst bearbeitet - ich habe Löcher für Rastex-Verbinder, Dübel und Schrauben gebohrt und Kantenumleimer aufgeklebt...
20260410_110959.jpg20260410_110020.jpg20260409_112255.jpg20260409_123959.jpg

Habe den Einschub auch mal ohne Front an seinem Platz fotografiert (das Netzteil kam aber dann woanders hin):
20260409_210932.jpg

Und so sah dann das fertige Zwischenergebnis aus!
20260410_135214.jpg20260410_135226.jpg

Teil 2 folgt nach Ablauf von 72 h - oder nachdem jemand anderes einen Kommentar abgegeben hat :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Sieht ganz ok fürn Amateur aus.

Frage ich mich auch wies mit der Lüftung aussieht,
und, ofc aus gleichem Grund, ob der Opi ohne Display eingekerkert wird.
Loch in der Bodenplatte sollte reichen wenn Väterchen T60 sich zu sehr aufheizt.
Btw, die heatpipe ist vmtl nicht für vertikalen Einsatz optimiert.

bzg der Konstruktion ein paar cents vom Tischler:
Egal ob diese Option gewählt wird oder waagerechte Stationierung,
ich hätte den Korpus aus Furniersperrholz in Möbelquali hergestellt(weil heutzutage sich das billige zeug auch mal wirft)
die schmalen Seiten in zb 9mm Birke, für den grossen "Boden" reicht 4mm wenn der im Falz liegt, für den Deckel 6mm.
Mit den Schienen unten liegt der Schwerpunkt hoch über der Auflagefläche, d.h. das Konstrukt wackelt.
Dünnere Seitenwände mit 25mm breiten Doppelauszüge für seitliche Montage kommt resultiert dann in etwa gleich gossem Fach
Um das letzte bisken Platz rauszuholen die Auszüge ganz oben im Fach nur mit waagerechter Platte anbringen
und an letzte den Kasten, der nun die kpl Breite ausfüllen kann, mit Stegen einhängen.
Last not least, die Scharniere könnten auch im vorliegenden Fall etwas zierlicher sein,
fün das vorgeschlagene 6mm FU wären die Topfbänder ofc no go.
 
Hier nun Teil 2:
Für die Tür musste noch ein Standfuß angebaut werden. So einen habe ich netterweise bei Ebay bekommen (es ist eigentlich eine Klappkonsole für ein Regalbrett) und leicht gekürzt.
20260417_151308.jpg
Passt aber perfekt in den vorhandenen Bauraum...
20260417_162749.jpg20260417_163033.jpg

Als nächstes kam die Erkenntnis weshalb sowas nicht fertig verkauft wird: So ein vertikaler Einschub kippelt :LOL: Als Kippelschutz wurden möglichst weit hinten und möglichst weit oben zusätzliche Holzstücke eingebaut, die die Schublade im Einschub festhalten. Ebenfalls in diesem Bild: Für den im Schreibtisch montierten Kabelkanal musste spontan noch eine Aussparung von der großen Holzplatte entfernt werden :LOL:
20260419_153115.jpg

Die Montage der Dockingstation auf der Klapptür erfolgte mit selbst 3D-gedruckten Haltern. Ich habe außerdem ein weiteres Holzstück montiert (hier nicht im Bild), um den Laptop in der aufrechten Position abzustützen (damit die Last nicht ausschließlich vom Docking-Anschluss getragen wird)
20260419_180030.jpg

Schließlich habe ich noch Netzteil und Kabelkette montiert. Etwas zusätzlicher Kabelweg kann hinter dem Einschub aufgewickelt werden...
20260423_212037.jpg

Die Kabelführung hinter der Dockingstation habe ich auf ähnliche Weise aufgeräumt. Hier musste natürlich darauf geachtet werden, dass die Kabel große Biegeradien haben und nicht eingequetscht werden können

20260426_110052.jpg20260426_110115.jpg
- Fertig! (Der Einschub steht aufgrund der Kabelkette leider leicht schief, aber das geht leider nicht besser, ohne die Kabelkette zu tauschen)
20260426_110208.jpg
- Funktioniert!
20260428_205353.jpg

Zur Temperaturentwicklung: Der Laptop kann kurze Zeit lang geschlossen in der Schublade betrieben werden (der Lüfter ist dann auch überhaupt nicht mehr zu hören :cool:. Dann steigt die Temperatur allerdings bei wenig Last auf 50-60 °C, bei voller Last auf etwa 80 °C, da der Bauraum die Zirkulation begrenzt und der Lüfter außerdem physikalisch ungünstig betrieben wird (bläst die Luft von hinten nach unten). Einen zusätzlichen Lüfter müsste ich wohl am Besten "in den Schreibtisch hinein" pusten lassen, oder in das große Holzstück an der Seite einbauen - so oder so bekomme ich dann aber möglicherweise ein Staubproblem. Eventuell ändere ich das noch, momentan betreibe ich den Laptop einfach herausgezogen und aufgeklappt.

Für die Nutzung mit Windows XP oder Windows 7 sowie Xubuntu Linux (für die Internetanbindung) ist das Setup jetzt erstmal gut aufgeräumt :LOL:
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Sieht ganz ok fürn Amateur aus.
Dankeschön! "Amateur" trifft es bei mir definitiv denn an den Details erkennt man es :LOL: Ich hab mir das ohne Fachkenntnisse so zusammengebaut und auch die Rastex-Schablone stammt aus dem 3D-Drucker (erfüllte aber ihren Zweck).

Frage ich mich auch wies mit der Lüftung aussieht,
und, ofc aus gleichem Grund, ob der Opi ohne Display eingekerkert wird.
Loch in der Bodenplatte sollte reichen wenn Väterchen T60 sich zu sehr aufheizt.
Btw, die heatpipe ist vmtl nicht für vertikalen Einsatz optimiert.
Es handelt sich um einen kompletten Laptop mit Display und Intel-Grafikchip. Ich werde wie gesagt den Laptop erstmal hauptsächlich geöffnet betreiben.

bzg der Konstruktion ein paar cents vom Tischler:
Egal ob diese Option gewählt wird oder waagerechte Stationierung,
ich hätte den Korpus aus Furniersperrholz in Möbelquali hergestellt(weil heutzutage sich das billige zeug auch mal wirft)
die schmalen Seiten in zb 9mm Birke, für den grossen "Boden" reicht 4mm wenn der im Falz liegt, für den Deckel 6mm.
Mit den Schienen unten liegt der Schwerpunkt hoch über der Auflagefläche, d.h. das Konstrukt wackelt.
Dünnere Seitenwände mit 25mm breiten Doppelauszüge für seitliche Montage kommt resultiert dann in etwa gleich gossem Fach
Um das letzte bisken Platz rauszuholen die Auszüge ganz oben im Fach nur mit waagerechter Platte anbringen
und an letzte den Kasten, der nun die kpl Breite ausfüllen kann, mit Stegen einhängen.
Last not least, die Scharniere könnten auch im vorliegenden Fall etwas zierlicher sein,
fün das vorgeschlagene 6mm FU wären die Topfbänder ofc no go.
Danke sehr für die Tips!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, fertige Möbelstücke bieten für die verschiedenen individuellen Bedürfnisse, den IT-Kram unterzubringen, oft nur suboptimale Lösungen.

Ich hab letztes Jahr für meinen HP-MicroServer und mein NAS eine Möglichkeit gesucht, die seitlich unter den Schreibtisch zu verfrachten (ähnlich wie die zahlreich angebotenen Rollcontainer), nix zu finden, also musste auch eine Selbstbaulösung her.
bzg der Konstruktion ein paar cents vom Tischler:
Zum Glück hab ich einen Tischlermeister zum Schwiegersohn... ;) - und natürlich jetzt eine perfekte Lösung. (y)
 
Sehr coole Idee, aber für was betreibst du das T60? Nicht falsch verstehen, hat es eine wirkliche Aufgabe oder nur "funktionelle Deko"? Ich betreibe selber Geräte aus der Generation mit meist einem eigenen Zweck.
 
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben