Ein paar Fragen zu X61s und der Sicherheit

Daniel-ThinkPad

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Hallo Leute,

ich habe mir soeben eine SSD (OCZ Vertex 2 Extended 60GB) für mein X61s bestellt. Als OS wird vorraussichtlich Ubuntu 10.04 darauf Platz finden.
Das Gerät soll wie für die X Serie typisch für den mobilen Einsatz gedacht sein. Aber mit der zunehmenden Mobilität steigt in meinen Augen auch die Gefahr des Diebstahls / Verlust des Gerätes.
Daher habe Ich mir eben ein paar Gedanken gemacht wie Ich das Gerät / sprich die Daten auf der Festplatte so sichern kann dass niemand anders Zugriff auf diese bekommt.

Meint Ihr es reicht die typischen Thinkpad Security Optionen anzuschalten? (HDD Passwort, Supervisor Passwort, BIOS Passwort....)

Oder wäre es womöglich besser die gesamte Platte zu verschlüsseln? (zB mit TrueCrypt) Bei dieser Frage wollte Ich nochmal bewusst anmerken dass es sich um eine SSD handelt. Sind dort auf lange Sicht vielleicht Einbußen zu beobachten?


Ich muss dazu sagen dass Ich immer sehr gut auf meine Sachen Acht gebe und mir bis jetzt nichts weltbewegendes gestohlen wurde oder abhanden gekommen ist. Aber man sollte sich ja schonmal Gedanken machen. Ist wie mit einem BackUp: Viele Personen machen sich erst dann Gedanken wenn es zu spät ist.


Gruß

Daniel
 
Wenn Du wirklich sicher gehn willst kommst Du um TrueCrypt mit Pre-Boot Verschlüsselung nicht rum. Kostet ein Bißchen CPU-Rechenzeit, je nachdem was schneller ist, CPU oder SSD kanns Dir da halt auch passieren das Du niedrigere Übertragungsraten hast. Ich benutze auf meinem X61s mit normaler Festplatte Truecrypt und merke keinen Unterschied.

Das BIOS-Passwort hilft gegen die kleine Schwester und denjenigen der das Gerät nicht wegtragen kann, gegen sonst Niemanden.

HDD-Passwort erhöht wohl den Aufwand, aber wenn jemand an Deine Daten will kommt er auch da dran. Ein normaler Dieb wird das Teil dann aber wohl einfach wegwerfen...

Gruß
krater
 
Hatte das dieser Tage auf einem T61 mit SSD gesehen: das Gerät brachte beim Schreiben von 1GB auf eine verschlüsselte Partition "nur" noch rund 70MB/s, die CPU war dabei auf einem Kern konstant voll ausgelastet, in dem Fall also eher der Flaschenhals.
 
Na wenn du so wichtige und wertvolle daten speichern willst, würde ich diese auf eine externe platte packen.

ansonsten, nach dem nb gebrauch eben die platte rausnehmen.

bios pw ist nicht mal eben so zu umgehen auch das hdd pw nicht.

wobei das bios pw, in diesem fall ein untergeordnete rolle spielt.

hdd pw oder power on pw setzen.

Nobby
 
Hi,
also Da die Festplatte sowieso nur 60GB gross ist werden kaum / gar keine wichtigen Daten darauf gespeichert. Was wäre denn zB die einfachste und halbwegs sicherste Methode die lokal gespeicherten Mails von Thunderbird für Fremde unzugänglich zu machen? Ich habe einen IMAP Account bei GMX und die lokal gespeicherten Mails sind noch Überreste von einem alten POP3 Account eines anderen Anbieters.
 
Na dann reicht HDD-Passwort wohl völlig aus.

@nobody:Ich rechne bei solchen Fragestellungen immer mit Ermittlungsbehörden, BIOS-Passwort kommt man recht einfach drum rum wenn man das EEPROM aufm Board überschreibt, das kann jeder Elektroniker daheim machen, für HDD-Pass brauchts da schon ne spezialisierte Firma...
 
Dann hätte Ich speziell zu dem HDD Passwort noch ein paar Fragen:

Kann jede HDD / SSD mit einem Passwort versehen werden oder nur die Lenovo-Eigenen mit FRU?

Kann eine HDD / SSD mit gesetztem HDD Passwort auch an anderen Rechnern verwendet werden?
 
Jede halbwegs neue Festplatte hat diese Funktion, und da die Befehle dazu im IDE (und warschienlcih auch SATA) Standard genormt sind sollte sie auch an jedem Rechner verwendet werden können.
Ausprobiert hab ichs allerdings noch nicht, es könnte sein das verschiedene BIOS-Hersteller das Passwort auf eine andere weise Hashen und so das Passwort von BIOS A , bei gleicher Festplatte bei BIOS B nicht passt. Es könnte aber auch sein das alles wunderbar funktioniert, gibt das Feature ja schon recht lange.
 
Speziell bei diesem Punkt wäre Ich um praktische Erfahrungen sehr glücklich. Dann würde mir nämlich das HDD Passwort völlig ausreichen sofern die Möglichkeit besteht noch mit einem anderen Rechner darauf zuzugreifen.
 
krater' schrieb:
@nobody:Ich rechne bei solchen Fragestellungen immer mit Ermittlungsbehörden, BIOS-Passwort kommt man recht einfach drum rum wenn man das EEPROM aufm Board überschreibt


Hi Krater, aber nur wenn das entsprechende Dump File vorliegt.:) und das hat nicht jeder Elektroniker mal ebenso.

Nobby
 
Alle SSDs mit Sandforce Controller unterstützen Hardware Verschlüsselung.
Alles, was du dazu tun musst um sie zu aktivieren, ist ein HDD Passwort im Bios zu setzen.

Das hat mir ein Sandforce Mitarbeiter bestätigt. Leider habe ich nicht die Möglichkeiten, das tatsächlich zu verifizieren.

Eine andere Möglichkeit:

Tausche die SSD um und hol' dir eine, die ausdrücklich mit "FDE" beworben bin. Dann hast du auch hardwarebasierte Verschlüsselung.

Vorteil von allem: Es kostet keine CPU Last (=> Akkulaufzeit) und es beeinträchtig deine SSD nicht wie TC.
 
Und die SSD mitsamt HDD Passwort kann Ich dann auch im Notfall an einen anderen Rechner hängen um zB nochmal Daten zu sichern?

Weisst Du denn aus dem Kop heraus ob es nennenswerte SSD´s für den schmalen Geldbeutel gibt die FDE unterstützen? Sollten eben bei Preis und Größe nicht zu stark von meiner Vertex 2 60GB abweichen.
 
Mit 10.04 ein vollverschlüsseltes System aufzusetzen ist ein Klacks und mit Bordmitteln möglich: mit der Alternate CD installieren und beim Partitionieren die Option "Encrypted LVM" wählen. So gibt es auch keine Probleme,wenn man im Notfall die Platte in einem anderen Linux-Rechner lesen möchte. Die ThinkPad-BIOS- und insbesondere die Festplatten-Passwörter machen hingegen gerne genau dann Zicken, wenn es wirklich drauf ankommt (in diversen Threads hier nachzulesen).

ps. von hoher CPU-Last merke ich bei mir nichts und der Vergleich der Datenraten bei sequentiellen Zugriffen ist eh völlig sinnfrei.
 
Die Option hatte Ich mir auch schon überlegt. Nutzt Du das selber?

Was wird denn bei einer Alternate Installation im Nachhinein bei normaler Nutzung für Installationen empfohlen? Grafikoberfläche ist ja klar? Sonst noch etwas wichtiges? (Persönliche Tools und Programme mal aussen vorgelassen)
 
Ja, auf beiden Maschinen jeweils mit Postville G2. Es gibt nur einen kleinen Nachteil: man muß zweimal ein Passwort eingeben. Zuerst wenn der Kernel startet und dann nochmal für die Desktopanmeldung. Der Vorteil ist, daß alles bis auf /boot (für den Kernel) verschlüsselt ist; man muß sich keine Gedanken über irgendwelche unverschlüsselten Daten in Swap, /tmp oder wo auch immer machen ...

Probiers doch einfach mit dem neuen X61s aus!

Das Installationsergebnis der Alternate - was die Pakete betrifft - entspricht exakt dem der Desktop CD, da ist kein Unterschied. Bis auf die Verschlüsselung eben.
 
Dann soll es so sein. Werde Ich dann wohl am Montag das ganze angehen wenn die SSD da ist.
Hattest Du in deinem Fall auch einen kleinen Bereich unpartioniert gelassen? Im Netz liest man ja immer wieder etwas von einer Faustregel von 10-20%.
Muss noch auf etwas bestimmes geachtet werden bei einer Alternate Installation auf SSD?
 
Geht alles ootb. Freie Bereiche sind doch innerhalb der Partitionen genug da.

Der Kernel 2.6.32 aus 10.04 kann natürlich kein TRIM. Ich hab mir mit hdparm 9.27 und einem für Enc-LVM gepatchen wiper.sh-Skript eine händische Lösung gestrickt - dafür leg ich aber keine Hand ins Feuer... ;)
 
Klar doch, ich hab's auch nicht selbst gepatcht - das liegt weit jenseits meiner Möglichkeiten. Ein Hinweis noch: ich benutze ausschließlich 64bit-Systeme, da ich den Eindruck habe, daß sie schneller verschlüsseln.
 
Ich bin momentan noch am Überlegen ob Ich das X61s auf 3GB aufrüste oder gleich auf 4GB. Beim Letzeren wäre natürlich dann eine 64Bit Installation angeraten. Obwohl sich ja 64Bit auch wunderbar mit 3GB verstehen.
Wie sieht es denn dann eigentlich aus die komplett verschlüsselte Systemplatte mittels Clonezilla zu sichern/klonen. Problemlos möglich?
 
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