Eigenbau-NAS stromsparend mit SATA-HDDs

Ich bin ja echt entsetzt muss ich sagen, also was die aktuelle „Heimserver“ Lage angeht.

Persönlich setze ich den Bauvorschlag der c‘t von 2020 ein - Quadcore i3, 32gb ecc Ram, Supermicro-Board mit IPMI, 2 M.2 SSDs, 2 Ironwolf 6TB Platten, normales ATX Netzteil, ein Gehäuselüfter. Mit Platten im Spindown idlet die Kiste bei 14 Watt.

Der aktuelle Bauvorschlag von Heise liegt spürbar drüber, und hat weder ECC noch IPMI.

Irgendwie scheint alle aktuelle Hardware, von Sparbüchsen wie die genannten N100er abgesehen, den Fokus komplett verloren zu haben. Mein AMD Ryzen Rechner idlet mit um die 40 Watt oder so, weil AMD nen IO Die aus der Steinzeit verbaut. Chipsatzlose Mainboards mit AM4 sind abseits Asrock Deskmini nicht zu kriegen.

Und so nen N100 kann halt was Storage und Performance angeht nicht mit meiner Kiste von vor 4 Jahren mithalten, und liegt beim Stromverbrauch (also als ITX Board, nicht Chinanonameminipc ohne Storageoption) auch mindestens in dem Bereich.
 
Chipsatzlose Mainboards mit AM4 sind abseits Asrock Deskmini nicht zu kriegen.
Das geht mir wahnsinnig auf den Zeiger. Ich brauche auch am Desktop PC eine Grafikkarte, schnelles Ethernet, 4x USB, und ein paar NVMe Ports. Das wäre perfekt für ein chipsatzloses AM5 Board. Ryzen 9700X sobald sie kommt, und gut. Aber nein, ich muss wenn ich halbwegs sinnvolle Boards will so n Board mit 1 oder gar 2 (???) Chipsätzen nehmen nur dass ich 1x USB4 und 2x NVMe habe, obwohl die CPU das von alleine könnte :D

Dafür habe ich dann drölfhundert SATA Ports die ich nicht brauche, dumme "Overclocking" Features die mich nicht interessieren (Verbrauch verdoppeln für 3% Leistungsplus, how about no), RGB LEDs die sowieso aus sind, und 50 USB Ports nach denen ich nie gefragt habe.

Mein Server (AsRock X470D4U mit IPMI und Ryzen 5 3600, 2x NVMe, 1x SATA SSD, 2x SATA HDD im Spindown) idled um die 28W aus der Steckdose. Nicht gerade super, aber akzeptabel - vor allem weil das IPMI auch seine 5W zieht. Doofer AsMedia Chipsatz aus der Serverwelt.

Aber wenn man mal schaut wie neidrig eine Skylake/Kaby Lake Plattform idlen konnte... Gnarf.

Das einzige Gute aktuell sind die N100/N97. Die sind extrem sparsam, locker schnell genug für alles das man als NAS/Heim-Webserver und ggf auch mit ein paar Containern so bräuchte, und haben dabei noch top moderne Hardware-Encoder für Plex/Jellyfin und Hardwarebeschleunigung für VPNs und andere Verschlüsselungen.
 
Irgendwie scheint alle aktuelle Hardware, von Sparbüchsen wie die genannten N100er abgesehen, den Fokus komplett verloren zu haben.
Sicherlich ist es so. Ein Überbietungswettbewerb bei der Leistung verkauft sich besser als aggressives Energiesparen mit den (moderaten) Kompromissen, die dafür nötig sind.
 
wenn keine grossartige leistung abgefragt wird, sprich nur ein paar dockercontainer drauf laufen müssen, reicht auch ein thin client mit einem j4105 celeron drauf. die stehen passiv in ner ecke rum und ideln je nach ssd/hdd ausstattung halt auch mal bei 5w rum.

ich bau mir gerade ein unraid system auf, ein dell wyse 5070 bildet das grundgerät. eine 2,5g nic wird reingebastelt, dazu gibt es bei ali für 13 euro eine m.2 a&e key rtl lankarte die statt dem wlanmodul verbaut wird. eine m.2 ssd und 2 externe bilden den datenspeicher und das nas. der celeron wird bei 2,5g bei weitem nicht ausgelastet, der dell hat 6 usb3 ports, man kann also gut externe festplatten anschliessen.
der nachteil ist das jetzige unraid lizenzmodel, aber ich hab noch ne alte lizenz.

aktuell läuft das system auf einem 73 tiny, der idelt mit den 3 ssd aber bei 18 watt rum und da läuft der lüfter ständig :(
zudem bootet der m73 nicht ohne tastatur (zumindest meiner), was zusätzlicher stromverbrauch bedeutet.
 
Für alle die ein gebrauchtes NB o.ä. als NAS einsetzen wollen, es gibt m.2 zu Sata Adapter:



Beitrag automatisch zusammengeführt:

Ja aber es macht schon einen ordentlichen Unterschied ob ich das host OS frei wählen kann oder ob ich da nur eine VM zur verfügung habe für das was ich möchte.
Auf diversen (x86) NAS Systemen kannst du installieren was du willst, das simnd normale PCs,
Terramaster zb.oder auch ugreen , bei aktuellen synology und qnap bin ich mir nicht ganz sicher
 
Zuletzt bearbeitet:
Für alle die ein gebrauchtes NB o.ä. als NAS einsetzen wollen, es gibt m.2 zu Sata Adapter:



Bei den Dingern sollte man wählerisch sein! Ich hatte mir mal so einen Adapter [1] für einen Test besorgt, und dort 4 SSDs angeschlossen. Auf den nackten Controllerchip hatte ich in weiser Voraussicht extra noch einen kleinen Kühlkörper aus einem Cubieboard-Bausatz geklebt. Am Ende sah das Ding also ziemlich genauso aus wie auf den Bildern aus deinen Links.

Die Probleme:
1. Unter Volllast ist der Controller trotzdem (vermutlich) wegen Überhitzung ausgestiegen.
2. Das PCB ist so dünn, dass man höllisch aufpasen muss, es nicht zu verbiegen, viel dünner als eine gewöhnliche M.2-SSD. Da war ich irgendwann nicht vorsichtig genug und habe den Adapter so zerstört.

Seitdem ich ihn durch einen Delock 64051 [2] ersetzt habe, habe ich keine Probleme mehr. Der Kühlkörper ist deutlich größer, und das ganze Teil steckt in einem stabilen Metallrahmen.


[1] https://www.amazon.de/Interner-Non-Raid-Adapter-Unterstützung-Chipsatz/dp/B07T3RMFFT
[2] https://www.delock.de/produkt/64051/merkmale.html?setLanguage=de
 
Wie bekomme ich denn diese Karte in ein Notebook eingebaut? 😂 die ist doch viel zu fett -> Kabel nach draußen?
 
Diese Controller sind nicht für Notebooks gedacht. Ich habe meinen in einem Mini-ITX-Gehäuse verbaut um mehr als vier Datenträger anschließen zu können.
Was man bedenken sollte: Der Controller ist je nach Mainboard maximal mit 6GBit/s angebunden. D.h., schon mit zwei SSDs kann man ihn locker auslasten. Für fünf HDDs ist er aber passend dimensioniert.
 
Ich bin ja echt entsetzt muss ich sagen, also was die aktuelle „Heimserver“ Lage angeht.
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Mit Platten im Spindown idlet die Kiste bei 14 Watt.

Der aktuelle Bauvorschlag von Heise liegt spürbar drüber, und hat weder ECC noch IPMI.

Irgendwie scheint alle aktuelle Hardware, von Sparbüchsen wie die genannten N100er abgesehen, den Fokus komplett verloren zu haben. Mein AMD Ryzen Rechner idlet mit um die 40 Watt oder so, weil AMD nen IO Die aus der Steinzeit verbaut. Chipsatzlose Mainboards mit AM4 sind abseits Asrock Deskmini nicht zu kriegen.
Ja, das kommt mir auch bekannt vor. Ich hab' angefangen mit einem Intel DQ45EK (Core2Duo), dann ein Intel DQ67EP (2nd Gen., Sandy Bridge). Dann ein Supermicro X9SAE-V (3rd Gen., Ivy Bridge) und ein Supermicro X11SSH-CTF (Skylake/Kaby Lake, also 6./7. Gen). Jetzt ein Asrock X470D4U (AMD Zen 2). Während meine Intel-Server immer unter 40W waren, trotz leichter Last, aktivem AMT/IPMI, SAS-Controller und z.T. 10G-Netzwerkkarten, bin ich seit dem Wechsel auf AMD eher beim Doppelten.
Gerne würde ich was sparsameres einsetzen, aber AMD hat da gar nix vergleichbares (dann kann ich lieber wieder zu meiner alten Hardware zurück) und auch bei Intel gibt's eher nur mehr Performance, aber nicht mehr Effizienz...
 
Ja, das kommt mir auch bekannt vor. Ich hab' angefangen mit einem Intel DQ45EK (Core2Duo), dann ein Intel DQ67EP (2nd Gen., Sandy Bridge). Dann ein Supermicro X9SAE-V (3rd Gen., Ivy Bridge) und ein Supermicro X11SSH-CTF (Skylake/Kaby Lake, also 6./7. Gen). Jetzt ein Asrock X470D4U (AMD Zen 2). Während meine Intel-Server immer unter 40W waren, trotz leichter Last, aktivem AMT/IPMI, SAS-Controller und z.T. 10G-Netzwerkkarten, bin ich seit dem Wechsel auf AMD eher beim Doppelten.
Gerne würde ich was sparsameres einsetzen, aber AMD hat da gar nix vergleichbares (dann kann ich lieber wieder zu meiner alten Hardware zurück) und auch bei Intel gibt's eher nur mehr Performance, aber nicht mehr Effizienz...
Bei 40 Watt Mehrverbrauch bzw. 80 Watt komplett läuft dann aber irgendwas gehörig schief, die normalen Ryzens sind jetzt keine Stromsparer aber so viel sollten sie wirklich nicht verbrauchen - das ist ja schon fast im Bereich Vollast.

Die APUs (Achtung, nur die Pro-Versionen [4X50g, 5X50g] unterstützen ECC) sind Monolithen und sparen damit 15-20w ein aber auch die normalen Ryzens sollten auf <40w laufen - wobei dann die Frage ist wv die restliche angeschlossene Hardware zieht.
 
Bei 40 Watt Mehrverbrauch bzw. 80 Watt komplett läuft dann aber irgendwas gehörig schief, die normalen Ryzens sind jetzt keine Stromsparer aber so viel sollten sie wirklich nicht verbrauchen - das ist ja schon fast im Bereich Vollast.
Mein X470D4U ist bei 28W aus der Steckdose, mit Ryzen 5 3600, 4x8 GB DDR4 der mit 3000 MHz läuft, 2 NVMe SSDs, 1 SATA SSD, 2 SATA HDDs im Spindown. BMC ist aktiv (Das ASMedia Ding braucht auch ein paar Watt), Arch Linux, mit ~8 Linux Containern für diverses Zeug (Satisfactory Server, Minecraft Server, Webserver, Nextcloud, IRC Bouncer, Smart-Home Steuerung...)
 
Bei 40 Watt Mehrverbrauch bzw. 80 Watt komplett läuft dann aber irgendwas gehörig schief, die normalen Ryzens sind jetzt keine Stromsparer aber so viel sollten sie wirklich nicht verbrauchen - das ist ja schon fast im Bereich Vollast.
Hier läuft halt doch noch ein bisschen mehr Hardware, die grundsätzlich einen Mehrverbrauch erklärt. Das X470D4U inkl. BMC, mit Ryzen 3600, 4x 32GB RAM, eine Nvidia 1650 SUPER, ein Lenovo ThinkSystem 430-16i SAS-HBA (Broadcom SAS3416), 1x m.2 NVMe-SSD, 1x U.2 SSD (Intel 3D-XPoint), 1x Intel X550-T2 10Gbit-Netzwerkkarte, 12x 16TB SAS HDD. Aber: Das lief mehr oder weniger identisch vorher auch mit dem Supermicro X11SSH-CTF. Unterschiede waren z.B., dass der SAS-Controller und der 2-Port-10Gbit-Netzwerk-Controller onboard waren.
 
Aber: Das lief mehr oder weniger identisch vorher auch mit dem Supermicro X11SSH-CTF.
Da ist trotzdem was komisch. Das AM4 System braucht bei gleicher sonstiger Hardware 40W mehr als das alte System, während ich mit dem selben Board+CPU bei 28W komplett aus der Steckdose bin, inkl. Laufwerken.
 
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