Distributionswahl für X220

alibert

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Hallo zusammen,
ich möchte mir ein TP X220 zu legen und benötige ein Linux auf dem Notebook. Da ich zwar Erfahrung mit der Administration und der Installation von Progammen unter Linux habe, habe ich hier schon öfters gelesen, dass es nicht einfach ist Programme wie Fanconterol oder den Energiemanger auch unter Linux zu installieren und zu nutzen.
Nun stehe ich vor der Wahl der Distribution. Auf Mein TP sollte nachher ein Fortran-Compiller laufen und VMD - Visual Molecular Dynamics. Ich habe mir schon eine kleine Auswahl zusammen gestellt welche Distributionen in Frage kommen. Mein Wahl:

  • Ubuntu
  • Suse
  • Red Hat vllt auch Fedora 11
Nun wollte ich wissen, ob jemand schon Erfahrung mit einem der obigen Distributionen hat und mir eine empfehlen kann. Es sollte möglichst einfach sein die genannten TP-Proramme zu installieren und auch solche Dinge wie beispielsweiße ändern der Helligkeit mit den Keyboardtasten sollten einstellbar sein.

Vielen Dank für die Hilfe

alibert
 
Wieso Fedora 11? Das ist ja "schon alt"

Also ich würd dir fast Ubuntu raten. Ich persönlich mags zwar nicht, ist aber für Anfänger gut und einfach. Und hat eine riesige Community dahinter stehen.

Grüße
 
Fedora 11? (Tippfehler?)

Also, ich persönlich (rein subjektiv!) würde Ubuntu 10.10 (da noch Gnome 2), Fedora 15 (evtl. auch 14) oder Linux Mint 11 in Erwägung ziehen. Mit Mint habe ich selbst noch keine Erfahrungen gemacht, erscheint mir aber von der Papierform sehr interessant.

Fedora. Vorteil: sehr aktuell. Nachteil: sehr kurze Lebensdauer. Interessant wäre, wie sich Gnome 3 macht. Fedora 15 erscheint nächste Woche.
Mint: Vorteil: ähnlich Ubuntu 11.04, aber ohne Unity. Nachteil: ?

Meine aktuellen Erfahrungen mit Ubuntu und Fedora sind, dass das meiste ootb funktioniert.
 
Früher als ich noch aktiv an Open Source Projekten arbeitete habe ich es unter Suse gemacht. Die Kommandozeilenprogramme waren in der Regel relativ sorgenfrei, die eingeschränkte Auswahl an fertigen Paketen waren kein Problem da ich sie selbst kompiliert habe. Nett war auch die perfekte deutsche Lokalisierung.

Irgendwann bin ich dann zum reinen Nutzer mutiert der so wenig wie möglich am System selbst schrauben wollte. Als die Supportzeiten bei Suse mal wieder verkürzt wurde habe ich mal Kubuntu 10.04 LTS auf mein Notebook raufgepackt, eine Sache von wenigen Minuten und habe sie einfach weitergenutzt. Als eine neue Festplatte ins Haus kam habe ich nach den guten Erfahrungen den Fehler gemacht 11.04 zu installieren. Keine gute Idee. Die CPU heizt sich unter Last so auf, dass das System Notabschaltung einleitet. Ist wohl ein bekanntes Kernelproblem. Daher hatte ich auf baldige Lösung gehofft aber leider ist keiner in Sicht. Auch hat der X-Server einige Probleme. Im Single Head Modus eher kleinere kosmetische Sache ist aber im Dual Head Betrieb ist der Rechner nur eingeschränkt nutzbar.

Red Hat kenne ich nicht.

Noch bin ich am grübeln. Sollte ich bis nächsten Monat warten bis die Probleme gefixt sind oder auf 10.04.3 erscheint. Oder einfach Windows 7 installiere und Linux einfach virtualisieren.

Wenn ich jetzt in diesem Moment für Linux entscheiden müsste würde ich 10.04.2 installieren.
 
Für das X220 sollte es eine nicht zu alte Distri sein, bzw. ein relativ neuer Kernel. LAN und WLAN werden sonst nicht erkannt und der Intelgraphiktreiber wurde auch stark weiterentwickelt in den letzten Monaten.
Ich benutze Archlinux, habe aber auch Fedora 15 und Ubuntu 11.04 kurz ausprobiert, die laufen auch.
 
Ich benutze Fedora 15 mit gnome3 und alles läuft top. Ich habe zwar nie die Final gebootet aber die Beta hatte noch keine gute Intel Grafik Unterstützung und Gnome3 lief nur sehr ruckhaft. Durch ein Kernel Update auf 2.6.39-rc6 konnte ich das Problem beheben.
 
So sehr ich archlinux mag, ich würde es für aktuelle HW nicht empfehlen, die offiziellen installationsmedien sind zu alt. Bei mir ist schon öfters hardware nicht erkannt worden, blöd wenn es das netzwerk betrifft und man eigentlich ein netinstall machen möchte. Grade mit dem neuen i5 in Kombination mit der sandy bridge Grafik könnte es da Probleme geben.
Ich würde dir empfehlen einfach mal ubuntu 11.04 und anschließend Fedora 15 zu testen. Das was dir besser gefällt wird installiert. Persönlich komme mit 11.04 ganz gut klar, kann die zum Teil berechtigte Kritik aber verstehen. Da ich die von mir benötigte Software sowieso immer über gnome-do starte benötige ich die "unity shell" aber sogut wie nie.
 
Hi,

ich verlinke mal für die anderen deinen vorigen Thread zum Thema: http://thinkpad-forum.de/threads/115621-Hilfe-dei-der-Treiberinstallation

Dort hattest Du die Anforderung 32bit-System formuliert. Bedeutet das, daß der Fortran Compiler und/oder VMD nicht 64bit fähig sind? Das kann ich mir ehrlich gesagt schwer vorstellen.

Zur Wahl der Distri: wie schon gesagt, alle nicht brandneuen mit Kernel >= 2.6.38 würde ich auf einem X220 von vorneherein verwerfen (wg. WLAN z.B.) -> verbleiben Ubuntu 11.04 und Fedora 15.

Vielleicht kann mal einer der Debianer hier was zu Squeeze mit 2.6.32 auf dem X220 sagen.

Natürlich könnte man ein 10.04 mit einem 2.6.38/39er Backport-Kernel aufbohren, aber ich gestatte mir mal die Vermutung, daß Du dich mittels des Geräts um deine Wissenschaft kümmern möchtest und nicht um Kernelinstandhaltung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zur Wahl der Distri: wie schon gesagt, alle nicht brandneuen mit Kernel >= 2.6.38 würde ich auf einem X220 von vorneherein verwerfen (wg. WLAN z.B.) -> verbleiben Ubuntu 11.04 und Fedora 15.

Alternativ zu Ubuntu 11.04 könnte man auch Linux Mint 11 nehmen (ist das eigentlich schon erschienen?).
 
Bei Squeeze gibts Probleme mit der Hardwareunterstützung (2.6.32er kernel ...). Ich habe wheezy &kernel 2.6.38 laufen da funktioniert soweit alles. (bis auf den SD Karten- Leser, sollte dann ab 2.6.39 unterstützt werden)
 
Ein Problem mit Linux ist für mich derzeit das Zusammenspiel X220 mit Dockingstation und externem Monitor. Habe es mit Ubuntu 11.04 getestet und noch nicht gut hinbekommen bin aber Anfänger. Ist es mit den oben genannten Distrubutionen besser?
 
Der Themenstarter stellte unter anderem eine Frage, die mich auch interessiert. Bekommt man den EnergieManager zum laufen? Oder spezieller gefragt, kann man die Akkuschwellewrte festlegen?

Ich hörte in einem anderen Thread, dass es wohl noch nicht geht, aber falls sich das ändert oder jemand doch ne Lösung kennt, wäre das echt super.
 
@yaptu war ich wohl zu langsam. ja, ich weiß, aber da ich nicht weiß wie viele User den anderen Thread noch lesen, dachte ich vielleicht gibt es hier was neueres.

Welcher EnergieManager ist denn gemeint ? Linrunners TLP dürfte wohl die meißten Aufgaben erschlagen laut Wiki ist auch die Einstellung der Ladeschwellen möglich, praktische Erfahrungen mit dem EInstellen der Ladeschwellen habe ich aber keine.

Also EnergieManager an sich ist mir nicht wichtig, nur das Festlegen der Ladeschwellen.

Was bedeutet das
Die geänderten Akku-Ladeschwellen werden beim nächsten Systemstart wieder auf die in den Einstellungen vorgegebenen Werte gesetzt.
stopt das Laden denn auch wenn das System aus ist und am Netz hängt?

Hat denn jemand anders schon Erfahrungen mit dem Festlegen der Ladeschwellen unter Ubuntu auf dem X220? Mir wurd heute gesagt, dass es im Moment noch nicht funktioniert.

Aktuell leider noch nicht, da AFAIK das tp-smapi-Kernelmodul noch nicht an die neuen Embedded Controller angepasst wurde.
siehe hier http://thinkpad-forum.de/threads/113946-Ubuntu-mit-neuem-X220-über-WLAN/page9
 
Es ist noch nicht absehbar ob und wann die Ladeschwellen per tp-smapi (von TLP genutzt) wieder funktionieren werden: momentaner Erkenntnisstand im Forum. Eventuell kann Lenovo per BIOS-Update nachbessern, damit tp-smapi wieder läuft. Eine andere Lösung als tp-smapi gibt es unter Linux nicht.

Als Umgehungslösung könntest Du mit einem parallel installierten Windows die Schwellen setzen. Solange der Akku nicht entnommen wird, bleiben die Schwellen gespeichert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke! Das mit dem parallelen Windows hatte ich schon gelesen.
 
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