Die perfekte Workstation - oder: man kann träumen

haarp

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Angenommen, du hast die Möglichkeit, ein modernes Thinkpad von grund-auf zu designen. Dir sind keine Grenzen gesetzt - außer Physik und Technologie selber natürlich. Was würde dabei entstehen? Mir persönlich macht es Spaß, solche Gedankenspielchen zu treiben. Den einen oder anderen mag es auch interessieren, oder er hat bereits sein Traummodell im Kopf. Würde mich durchaus interessieren, was andere für Vorstellungen haben!


Ich hatte die letzten Tage ein wenig Zeit zwischen dem Weihnachtsstress, und hab mir Gedanken gemacht. Ich würde eine große 17" Workstation designen. Wobei groß hier relativ ist. Der Sinn meines Designs würde sein, die Größe (nicht die Dicke!) zu minimieren, aber dabei keine Kompromisse bei der Displaygröße oder Performance machen zu müssen. Im Gegenteil. Hier steht Performance pur im Vordergrund, dazu auch gern ein Stück dicker. Es ist eine Workstation, kein Prestigeobjekt zum Rumsitzen im Coffeeshop. Ultrabook go home.

Display:
4:3 wäre perfekt, aber 16:10 ist heutzutage auch akzeptabel. Darum: 17" 16:10 IPS-Panel, RGB-LED Backlight, dimmbar von Outdoor-tauglich bis fast schwarz. Perfekter Farbraum, Blickwinkel und Pixelfehlerfreiheit sind selbstverständlich. Auflösung von mind. 1920x1200, besser noch 4k. Kurz: Das Beste, was technologisch möglich ist.
Das Bezel um das Display ist dabei so klein wie nur irgend möglich, solange 5 Antennen noch Platz haben (3x Wifi, 2x WWAN). Da das Bezel auch die Grundfläche der Base beschreibt, haben wir nun einen kompakteren 17-Zöller, also ein gutes Stück kleiner als mein W701 (welcher massiv Platz rund ums Display verschenkt)!

Kühlung:
Der Fokus ist auf dem Kühlaggregat. Bauen wir es ähnlich auf wie das des Razer Blade (ein Gaming-Ultrabook, also notwendigerweise sehr effizient), aber vergrößern die Kühler auf Workstation-Maße. Wir nutzen fast die gesamte Rückseite um heiße Luft herauszuschleudern, wobei CPU und GPU Kühler sich gegenseitig unterstützen (dank zusammenlaufender Heatpipes, wichtig!). Ich denke hier kommen wir auf insgesamt ~200W Kühlleistung, was absichtlich überdimensioniert ist. Das gibt viel Luft nach oben (will wer übertakten? :thumbsup:) oder einen extrem leisen Betrieb, da die Lüfter meist sehr langsam drehen können (~500 rpm). Nur wenn CPU und GPU gleichzeitig unter Volllast feuern, müssen wir überhaupt erst hochdrehen.

CPU:
Natürlich ein Haswell bzw. der bald folgende Broadwell - jedoch die Desktop Ausführung! Man stelle sich nur einen 4770K vor... lecker! Es gibt immer mal wieder bei bestimmten Herstellern Konzeptgeräte in kleinen Nummern, die Desktop CPUs verwenden, es ist also gar nicht so verrückt. Das gibt uns kompromisslose Power, und sogar zu einem akzeptablen Preis, da die Highend-Mobile-CPUs von Intel weitaus mehr kosten als die Desktop-Varianten. Die Verlustleistung im Idle ist ein Stück höher, aber verkraftbar. Unter Last gehen wir gegen 84W - kein Problem, problemlos abführbar.

GPU:
Schlicht und einfach die schnellste Nvidia, die es derzeit gibt. Ich glaube das dürfte die GTX 780M sein. Evtl. auch Quadro-Äquivalent (K5100M). Die Verlustleistung im Leerlauf ist 0, da auf die Intel GPU geschaltet wird, unter Last kommt sie auf ca. 100W. Problemlos verkraftbar.

Sonstige Innereien:
Optische Datenträger sehe ich nicht mehr als zeitgemäß. Deswegen entfällt das Laufwerk. Wer es braucht, schnappt sich ein externes USB-Gerät.
Auch eine zweite Bay für 2.5" Platten ist nicht notwendig, dazu später mehr.

Diese beiden Maßnahmen schaffen viel Platz im Inneren. Diesen nutzen wir für einen riesigen Akku unterhalb der Palmrest (weit weg von den Kühlern!). 120Wh oder mehr sollten machbar sein - ergo: sehr lange Laufzeit! (natürlich nicht unter Volllast :rolleyes:)

Es bleibt eine 2.5" Bay für Festplatten. Zusätzlich gibts zwei M.2 Interfaces mit 80mm Länge, für bis zu zwei SSDs, RAID-fähig. Das sollte Storage perfekt sein.
Zwei zusätzliche mPCIe Slots für Wifi (3x3 MIMO) und WWAN sind auch vorhanden.

Ports: (denkt dran, Kühler sind alle hinten)
hinten: nur Strom, Ethernet
links: 2x Mini-Displayport/Thunderbolt Kombo, 2x USB3.0, 2x USB+eSATA, Expresscard-Slots, Audio
rechts: 4x USB3.0, Cardreader, Wifi Switch,
Firewire braucht keiner, und wenn, gehts über eine Expresscard. VGA kann man im Zweifel auch unterbringen, aber dann bitte in einer dunklen Ecke versenkt. Rechts hinten z.B. :)
Dockingport unten dran ist selbstverständlich.

Eingabegeräte:
Als Keyboard kommt dieses hier zum Einsatz. Es bietet von allen bisherigen Thinkpad-Keyboards das beste Layout. Hintegrundbeleuchtung kommt drauf, zusammen mit einem Thinklight, welches unabhängig schaltbar ist. Ich hätte grundsätzlich nichts gegen Chiclets, das Layout aber auf 6-rows zu verkrüppeln ist absolut indiskutabel inakzeptabel. Der Trackpoint bekommt drei physische Tasten. Dazu ein Numpad und perfekt. Ctrl/Fn sind im BIOS vertauschbar.

Das Touchpad ist mir persönlich nicht so wichtig, aber dennoch sollte es vorhanden sein. So groß wie möglich, multitouchfähig. Und wenn wir schon träumen, integrieren wir gleich einen Wacom Digitizer darin. Nicht wie im W700 separat, sondern beides in einem. Ich finde den Digitzer verdammt praktisch. Dafür können auch die physikalischen Tasten vom Touchpad entfallen (damit es größer werden kann)

Fingerprint Reader ist selbstverständlich, einen Color Calibrator braucht keiner. Wer Farben kalibriert, wird dafür ein eigenes, professionelles Gerät haben. Unterwegs muss das nicht mit. Das ins Palmrest zu integrieren ist ein sinnloses Gimmick.

Sonstiges:
Natürlich Thinkpad-typisch. Magnesiumrahmen, Clamshell, massive Scharniere, viele Statusleds, etc. Wobei die Statusleds gerne ein gutes Stück dunkler sein dürfen als üblich.
Auf keinen Fall ein UEFI-BIOS. Das soll gefälligst moddbar und nicht signiert sein.

Extras:
Als Gimmicks könnte ich mir einen Slice-Akku vorstellen. Für die Leute, die mal längere Zeit ohne Netz auskommen müssen.
Zusätzlich ein ausfahrbares Zweitdisplay, was sich modular auf das Cover klemmen lässt, und in den Displayport gesteckt wird! Ala W700ds, aber modular :eek:. Machen wir es halb so groß wie das Cover, könnte man sogar zwei davon anbringen... Hach wie geil.

Fazit:
Das wäre so meine Vorstellung der idealen Workstation. Die Grundmaße wären gut kleiner als das eines W700, aber die Dicke ungefähr die selbe. Das Gewicht vermutlich bei ca. 3.5kg. Somit eben eine Workstation, und kein Ultraportable. Wenn man es wirklich darauf anlegt, könnte man mit Carbon-Komponenten das Gewicht noch reduzieren.
Ohne optischem Laufwerk und ohne zweiter Festplatte haben wir viel Platz im Inneren geschaffen, welcher es erlaubt, den Rest des Systems wahnsinning zu optimieren.
Performance wäre unangefochten, die CPU weeeiiiit das schnellste was man in einem Notebook vorfinden kann, die GPU erste Sahne und das Display erst...
Die Laufzeit auf der Batterie hängt stark von der Last ab, aber 5h sollten bei geringer Last drin sein. Wir haben immer hin einen 120+ Wh Akku. Wenns nicht reicht, kommt halt ein Slice-Akku unten drunter.

Und die Bezahlbarkeit? Kein Kommentar :pinch:. Mit der Desktop-CPU spart man sich ein paar hundert Mäuse (4900MQ:570$, 4930MX:1100$ vs 4770K: 350$), aber der Rest haut rein. Allerdings kostet ein gut ausgestattetes W540 auch schon gute 2500€.


Natürlich wird es so etwas nie, NIE geben. Lenovo fährt zurzeit das genaue Gegenteil. Aber es hat mir trotzdem Spaß gemacht, mir Gedanken zu machen. Was würden Ihr verändern? Was wäre eurer perfektes Thinkpad?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz ehrlich, wer im Jahr 2014 jeden Tag unterwegs mit optischen Datenträgern hantiert, der verdient kein Thinkpad. Die Technologie ist tot und wurde großflächig durch USB Sticks ersetzt. Einzig allein Bluray-Filme sind noch anzutreffen, aber wer unterwegs Filme gucken will, der kauft keine Workstation. Oder rippt die Filme nach mkv, wie es sich gehört. :)
 
in realen arbeitsumgebungen kann man es sich ja nicht immer aussuchen... aber du kannst da wahlweise ja ein anderes gerät einsetzen... von mir aus ne 10Gbit/s fiber netzwerkkarte...
 
das t60p war in der max konfig 5800 sFr.

Betonung auf "war".

ich weiß, dass thunderbolt von intel entwickelt wurde, hab nichts anderes behauptet. und ändert nichts an meinem argument...

Naja du hast gesagt "wir sind hier nicht bei Apple".

du scheinst einfach nicht verstehen zu wollen, was ich will... oder genauer, was ich nicht will... ich will nicht 20 geräte extern anstöpseln müssen... über welche schnittstelle auch immer... wenn man das täglich benötigte gerät in einer bay unterbingen kann, ohne den portablen character einer mobilen workstation völlig über bord zu werfen...

Dann willst du eine Expresscard. Und nochmal, die Schnittstelle ist das wichtigste an deiner Idee. Ich verstehe schon das du ein Gerät ähnlich wie bei einem Desktop-PC per PCIe anbinden willst, und das möglichst bequem, aber es gibt dafür keine Schnittstelle außer der Expresscard und Thunderbolt. Wenn es eine gibt, sag sie mir?

und TB macht in der Bay einfach keinen sinn, also wozu den aufwand betreiben um am ende geräte erst für TB entwickeln zu müssen?
und nochmal, es ist ein einsteckmodul, das passt eh nur in diese "notebook-serie", da ist es völlig schnitte, was da für ein connector drin verbaut ist...

TB dann natürlich nicht in der Bay. Sondern ganz normal ausfgeührt. Spricht ja nichts dagegen 2x TB anzubieten.

ich weiß auch nicht was du mit deiner neuen "schnittstelle definieren" hast... was glaubst du den, was die expresscard-schittstelle auf dem papier ist, wenn man den hardwareslot weglässt?

PCIe, genauso wie TB auch PCIe Lanes anbietet, und jetzt?
Natürlich muss man eine Schnittstelle definieren, immerhin heißt der Thread hier "Die perfekte Workstation" und sollte sich schon im realistischen Bereich bewegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja du hast gesagt "wir sind hier nicht bei Apple".
genau...


Dann willst du eine Expresscard. Und nochmal, die Schnittstelle ist das wichtigste an deiner Idee.
will ich nicht. expresscard ist ein interfacestandard für erweiterungskarten mit einer lane des PCIe und/oder USB2.0 port und fest definierten hardwarespecs für karte und slot...


Ich verstehe schon das du ein Gerät ähnlich wie bei einem Desktop-PC per PCIe anbinden willst, und das möglichst bequem, aber es gibt dafür keine Schnittstelle außer der Expresscard und Thunderbolt. Wenn es eine gibt, sag sie mir?
hää? natürlich, PCIe.. am besten 3.0


TB dann natürlich nicht in der Bay. Sondern ganz normal ausfgeührt. Spricht ja nichts dagegen 2x TB anzubieten.
natürlich nicht... für tatsächlich externe geräte macht es ja auch sinn...


PCIe, genauso wie TB auch PCIe Lanes anbietet, und jetzt?
Natürlich muss man eine Schnittstelle definieren, immerhin heißt der Thread hier "Die perfekte Workstation" und sollte sich schon im realistischen Bereich bewegen.
:confused: also gleich hol ich die kekse raus...
 
soll ich euch jetzt tatsächlich bei foxconn einen 200pin hotplug-fähigen connector raussuchen? soll ich da auch gleich noch die pins festlegen und das PCB routen, wenn ich schon dabei bin? müsstet ihr aber langsam mal angeben, welches panel rein kommt und welchen stecker das ding hat. ach ja und die tastatur... und haben wir schon geklärt welchen stromversorgungstecker das gute stück haben wird?

und ich dachte, zu weihnachen gibts den lebkuchen und zu silvester den alkohol aus flaschen... verdammt, sauft weniger!
 
Habe mir auch ab und zu Gedanken gemacht bezüglich eines OptimusPads :)



Mein OptimusPad wäre etwa so:



Gehäuse:

  • Design ähnlich wie ein T42 in 14“, nur etwas dünner, ohne Touchpad

  • Material = Carbonverbundwerkstoffe, sehr stabil, sollte fest sein wie ein Stein.

  • leichte Bauweise < 2kg
  • Mit 7mm Ultrabay für ein BlueRay-Laufwerk, Zusatz-Akku, UB-Festplatte oder anderes
  • gute Lautsprecher mit guter integrierter Soundkarte, gute Stereo-Mikrofone
  • Tastatur so wie aus der T4x-Serie

  • Mit austauschbaren Akkus

  • WebCam aus Smartphone, z.B. iPhone 5S
  • Straffe Scharniere
  • Ausreichend dimensionierte Kühlung für 24h Dauerlast @ 100%

  • Display mit Schloss verschliessbar in geschlossenem Zustand.


Bildschirm:

  • IPS UXGA/QXGA LED Display oder ähnlich
  • Hell genug für draussen


CPU:

  • ein Intel Quad-Core i7-4950HQ


RAM:

  • 16GB, austauschbar (vielleicht auch 32GB wenns vom Platz her passt)


Grafik:


  • Integrierte

  • Über Docking-Port direkt eine normale Externe-Grafik anschliessbar


Speicher:

  • 2 * PCIe SSD Steckplatz
  • Option auf UB-Schacht-Festplatte


Anschlüsse:

  • 3 * USB 3.1
  • RJ45
  • 2 * Thunderbolt (= auch Display-Port)
  • VGA
  • Audio-In
  • Audio-Out
  • WLAN in AC
  • Bluetooth
  • WWAN
  • ExpressCard-Slot
  • Dockingstation-Anschluss
  • SD-Card-Reader


Akku:
- Ein Lithium-Luft-Akku mit hoher Kapazität


Software sonstiges:

  • Open-Source BIOS/UEFI,
  • Alles Open Source Chips (ich weiss, nicht realistisch)
 
das vorgeschlagene kühlsystem (2 lüfter rechts und links und die chips in der mitte) würde ich nicht verbauen.
die kleinen gamer von razer haben mit cpu und gpu von 125 watt (haswell 47w und nvidia 75w) und damit ist das kühlsystem schon hart an der grenze,
das sieht man an dem test vom razer der an der unterseite der base und auf der tastatur die 50° marke knackt.

ich würde als kühlsystem eher das der clevos vorschlagen ==> http://www.notebookcheck.com/fileadmin/Notebooks/Schenker/XMG_P703/boden4.jpg
die lüfter und kühler sind ca. 1,5cm dick. wobei das bei ner workstation auch nicht viel ausmachen würde, den ich gehe nicht davon aus das die base einer workstation unter 2,5cm dick ist.
mein p702 (gleiche kühllösung wie im p703) mit i7 3740qm und gtx680m läuft im idle sehr lange lautlos und selbst bei auslastung mit einem moderaten hintergrundrauschen.

eine desktop cpu würde ich nu im notfall verwenden und wenn dann nicht den 4770k, sonder den 4770T. die leistung ist etwas geringer als beim k, dafür hat der t max 45w und das kann dann auch mit einem lüfter gekühlt moderat gekühlt werden. jetzt wäre nur die frge ob der 4900mq nicht genauso schnell ist wie der 44770t...
 
für meine persönlichen vorstellungen sollte das perfekte thinkpad im prinzip genau so sein wie mein X200, nur mit den folgenden verbesserungen:

- IPS display
- display nen tick größer (sodass der rand ums display schmaler wird)
- leistungsfähige GPU, sodass man zumindest minecraft flüssig spielen kann
- ansonsten natürlich alles auf den modernsten stand gebracht, also USB 3.0, haswell usw

der rest, also das gehäuse, anzahl der LEDs, tastatur usw dürfte gerne alles so bleiben wie es ist :-) denn damit bin ich schon seit fast 5 jahren glücklich. vielleicht werde ich jedoch irgendwann auf das T440s umsteigen, nur ob das meinen traumvorstellungen nahe kommt, weiss ich noch nicht ganz. ich hoffe es jedenfalls ;-)
 
Also ein IPS-Panel käme mir in mein Traumnotebook nicht rein, sondern nur ein Samsung S-PVA Panel in Ultra Clear (also glänzend) mit Dynamischer Backlight Regelung. Ich gucke gerne Filme und Videos am Laptop und keines der IPS-Panels hat auch nur den Hauch einer Chance gegen meinen Samsung Fernseher mit besagten Panel.

Ist vielleicht hier bei einer WORKstation etwas fehl am Platz, aber das wollte ich auch mal gesagt haben. Der Rest ist nebensächlich. Schade, dass man kein solches kompromissloses Panel bekommt. Oft macht die Mattierung bei den guten Panels vieles kaputt und an S-PVA kommt man kaum ran, nichtmal bei Samsung Books.
 
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
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