Bezugsquellen für Honeywell PTM 7950 oder: schon wieder ein Thread über WLP

Ambrosius

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Ich würd gern eine neue Paste bzw den Pad/Paste-Hybrid von Honeywell ausprobieren. Da es nicht immer klar ersichtlich ist ob es sich um das Original oder eine Kopie handelt, wollte ich mal hier in die Runde fragen ob jemand das Pad mal ausprobiert hat? Es soll besonders für Notebooks gut geeignet sein, und naja für mich ist das schon ein Grund es mal auszuprobieren.
Hab mich in letzter Zeit ausgiebig mit dem sog. Pump Out Effekt auseinandergesetzt und bin noch unschlüssig bei welchem Verhaltensprofil er genau entsteht und welche andere Faktoren ihn desweiteren begünstigen. Aber probieren geht in dem Fall über studieren, und daher auch dieser Thread.

Viskose Pasten werden anscheinend bevorzugt gewählt und angeblich soll auch Lenovo TPM 7950 von Werk aus nutzen {insert Quote here} 🤔

Jedenfalls würd ich mich freuen wenn jemand weiss welche Quelle man dafür heranziehen kann, und was eure Meinungen dazu sind.
 
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Hab mich jetzt auch mal in das Thema eingelesen und möchte vermutlich auch mal testen. Bei Reddit wird meistens moddiy.com empfohlen
 
Klingt interessant, käme das dann statt der WLP zum Einsatz oder da wo ein Pad gebraucht wird, z.B. für die GraKa?
 
Wichtig ist immer: Der Kühlkörper leitet die Wärme um Größenordnungen besser als jede Wärmeleitpaste oder jedes Wärmeleitpad. Daher sollen Paste/Pads nur Luftspalte überbrücken. Bei direkt aufliegendem Kühlkörper heißt das, dass die Wärmeleitpaste nur dafür da ist, die rauen Oberflächen plan zu bekommen. Jedes Wärmeleitpad und auch dieser Hybrid wird daher deutlich dicker sein als eine korrekt aufgetragene Wärmeleitpaste und daher schlechter die Wärme ableiten als korrekt aufgetragene Wärmeleitpaste.
Ich habe über die Google-Suche mal diesen Thread als Beispiel gefunden: Und die Bilder von der Wärmeleitpaste sind gruselig (Bild 1, Bild 2), da sind ja große Mengen an den Seiten herausgequollen. Das heißt, dass vieeeel zu viel Wärmeleitpaste benutzt wurde. Dann kann es natürlich sein, dass das Pad besser war, da besser dimensioniert als seine WLP. Korrekt aufgetragen liegt vermutlich die Paste wieder vorn. In seinem Versuch war ja auch die Paste bei der GPU vorn, nur bei der CPU hinten, was schon zeigt, dass das Pad/Hybrid nicht grundsätzlich besser ist und wie gesagt, bei korrekt aufgetragener Paste sieht das wohl schon ganz anders aus. Pads nutzt man nur, wenn der Kühlkörper nicht direkt aufliegt, sondern ein Spalt überbrückt werden muss. Das wiederum kommt aber in Lenovo-Geräten durchaus auch vor, z.B. bei den Spannungswandlern rund um die CPU und bei manchen (eher alten) Geräten auch bei der GPU. Dann kann ein besseres Pad natürlich viel bringen und Paste ist für solche dicken Spalte, wo der Kühlkörper nicht direkt aufliegt, nur schlecht geeignet.
Und auch seine weiteren Tests zeigen ja, dass es mehr bringt, dafür zu sorgen, dass der Kühler möglichst gut sitzt und weniger das Pad.
 
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Danke für die Klarstellung, sowas in der Art hab dachte ich mir nämlich, daher die Frage.
 
Interessant übrigens auch, dass sein Test ein Jahr später schon gar nicht mehr so gut aussieht, die Temperatur liegt 3K höher und der Benchmark-Score deutlich näher am Score mit WLP.
Ebenfalls interessant: Fast 100°C nach nicht einmal 4 Sekunden ist auch ganz schön kritisch bei seinem WLP-Test - da stimmt was nicht.
Und noch interessant: Diskutiert wird da auch, dass ein Erneuern der Wärmeleitpaste bei einigen für schlechtere Ergebnisse als vorher (mit der Lenovo-WLP) gesorgt hat. Das ist bei korrekt aufgetragener Paste auch fast unmöglich. Die Werte müssten, wenn die originale Paste noch ok ist, zumindest ähnlich gut sein, bei alter Paste oder sehr guter Paste, die korrekt aufgetragen ist, eher etwas oder sogar deutlich besser. Spricht für mich auch sehr stark für meine Theorie, dass die Leute Wärmeleitpaste völlig falsch und vor allem viel zu dick auftragen.

Dazu muss ich noch ergänzen, dass das - je nach WLP - auch unterschiedlich schwer ist. Ich habe bis vor kurzem quasi ausschließlich Arctic Silver 5 eingesetzt. Deren zähe Konsistenz ist hervorragend geeignet, um sie mit einer alten Bankkarte schön dünn und gleichmäßig zu verteilen. Damit habe ich immer positive Erfahrungen gemacht (bessere Werte als mit Lenovo-WLP). Jetzt habe ich mir eine Tube Noctua NT-H2 gekauft. Die ist deutlich "flüssiger", was es vermutlich etwas verbessert, wenn man die Paste nur durch bloßen Anpressdruck verteilen möchte, aber das saubere gleichmäßige Verstreichen mit einer alten Bankkarte zu einer dünnen Schicht fällt mir damit deutlich schwieriger. Geklappt hat's aber auch, mein hitzköpfiges T480s bleibt jetzt wieder bei Volllast bei <95°C ohne zu drosseln (also nur die regulären Drosselungen wie Absenken des Turbo-Taktes), während es vorher bei >95°C in den Thermal Throttle gegangen ist, der die Leistung auf 400-800 MHz begrenzt hat - grausam und immer wieder unbenutzbar während Videokonferenzen, während ich jetzt bei 1,8-2,4 GHz bleibe auch bei Volllast der CPU. Bei Videokonferenzen liege ich jetzt auch eher bei ~75°C und daher weit entfernt vom Drosseln.
 
Ja das mit der WLP ist eine Kunst für sich. Danke das du deine Erfahrungen teilst 😃
 
Die Toleranzen der Oberflächen liegen unter 0.01mm,
wenn das die 1x1cm gross ist dann reicht 1mm³ aus
Ich verteil das Zeug nicht mit Spachtel etc, sondern geb nen ca 2mm³ blob in die mitte,
positioniere den kühler und wippe ihn zuerst parallel zu den langen und dann zu den kurzen Seiten des dies.
Evtl zuerst nur testweise und wieder runter (dann möglichst reinigen und neu auftragen),
bei arctic silver und dem weissen standard Zeug sollte die Schicht so dünn sein dass die Fläche drunter durchscheint,
und natürlich immer die ganze Fläche benetzt sein.
Wenn beim Spachteln das Zeug irgendwo dünner drauf ist als drumherum wird die Luftblase evtl nicht kpl rausgedrückt...

"Bild1, Bild2" da hab ich schon weitaus schlimmeres gesehn,
das Zeug über fast die ganze Fläche der cpu verteilt, nicht nur das die


Die beste WLP ist zweifellos ungepresstes Latinum,
aber Ferengi.shop als die einzige Bezugsquelle ist ja nun schon länger down, wohl dem der sich damals nen Vorrat angegt hat.
 
Der Versuch war nicht fehlgeschlagen.
Ich habe mit Star Trek aufgehört, als die Zylonen mit den Dalek paktiert haben um R2D2 zu assimilieren.
 
Wichtig ist immer: Der Kühlkörper leitet die Wärme um Größenordnungen besser als jede Wärmeleitpaste oder jedes Wärmeleitpad. Daher sollen Paste/Pads nur Luftspalte überbrücken. Bei direkt aufliegendem Kühlkörper heißt das, dass die Wärmeleitpaste nur dafür da ist, die rauen Oberflächen plan zu bekommen. Jedes Wärmeleitpad und auch dieser Hybrid wird daher deutlich dicker sein als eine korrekt aufgetragene Wärmeleitpaste und daher schlechter die Wärme ableiten als korrekt aufgetragene Wärmeleitpaste.
Ich habe über die Google-Suche mal diesen Thread als Beispiel gefunden: Und die Bilder von der Wärmeleitpaste sind gruselig (Bild 1, Bild 2), da sind ja große Mengen an den Seiten herausgequollen. Das heißt, dass vieeeel zu viel Wärmeleitpaste benutzt wurde. Dann kann es natürlich sein, dass das Pad besser war, da besser dimensioniert als seine WLP. Korrekt aufgetragen liegt vermutlich die Paste wieder vorn. In seinem Versuch war ja auch die Paste bei der GPU vorn, nur bei der CPU hinten, was schon zeigt, dass das Pad/Hybrid nicht grundsätzlich besser ist und wie gesagt, bei korrekt aufgetragener Paste sieht das wohl schon ganz anders aus. Pads nutzt man nur, wenn der Kühlkörper nicht direkt aufliegt, sondern ein Spalt überbrückt werden muss. Das wiederum kommt aber in Lenovo-Geräten durchaus auch vor, z.B. bei den Spannungswandlern rund um die CPU und bei manchen (eher alten) Geräten auch bei der GPU. Dann kann ein besseres Pad natürlich viel bringen und Paste ist für solche dicken Spalte, wo der Kühlkörper nicht direkt aufliegt, nur schlecht geeignet.
Und auch seine weiteren Tests zeigen ja, dass es mehr bringt, dafür zu sorgen, dass der Kühler möglichst gut sitzt und weniger das Pad.
finde ich alles richtig was du gesagt hast, aber ich vermute hier stark dass er evtl auch einem Plagiat aufgesessen ist..Beweise kann ich das nicht, aber es ist bekannt dass nciht nur originale Honywells im Umlauf sind.

Trotzdem hatte ich jetzt nicht unbedingt den Eindruck, dass die Werte drastisch schlechter geworden sind. Hier die CPU Werte mal heruntergebrochen...:

Firestrike:
max Temp.: von 84,66° auf 86,3°
Physics Score: von 24883 auf 24240

Timespy:
max Temp: von 88,22° auf 90,1°
CPU Score: von 10020 auf 9693

Im Cinebench R20 liegt die max Temp 12 Monate später bei 2,5° mehr, der Score bei 60 Punkte weniger


Ja, die Werte sind nach einem Jahr Nutzung minimal schlechter, aber die Frage ist doch ob es verhältnismäßig ist? Faktorieren wir mit ein, dass er den Laptop in dem vergangen Jahr auch gut geknechtet hat finde ich ich die Werte gar nicht so dramatisch viel schlechter. Er sagt ja auch dass bei der GPU die Verbesserung ggü der MX5 deutlich spürbarer waren.

Ich weiss ja nicht, im Prinzip sind hier auch viele Variabeln die Toleranzschwankungen unterliegen.

Ich konnte ehrlich gesagt auch nicht widerstehen und hab mir auch ein Pad gekauft, allerdings von ModDIY.com. Dort sollen die Originalen bezogen werden können. Leider kann ich auch keinen vorher nachher VGL machen, aber ich werde am WE definitiv zulangen und den T430 zusammenbauen. Werde danach gerne wieder berichten...
 
Die Toleranzen der Oberflächen liegen unter 0.01mm,
Außer bei Direct-Touch-Kühlkörpern, bei denen die Heatpipes direkt auf der CPU aufliegen. Da hat man deutlich größere Lücken zwischen den Heatpipes.

Ich verteil das Zeug nicht mit Spachtel etc, sondern geb nen ca 2mm³ blob in die mitte,
Es gibt diverse Versuche dazu, die relativ geringe Unterschiede zeigen. Wenn ich mich richtig erinnere, schneidet das Verteilen in der Regel am besten ab, aber andere Methoden wie ein Punkt in der Mitte, mehrere Punkte in den Ecken, ein Wurst-X usw. sind aber alle nicht viel schlechter, teilweise kaum im Bereich des messbaren. Was ich am meisten an der Verstreich-Methode mag, ist, dass man genau sieht, ob man zu viel oder zu wenig genommen hat. Bei allen anderen Methoden sieht man es erst, wenn man den Kühler wieder abnimmt.

positioniere den kühler und wippe ihn zuerst parallel zu den langen und dann zu den kurzen Seiten des dies.
Evtl zuerst nur testweise und wieder runter (dann möglichst reinigen und neu auftragen),
Das ist wichtig, denn das ist so mit das einzige, was schlechter abschneidet: Manche Leute nehmen den Kühlkörper runter und setzen ihn nochmal drauf. Manchmal sogar mit zwischenzeitlicher Reinigung des Kühlers (nicht aber der CPU). Das Ergebnis ist zwar immer noch okay, also funktionierend, aber schlechter als neu aufgetragene WLP. Also nach dem Ablösen des Kühlers immer beide Seiten reinigen und neue Paste auftragen.

bei arctic silver und dem weissen standard Zeug sollte die Schicht so dünn sein dass die Fläche drunter durchscheint,
und natürlich immer die ganze Fläche benetzt sein.
Richtig, entweder noch minimal durchscheinend oder so gerade eben eine Schicht bildend.

Wenn beim Spachteln das Zeug irgendwo dünner drauf ist als drumherum wird die Luftblase evtl nicht kpl rausgedrückt...
Wäre theoretisch möglich, in den Videos, wo sowas mal mit Glasscheiben gezeigt wurde, kam es aber nie dazu. Auf der anderen Seite hat man beim "auseinanderdrücken" dafür den Nachteil, dass es immer in der Mitte (also genau da, wo die meiste Wärme oft abgeführt werden muss, von Chiplet-Designs mal abgesehen) dann etwas dicker Paste ist als in den Randbereichen. So haben alle Methoden ihre Vor- und Nachteile. Und deswegen ja auch ähnliche Ergebnisse in Benchmarks.

"Bild1, Bild2" da hab ich schon weitaus schlimmeres gesehn,
das Zeug über fast die ganze Fläche der cpu verteilt, nicht nur das die
Ja, schlimmer geht immer :D Zu viel ist es trotzdem.

finde ich alles richtig was du gesagt hast, aber ich vermute hier stark dass er evtl auch einem Plagiat aufgesessen ist..Beweise kann ich das nicht, aber es ist bekannt dass nciht nur originale Honywells im Umlauf sind.
Wie kommst du darauf? Die Werte sehen meiner Meinung nach ziemlich plausibel aus.

Trotzdem hatte ich jetzt nicht unbedingt den Eindruck, dass die Werte drastisch schlechter geworden sind. Hier die CPU Werte mal heruntergebrochen...:

Firestrike:
max Temp.: von 84,66° auf 86,3°
Physics Score: von 24883 auf 24240

Timespy:
max Temp: von 88,22° auf 90,1°
CPU Score: von 10020 auf 9693

Im Cinebench R20 liegt die max Temp 12 Monate später bei 2,5° mehr, der Score bei 60 Punkte weniger

Ja, die Werte sind nach einem Jahr Nutzung minimal schlechter, aber die Frage ist doch ob es verhältnismäßig ist? Faktorieren wir mit ein, dass er den Laptop in dem vergangen Jahr auch gut geknechtet hat finde ich ich die Werte gar nicht so dramatisch viel schlechter. Er sagt ja auch dass bei der GPU die Verbesserung ggü der MX5 deutlich spürbarer waren.
2-3K Unterschied ist so ungefähr die Größenordnung zwischen einer sehr guten und einer schlechten Wärmeleitpaste. Daher finde ich so eine Verschlechterung enorm. Vor allem nach 12 Monaten und das mit einem Pad, das ist vieeel zu schnell für Verschlechterungen und schon ziemlich deutlich.

Ich weiss ja nicht, im Prinzip sind hier auch viele Variabeln die Toleranzschwankungen unterliegen.
Ja, das stimmt. Man findet so einige Tests von Wärmeleitpasten im Netz, die keinerlei Unterschiede zwischen Pasten zeigen. Da es da durchaus Unterschiede gibt (alles andere wäre schon sehr verwunderlich), zeigt es nur, wie groß die Toleranzen sind, die z.B. durch falsches Auftragen, Probleme bei den Messungen (Ändernde Raumtemperatur, ...) usw. entstehen.

Ich konnte ehrlich gesagt auch nicht widerstehen und hab mir auch ein Pad gekauft, allerdings von ModDIY.com. Dort sollen die Originalen bezogen werden können. Leider kann ich auch keinen vorher nachher VGL machen, aber ich werde am WE definitiv zulangen und den T430 zusammenbauen. Werde danach gerne wieder berichten...
Ich hab' jetzt jedenfalls auch nochmal ein bisschen zu Wärmeleitpasten und Co. recherchiert und festgestellt, dass die Thermal Grizzly Kryonaut schlechter ist als ihr Ruf, meine Noctua NT-H2 ein sehr guter Allrounder ist und die beste Alternative wohl die Arctic MX-5 wäre, die allerdings vom Markt genommen wurde - und wie gut die neue MX-6 im Vergleich ist, ist noch schwer zu sagen, vor allem ist sie jedenfalls deutlich teurer, dann kann man auch gleich wieder die NT-H2 nehmen. Ach ja und meine alte Arctic Silver 5 ist auch gar nicht mal so schlecht und in meinem persönlichen Langzeittest liefert sie auch nach 10 Jahren noch gute Werte. Will schließlich nicht alle paar Monate tauschen müssen.
 
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