Backtrack ist eine auf ein Anwendungsgebiet spezialisierte Distribution.
Wenn du einen Rechner besitzt, der eben nur für Securitykrams wie Auditing gedacht ist, kannst du backtrack natürlich fest installieren, die meisten verwenden es jedoch als Live-CD, um mal eben etwas zu testen oder einfach etwas herumzuspielen. Ansonsten kannst du quasi jede Distribution beliebig um Software und Funktionalität erweitern, aber je mehr du dich vom eigentlichen Konzept der Distribution entfernst, desto mehr wirst du basteln müssen (Software manuell kompilieren und einrichten im Wesentlichen).
Die Sache mit der Konsole hat nicht wirklich was mit backtrack zu tun,
es ist eben nur so, dass die meisten Programme, die da mitgeliefert werden,
"Konsolenanwendungen" sind, also keine graphische Oberfläche besitzen.
Wenn man erst einmal gelernt hat, sinnvoll und schnell mit einer Konsole zu arbeiten, ist sie in den meisten Fällen einer klassischen GUI wie Windows, Gnome oder KDE überlegen (natürlich nicht auf jedem Gebiet), da einfach schneller und erheblich effizienter.
Ich nutze auf meinem X31 ausschließlich ein Debian mit
ion3 als Windowmanager. Der verfolgt im Gegensatz zu den bekannten Fensterverwaltern einen völlig anderen Ansatz und konsequente Konsolenarbeit gehört da einfach dazu (natürlich hab ich da auch Firefox und Thunderbird mit laufen). Das mache ich aber sicherlich nicht, weil es irgendwie toll und geekmäßig aussieht, sondern weil es für mich, nachdem ich wirklich viele Windowmanager gestet habe, die angenehmste und vor allem schnellste Art zu arbeiten ist.
Letztendlich ist das natürlich alles Geschmackssache, die einen arbeiten lieber mit Tastatur, andere wiederum nutzen möglichst ausschließlich die Maus.
Eine Distribution wie backtrack für Alltagsaufgaben zu nutzen macht aber imo wenig Sinn, da sie einfach nicht dafür geschaffen wurde. Mit einer "herkömmlichen" Distribution ala Ubuntu, Debian, openSuSE etc. ist man da besser bedient - und wenn man irgendwelche spezielle Funktionalität von backtrack benötigt, installiert man eben die benötigten Programme und Module unter Ubuntu, Debian, openSuSE etc.
so long,
sylence