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Zu mir kam kürzlich ein 68+ Akku aus dem Forum, angeblich original (Sanyo) und mit Produktionsdatum 2015/12, Zustand unbekannt. Diese Story möchte ich gerne mit euch teilen, weil es viel zu schade wäre, wenn ich das nur für mich protokolliert und grafisch aufbereitet hätte. 
Rein optisch deutet nichts auf eine Fälschung hin: Die Verarbeitung ist einwandfrei, das Gewicht passt laut Waage halbwegs, das Label stimmt und es gibt keine Unstimmigkeiten.
Also rein ins T450s (BIOS 1.37 / ECP 1.04) mit Linux! Das sah zuerst einmal überhaupt nicht gut aus: ~8V (!) und keinerlei Daten über Hersteller/Modellnummer/Akkutechnologie. Das sieht stark nach tiefentladen o.ä. aus

Lustigerweise fing er aber sofort zu laden an. Zwar nur im einstelligen Wattbereich, aber das kennt man ja. Nach wenigen Minuten habe ich ihn rausgezogen und nochmals neu eingeschoben. Nun wusste er plötzlich, wer er ist und auch alle übermittelten Details inkl. Hersteller und FRU passten zum Label!

(Warum bei diesem Screenshot beim Netzstrom "nicht angeschlossen" steht, dürft ihr mich nicht fragen. Wahrscheinlich ein veralteter Wert von kurz zuvor.)
Mit der Hilfe von
Da ich dem Braten nicht ganz getraut habe, wurde ab jetzt fein säuberlich (fast) alles protokolliert. Leider nur fast, denn ich habe in der Hektik die Spannungswerte vergessen. Glücklicherweise waren diese aber durch zahlreiche Screenshots noch halbwegs rekonstruierbar, wobei mir bei der Extraktion aus dutzenden PNGs eine KI geholfen hat. Die Volt aus der nachfolgenden Grafik sind also mit Vorsicht zu genießen, ich habe sie nur stichprobenartig kontrolliert.

Was sehen wir in dieser Grafik?

Zur Erklärung bzw. Einordnung:

(Warum kurz vor der 3h Marke für ca. eine Minute lang eine Leistung von 0W sichtbar ist, weiß ich nicht. Laut Protokoll wurde das über ACPI genau so von der Firmware gemeldet, das ist kein Fehler in der Grafik!)
Es folgte, was zu einer Rekalibrierung nun einmal dazu gehört: Ein vollständiger Ladezyklus von 0% auf 100%!

Was sehen wir hier, besonders im Vergleich zum allerersten Ladevorgang?

Gut, weiter geht's mit zwei weiteren Entlade-Sessions…

Im Gegensatz zur allerersten Entladung, wurde jetzt auf den gleichmäßigen Idle-Verbrauch des T450s gesetzt. WLAN/BT/usw. waren aus, damit es möglichst zu keinen Spitzen z.B. durch die Suche nach Updates kommt. Die kleinen sichtbaren Peaks sind nur meine manuelle Bedienung z.B. durchs Bewegen der Maus oder einem kurzen Check im Terminal, ob eh noch alles läuft. Der Bildschirm blieb Dank dem Präsentationsmodus dauerhaft an!
Ich persönlich sehe da keinerlei Auffälligkeiten. Der Akku zeigte sich von seiner besten Seite und das ThinkPad kitzelte rein rechnerisch problemlos mehr als ~65Wh aus dem Akku heraus. Da es diesmal kein "Force-Discharge" war, stoppte die Entladung bei ungefähr 5% und das System wechselte auf den internen Akku. Wir sprechen hier von fast zehn Stunden Idle-Runtime, inkl. zwei vollständigen Bootvorgängen, rein durch den externen Akku.
Nach dem erneuten Laden (diesmal ohne Protokollierung) korrigierte das BMS die maximale Kapazität sogar nochmals geringfügig nach oben auf sagenhafte 77Wh, was 108% Kapazität entspricht!
Persönliches Zwischenfazit: Ich habe schon öfters sehr gute Ergebnisse gesehen, wenn ThinkPad-Akkus lange gelagert wurden. Besonders ein anderer Sanyo-Akku war diesbezüglich auch unglaublich gut. Ich glaube es zwar noch immer nicht ganz, dass das wirklich Zellen aus 2015 sind, aber sofern hier nicht wirklich qualitativ hochwertiges Recelling betrieben wurde, habe ich aktuell keinen Grund, an der Echtheit dieses Akkus zu zweifeln. Wenn diese Performance so bleibt, war das ein Glücksgriff, kurz bevor der Akku endgültig Schrott gewesen wäre. Ihr dürft meine Panik bezüglich einer Fälschung aber gerne weiter befeuern. Ich werde diesen Thread in einigen Monaten nach weiteren Ladezyklen nochmals aktualisieren. Der über den EC RAM abgerufene Cycle Count Wert wurde übrigens korrekt erhöht, der blieb nicht auf 0 stehen.
Disclaimer: Dieser Beitrag wurde ohne KI geschrieben. Bei der Generierung der gnuplot-Grafiken sowie beim Extrahieren der Spannungswerte des 1. Ladevorgangs hat aber eine KI mitgeholfen. Ich habe trotzdem alles mehrfach manuell kontrolliert, an die verwendeten Rohdaten der Protokolle habe ich die KI sowieso nicht rangelassen.
PS: Diese Grafiken dürfen gerne beliebig weiterverwendet werden. Ein kurzer Backlink zu diesem Thread wäre allerdings wünschenswert.
Rein optisch deutet nichts auf eine Fälschung hin: Die Verarbeitung ist einwandfrei, das Gewicht passt laut Waage halbwegs, das Label stimmt und es gibt keine Unstimmigkeiten.
Also rein ins T450s (BIOS 1.37 / ECP 1.04) mit Linux! Das sah zuerst einmal überhaupt nicht gut aus: ~8V (!) und keinerlei Daten über Hersteller/Modellnummer/Akkutechnologie. Das sieht stark nach tiefentladen o.ä. aus

Lustigerweise fing er aber sofort zu laden an. Zwar nur im einstelligen Wattbereich, aber das kennt man ja. Nach wenigen Minuten habe ich ihn rausgezogen und nochmals neu eingeschoben. Nun wusste er plötzlich, wer er ist und auch alle übermittelten Details inkl. Hersteller und FRU passten zum Label!

(Warum bei diesem Screenshot beim Netzstrom "nicht angeschlossen" steht, dürft ihr mich nicht fragen. Wahrscheinlich ein veralteter Wert von kurz zuvor.)
Mit der Hilfe von
ectool habe ich dann den Cycle Count ausgelesen, der bei dieser ThinkPad-Generation offiziell über ACPI gar nicht unterstützt wird. Und dort stand 0!Da ich dem Braten nicht ganz getraut habe, wurde ab jetzt fein säuberlich (fast) alles protokolliert. Leider nur fast, denn ich habe in der Hektik die Spannungswerte vergessen. Glücklicherweise waren diese aber durch zahlreiche Screenshots noch halbwegs rekonstruierbar, wobei mir bei der Extraktion aus dutzenden PNGs eine KI geholfen hat. Die Volt aus der nachfolgenden Grafik sind also mit Vorsicht zu genießen, ich habe sie nur stichprobenartig kontrolliert.

Was sehen wir in dieser Grafik?
- Ich habe dem Akku zwischendurch zwei Mal eine längere Abkühlphase verpasst, indem ich das Charge-Behaviour manuell auf "Inhibit-Charge" gesetzt habe. Denn der EC gab nach nur wenigen Minuten die vollen >30W zum Laden frei, das war mir mit diesem mysteriösen Start nicht ganz geheuer.
- Der Wh-Zähler im BMS machte zu Beginn gar nichts, er verharrte stur auf 0Wh. Erst nachdem die minimale Designspannung (10,8V) erreicht wurde, begann er mitzuzählen. Das war erst nach grob einer halben Stunde, in der er bereits die ganze Zeit an ~30W nuckelte.
- In den Erholungsphasen ("Inhibit-Charge") reduzierte sich die Spannung und stieg wieder an, als geladen wurde. Das ist genau das, was man erwarten würde. Die gelieferten Spannungswerte scheinen also keine Fantasiewerte zu sein, egal woher sie kommen.
- Ungefähr ab der Hälfte der Designkapazität ging es schlagartig nur noch mit ca. 20W weiter. Dennoch folgt danach eine leicht ansteigende Kurve. Erst ab ungefähr 70% wurde die Ladeleistung kontinuierlich gedrosselt, wie man es von Ladevorgängen kennt.
- Ganz Ende gab es mehrmals ein Ping-Pong zwischen Laden und nicht Laden. Die Spannung bewegte sich dabei knapp unter der Ladeschlussspannung von 12,6V. Irgendwann sah der EC (oder das BMS) es wohl doch ein, dass das nicht mehr viel bringt.
- Als der Akku schlussendlich auf "Full" wechselte, sprang der Wh-Zähler plötzlich auf jenen Wert, der als maximale Kapazität hinterlegt war. Das war wohlgemerkt bereits deutlich über der Designkapazität. Ob das jetzt daher kommt, dass er durch die ersten 30 Minuten verwirrt war, weiß ich nicht. Ein vergleichbares Verhalten habe ich aber auch schon bei anderen Lenovo Akkus gesehen.

Zur Erklärung bzw. Einordnung:
- In der ersten Session gab es quasi Vollauslastung für CPU und größtenteils auch für die GPU. Also Worst-Case für den armen 68+ Akku.

- In der zweiten Session wurde YouTube gestreamt, schön über WLAN und mit Bluetooth-Kopfhörern. Und es gab ein paar kurze Pausen.
- In der dritten Session wurde Big Buck Bunny (Offline MP4) in einer Endlosschleife abgespielt.
(Warum kurz vor der 3h Marke für ca. eine Minute lang eine Leistung von 0W sichtbar ist, weiß ich nicht. Laut Protokoll wurde das über ACPI genau so von der Firmware gemeldet, das ist kein Fehler in der Grafik!)
Es folgte, was zu einer Rekalibrierung nun einmal dazu gehört: Ein vollständiger Ladezyklus von 0% auf 100%!

Was sehen wir hier, besonders im Vergleich zum allerersten Ladevorgang?
- Der Wh-Zähler des BMS zählte diesmal von Beginn an sofort mit, obwohl wir uns erneut unter der minimalen Designspannung bewegt haben.
- Ungefähr ab der Hälfte wurde auch jetzt wieder der Ladestrom schlagartig drastisch reduziert. Scheinbar stoppt der EC die Ladung dabei für wenige Sekunden komplett, um sie wieder neu hochzufahren. Das hat meine 5-sekündige Protokollschleife wohl zufällig eingefangen.
- Ansonsten sehe ich da als Laie keine besonderen Auffälligkeiten. Die Ladekurve sieht genau so aus, wie man sie erwarten würde. Am Ende gab es wohl wieder ein längeres Ping-Pong mit Laden und nicht Laden, aber das kennen wir ja schon.
Gut, weiter geht's mit zwei weiteren Entlade-Sessions…

Im Gegensatz zur allerersten Entladung, wurde jetzt auf den gleichmäßigen Idle-Verbrauch des T450s gesetzt. WLAN/BT/usw. waren aus, damit es möglichst zu keinen Spitzen z.B. durch die Suche nach Updates kommt. Die kleinen sichtbaren Peaks sind nur meine manuelle Bedienung z.B. durchs Bewegen der Maus oder einem kurzen Check im Terminal, ob eh noch alles läuft. Der Bildschirm blieb Dank dem Präsentationsmodus dauerhaft an!
Ich persönlich sehe da keinerlei Auffälligkeiten. Der Akku zeigte sich von seiner besten Seite und das ThinkPad kitzelte rein rechnerisch problemlos mehr als ~65Wh aus dem Akku heraus. Da es diesmal kein "Force-Discharge" war, stoppte die Entladung bei ungefähr 5% und das System wechselte auf den internen Akku. Wir sprechen hier von fast zehn Stunden Idle-Runtime, inkl. zwei vollständigen Bootvorgängen, rein durch den externen Akku.
Nach dem erneuten Laden (diesmal ohne Protokollierung) korrigierte das BMS die maximale Kapazität sogar nochmals geringfügig nach oben auf sagenhafte 77Wh, was 108% Kapazität entspricht!
Persönliches Zwischenfazit: Ich habe schon öfters sehr gute Ergebnisse gesehen, wenn ThinkPad-Akkus lange gelagert wurden. Besonders ein anderer Sanyo-Akku war diesbezüglich auch unglaublich gut. Ich glaube es zwar noch immer nicht ganz, dass das wirklich Zellen aus 2015 sind, aber sofern hier nicht wirklich qualitativ hochwertiges Recelling betrieben wurde, habe ich aktuell keinen Grund, an der Echtheit dieses Akkus zu zweifeln. Wenn diese Performance so bleibt, war das ein Glücksgriff, kurz bevor der Akku endgültig Schrott gewesen wäre. Ihr dürft meine Panik bezüglich einer Fälschung aber gerne weiter befeuern. Ich werde diesen Thread in einigen Monaten nach weiteren Ladezyklen nochmals aktualisieren. Der über den EC RAM abgerufene Cycle Count Wert wurde übrigens korrekt erhöht, der blieb nicht auf 0 stehen.
Disclaimer: Dieser Beitrag wurde ohne KI geschrieben. Bei der Generierung der gnuplot-Grafiken sowie beim Extrahieren der Spannungswerte des 1. Ladevorgangs hat aber eine KI mitgeholfen. Ich habe trotzdem alles mehrfach manuell kontrolliert, an die verwendeten Rohdaten der Protokolle habe ich die KI sowieso nicht rangelassen.
PS: Diese Grafiken dürfen gerne beliebig weiterverwendet werden. Ein kurzer Backlink zu diesem Thread wäre allerdings wünschenswert.
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