X6x Akku hinüber?! lädt ab ~50% nur noch sehr langsam; springt von 20% direkt auf 0

vert

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Was könnte das sein, und wie kann ich es reparieren? (unter linux)

Klar, Akku ist verschleissteil, aber das im Titel beschriebene Verhalten kommt mir doch etwas arg ungewöhnlich vor.

Was das erste soll, da bin ich ratlos. Die Prozentanzeige kriecht ganz langsam weiter, allerdings sagt mir die "Vorschau" das ich auf volle Ladung noch 16 Stunden brauche (vorher warens noch 8). Das Netzteil ist es nicht, mit einem anderen Netzteil machts genau das Gleiche.

Das zweite scheint mir irgendwie eine falsche Kalibirierung zu sein, nur verkehrt herum. Bei meinem alten ibook ist es z.B. so das irgendwann die Akkuanzeige auf 0 ist, ich dann aber noch ne viertel Stunde weiterarbeiten kann. Hier ist es grade anderst rum. Ich gehe so bis auf ca. 20% runter, und dann auf einen Schlag piepts, und KDE droht mir an sich in 30s in s2disk zurückzuziehen.

Also einfach erstmal akku komplett lehrmachen, oder mach ichs damit nur noch schlimmer?

Weiterhin sagt tp_smapi etwas komische sachen:
Code:
# cat /sys/devices/platform/smapi/BAT0/last_full_capacity
74880
# cat /sys/devices/platform/smapi/BAT0/remaining_capacity
38850
# cat /sys/devices/platform/smapi/BAT0/design_capacity
74880
# cat /proc/acpi/battery/BAT0/info
present:                 yes
design capacity:         74880 mWh
last full capacity:      74880 mWh
battery technology:      rechargeable
design voltage:          14400 mV
design capacity warning: 3744 mWh
design capacity low:     200 mWh
cycle count:              0
capacity granularity 1:  1 mWh
capacity granularity 2:  1 mWh
model number:            42T4568
serial number:            4719
battery type:            LION
OEM info:                SONY
# cat /sys/devices/platform/smapi/BAT0/cycle_count
106
Man beachte vor allem die immer noch vorhandene maximalkapazität, sowie den wiederspruch in den cycle counts …

Kurzum: Ich habe kein plan was der Akku hat.

http://thinkpad-forum.de/threads/101592-X61-Akku-lädt-nicht-mehr!
hier hat jemand ein ähnliches problem wie mir scheint, und da wird evtl. kaputte hardware auf dem mainboard als ursache vorgeschlagen. Wie häufig ist denn sowas? Da ansonsten eigentlich alles funktioniert, denke ich mal das das Problem schon der Akku ist.

vert
 
oft hilft es, wenn man beim Entladen die %-Angaben und die Spannung aufschreibt; ein Sprung in der Kapazität kann eine defekte Zelle sein (dann sollte wohl auch die Spannung schnell zusammenbrechen) oder aber die Kalibrierung ist nicht ok (dann sinkt die Spannung kontinuierlich bis unter Nennspannung und das thinkpad macht irgendwann dicht und bringt diesen Kapazitätssprung auch)
 
Mit 98%iger Wahrscheinlichkeit ist das eine (oder mehrere) defekte Zelle(n). Einmal mit TLP rekalibrieren. Kaputter als er ohnehin wahrscheinlich ist, wird der Akku dadurch nicht. Wenn er danach immer noch von 20% auf 0% springt, ist er zu 100% defekt.
 
Hab fast nen identisches Problem. Win7, 4c Akku. Bei 50% springts auf 4% und geht paar Sekunden drauf in Ruhezustand. Daher tippe ich auch auf zwei defekte Zellen. Hab schon mehrmals neu kalibriert. Anzeige bleibt gleich, aber für ein paar Tage läuft es wieder normal, sprich volle Akkuleistung. Dann geht das Spiel wieder von vorne los. Trotzdem defekte Zelle oder spinnt da die Akkuelektronik, da die Zellen ja zeitweise ihre Leistung bringen?
 
schau mal nach, welche Spannung der Energiemanager bei 55% anzeigt; bereits unter Nennspannung?
 
Habe selbes Problem seit ein paar Tagen. Bei mir springts bei ca. 45% auf 4% und dann Ruhezustand. Ich kann dieses Verhalten erst beobachten seit ich den Thinkpad-Power Manager upgedated habe!
 
Mit 98%iger Wahrscheinlichkeit ist das eine (oder mehrere) defekte Zelle(n).
Wie kommst du auf diese absolute Zahl 98%. Warum nicht 97, oder 75? ;)
Abgesehen davon: Ja, das klingt sinnvoll, dieser sofortige sprung von xx% auf 0 könnte sowas sein. Muss ich mal genau beobachten wann das auftritt. Bei nem 8 Zeller würden dann ja 25% =2 Zellen sein.
Einmal mit TLP rekalibrieren.
laut wiki ist das ja
Code:
sudo tlp discharge [ BAT0 | BAT1 ]
 sudo tlp fullcharge [ BAT0 | BAT1 ]
Nur habe ich kein TLP am laufen, aber das sollte ja auch entsprechend mit
Code:
# echo 1 > /sys/devices/platform/smapi/BAT0/force_discharge
gehen, und zum vollladen halt entsprechend die Charge levels auf 0 und 100% setzen.

Muss ich heut abend mal versuchen.

vert
 
ich hatte schon einen Akku, der ist sehr kontinuierlich von 100% mit 16 V auf 30% bei 14,4 C also Nennspannung abgesunken; bei vielleicht 25% war er dann bei 13,9 V und irgenwann darunter ging der Akku dann schlagartig von 20% auf 4%; meine Interpretation: Verhalten des Akkus für ein nicht taufrisches Teil ganz ok, also nicht die so oft bemühte defekte Zelle; einzig die Kapazitätsanzeige ist nicht ok, wobei ich in dieser Situation ein Rekalibrieren auch den Akku ganz dicht machen kann; so bei besagtem Akku geschehen

nach dieser länglichen Geschichte: aus meiner Sicht gibt es Akkus, die von ihrer Chemie am Ende sind, es gibt aber auch Akkus, die einfach von Energiemanager und Co falsch angezeigt werden
 
Bei nem 8 Zeller würden dann ja 25% =2 Zellen sein.
vert

Richtig kombiniert.
Backgroundwissen: Beim 4 Zeller hängen alle Zellen einzeln am Akkuinternen Ladecontroller und können somit einzeln überwacht werden. Beim 8 Zeller sind es jeweils 4 Pakete a 2 Zellen parallel, die am Controller hängen. Ist beim 8er also eine Zelle defekt, ist es laut Controller automatisch das ganze Pack, also 2 Zellen!

Klaus
 
@PeterWa: Hab es jetzt nochmal getestet. Also bei 56% hab ich noch bisschen über 14V. Ab 55% sinkt sie dann auf unter 14V und in diesem Moment kommt dann auch die Warnmeldung und die Anzeige springt auf 4%. Beim ersten Mal kam die Meldung bei 25%. Rekalibrieren ließ es dann immer wieder einige Tage normal laufen. Also auch von der Laufzeit her war es dann wieder besser (nicht nur die Anzeige). Dann fing es plötzlich bei ~50% an. Kann ich also davon ausgehen, dass wirklich die Zellen defekt sind?

 
ich hatte schon einen Akku, der ist sehr kontinuierlich von 100% mit 16 V auf 30% bei 14,4 C also Nennspannung abgesunken; bei vielleicht 25% war er dann bei 13,9 V und irgenwann darunter ging der Akku dann schlagartig von 20% auf 4%;
soll das fette wirklich C sein? Coloumb finde ich nirgendwo im output von TP_SMAPI.
Abgeshen davon: Mit akkutechnik kenne ich mich nicht sonders aus (=eher gar nicht). Gibts ne empfehlenswerte kurzlektüre zum Thema? Wikipedia geht nicht wirklich auf die spannungen und so ein.

wobei ich in dieser Situation ein Rekalibrieren auch den Akku ganz dicht machen kann; so bei besagtem Akku geschehen
Dicht im sinne von "tut gar nicht mehr"?
Sollte der Akku nicht schon vor einer Tiefentladung (welche ihm wohl tatsächlich Schadet) einfach abschalten?

vert
 
@ vert

also die Nennspannung wird natürlich in V angegeben, dummerweise ist das C so nahe am V

dicht hat den Sinn, dass der Energiemanager freundlich sagte, dieser Akku könne nicht mehr geladen werden, man möge bitte ein neues Original kaufen; Akku war dann nicht mehr zu laden und gab auch keinen Strom mehr ab

also Tiefentladung geht beim normalen thinkpad-Betrieb nicht, das thinkpad schält sich bei einem Akku mit 14,4V Nennspannung bei ca 13,8 aus und fertig; Tiefentladung wäre wohl unter 10 V


@ Fawkes

dein Akku ist wie bei meinem oben beschriebenen deutlich unter Nennspannung und das thinkpad schält dann ein wenig unterhalb dem Kapazitätssprung hart ab; aus meiner Sicht ist das einfach eine durchgedrehte Ladeelektronik; du könntest mal den Tipp von devlin verwenden und bei den 4% aussschalten und ins BIOS booten und dann so lange laufen lassen, bis das thinkpad komplett ausgeht, hat bei mir schon bei einigen Akkus richtige Kapazitätssprünge nach oben gebracht
 
Also ich habe den genauen Sprung auf 0% verpasst, aber er sitzt wohl eher bei 60% :eek:

Spannung jetzt bei 0%:
Code:
 cat /sys/devices/platform/smapi/BAT0/voltage
14144
Grade eben war es nochwas mit 139xx, sollte also OK sein. Mal schauen wie weit
Code:
# echo 1 > /sys/devices/platform/smapi/BAT0/force_discharge
runtergeht. Bin jetzt auf jeden fall schon ein par minuten bei 0.

Als nächstes werde ich mal die devlin methode versuchen. Immer auf 0 runterladen hat bei meinem ibook auch nix ausgemacht.

vert
 
Nochmal ein kurzes update:
ich habe laut
Code:
# cat /sys/devices/platform/smapi/BAT0/voltage
beim laden bei 0% rum spannungen um 16300, und jetzt beim entladen um 80% rum um 15000. Ging allerdings in den letzten 5% um ca. 500 runter.
Sieht aber noch alles ganz normal aus. Mal schauen ob ich den "Sprungpunkt" nun mal sehe, und wie lange ich nach o% noch weiterarbeiten kann.

vert
 
Also ich habe den akku nun die letzten Tage so oft wie möglich auf 0%, und dann noch weiter runtergefahren.

Folgende erkenntnisse:
- Es ist wohl tatsächlich eine zelle (oder warsch eher mehr) kaputt.
- Der "Sprunpunkt" hat sich von ~60 auf ~40% verbessert.
- Kalibrierung ist völlig hinüber, und ändert sich durch komplett entladen auch nicht mehr (oder nur sehr langsam). Folglich:
- 0% und Warngehupe = "So in ca. ner halben Stunde bin ich dann mal tatsächlich bei 0% und gehe aus"
- wenn das TP im Schlaf ausgeht, mag das wohl irgendein Sicherheitsdingens nicht, und melded irgendwas beim booten

Wie gesagt - Sind wohl zellen kaputt, und das lässt sich sicher nicht per "kalibrierung" reparieren, aber irgendwie muss der kiste doch der Zustand der akkus beizubringen sein. Das ich nur noch ca. 2-4h Akkulaufzeit habe ist natürlich ärgerlich, aber bei meiner derzeitigen Nutzung nicht tragisch, nur das die Akkuanzeige ein absoluter Witz ist, das ist es schon. Ich kann mich ja schlecht darauf verlassen das 0% immer mindestens 30+ Minuten Arbeitszeit bedeutet.

vert
 
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