Acer-Schrott + Backofen = Linux-Test-Laptop

Nommo

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Einfach weils so witzig ist:

Habe seit ner weile nen defekten ACer hier liegen, recht aktuelles Teil, Fehlerbeschreibung: "geht nicht mehr", der örtliche (dörfliche) IT-Fritze hat nen Mainboardschaden diagnostiziert, wollte 300€ für die Reperatur.

Heut hab ich spasseshalber mal rugewerkelt, kam recht schnell auf die verbaute MXM-GraKa, da ohne diese immerhin das Display hell wurde, mit passierte nix.

Als nächstes bei eBay geschaut, die KArten gehen um 125 € weg --> zu teuer

Dann: MXM KArte 20 Minuten bei 125 Grad in den Backofen --> Bin gerade dabei Ubuntu zu installieren :-)

Ich freu mich, Gruß,
Nommo
 
Da bin ich auch gespannt :-)

Immerhin hat es geholfen den Fehler zu verifizieren, falls die Karte wieder flext kauf ich dann nen neue :-)

ICh werde den Thread aktualisieren wenn wa passiert
 
Glückwunsch, hoffentlich hält es,
denn Reflow Löten passiert normal so bei 220 °C
vorher wird das Lötzinn nicht flüssig.

grüße
 
Wer weiß was acer statt loetzinn verwendet :-)
 
Ach, so schlimm ist Acer gar nicht.
Der Aufbau der Acer Travelmates ist nahezu identisch zu den Lenovo 3000 oder G-Serie. Vermutlich alles Foxconn.

Mit 125°C hast Du gar nichts erreicht, da hat sich die Karte nur etwas thermisch ausgedehnt und einen Mikroriss im Lot zugedeckt, der sehr schnell wieder aufgeht.

MXM Karten sind meist mit bleifreiem, spröden Zinn-Kupfer Lot verarbeitet. Unter 217°C kriegst Du den Mist nicht flüssig und unter 2 Minuten Sättigungszeit nicht langzeitstabil. Danach muss es kontrolliert gekühlt werden, damit das Lot nicht unkontrolliert auskristallisiert und sich separiert. Das Problem mit dem nVidia Chip ist, dass er ab 230°C einen permanenten Schaden bekommt und dann irgendwann total ausfällt.

MXM oder nVidia G86 auf dem Mainboard zu löten ist extrem tricky, wenn es halten soll. Die meisten Profis, die ich kenne, werfen den Chip kurzerhand in den Müll und nehmen einen frischen ab der Charge von 2/2009 der anderes Lot benutzt.
 
die backofenmethode ist super, hab vor einigen jahren mal eine defekte ATI 9700 Pro im backofen "repariert". die läuft heute noch in dem alten pc von meinem dad.

die methode ist auch schon x-fach bewährt, die temp darf aber nicht höher sein da die karten danach nicht mehr funktionieren weil der chip, speicher und spwas die höheren temps nicht aushalten. wenn das ein halbes jahr funzt ists doch super.

nicht so viel nörgeln ;)
 
Hi!

Das ich die Karte (ohne Mainboard, kann man abnehmen) gebacken hab war mehr ne idee um das Problem einzudämmen, immerhin weiss ich jetzt was ich ersetzen muss :-)

Wass man lobend hervorheben muss ist die riesige Klappe im Basecover des Acer, man kommt an alle Karten, den RAM und das Kühlsystem sowie die FP über eine Klappe, trotzdem scheint das Teil einigermaßen verwindungssteif zu sein.

Ich werd jetzt mal bei eBay MXM2 Karten suchen die nicht sooo teuer sind und dann ggf. zuschlagen.

Gruß,
Nommo
 
meister.' schrieb:
die backofenmethode ist super, hab vor einigen jahren mal eine defekte ATI 9700 Pro im backofen "repariert". die läuft heute noch in dem alten pc von meinem dad.

die methode ist auch schon x-fach bewährt, die temp darf aber nicht höher sein da die karten danach nicht mehr funktionieren weil der chip, speicher und spwas die höheren temps nicht aushalten. wenn das ein halbes jahr funzt ists doch super.

nicht so viel nörgeln ;)
Ja, aber die ATI 9700 Sache ist eine ganz andere Technologie und Produktionsweise. Ansonsten gäbe es ja nicht die Möglichkeit, die T4x Serie per Reflow wiederzubeleben.
Beim nVidia G86 core gibt es ein inherentes Materialproblem, das einem erfolgreichen Reflow (intern und extern) diametral gegenüber steht. Und das erfolgreich zu lösen ist ein großes Challenge. Mit dem Backofen hast Du da ausgedient.
 
Dilbert_im_Cubicle' schrieb:
meister.' schrieb:
die backofenmethode ist super, hab vor einigen jahren mal eine defekte ATI 9700 Pro im backofen "repariert". die läuft heute noch in dem alten pc von meinem dad.

die methode ist auch schon x-fach bewährt, die temp darf aber nicht höher sein da die karten danach nicht mehr funktionieren weil der chip, speicher und spwas die höheren temps nicht aushalten. wenn das ein halbes jahr funzt ists doch super.

nicht so viel nörgeln ;)
Ja, aber die ATI 9700 Sache ist eine ganz andere Technologie und Produktionsweise. Ansonsten gäbe es ja nicht die Möglichkeit, die T4x Serie per Reflow wiederzubeleben.
Beim nVidia G86 core gibt es ein inherentes Materialproblem, das einem erfolgreichen Reflow (intern und extern) diametral gegenüber steht. Und das erfolgreich zu lösen ist ein großes Challenge. Mit dem Backofen hast Du da ausgedient.

gehts jetzt oder gehts nicht? ;)
 
Das ist nen Aspire 5920g. Berechnet übrigens gerade HDRs :-)
 
Das Acer Aspire 5920g hat ja den NVidia Geforce 8600M GT , ganz klar der üble G86 Kern.
Du kannst mit 100% Sicherheit davon ausgehen, dass da bei 125°C im Backofen exakt gar nichts passiert ist. Ich vermute eher, du hast beim Aus/Einbau irgendwelche Wackelkontakte am Stecker behoben.
Wenn's funktioniert, freu Dich.

PS: Bist Du sicher, dass der Backofen nicht 225°C hatte?
 
dann wär doch aber wahrscheinlich die graka jetzt hion oder hab ich da was falsch verstanden?

bzw. galt da snur für die onbord-varinate?
 
@Dilbert: Da ich ja schon einige von Dir reflowte Thinkpads hier hab bzw, hatte bist du natürlich ne Instanzt in Sachen reflow :-) Dann werd ich halt einfach nur Schwein gehabt haben oder ich hab genug Siff von den Kontaten gekratzt :-)
 
So, wie versprochen bleibe ich aktuell :-)

Das Notebokk hat ziemlich genau 2 Monate gehalten, jetzt ist es wieder bei mir, gleicher Fehler, ergo Karte wieder (oder immer noch) im Eimer. Ne neu kostet aber schon Geld, daher hier nochmal die Frage an Dilbert und alle anderen "Experten". Bringt es was die Karte bei 225°C zu "backen" oder kann ich mir das gleich sparen? Gibt es ansonsten ne Möglichkeit das Teil zu reflowen? Oder hat gar jmd. ne gute Bezugsquelle für ne neue Karte?

Vorweihnachtliche Grüße,
Nommo
 
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