570E übertakten?

Akira

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Hallo,

Ich hab bereits ein weing gegoogelt aber nicht konkretes gefunden dass mir weiterhilft. So wie ich das verstanden habe lässt sich der FSB des 600X z.B. auf 133MHz erhöhen. Da das 570E praktisch die gleichen Innereien hat (nur ohne Speedstep) wollte ich fragen ob man das 570 also auch übertakten kann und wie das dann genau funktioniert?

Wie sieht's mit der Kühlung aus?
 
tcone hat ein 570 übertaktet mit Bildern und Beschreibung, finde den Threat gerade nicht, ob das auch beim 570e funktioniert? Mir reichen die 500Mhz beim 570e als Backup TP :rolleyes:

Das 570e hat im gegensatz zum 570 einen recht potenten Lüfter, 600 oder 700 Mhz sollten da kein Problem sein!

xxx
 
Danke für die Antwort!

Ich hab da ein bisschen weitergeforscht, anscheinend gibt es da dieses Turbo-PLL oder so, damit könnte ich den FSB auf 140MHz erhöhen was dann zu 700MHz Leistung führen würde. Damit könnte ich leben.:thumbup:

Die WLP werde ich auch erneuern, Arctic Silver natürlich, sollte also recht gut laufen nehme ich an?

Wenn du den Thread noch findest, könntest du ihn bitte posten?

Wie geht übertakten jetzt konkret?
 
Zitat: tcone:


"Man muss ein bischen Glück mit dem Ram haben. Auf meinen 570ern waren immer 100MHz-Chips verschiedener Hersteller, aber stabil übertakten ließ sich nur das 300er-Board. Ein 366er hatte bei 100MHz Speicherfehler und ein anderes 366er-Board wollte erst gar nicht.


1.) Taktgeber auf 100MHz stellen:
Vom Cypress W137H muss man Pin 16 (66/100) mit Pin 19 oder 28 (VDDQ3) verbinden.
Abgeguckt von dieser Seite.

2.) VCore von 1,6V auf 1,xV erhöhen (brauchte ich bei dem 300MHz-Board nicht)
Den Strom für die CPU liefert der MAX1636EAP (siehe S.17). Die Spannung kann über Widerstand R2 (über dem Displaystecker, rot auf dem Bild) verändert werden. Mit der Formel Vout=VRef * (1+R1/R2) kann man sich die benötigte Spannung ausrechnen.

Als Wert von R1 habe ich mit meinem billigen Multimeter ca. 52kOhm gemessen, rechnerisch sind es wahrscheinlich 50KOhm. Der Wert von R2 ist 110kOhm, VRef ist konstant 1,1V.

Bsp.: Mit einem Widerstand von 86KOhm bekomme ich einen Wert von 1,74V. Die Spannung kann man zwischen den beiden Kondensatoren (+) und Masse (-) messen."

tp_570_100mhz_modf6zi.jpgtp_570_pii366550g23o.jpgtp_570_vcore_modr5tz.jpg





xxx
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke!

Aber ob ich das hinbekomme? Hier handelt es sich zudem um ein 570.
 
Ja eben! Ob das beim 570e auch so funktioniert weiß ich eben nicht! Evtl meldet sich Freddy ja hier noch! Ich hab von der ganzen Sachen mit dem Übertakten überhaupt keine Ahnung:huh:

:pinch::pinch::pinch:
 
Hallo,

es gibt eigentlich nicht "das" Turbo-PLL. Das bezeichnet eher das Konzept, Systemtakte wie FSB durch ein anderes zusätzliches PLL in das Mainboard einzuspeisen, was mehr Takte erzeugen kann als das, was original auf dem Baord ist. Die Idee dazu kommt aus Japan, die hatten das soweit ich weiß als erstes gemacht. Dort konnte man sich als Übertakter damals, als sowas noch nötig war sogar solche Turbo-PLLs auch fertig kaufen, die den FSB sogar stufenlos erzeugen konnten, die musste man dann aber immer noch selber ans Board löten. Heute geht das ja alles bequem im Bios (teilweise sogar automatisch) und man muss von der Hardware selber nicht mehr so viel Ahnung haben.

Ursprünglich wurden dabei die Takte für Pheripherie wie z. B. 48 MHz für USB, 14,31818 MHz für die Uhr usw. extern eingespeist und die Verbindung zu dem PLL auf dem Board getrennt und dann der Quarz auf dem Board ausgelötet und anstelle dessen das Signal des Turbo-PLLs eingespeist. Dieses konnte dann auch höhere Frequenzen in das PLL auf dem Board einspeisen als der Quarz, weshalb die Frequenzen wie FSB, PCI usw., die auf dem Board von dem PLL aus dem Takt des Quarzes generiert wurden höher ausfielen.

Wer mehr darüber lesen möchte, dem empfehle ich folgende Links:

http://web.archive.org/web/20000303...lish/over_clockers_tool/pll/turbo_pll_01.html
http://www.overclockers.com/do-it-yourself-pll/

http://archive.arstechnica.com/cpu/2q99/hacking-bx-1.html


auch interessant, ist aber eher zum Thema Multiplikator-Lock:
http://arstechnica.com/features/2000/01/clocklock/
http://arstechnica.com/features/2000/01/clocklock2/
BTW: So einen Pentium II mit verändertem Multiplikator über das IC von den Betrügern damals hätte ich gerne (Bild 1, Bild 2, Bild 3, Bild 4 ). Daran könnte ich vielleicht nachvollziehen, wie das implementiert wurde und den Multiplikator bei allen Pentium II unlocken. Aber wer hat sowas heute noch?

Egal, zurück zum Turbo-PLL: Ich verwende eine etwas andere Methode, die weniger aufwändig ist und auch gut funktioniert: Ich lasse auf dem Mainboard alle Takte für Pheripherie, den Quarz für das
PLL usw. unverändert und speise den FSB direkt mit einem externen PLL ein.

Das ist deutlich einfacher und weniger Aufwand, muss aber nicht immer stabil sein, da der FSB jetzt nicht mehr synchron mit den Takten für PCI und AGP läuft. Außerdem gibts noch andere Faktoren, von denen das abhängt, ob es stabil ist oder nicht, das würde jetzt hier zu weit führen und manches (bzw. wahrscheinlich eher vieles) weiß ich auch selber nicht ;) . Zum Beispiel funktionieren hohe FSBs mit dem einem PLL zwar im Prinzip, aber ab und an gibts trotzdem Abstürze damit, während mit einem anderen PLL-Chip der selbe FSB stabil funktioniert. Was man auch machen kann ist, man setzt das Original-PLL auf dem Board komplett außer Funktion und speist alle Takte extern über das zusätzliche PLL ein.

Der Vorteil ist, wenn man den FSB direkt einpeist und den Rest so lässt wie er ist, dass der PCI-Takt nicht mit hochgeht, was irgendwann zu Instabilitäten führen kann, spätestens, wenn es auf die 40 MHz PCI zugeht. AGP ist zumindest beim 440BX etwas kniffliger, da der Takt dafür im Chipsatz aus dem FSB generiert wird und nur zwei Teiler zum FSB zur Verfügung stehen. Beim 600X ist das egal, weil die Grafikkarte wohl am PCI-Bus hängt bzw. PCI-Takt bekommt oder höhere AGP-Takte problemlos verträgt, aber beim 770X musste ich den korrekten AGP-Takt extern einspeisen mit zusätzlichem PLL, da die Grafikkarte den höheren AGP nicht vertrug.

Was tcone im 570 macht (und andere auch beim Pinmod für T4x, X3x und X6xusw.) ist folgendes: Die PLLs auf den Mainboards können oft mehrere Frequenzen für den FSB erzeugen, z. B. 66 MHz und 100 MHz oder 100, 133, 166 und 200 MHz usw. Welche Frequenz erzeugt wird hängt von verlöteten Widerstanden auf dem Board in der Nähe des PLL-Chips ab, die bestimmte Pins an dem PLL auf Versorgungsspannung (VCC) oder Masse (GND) setzen. Durch Verändern dieser Widerstände oder durch Anlöten von Kabeln oder Lötzinnbrücken probiert man die FSBs, die das auf dem Board original verlötete PLL erzeugen kann aus und entweder man hat Glück und die CPU schafft dann die daraus resultierende Übertaktung oder eben nicht. Bei niedrig getakteten CPUs mit niedrigem FSB ist das wahrscheinlicher als bei höher getakteten Modellen. Z. B. schafft ein Pentium M mit 100 MHz FSB und 1,7 GHz Takt fast immer ohne irgendwelche Spannungserhöhung die Übertaktung auf 2,26 Ghz durch den nächsthöheren FSB des PLL-Chips im T4x und X3x (133 MHz). Oder im TP 570 eben der 300 MHz Pentium II von 66 x 4,5 auf 100 x 4,5 bzw 450 MHz. Habe auch eine MMC-2-Platine mit dem gleichen Prozessor, wo das auch geht. Oft sind die entsprechenden Pins auch zu Kontakten am CPU-Sockel geführt und je nachdem, welche CPU man einsetzt werden die Pins am PLL-Chip auf VCC oder GND gelegt.

Fürs 770X gibt es sogar ein pinkompatibles PLL, was man nur anstelle des originalen PLLs einlöten muss und dann auch ne FSB von 133 MHz wählen kann. Aber da man den AGP hier eh extern einspeisen muss, bringt das im Prinzip garnicht so viel vom Aufwand her, da man in jedem Fall ein zweites PLL braucht. Beim 600E passt das PLL, was im 770X geht auch, aber da braucht man keinen AGP-Fix, muss also tatsächlich nur das PLL tauschen und kann dann auch 133 MHz als FSB wählen.

Was es auch noch gibt sind PLLs, die per Software angesprochen werden können, so dass man die Fequenzen, die das PLL erzeugen kann auch per Software auswählen kann ohne Löten.

Das ist aber alles nicht die gleiche Vorgehensweisewie beim Turbo-PLL, denn hier wird ja immer "nur" das ausgenutzt, was das Original-PLL auf dem Board schon kann. Allerdings ist die Auswahl an FSBs da meistens stark begrenzt. Durch ein externes PLL (bzw. "Turbo-PLL") umgeht man diese Beschränkungen. Da ich es so mache, dass ich direkt den FSB extern einspeise versuche ich PLLs zu nehmen, die eine hohe Anzahl an auswählbaren FSBs (oder manchmal auch nur ein paar FSBs, aber darunter eben auch genau den, den ich will) bieten, da man so mehr Möglichkeiten bzw Abstufungen hat. Die säge ich mit Platinennumfeld aus alten (teils auch defekten) Mainboards aus. Würde ich zusätzlich auch noch verschiedene Referenzquarze für das Turbo-PLL verwenden, dann könnte ich noch mehr Frequenzen erzeugen (bin ich aber zu faul zu). Das verlinkte Turbo-PLL aus Japan simuliert nur den Quarz und ändert nicht die Einstellungen am PLL, in das es seinen Referenztakt einspeist. Das ist zwar die "beste" Lösung, da der FSB nahezu stufenlos verstellt werden kann, mir allerdings auch viel zu aufwändig, sowas zu bauen.

Wenn man sich nicht selbst in die Materie einliest und keine Löterfahrung hat, sollte man die Finger davon lassen. Sich das selber anzulesen wird aber zunehmed schwieriger, da die ganzen Artikel und Webseiten aus der Zeit nach und nach alle verschwinden :crying: . Eine davon (die wichtigste für den AGP- und PCI-Fix beim 440BX-Chipsatz) findet man nicht mal mehr übers Webarchiv, die habe ich zum Glück damals abgespeichert. Bei der Methode, wo man nur durch Verändern von Widerständen, Einlöten von Kabelbrücken usw. einen anderen FSB beim original verlöteten PLL auswählt, da kann man noch relativ gefahrlos nach Datenblatt zum PLL oder besser noch nach einer eventuell vorhandenen Anleitung gehen. Löten können muss man da aber auch für.

So ein Turbo-PLL funktioniert prinzipell auch in "neueren" Thinkpads, vermutlich sogar bis Core2, nur hat sich da keiner die Arbeit gemacht, da man mit nem Pinmod, der wesentlich weniger Aufwand bedeutet und mit niedrig getakteten CPUs schon das meiste rausholen kann. Ab Core i3/5/7 geht es nicht mehr oder wenn doch, dann nur mit viel Aufwand und stark abgewandelt. Je älter, desto wahrscheinlicher, dass es reibungslos geht. Das Turbo-PLL macht im Prinzip nur dann Sinn, wenn ein Pinmod nicht möglich ist wie im 600X (höchster FSB des PLL = Standard-FSB der CPU = 100 MHz) oder wenn man um jeden Preis das Maximum rausholen will.

Kandidaten wären 600E, 600X, Transnote, 570E, T2x, X2x usw. Bei neueren TPs wie T3x, X3x, T4x usw. kann man meistens auch schon nen Pinmod machen.

Damit man auch mal sieht wie sowas aussehen kann mit Turbo-PLL hier zwei Bilder von 600X-Boards (klick4big):



Na, noch wach und alles soweit verstanden :D ?

Dann will ich jetzt endlich mal auf dein 570E zu sprechen kommen: Der Pentium III im 570E läuft bereits mit 100 MHz FSB. Die Wahrscheinlichkeit, dass das PLL im 570E auch noch höhere FSBs als diesen generieren kann ist extrem gering, da viele ältere PLLs für Pentium II und III nur die FSBs 66 und 100 MHz generieren könnne, da das die einzigen Standard-FSBs beim Pentium II und zunächst auch des Pentium III waren (deswegen hat der BX-Chipsatz auch keinen 1/2-Teiler für AGP). Erst später kamen Pentium-III-CPUs mit 133 MHz FSB auf den Markt. Und so ein simples PLL wird im 570E sehr wahrscheinlich auch drin sein. Gewissheit bekommst du, wenn du den PLL-Chip auf dem Board findest und das Datenblatt dazu googelst. Die CPU selber könnte sehr wahrscheinlich mehr Takt, weil es die am niedrigsten getakteten Pentium III sind (450 oder 500 MHz). Aber wahrscheinlich nur mit externem PLL.

mfg el-sahef
 
Zuletzt bearbeitet:
Oha, hier wollte ich ja auch noch antworten!

Erstmal vielen Dank an sahef für die sehr ausführliche Antwort!

So weit habe ich das meiste kapiert, kurz gesagt: 570E übertakten - Ja, aber nur mit viel Aufwand und Lötarbeiten.

Ich setze das alles mal auf die "eines Tages vielleicht" Liste, zur Zeit werde ich wohl mit 500MHz leben müssen. (hab ich beim 600X auch geschafft, dürfte also kein Problem sein)

Wäre halt schön gewesen wenn man per BIOS Mod den Multi hätte ändern können aber gut.

Danke nochmals an alle die geantwortet haben!:thumbup:
 
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