Das einzige "reale" 64bit Problem ist das beknackte Flashplugin von unser-aller-Lieblingsfirma, welches seit geraumer Zeit nur noch für 32bit existiert, aber dank Wrapper etcpp. auch auf 64bit läuft - da leidet aber die Performance "etwas". In wie weit man bei Flash von Performance reden kann, ist auch so eine Frage.
Nun ja, etwas falsch ausgedrückt, "nur noch" sollte eher ein "noch nie wirklich" sein. Es gibt eine Uralt-Version in 64 Bit (irgendwie Stand 11/2010), da meckert Firefox bei jedem Update rum, man solle Flash aktualisieren. Privat hab ich Flash nicht drauf, zumindest nicht als Browser-Plugin. Vermisst habe ichs bisher nicht wirklich. Dank lahmer Internet-Verbindung nutze ich für youtube sowieso keepvid.com und mplayer oder xine kann dann auch Flash-Videos abspielen. Auf Arbeit tut das 64 Bit-Uralt-Plugin aber seinen Dienst, den Shuttle-Start gestern konnte ich problemlos live verfolgen.
An Gnome3 habe ich mich mittlerweile gut gewöhnt. Die wichtigsten Tastenkommandos sitzen. Unity finde ich da absolut grauenvoll, da kommt man nicht sofort mit klar, wenn man das mal nutzen muss, weil auf manchen PCs auf Arbeit Ubuntu läuft. Mittlerweile weiß ich, wie ich eine Konsole auf bekomme, ohne die grafische Oberfläche zu verlassen. Aber das hilft bei Ubuntu auch nicht viel. Fehlender richtiger root-Zugriff ist doof. Also ich hab mir nie ein Ubuntu angetan und werde es auch so schnell nicht tun. Fedora hat mir seit FC4 keinen Anlass gegeben, mich nach was anderem umzusehen (vorher war ich bei Suse und älteren RedHats). Von daher kann ich auch kein Ubuntu empfehlen. F15 mit Gnome3 macht mir einfach Spaß, die meisten Sachen tun, auf neues Kommendes (in 3.1 und 3.2) freu ich mich schon.
Trotz allem ist die Vielfalt an Desktop Umgebungen für Einsteiger/Windows-Wechsler nicht nur vorteilhaft. Unter Windoof gibt es nur ein Bedienkonzept. Klar, das hat sich seit XP auch gut verändert, aber Windows 7 ist Windows 7, da findet man Einstellung X immer an der gleichen Stelle, egal wer es wo nutzt. Gnome 3 kann Sachen nicht, die KDE kann, KDE kann Sachen nicht, die LXDE kann, usw... Das hilft Einsteigern wenig, wenn sie dann schon mal im Netz suchen, wie man etwas erreichen kann, eine Lösung finden und es ist für die 'falsche' Oberfläche? Auch auf Dateisystemebene gibt es Unterschiede. Einmal findet sich was in Verzeichnis /a/b, ein anderes mal im Verzeichnis /x/y. Hilft nicht wirklich. Aus meiner Erfahrung steckt in Evilandi666s Aussagen nicht so viel Ironie drin. Unity halte ich für abschreckend. Ich selbst empfehle auch kein Ubuntu, sagte ich ja bereits. Aber der große Vorteil ist, dass es eben viele Nutzer gibt und somit auch für Einsteiger viel Unterstützung. Aber auch wenn viele das falsche nutzen wird es dadurch nicht richtig.

Arch, Debian, Mint und Gentoo kann ich genauso wenig empfehlen, habe ich nie ernsthaft genutzt (ein Arch hab ich z.B. noch nie bewusst wahrgenommen, ebenso Mint) und so schnell sehe ich mich dazu auch nicht veranlasst.
Zur eigentlichen Frage: ganz klar x86_64, also 64 Bit. Flash ist die einzige Einschränkung, auf die man als Normalnutzer stößt. Kommerzielle Programme für Linux sind sowieso recht selten und meist sowieso für sehr spezielle Anwendungsfälle gedacht. Ich denke nicht, dass da jemand mit in Berührung kommt, der einen Einstieg in Windows sucht. Mein Thinkpad wird nach dem Rausschmiß von W7 nur noch mit x86_64 oder noarch Paketen gefüttert und von Flash im Browser verschont.