X2xx/s (X200/s-260) 13,3" HD+ IPS-Display in ein X220/230 basteln

Jakobus

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Ich hatte ja bereits mein Vorhaben hier angekündigt:

Wie sähe das eigentlich bei einem Umbau auf HD+ aus?
Da gäbe es ja passende 13,3" IPS-Displays mit 40Pin-Connector in 1600x900.
Würde das nativ funktionieren, also würde die Plattform wie beim T420/T430 diese Auflösungen unterstützen?


Ich habe mir dann in der Bucht ein LG "LP133WD2" für 65,-€ inkl. Versand besorgt und
bei Nobby habe ich mir ein schickes X220i zum basteln gekauft.

Wie bereits berichtet gibt das erst mal nur ein hässliches rosarotes Bild und flackern tut es auch.
Aber: anscheinend wird die korrekte Auflösung von 1600x900 erreicht.

Das gleiche habe ich dann noch mal bei meinem X230 versucht, aber das Ergebnis ist identisch.

Was meinen die Display-Experten: kann man die LVDS-Kanäle von den pins 8,9,11,12,14,15,17,18
als Brücken auf die pins 20,21,23,24,26,27,29,30 legen? Kaputtgehen wird nix, da dies ja nur Signal-Leitungen sind.


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Hi Jakobus,

nach der Durchsicht einiger Dokumente bin ich zum Schluss gekommen, dass das per LVDS voraussichtlich nichts werden wird, denn da reicht die Bandbreite des Kanals einfach nicht aus. Die Mods verwenden ja nicht von ungefähr die Display-Port Ausgänge des Cougar-Point-Chips. Davon hat er sogar genug von, allerdings sind die nicht so bequem per Stecker zu erreichen, sondern man wird eben ein Panel mit DP-Eingängen benötigen, sowie einen Lötkolben und voraussichtlich einen Kernel-Mod, damit X das als ersten Port verwendet.

Ich hatte mittlerweile versucht, ein Datenblatt für die HD 3000-Graphik von intel zu finden, allerdings leider ohne Erfolg. Im Datenblatt vom Prozessor steht vieles drin, inklusive von "HD Audio" und dessen Registersatz, und einige elementare Dinge über die ganzen Graphikkanäle, die der Chip hat, aber detaillierte Informationen über die integrierte Graphik sucht man dort vergeblich.

Vermutlich gibt es dazu noch ein separates Dokument, allerdings bin ich wohl zu blöd, das bei intel zu finden. Vielleicht hat einer der Mitforisten noch eine Idee, wo man danach suchen muss.

Im Linux-Kernel ist natürlich auch noch so diverses zu finden, aber ein Aha-Erlebnis hatte ich noch nicht.

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Achso, ja, zur Querverbindung der Pins: Wie man hier sehr schön sieht, wird das LG-Panel erwartungsgemäß mit zwei LVDS-Kanälen angebunden, die der Chipsatz einfach nicht hat. Wenn man die beide parallel an den gleichen Ausgang der CPU anbindet, passieren da bestenfalls "lustige Dinge", aber volle Auflösung gibt das nicht.

Der Chipsatz hat allerdings mehr als genug Display-Port Ausgänge.
 
Hi thor...

Zum Thema Displayport abgreifen:
Ich glaube, dass man da keinen Kernel-Mod bräuchte, da es sich ja im Bios einstellen lässt:

- - - Beitrag zusammengeführt - - -

Edit: Gerade die Schaltpläne vom X220 entdeckt: X220schematics

und äh... jede Menge anderen Stoff: ist das Zeugs bekannt?
 

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Hi thor... Zum Thema Displayport abgreifen: Ich glaube, dass man da keinen Kernel-Mod bräuchte, da es sich ja im Bios einstellen lässt:
Dem Xorg wird das Bios vermutlich egal sein - und das Bios legt den Ausgang nur auf einen der (ich glaube) vier vorhandenen Display-Ports.
[Edit: Gerade die Schaltpläne vom X220 entdeckt: X220schematics
Ja, den hatte ich am Wochenende auch schon ausfindig gemacht. Ich habe auch die Datenblätter von der CPU und dem PCH (Southbridge) gefunden, allerdings eben nichts über die HD3000.
 
Nachdem ich heute mal das IPS-Display an einem (eh gerade offenen) Displaydeckel eines T410 angeschlossen hatte,
hat sich der Entschluss gefestigt, nicht so schnell aufzugeben. Die Brillanz dieses Displays hat es mit angetan...

Ich überlege, ob man nicht mit Hilfe einer solchen Adapterplatine zum Ziel kommt: VL-EPH-V6

Ich werde das Teil mal besorgen und dann damit das Display erst mal als "externen Bildschirm" zum laufen kriegen;
also mit nem Displayportkabel über die DP-Buchse an der linken Seite - den Rest wird man dann sehen ...
 

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Kommt denn am Display auch dann kein ordentliches Bild, wenn man die Aufloesung auf 1366x768 begrenzt?
Oder die Bildwiederholfrequenz auf 30Hz reduziert?
 
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Hi Stefan, das habe ich noch gar nicht probiert (am T410 ist es auf jeden Fall Glasklar) ... mache ich morgen mal!
 
(am T410 ist es auf jeden Fall Glasklar)
T410 hat ja auch den zweiten LVDS Kanal. Lass es doch da drin.

Von der Adapterplatine halte ich nicht viel. Das taugt nur um das Ding extern zu betreiben. Und Strom für das Backlight brauchst du auch noch.
 
Oder die Bildwiederholfrequenz auf 30Hz reduziert?

Das Problem wird sein, ein solches Timing überhaupt anzulegen. Der intel-Kerneltreiber mag nur die Auflösungen an das Panel anzulegen, die im EDID hinterlegt sind. Mit xvidtune oder den Modelines in xorg.conf kommt man leider nicht mehr zurande. Man könnte allerdings probieren ein eigenes EDID zu erstellen und im Kernel zu hinterlegen. Wobei hier die Frage ist, ob dieses EDID dann auch wirklich verwendet wird.
 
... T410 hat ja auch den zweiten LVDS Kanal. Lass es doch da drin ...

Au ja und dann schnitze ich mir ein schönes, breites DisplayBezel (werds dann rosa lackieren) :love:

... Von der Adapterplatine halte ich nicht viel. Das taugt nur um das Ding
extern zu betreiben. Und Strom für das Backlight brauchst du auch noch ...

Was ich extern betreiben kann (und so fange ich jetzt mal an) kann ich später auch noch einbauen -
Displayport lässt sich auch direkt am Board anzapfen ...

Schaunmermal :D

Edit: Das Hauptproblem scheint mir im Moment eher zu sein, an so eine Converter-Platine ran zu
kommen, ich suche mir da gerade nen Wolf :blink:
 
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Also im US Forum ham sie das ja alles schon durchgekaut. Man muss sich zumindest beim X220 afair Lanes am Dockingport abgreifen, dann lüpts. Ich würde ehrlich gesagtauf die Chinesen bauen, wenn die echt ein nettes Bezel haben...
 
... Man muss sich zumindest beim X220 afair Lanes am Dockingport abgreifen, dann lüpts ...

Wenn ich Dich jetzt richtig verstanden habe und auch den Beitrag von Boweihe richtig interpretiert habe, muss ich ja lediglich die fehlenden
LVDS-Lanes (siehe Foto) abgreifen und das war's dann, denn: Mein Display ist ja ein LVDS-Display und kein eDP-Display.
Das hieße ja: Ich bräuchte gar kein Adapter-Board!

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Denkfehler?
 

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Wenn ich Dich jetzt richtig verstanden habe und auch den Beitrag von Boweihe richtig interpretiert habe, muss ich ja lediglich die fehlenden
LVDS-Lanes (siehe Foto) abgreifen und das war's dann, denn: Mein Display ist ja ein LVDS-Display und kein eDP-Display.
Das hieße ja: Ich bräuchte gar kein Adapter-Board!
Äh, nee. LVDS liegt am Docking-Port nicht an, und selbst wenn es das täte, wäre es das gleiche LVDS wie beim Panel auch. Aber was will man mit LVDS am Dock? Das ist für kurze Verbindungen zu internen Panels gedacht und nicht als externes Interface.

Allerdings - wie ich schon sagte, die CPU hat nur ein Single-Lane LVDS-Ausgang, und nicht derer zwei, die man zusammenschalten könnte. Aber sie hat reichlich DisplayPort-Ausgänge, die hier zweckentfremdet werden.

Ich weiß nicht, ob es Panels fertig mit DP gibt - vermutlich eher mit eDP (die Embedded-Variante), und wie weit die auf DP passen, erschließt sich mir (noch) nicht. Also, ob das nur eine Steckerfrage ist oder ob das elektrisch auch verschieden ist.

Im besten Falle müsste ein eDP-Panel ohne Adapter gehen.
 
Wäre aber auch zu schön gewesen ... :zornig:
 
Du schreibst immer, dass die CPU vom X220/X230 nur einen LVDS-Kanal hat.
Beim T420/T430 sind aber Auflösungen von 1600x900 möglich.
Sind das andere CPU's? Ich dachte der Unterschied sei lediglich,
dass die CPU's der X-Serie nicht gesockelt, sondern verlötet sin.

Edit, anderer Versuch:
Was haltet ihr von so einem DP to LVDS-Converter: DP-LVDS-R10 ?
Der könnte im HDD-Schacht untergebracht werden, man müsste dann
halt eine mSATA-SSD als Platte benutzen. Die DP-Lanes vom Docking-
Connector abgreifen und auf das Converterboard legen, aber die Restlichen
Leitungen (Backlight, PWM-Signal, LED-BL-Power, Stromversorgung, Clock,
Data etc..) weiterhin vom Display-Connector abgreifen ...

Prämisse: ich verwende das bereits LG-Display LP133WD2 mit Dual-Channel LVDS.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Schaltplan vom X220 gibt das hier her:

attachment.php


Die Lanes sind also nicht kontaktiert, und deshalb wurde in diese Richtung vermutlich auch nichts weiter unternommen. Mit sehr viel Glück hätten die Pins alle Vias gehabt an die man rankommt, aber bei "NC" ist das eher unnötig und dank BGA kommt man auch sonst nicht ran.
Wenn jemand RICHTIG mutig ist, könnte er versuchen, mit einem <0.3mm Bohrer zur Unterseite des BGAs durchzudringen. Die Powerplanes machen da bei einem scharfen Bohrer keinen Stress, und wenn man dann noch auf den Signallayern nichts kappt UND durch die kleine Öffnung Kontakt zum BGA-Pad herstellen kann.. Ja dann könnte das klappen.
Für mich ist das aber erst eine Option, wenn es die X220 Boards zu einem Preis gibt, bei dem mir ein kleiner Fehltritt nicht so weh tut.
 

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    Screenshot - 19.08.2016 - 10:13:45.png
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Hallo KungfuPancake: Dazu fehlt mir die Feinmotorik und die Ausstattung. :(

Aber, da ich jetzt unbedingt dieses schöne Display verbauen möchte, stelle ich jetzt noch mal die Frage:
Würde die von mir oben angedachte Lösung mit der Adapterkarte funktionieren?
Alternativ zum Abgreifen der DP-Leitungen am Docking-Connector könnte ich mir auch vorstellen,
diese an dem Displayport (an der linken Gehäuseseite) zu holen ...
 
Aber, da ich jetzt unbedingt dieses schöne Display verbauen möchte, stelle ich jetzt noch mal die Frage:
Würde die von mir oben angedachte Lösung mit der Adapterkarte funktionieren?
Alternativ zum Abgreifen der DP-Leitungen am Docking-Connector könnte ich mir auch vorstellen,
diese an dem Displayport (an der linken Gehäuseseite) zu holen ...

Funktionieren wird das prinzipiell sicherlich, meine einzige Sorge wären da die Leitungslängen beim Einbau in den HDD-Schacht. Das Differentialsignal an sich ist ja eher unempfindlich, wenn die LVDS-Kanäle aber jeweils stark unterschiedliche Laufzeiten haben, könnte das Probleme bereiten. Da der ganze Mod aber so oder so außerhalb der Specs läuft: Ausprobieren und Pionierarbeit leisten! :thumbsup:

Edit: Zum Ausprobieren würde ich aber vielleicht nicht direkt einen Converter für 55€ nehmen. Für einen kurzen Test reicht auch was billiges aus China.
 
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