Office-Turbulenzen allenthalben und Europas Weg zur digitalen Souveränität: Neugründungen, Forks, Kooperationen: der aktuelle Stand - eine Annäherung

saint_nabor

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Das Unbehagen, sich ganz auf Microsoft verlassen zu sollen, zieht momentan Kreise: Kaum eine Woche vergeht ohne neue Initiativen, Ansätze oder Projektmeldungen. Die Debatte um "Digitale Souveränität", Unabhängigkeit, Transparenz, Open Source und nicht zuletzt Lizenzkosten ist in vollem Gange. Ein Blick auf die Neugründungen, auf Kooperationen und mehr.

Guten Morgen liebe Thinkpad-Community,😊

Neuerdings arbeiten mehrere Firmen – darunter Ionos und Nextcloud – an einem Projekt namens „Euro-Office“. Ziel ist eine quelloffene Office-Suite, die die genannten Aspekte konkret umsetzt. Die Akteure setzen dabei auf einen Fork des seit 2009 bestehenden OnlyOffice.

Neue Info zum Fork: zu Euro-Office: Euro-Office
Laut Eigenbeschreibung entsteht dort eine webbasierte, kollaborative Office-Lösung für Dokumente, Tabellen, Präsentationen und PDFs – gedacht zur Einbettung in andere Anwendungen wie Filesharing, Wikis oder Projektmanagement-Tools.

Dass OnlyOffice als Basis herangezogen wird - steht nun fest - gleichwohl wirft dies z.B. auf Reddit verwunderte Fragen auf - heiß diskutiert: Warum Euro-Office, aber nicht LibreOffice?

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(310 Upvotes, 187 Kommentare)

Zitat:
(aus dem o.g. Thread) „Ich sehe ständig Schlagzeilen über die 'Euro-Office'-Initiative, um Microsoft Office in ganz Europa zu ersetzen, und ehrlich gesagt... ich verstehe es nicht. Warum das Rad neu erfinden? LibreOffice gibt es doch schon."(Ende des Zitats)

Nun - damit nicht genug: LibreOffice hat derzeit noch mehr Sorgen und Konflikte

Der Konflikt um LibreOffice : Genau hier wird es turbulent: Die Document Foundation (TDF) steckt momentan (selbst) in einer tiefen Krise. Ein Beitrag im Linuxguides-Forum spricht sogar von einem „Debakel sondergleichen“ – besonders bitter für alle, die auf LibreOffice gesetzt haben.
Hintergrund: vgl. den Thread "TDF und LibreOffice-Turbulenzen und "Krisennachrichten": ( LibreOffice am Abgrund: Wie die Document Foundation ihre eigenen Gründer vor die Tür setzte - Linux Guides Community )

Kurzfazit: Besonders schmerzlich ist der Vertrauensverlust. Denn das Open-Source-Modell lebt wesentlich von Zusammenarbeit. Wenn Strukturen versagen und Menschen sich in Zwist verrennen, ist das eine bittere Lektion für die gesamte Gemeinschaft. Und das ausgerechnet jetzt, wo echte Alternativen zu Microsofts Dominanz so dringend gebraucht würden.

Beispiele für LO-Großprojekte: es gab immer wieder Leuchtturmprojekte mit LibreOffice:
  • Dänemark
  • Schleswig-Holstein
  • Österreichisches Bundesheer
(vgl. Wikipedia: Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen)

Persönliche Einschätzung: Für mich war LibreOffice lange ein starkes Zeichen für das andere Modell – ein Garant für digitale Souveränität und Offenheit. Ich werde die Projekte weiter beobachten, erstmal bei LO bleiben, solange es für mich funktioniert. Aber ich werde mir auch Collabora Office und OnlyOffice/Euro-Office ansehen. In den nächsten 12–18 Monaten könnte sich zeigen, wohin die Reise geht.

Was bleibt? Ein echtes Debakel – aber paradoxerweise hat der Kampf um die Vorherrschaft im Bereich der freien Bürosoftware gerade erst richtig angefangen. Und LibreOffice geht darin leider geschwächt ins Rennen.

Ausblick: Übrigens: Vom 10. bis 12. September findet die LibreOffice-Konferenz in Pordenone, Italien, statt. Mal sehen, was daraus wird.


ein kleiner Videoclip zum Thema; Europas Weg aus der Microsoft-Cloud: Der aktuelle Stand

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und eine satirische Antwort auf das Projekt: Microsoft Reacts to the New Europe-Office

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weitere Hintergründe - Artikel, Diskussionen und mehr:

der erwähnte Artikel; Also - wäre das nicht schon turbulent genug: zur TDF und LibreOffice allein gibts derzeit Turbulenzen und "Krisennachrichten": LibreOffice am Abgrund: Wie die Document Foundation ihre eigenen Gründer vor die Tür setzte - Linux Guides Community

und passend zu der Debatte: Ein aktuelles Beispiel für den politischen Druck: (Heise) Cloud: Zoff in Bayern wegen Milliardenauftrag an Microsoft ohne Ausschreibung - ein Heise-Artikel: Cloud: Zoff in Bayern wegen Milliardenauftrag an Microsoft ohne Ausschreibung

eine Übersicht: Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen:
...und auch ein Blick nach La France 🇫🇷 ist sehr aufschlussreich: Digitale Souveränität: Der Staat beschleunigt den Abbau außereuropäischer Abhängigkeiten vgl. https://www.numerique.gouv.fr/sinfo...ique-reduction-dependances-extra-europeennes/ ( Veröffentlicht am Mittwoch, 8. April 2026 | DINUM )

....im Rahmen einer Initiative zum Schwerpunkt: "Digitale Werkzeuge, Öffentliches Beschaffungswesen" formiert sich in Frankreich ein Prozess, der sehr interessant ist: 🇫🇷:love:

Auf Initiative des Premierministers, des Ministers für öffentliche Maßnahmen und Finanzen sowie des Beigeordneten Ministers für Künstliche Intelligenz und Digitales organisierte die Interministerielle Direktion für Digitales (DINUM) in Zusammenarbeit mit der Generaldirektion für Unternehmen (DGE), der Nationalen Agentur für Cybersicherheit Frankreichs (ANSSI) und der Direktion für staatliches Beschaffungswesen (DAE) am Mittwoch, den 8. April 2026, ein interministerielles Seminar. Ziel war es, die gemeinsamen Bemühungen zum Abbau außereuropäischer digitaler Abhängigkeiten zu verstärken. Die Veranstaltung, die Minister, Regierungsstellen, öffentliche Betreiber und Akteure der Privatwirtschaft zusammenbrachte, markiert eine Beschleunigung der französischen und europäischen Strategie für digitale Souveränität.
Verstärktes Engagement des Staates
Im Anschluss an die jüngsten Richtlinien des Premierministers, insbesondere die Rundschreiben zur digitalen öffentlichen Auftragsvergabe und zur allgemeinen Einführung des Videokonferenztools „Visio“, ermöglichte das Seminar die Formulierung eines klaren Ziels: die digitalen Abhängigkeiten des Staates von außereuropäischen Ländern zu verringern.

zuletzt noch die beiden Github-Ressourcen zu Euro- und OnlyOffice

Euro-Offfice@github: https://github.com/Euro-Office

OnlyOffice@Github: https://github.com/ONLYOFFICE


Euch allen hier auf dem Thinkpad-Forum noch einen schönen Einstieg ins Wochenende 😊
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier das Gegenbeispiel: 75.000 Lizenzen M365 bestellt und nicht wissen, wöfür 🤦‍♂️

Da darf man sich nicht wundern, dass dem Staat an allen Ecken und Enden das Geld fehlt...
 
#OSCL26.:: die vielleicht wichtigste Konferenz des zweiten Halbjahres 26 - rund um die Topics #resiliency #security und auch für Digital #Sovereignity... in etwas mehr als einem Monat findet sie statt - am 7. Oktober - und gewissermaßen "um die Ecke..🏕️🏜️"


Motto: Leading by example in Digital Sovereignty​

....."While some considered Digital Sovereignty an impossible endeavour others decided to lead by example and invest in Open Source software and skills to show that it is indeed possible."


guten Abend liebe Thinkpad-Community, :)

die #OSCL26 sie ist die Plattform und als solche, mitten drinne in den Topics dieses Threads. Volltreffer sozusagen 🎯
Und sie will aufzeigen was möglich ist - auf dem Feld.. Es sind einige der Leuchttürme auch dabei - das LAND Schleswig Holstein z.B.


Die #OSCL26 - sie will mit guten Beispiel vorangehen bei der digitalen Souveränität ( https://conference.opensource.lu/ )

die #OSCL26 - Macher: "Während manche digitale Souveränität für ein unmögliches Unterfangen hielten, entschieden sich andere, mit gutem Beispiel voranzugehen und in Open-Source-Software sowie entsprechende Kompetenzen zu investieren, um zu zeigen, dass dies durchaus machbar ist. Durch die internationale Zusammenarbeit zwischen OSPOs (Open Source Program Offices), Mitgliedern der „Digital Commons EDIC“ sowie zahlreichen weiteren Organisationen, Verbänden und Einzelpersonen entstehen Lösungen, die einen grundlegenden Wandel in der Nutzung und Mitgestaltung digitaler Werkzeuge ermöglichen.

Die diesjährige Konferenz bietet den Teilnehmenden die Gelegenheit, sich über aktuelle und geplante Projekte auszutauschen, in deren Rahmen Open-Source-Software für vielfältige Anwendungsbereiche implementiert und abgesichert wird.

Die erste Konferenz in #Luxemburg, die sich der #OpenSource-Software widmet – für die Großregion und darüber hinaus.

#OSCL26 bringt Organisationen und Institutionen zusammen, die Open-Source-Plattformen entwickeln und implementieren. Diese Plattformen stärken die #Resilienz und #Sicherheit und tragen gleichzeitig zur digitalen #Souveränität bei. Die diesjährige Konferenz bietet den Teilnehmenden die Gelegenheit, sich über aktuelle und geplante Projekte auszutauschen, in deren Rahmen Open-Source-Software für vielfältige Anwendungsbereiche implementiert und abgesichert wird." (Ende des Zitats aus dem Programm)


die Agenda: - gegenwärtig noch in "Arbeit:" https://conference.opensource.lu/agenda/

Seht euch die Agenda 25 an - sie gibt wertvolle Einblicke - worum es geht:

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Quelle - ein Ausriss aus der Agenda 25 https://conference.opensource.lu/2025/agenda/


Registrierung aller Teilnehmer ist erwünscht - und erleichtert die Planung - so die Organisatoren: https://conference.opensource.lu/
CFP ist leider schon durch...

Euch allen hier auf dem Thinkpad-Forum nun noch einen schönen Samstagabend, .. 😊

Update:

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By the way: Die OSCL - sie hat im Übrigen auch die LibreOffice-Conference in einem der letzen Jahre gehostet.
 

Anhänge

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Microsoft hat sich diese Woche selbst ausgetrickst. Die Folge war, dass deren Online-Dienste, wie Exchange, Teams, Sharepoint etc. nicht mehr funktionierten und damit zahlreiche Unternehmen lahmgelegt waren.

Hier ein passender Kommentar bei Heise:

Das Thema "Bequemlichkeit" in ähnlichem Zusammenhang, wurde diese Woche erst im KI-Thread angesprochen.

(Ich bin weiterhin strikt für eine dezentrale Datenhaltung on-Premise - "Jetzt erst recht 4.0" )
 
Ich frage mich immer, welche Firmen das wohl sind. Großkonzerne anscheinend nicht und selbst die meisten KMUs wohl auch nicht. Man würde aus der Richtung mehr hören, bzw. es würde viel mehr berichtet in den Nachrichten, wenn eine größere Zahl von (bekannten) Unternehmen mehrere Tage quasi nicht arbeiten können.
Ich gebe zu, ich spekuliere, aber entweder sind die alle schon autark, dass sie nicht betroffen sind oder da wird von der einschlägigen Presse wieder mal vieles aufgebauscht, was in der Realität dann doch kein so großes Drama ist, wie es rüber kommt.

Grüße Thomas
 
Nabend, :)


....in diesen turbulenten Zeiten gehts wirklich manchmal drunter und drüber. und die Frage, wo denn eigentlich die digitale Souveränität nun wirklich beginnt, die wird manchmal etwas verstellt. Wir hatten dieses Thema hier bereits in mehreren Diskussionen und Threads.

zum Beispiel hier: "Open Document Format (ODF) wird im Deutschland-Stack als verbindlicher Standard verpflichtend – proprietäre Formate ausgeschlossen" https://thinkpad-forum.de/threads/open-document-format-odf-wird-im-deutschland-stack-als-verbindlicher-standard-verpflichtend-–-proprietäre-formate-ausgeschlossen.246558/

....und an diversen anderen Orten und Threads ists auch schon angeklungen. dass die digitale Souveränität (kurz DS) vielleicht ja auch schon früher (und an ganz anderen Stellen) beginnt - nämlich (auch schon) beim Dateiformat“!?


Neu: ein aktuelles Interview mit Italo Vignoli

Nun, Italo Vignoli von der Document Foundation (DF) wird nicht müde darauf hinzuweisen, dass die Debatte um digitale Souveränität im Grunde genommen eben nicht (erst) bei der Software, sondern eben beim Dateiformat ansetzen sollte: Er betont in diesem Zusammenhang, dass ODF (OpenDocument Format) ist ein offener Standard ist – transparent, dokumentiert, unabhängig. Und darüber hinaus - so Italo sind DOCX, XLSX, PPTX (OOXML) bewusst proprietär gestaltet sind, dies auch, um einen strategischen Lock-in bei Microsoft zu erzeugen – trotz Schein-Standardisierung.

Dies führt er in einem langen und sehr interessanten Interview aus - das hier zu lesen ist: "Wie Dateiformate digitale Abhängigkeiten schaffen" Italo Vignoli erklärt, warum digitale Souveränität bei Dateiformaten beginnt und ODF proprietären Formaten überlegen ist.

vgl. die Quelle diese Artikels: https://www.heise.de/news/ODF-statt-Lock-in-Wer-kontrolliert-unsere-Dateien-11441874.html
Italo Vignoli von der Document Foundation (DF) erklärt, warum digitale Souveränität b ei Dateiformaten beginnt und ODF proprietären Formaten überlegen ist. Find diesen Artikel u. das Interview ziemlich interessant.


Euch allen auf dem Forum hier noch einen schönen Sonntagabend, :)

SN :)

ps. Italo Vignoli - er ist natürlich auch auf dem Kongress in Italien mit dabei auf der LibreOffice Conference´26 in Pordenone, IT, 10-12 .Sep.
 
Zuletzt bearbeitet:
Viele Hürden sind zu bewältigen und Kosten sind noch nicht klar
Die Kosten für MS-Produkte sind auch unberechenbar. Was passiert denn, wenn Trump mit dem Abschalten von MS-Diensten für Europa droht? Die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung in Kurzarbeit verfrachten?

Und auch wenn der Umstieg nicht von heute auf morgen funktioniert - es ist wichtig, dass die EU und deren Mitgliedsländer, die Schweiz... ernsthaft an alternativen Lösungen arbeiten.
 
Nextcloud, Ionos, OpenXChange, Office.eu und Partner haben gestern eine Desktop-Version von Euro-Office angekündigt, die auch offline laufen, ansonsten aber auch die Verbindung zu Nextcloud halten soll.
Laut Heise gibt es dann Versionen für Windows, Linux und macOS. Erscheinungstermin wird innerhalb der "nächsten Wochen" sein.

Das fehlte eigentlich noch, um wirklich arbeiten zu können, denn die Browseranwendung besitzt doch einige technisch bedingte Einschränkungen. Wenn es damit auch möglich sein sollte, mit mehreren Usern gleichzeitig im (auf Nextcloud abgelegten) Dokument arbeiten zu können, wäre das der "Gipfel".

Offen ist für mich, ob EuroOffice auf dem Nextcloud-Server ebenfalls installiert sein muss.
 
Verwendet von euch jemand MS Business Premium und zahlt direkt an MS ? (ohne Zwischenhändler dazwischen) ?
 
Ich glaube, dass meim früherer Arbeitgeber dieses Paket nutzt und sich sehr über die letzte Preiserhöhung "gefreut" hat.
 
Hm hab schon im Gerüchte Wald von einer kommenden Teuerung gehört…
 
Im Netz finde ich nur Beiträge über Preisanhebungen zum 1.7.26, aber ohne MS Business Premium. Vielleicht will man sich die Türe offenhalten, um nicht zuviel Boden gegenüber den freien Alternativen zu verlieren.
 
„Open Source im Fokus“ :: heute, am 19. Sept. ist der „Software Freedom Day" - Ja .. und dieser „Software Freedom Day erinnert uns daran, dass die entscheidende Frage bei Software im Grunde oft eben nicht nur lautet: Was kann sie? Sondern halt (immer wieder) auch: Wer (!) entscheidet denn z.B. darüber, wie wir sie nutzen, und ganz ganz oft auch wo unsere Daten liegen und vllt. noch wichtiger - ob wir den Anbieter wechseln können? Das sind m.E. ja auch die Vokabeln und Fragen, die diesen ganzen Thread durchziehen von April / Mai beginnend - und die also immer wieder neu vorkommen und m.E. halt auch voll interessant sind - vor allem in diesen turbulenzen Zeiten - wo grad auch der Office-Bereich voller Verteilungskämpfe und Auseinandersetzung ist - und nicht nur dieser. Datensourveränität zum Beispiel - die ist gefragt und auf sehr sehr vielen Feldern.


Liebe Community, :)

Wenn man über die Bedeutung von Open Source nachdenkt - z.B. an einem Tag wie dem „Software Freedom Day" dann kommt man - gerade in diesen Zeiten - wo um Datensouveränität nachgedacht - und gerungen wird auf ein paar Kernpunkte - die zeigen worauf es tatsächlich ankommt - ankommen kann..

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Bild Quelle https://blog.documentfoundation.org/blog/2026/09/18/software-freedom-day-2026/ bzw. digitalfreedoms.org


worauf es ankommen kann.. ein paar der vielleicht wichtigsten Punkte - zusammengefasst aus dem Blog-Artikel der DF (Link oben bzw. unten )

5 wichtige Punkte sind m. E. u. a. etwa diese hier:
  • Open Source bedeutet Freiheit – und eben nicht nur schlicht "kostenlos".
    Entscheidend sind Nutzungs-, Analyse-, Änderungs- und Weitergabefreiheit - daran muss sich das Projekt messen lassen: Da sind wir imho voll im Herz dieses ganzen und sehr sehr langen Threads ja drinne. Das ist von Beginn an - auch Gegenstand dieses Threads.
  • Offene Standards sind ein strategisches Thema - und das gerade auch in diesen Tagen - wie wir immer wieder sehen.
    Im Bezug z.B. auf Libreoffice kann man sagen: Mit ODF hängt die langfristige Nutzbarkeit von Dokumenten weniger von einem einzelnen Hersteller ab - das Thema wird in Deutschland - und darüber hianus in ganz Europa gerade intensiv disktutert. Hier im Thread kommt oft dann Italo (von der DF) zu Wort der diese strategischen Standards immer wieder thematisch umkreist - und sehr lesenswerte Artikel und Interviews dazu produziert.
  • Datensouveränität beginnt bei der Architektur - und oft genug auch beim Format - wie wir schon des öfteren gesehen haben.: nehmen wir zum Beispiel Libreoffice: LibreOffice benötigt weder Benutzerkonto noch Cloud-Zwang und speichert Dokumente standardmäßig lokal. Darüber wurde hier schon des Öfteren geschrieben.
  • Open Source reduziert Vendor Lock-in.:; Software, Datenformat und Support können voneinander entkoppelt werden – einschließlich der Möglichkeit, den Dienstleister zu wechseln. Und last but not least - voll wichtig - wie man eben auch an LO immer wieder sehen kann.
  • Eine Open-Source-Community lebt von Beteiligung.
    Code ist nur ein Teil des Beitrags: Übersetzung, Tests, Dokumentation, Support und Kommunikation sind ebenso wichtig - das sieht man bei Linux, bei 'den diversen kleineren Gruppen und auch bei LibreOffice - u.a.m. Ein Dauerthema - aber ich denke dass man "Beteiligung" hier auch voll aktiv sehen kann. Dieser Thread ist ein beredtes Zeugnis dafür dass sich sehr sehr viele für das Thema interessieren - und sich auch beteiligen.

btw: vgl. zum Thema auch den aktuelle Artikel auf dem DF-Blog: https://blog.documentfoundation.org/blog/2026/09/18/software-freedom-day-2026/


Ein Videoclip zum Thema: Digitale Souveränität: Der Norden macht vor, woran der Bund scheitert

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über das Vorzeige-Leuchtturmprojekt ist ja auch hier schon des Öfteren diskutiert worden.

des weiteren - auch interessant - die Ausbreitung von Open Office im Bereich der öffentlichen Verwaltung - u. a. m.

vgl auch: Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen:


Zit: Mit Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen bzw. Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung verfolgen die Einrichtungen, die auf Open-Source-Software setzen, ganz unterschiedliche Ziele, die von einem Bemühen um Kostenreduktion bis hin zur Durchsetzung eigener Datensouveränität reichen können.

Euch allen hier auf dem Thinkpad-Forum noch einen schönen Software-Freedom-Day - und einen schönes Wochenende :)
 
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LibreOffice benötigt weder Benutzerkonto noch Cloud-Zwang und speichert Dokumente standardmäßig lokal. Darüber wurde hier schon des Öfteren geschrieben.
Aber nicht vergessen:
LibreOffice kann Dokumente auch direkt in der Cloud speichern. Hierzu muss lediglich ein DAV-Zugang zum Cloud-Konto konfiguriert werden. Anschließend kann man selbst frei bestimmen, ob man ein Dokument lokal oder in der Cloud (z.B. Nextcloud) speichert.
 
So, jetzt hat auch die Kieler Staatskanzlei den Schritt vollzogen:

Im Gegensatz zu LiMux geht man in SH einen Schritt weiter:
Damit der Übergang im Arbeitsalltag reibungslos gelingt, hat das Land stark auf Schulungs- und Begleitmaßnahmen für die Beschäftigten gesetzt. Neben Informationsveranstaltungen vor Ort und im digitalen Format stellte die Verwaltung Lernvideos bereit. Sie organisierte laut einer Mitteilung ferner Fachpersonal für direkte Unterstützung an den Arbeitsplätzen und richtete interne Linux-Foren ein.
Man bleibt also nah am Anwender, um ihn nicht im Regen stehen zu lassen, sollte er vor einem Problem stehen.

Die Staatskanzlei spielt hierbei den Vorreiter, bevor die Ministerien umgestellt werden.
 
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Guten Abend liebe Thinkpad-Community, :)

LibreOffice auf der #OSCL26 – prominent vertreten mit zwei starken Talks :: Die #OSCL26 in Luxemburg (am 7.Oktober) dürfte eine der wichtigsten Open-Source-Konferenzen des zweiten Halbjahres 2026 sein. Im Mittelpunkt stehen Themen, die derzeit kaum relevanter sein könnten: Resilienz, Sicherheit und digitale Souveränität.

die beiden Vorträge:
  • Warum freie Software und digitale Souveränität wie füreinander geschaffen sind
  • Der Cyber Resilience Act und Open Source: Wo stehen wir? Der Weg von LibreOffice zur Konformität als Praxisbeispiel

Beide Talks stammen von Florian Effenberger (Executive Director, The Document Foundation) und finden am 7. Oktober 2026 statt.

Die Konferenz selbst ordnet sich klar unter das Dach „Leading by example in Digital Sovereignty“ ein. Das ist ein starkes Signal: LibreOffice wird hier nicht als „nur ein Office-Paket“ positioniert, sondern als konkretes Beispiel souveräner Open-Source-Praxis.
Das ist gewissermaßen unser Thema hier -
und wir können gespannt sein auf den Vortrag und die Resonanz in Luxemburg. :) - und darüber hinaus natürlich...

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Die Konferenz: https://conference.opensource.lu/

Zu den Talks: vgl. https://de.blog.documentfoundation....f-der-open-source-conference-luxembourg-2026/
der deutschsprachige Community-Blog der The Document Foundation, hat die Vorträge direkt bestätigt:

Auf der Open Source Conference Luxembourg 2026, die am 7. Oktober stattfindet, wird es zwei Vorträge von Florian Effenberger, Executive Director der The Document Foundation, zu Themen rund um LibreOffice geben :

Ein Blick auf die Agenda: https://conference.opensource.lu/agenda/

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Und ja: dies jetzt am Ende auch noch: Es geht ja in diesem Thread nicht nur um Office-Pakete allein - nicht nur aber vllt. paradigmatisch an diesem Beispiel, wird ja vieles vieles in diesen Zeiten verhandelt - und auf diesem Feld passiert ja auch jede Menge: vgl. z.B. hier die Entwicklungen in Schleswig Holstein usw. usf. Das Land Schleswig Holstein ist im Übrigen auch dort auf der Konferenz vertreten - passt doch!!! :cool:🤲


Euch allen auf dem Thinkpad-Forum einen schönen Abend.
 
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  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
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