Zuschauer fragen: Bundeskanzerlin Merkel antwortet

J0hnD03

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Gerade auf Spiegel online einen Ausschnitt des Interviews mit Merkel gesehen und muss mich doch echt wundern. Die ganzen Antworten von Merkel kamen mir immer vor, als würde sie sagen: "Ähm naja keine Ahnung! Nächste Frage."

Frage: "Wenn Fiat jetzt wirklich bei Opel einsteigt, glauben Sie nicht, dass Fiat früher oder später einen eigenen Interessenkonflikt bekommt?"
Merkel: "Es wird immer so gesagt Magna, naja, die bauen ja nur Ersatzteile und Zulieferteile, also kann Magna dann ein Auto bauen und das ist erst mal besser, als wenn Fiat, die schon Autos bauen, dann noch nen Konkurrenten sozusagen bekommen und mit dem zusammen geht. (Aha!) Wir werden uns die Konzepte genau anschauen. (Das denke ich mir. Dafür muss man ja auch nicht wirklich den Kopf hinhalten) Es geht um Märkte. Darf also Opel z.B. in Zukunft nach Latein Amerika liefern? (Genau. In Zukunft schreibt der Staat vor, welcher Hersteller mit welchem Land handel betreiben darf. So schafft man eine stabile Wirtschaft!) Welche Märkte stehen dahinter? Wir haben den russischen Markt, das könnte interessant sein. Aber reicht das aus? Ich würde einfach sagen: Lassen sie uns doch ganz unvoreingenommen prüfen. Wir werden das mit dem Betriebsrat besprechen, wir werden das mit der Unternehmensführung besprechen, wir müssen das dann mit den Amerikanern besprechen (dt. die Sache ist gegessen. Die Amerikaner haben da jetzt das sagen, nervt mich nicht) und wir werden versuchen unseren deutschen Interessen und da sag ich jetzt mal gemeinsam von den Arbeitnehmern über die Opelführung und die Bundesregierung und die betroffenen Länder uns dann anschauen, wo sind die besten Perspektiven gegeben für Opel. Nützt ja nichts wenn man für den Fachmann ne Lösung hat und in drei Monaten ist dann wieder alles in Frage gestellt."

Frage: "Munition im Schützenverein, Waffe dann zuhause und Munition wird nur vom Schützenverein erworben und ausgegeben. Dann hab ich doch dann die Trennung"
Merkel: "Ja da haben wir noch die Jäger. Bei den Munitionslagern hat man im Grunde das gleiche gesagt. [natürlich. das wissen sie ja alles. aber die Waffenlobby ist nunmal zu stark... die wollen zuhause ihre waffen haben und damit rumspielen. würde ich genau so machen, wenn ich ne waffe hätte ^^] Ich glaube oder wir haben das strengste, eines der strengsten Waffengesetze der Welt. (ja, man darf jetzt nichtmal mehr ein Einhandmesser haben, da es eine gemeine Tötungswaffe ist...) [Beileidsbekundung für die Betroffenen] Wir wollen das jetzt noch weiter verschärfen, was die Kontrollen der Wohnung anbelangt. Wir müssen nach unserem Grundgesetz, das ist auch richtig so, (endlich mal eine aussage, der ich zustimme) die Unverletzlichkeit der Wohnung haben, aber wir werden das in Zukunft so machen, dass wenn jemand sich einer unangemeldeten Kontrolle mehrfach verweigert, dass dann der Besitz von Waffen in Frage gestellt werden kann. (also jeder, der LEGAL eine waffe besitzt, hat nicht mehr das recht auf die unantastbarkeit der wohnung, aber jeder, der sie auf dem schwarzmarkt kauft, kann fröhlich damit weiterspielen. was für eine geniale lösung. der gemeine pöbel fühlt sich sicher, aber die ganzen illegalen waffen auf den straßen sind da nach wie vor. ist auch viel zu schwer, sowas zu kontrollieren. wäre ja furchtbar viel arbeit. verständlich, dass sie darauf kein bock haben)"

Den rest lasse ich mal weg, da nur noch über Merkels Kochkünste geredet wurde. Das Publikum wurde, wie mir scheint sehr, sehr kontrovers ausgesucht. Aber prinzipiell sagte Merkel doch nichts als "Ja ich hab keine Ahnung, ich wiederhole halt nochmal die öffentlichen Bekanntmachungen meiner Berater. Mehr gibts im moment nicht zu sagen. Ich würde sagen, lassen sie uns das doch mal ganz unvoreingenommen machen, wie wir das für richtig erachten. Schließlich habt ihr uns gewählt. Also lasst uns auch machen! Wirkliche Lösungen haben wir nicht, aber wir probieren halt mal ein bisschen rum und sorgen dafür, dass es so aussieht, als hätten wir das Problem gelöst"
Ich kann diese ganze Augenwischerei der Regierung echt nicht mehr vertragen. "Killerspiele" verbieten wollen, Paintball verbieten wollen, Wohnungen durchsuchen wollen, aber das Problem an der Wurzel anpacken und mal den illegalen Waffenfluss etwas eindämmen ist zuviel verlangt. Dafür müsste man dann ja wieder mehr Geld investieren und das haben wir ja nicht. Und auch bei den Banken und Autoherstellern. Lasst sie doch einfach mal bankrott gehen. Es heißt schließlich freie Marktwirtschaft und nicht Planwirtschaft. Wir sind nicht mehr in der DDR. Bis jetzt haben wir noch jede Wirtschaftskrise überlebt. Dann haben wir halt ein paar Jahre mal mehr Arbeitslose... Und ja hängt alles zusammen, alle würden bankrott gehen, ... Schon klar. Aber wenn die Leute halt den Karren gegen die Wand fahren, müssen Sie mit den konsequenzen leben. So ist das nunmal. Wo bleibt der Lerneffekt, wenn der Staat, sobald ne Firma scheiße baut, den Karren wieder aus dem dreck zieht?
ich mach jetzt auch ne Firma auf, stelle 2000 Leute ein und verlange dann vom Staat, dass er mir Geld gibt. Was ich verkaufe überlege ich mir nach dem ersten Geldeingang...oder auch nicht.

So. Genug gequängelt. Jetzt dürft ihr mich steinigen 8)
 
Nun, da gab es auch noch einige Fragen und Antworten mehr, die doch recht interessant waren, insbesondere, als der 21-jährige arbeitslose Zeitarbeiter zugeben musste, dass er keine Berufsausbildung hat und seine persönlichen Interessen für einen Beruf auch nicht sonderlich breit gefächert sind...

Zu den Märkten und OPEL: GM hat Opel nur erlaubt, in Europa PKW zu verkaufen, die USA bspw. waren für Opel tabu... Böse Angela Merkel, dass die das zugelassen hat... :rolleyes:

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Opel nicht "systemrelevant" ist, wenn die pleite gehen, dann geht kein anderer Automobilhersteller pleite. Und "nur", weil es jetzt um ein paar Tausen Arbeitsplätze geht, muss da der Staat meiner Meinung nach nicht Geld in einen Markt werfen, der ohnehin massenhaft Überkapazitäten hat. Soll sich der Automobilmarkt mal bereinigen, auch wenn es schmerzhaft ist. Aber mittel- bis langfristig ist das für alle besser.
 
[youtube]XnwA7qzg5I0[/youtube]

Er bringt es immer so schön auf den Punkt...
 
jau, kann ich bestätigen. ich war am donnerstag 14.05. in havixbeck in der vorstellung. :thumbsup: über drei stunden hat der mann es sehr pointiert auf den punkt gebracht, hut ab. :D

es war wieder mal jeder der 18 euro gut angelegtes geld.


gruß in't huus

gatasa
 
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