X2xx Tablet x230T - defekte Festplatte - Wiederherstellung des Systems

Humanchu

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Hallo zusammen,

da ich in der Forensuche in den letzten 2 Stunden nichts gefunden habe, öffne ich einen separaten Thread zu einem relativ großem Problem.

Ist es möglich, eine defekten Festplatte auf eine neue Festplatte zu klonen/kopieren und defekte Bereiche wiederherzustellen (den MBR)?

Folgende Beschreibung als Hintergrund:
  • Mein x230 Tablet (mit Windows 7) hat im laufenden Betrieb einfach einen Blue Screen produziert. (Er stand einfach auf dem Schreibtisch, keine Außeneinwirkung)
  • Die Fehlermeldung lautet: "Physical Memory Dump failed with status 0xc0000010"
  • Im Booten versucht er nur über das Netzwerk zu booten, dann kommt die Fehlermeldung "PXE-E61: Media Test Failure, check cable"
  • Im Boot-Menü habe ich keine Festplatte angezeigt bekommen
  • Lenovo Speichertest: Arbeitsspeicher funktionert ohne Fehler
  • Die Festplatte läuft beim Starten an, macht keine Klackergeräusche, sondern läuft normal konstant mit Surrgeräusch. (was mir Hoffnung gibt)

Was könnte defekt sein und wie finde ich das heraus?
Der Lenovo Service schickt mir eine neue Festplatte (die kommt morgen an), aber davon ist das alte System ja noch nicht wiederherstellt.
Ein externes Gehäuse, um auf die Daten zu schauen und zu kopieren, habe ich bestellt (kommt auch morgen an).
Dann möchte ich morgen mit GetDataBack (http://www.runtime.org/data-recovery-live-cd.htm) die alte Festplatte scannen...

Gibt es dann einen Weg, das bestehende System wieder herzustellen, ohne es neu aufsetzen zu müssen?

Noch drei Details:

  • Die Daten sind wichtig (Geschäftsdaten, Firmennotebook):pinch:
  • Backup: Keins. :facepalm:
  • Rescue & Recovery Medien: Nicht erstellt :facepalm:

Besten Dank für jede schlaue Idee!
Humanchu
 
wenn die festplatte nciht erkannt wird, hast du ein großes problem, denn dann hilft dir auch kein getdataback. wenn die daten es wert sind, kannst du die platte zum fachmann einschicken und von denen einen versuch der datenrettung starten lassen. die kosten dafür liegen aber afaik im vierstelligen bereich. ob sich das lohnt, hängt von der wichtigkeit der daten ab.
wenn die platte extern erkannt wird, hast du glück und du kannst mglw viele daten retten. andernfalls musst du wählen zwischen pest und cholera: entgültiger datenverlust oder teure wiederherstellung beim fachmann ohne erfolgsgarantie.

die moral von der geschicht:
ohne backup geht es nicht!Oldtimer

edit:
sollte nach der rettung nur der mbr hin sein, hilft testdisk.
da dir die platteabgeraucht ist, kannst du die wiederherstellungsdatenträger von lenovo afaik sogar kostenlos zuschicken lassen. normalerweise kostet das iirc ca 20 €
 
Zuletzt bearbeitet:
hdd ausbauen und mit einem externen anschluss oder in einem anderen laptop testen, ob die hdd in/an einem anderen pc erkannt wird.
persönlich würde ich mir auf einem anderen pc linux runterladen, das auf einen stick ziehen und alternativ damit starten. vielleicht erkennt linux dann die hdd und du kannst die daten sichern.

gruß in't huus

gatasa
 
@ Gatasa: welches Linux macht denn Sinn?

wählen zwischen pest und cholera
Wenn sich die Daten nicht finden lassen, dass wird das wahrscheinlich die Entscheidung werden... :facepalm:

Für Backups hatte ich schon 2 Festplatten gekauft und das war fürs nächste WE geplant... verdammt.
Da ist die Platte 3 Tage zu früh abgeraucht.

sollte nach der rettung nur der mbr hin sein
Wie kann ich das herausfinden?

Viele Grüße!
 
wenn du die ganze platten kopieren konntest, aber keine partitionen erkannt werden. dann ist vermutlich die partitionstabelle hin. hier hilft testdisk. wenn beim booten die meldung kommt, dass keine os gefunden wurde, liegt es wahrscheinlich ebenfalls am mbr. hier hilft dann ein installations oder reparatur-medium der installierten windows-version.
 
Danke dir!

Edit: Gebe morgen ein Update.
 
Zuletzt bearbeitet:
Erste Maßnahme:
  • HDD ausbauen
  • An USB-HDD-Adapter anschließen
  • GetDataBack oder Testdisk starten und prüfen, ob die HDD erkannt wird.
  • Wird sie erkannt, kann es auch am System Board des X230T liegen ---> Testen mit anderer HDD.
  • HDD mit GetDataBack /Testdisk scannen und gefundene Dateien auf externen Datenträger wiederherstellen
  • Danach kannst Du versuchen, die HDD zu klonen - Acronis True Image kann man zur Not auch "überreden", defekte Sektoren zu überspringen.
  • Ist "nur" der MBR defekt, kann man mit diversen Tools versuchen ihn zu reparieren.
Ob die HDD einen "Hau" hat, kann man eventuell anhand der SMART-Werte ermitteln, aber erst nach der Datenrettung
 
Der Adapter (SATA 2,5'' Festplattengehäuse mit USB 3.0) ist da, die ersten Maßnahmen wie folgt:

  • HDD ausbauen - erledigt
  • An USB-HDD-Adapter anschließen - erledigt
  • nach dem Anschließen wird die Festplatte als USB-Massenspeichergerät erkannt (und unter Geräte und Drucker als solche aufgeführt), ABER es kommt eine Fehlermeldung, dass die dazugehörigen Treiber nicht installiert und die Festplatte nicht verwendet werden kann (Status "Problembehandlung erforderlich")
  • GetDataBack oder Testdisk starten und prüfen, ob die HDD erkannt wird. - Testdisk heruntergeladen, aber FP wird nicht erkannt (siehe Punkt vorher)
  • ...

Was könnte ich Weiteres ausprobieren, um die Festplatte ans Laufen zu bekommen?

Vielen herzlichen Dank
Humanchu
 
guck mal in die datenträgerverwaltung, ob dort die eine größe > 0 angezeigt wird. wenn nicht, ist die hdd vermutlich hin. derzeit wird vermutlich nur der adapter erkannt, nicht jedoch die angeschlossene hdd.
 
In der Datenträgerverwaltung wird die Platte nicht angezeigt.
(An einem USB-3.0-PCMCIA-Adapter hat die Platte grade sogar einen BSOD generiert)

Die Platte surrt leise... als wenn noch Hoffnung besteht.

Kann es sein, dass ein Linux-System mehr auf der Platte erkennt?
 
die chancen stehen schlecht, da solch ein test allerdings keine kosten verursacht, ist es einen versuch wert.
usb3.0-pcmcia? afaik gibts sowas nicht, sondern nur expresscard-module mit usb3.0. ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
 
Hast du die Möglichkeit, die Platte auch an einem SATA-USB2 Adapter oder direkt an einem Sata-Anschluß eines Desktop PC zu testen? Das ist nur zu Sicherheit, da USB3 oft noch Probleme bereitet, weil sich manche Komponenten nicht vertragen.
 
Braucht man bei USB 3.0 nicht noch zusätzliche Treiber?
Nimm einen USB 2.0 Anschluss.
 
Habe sowohl USB 2.0, als auch 3.0 ausprobiert, unter windows 7 und unter der Linux-Rettungs-CD mit GetDataBack - keine Kombination konnte die Festplatte erkennen.

Kennt jemand von euch einen empfehlenswerten Datenretter in Nord-West-Deutschland (Raum Münster, Osnabrück)? :facepalm:
 
setz mal die suchmaschine deines geringsten misstrauens auf "datenrettungslabor" an. da findest du links zu den datenrettern und auch einen 3,5 jahre alten test mit infos zu standorten und kosten.
 
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