Was tun mit alten ThinkPad-Akkus?

darkentry

Member
Themenstarter
Registriert
26 Jan. 2011
Beiträge
330
Geht eigentlich eine potentielle Brandgefahr von alten, ausgelutschten Akkus aus? Im Keller lagern ein paar Notebooks mit eben diesen und ich frage mich, ob sich die Akkus irgendwann selbst entzünden können?
 
Lt. Wikipedia ist die Gefahr bei Tiefentladung von Lithium-Akkus die Ausbildung von Kupferbrücken, wenn die Zellenspannung auf unter 1,5V gefallen ist. Das ist aber nach meinem Leseverständnis erst dann ein Problem, wenn man versucht, den Akku wieder zu "reaktivieren", also zu laden, weil es dann zu Kurzschlüssen und damit Brandgefahr kommen kann. Daher besser gleich entsorgen, bevor noch jemand, der über diese Gefahr nichts weiß, auf die Idee kommt, so einen Akku wieder anzuschließen. Wenn die Akkus sich öffnen lassen, kannst Du natürlich auch die Zellspannung der einzelnen Zellen messen und anhand dessen sehen, was Sache ist. Ab 2,5 V ist von Tiefentladung die Rede, die dem Akku wohl ohnehin so viel Leistung klaut, dass er danach nicht mehr sonderlich sinnvoll weiter zu nutzen ist.
Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Lithium-Ionen-Akkumulator#Hinweise_zum_Umgang_mit_Li-Ionen-Akkus
und: https://de.wikipedia.org/wiki/Tiefentladung#Auswirkungen
 
Darüber habe ich keine Gedanken gemacht aber ist die Brisanz nicht nur dann gegeben wenn gespeicherte Energie im Spiel ist? Sonst würde man nicht die vielen zum Teil sehr gut gefüllten Batterie- und Akkuabgabekisten bei Lebensmittelketten stehen sehen?
 
Darüber habe ich keine Gedanken gemacht aber ist die Brisanz nicht nur dann gegeben wenn gespeicherte Energie im Spiel ist? Sonst würde man nicht die vielen zum Teil sehr gut gefüllten Batterie- und Akkuabgabekisten bei Lebensmittelketten stehen sehen?
Diese Kisten sind aber nur für Batterien, Ni-Cd- und Ni-Mh-Akkus gedacht. Von diesen geht eigentlich keine Gefahr aus, solange man die Kiste nicht ins Feuer wirft. Nur Li-basierende Akkus sind "unruhige" Zeitgenossen.
 
Also ich hab schon mal bei so einem Laden nachgefragt, und ganz offiziell dürfen da auch LI-Akkus rein.
 
Und, theoretisch ist es ja immer noch (ein Kleinwenig) gespeicherte Energie (eine "leere" AA-Zelle hat ja auch noch knapp unter 1V, und wenn man einen 0,8V-Verbraucher hätte, könnte man die noch weiter leer machen usw), aber die ist für gewöhnlich eben in einem sicheren Zustand chemisch gebunden. Bei Li-Akkus ebenso, da fängt es (nach dem, was ich aus Wikipedia herausgelesen habe) erst an, gefährlich zu werden, wenn man einen derartig tiefentladenen Akku wieder zum Laden anschließt. Das sollte man halt unterlassen, aber sonst, Lagern müsste theoretisch unbegrenzt gehen (nur sinds halt irgendwann keine Akkus mehr).
 
also ich hab schon ein tablet mit aufgeblähtem akku gehabt... wenn dieser sich aufbläht und tatsächlich platzt, müsste es dem lithium der ladezustand eigentlich egal sein
 
Das ist richtig, dann ist der Akku defekt und sollte in der Tat schnellstmöglich entsorgt werden. Soweit ich weiß, passiert das aber durch Überladen, bzw. "falsches" Laden, wenn die Ladeelektronik also nicht zum Akku passt. Bei Tiefentladenen Akkus sollte das in der Regel nicht einfach so auftreten, aber ganz ausschließen (z.B. einen Herstellungsdefekt, der erst Jahre später auftritt) kann man das natürlich nie. In sofern sollte man vielleicht überhaupt nix mit Akku nutzen, aber dann so leben, wie in dem Nissan-Werbevideo ist halt auch keine Alternative ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge aus "Kurze Fragen..." abgekoppelt, da dort fehl am Platz
 
  • ok1.de
  • IT Refresh - IT Teile & mehr
  • thinkstore24.de
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben