Habe seit knapp 2 Wochen einen Benq BL3200PT. Werde mal meine Gedanken und Überlegungen zum Kauf schildern. Hoffe das führt nicht zu weit. Nur um mal einen Eindruck zu bekommen. Denke, dass den meisten dieser Bildschirm aber noch kein Begriff sein wird, da er erst seit 3 Wochen auf dem Markt ist.
Benq BL3200PT
Beim Benq BL3200PT handelt es sich um ein 32 Zoll Gerät mit AMVA-Panel und QHD (2560x1440 16:9). Dazu habe ich noch einen Dell 2414h (24 Zoll IPS 16:9).
Format (32 Zoll; 16:9)
Der Benq hat mE ein sehr gutes Format zum Arbeiten (jeglicher Art). Ich hatte vorher 2x24 Zoll (16:9 + 16:10) angeschlossen und einen alten 19 Zoll
Ich empfinde die Lösung mit dem Benq besser als die Lösung mit 2x24. Das ist natürlich Geschmackssache. Besonders Verfechter des alten 4:3 oder 5:4 Formates werden hier ihre Freude haben. Ich benutze Displayfusion zur "Trennung" des Bildschirms. Man kann sich am Benq damit auch 2 seperate Taskleisten usw anzeigen lassen.
Bei Vollbild oder neuem Fenster ernscheint dieses nur im zugewiesenen Bereich. Wenn man die Bildschirme trennt und auf diesen getrennt arbeitet ist das Format der einzelnen Teilbereiche (35x40cm). Also ähnlich wie bei einen Bildschirm mit 5:4 Format (im Pivotmodus).
Problem ist wie ich finde, dass man bei keinem Bildschirm der unteren Preisklasse eine vernünftige Arbeitshöhe hat. (24 Zoll 16:9 -> 30cm; 24 ZOll 16:10 --> 32cm; 27 Zoll 16:9 --> 33cm; 27 Zoll 16:10 36cm). Nur die 27 Zoll mit 16:10 sind hier interessant. Wenn ich es richtig gesehen habe, gibt es nur den Dell von 2008 "Dell 2709W" ansonsten haben alle 27 Zoll Geräte 16:9, also eine Höhe eines 24 Zolls mit 16:10, welche mE zu gering ist für ein vernünftiges arbeiten mit 2 Seiten, 2 Fenstern (Firefox) usw..
Durch die strikte Trennung mit Displayfusion (gibt natürlich auch andere Software) wird der Bildschirm nie zu groß, da man für Office immer separat auf einem Teilbereich arbeitet und selten auf dem ganzen Bildschirm (evtl für Lightroom, Videobearbeitung, CAD usw).
Der Vorteil ist, dass man die Effizienz von 2 Bildschirmen hat, aber die Möglichkeit eines großen 32 Zolls.
Wenn man ungefähr 2 Seiten A3 Hochkant nebeneinander hält hat man die Größe (Bildschirm ist noch etwas breiter).
Also optimal, wenn man sich zwei Browser nebeneinander einzeigen lassen will oder zwei Wordseiten nebeneinander.
Auflösung
Der einzige Pferdefuß könnte die Auflösung sein. Die Pixeldichte mit 91,8 DPI ist aber genauso hoch wie bei bei einem 24 Zoll FHD (16:9) und fast so hoch wie bei einem 24 Zoll FHD (16:10) welcher 94,3 DPI hat.
Preislich mit momentan 516€ ist der Benq für das Gebotene sehr interessant.
Die anderen Alternativen wären in meinem Budget nicht drin gewesen wie ein 30 Zoll Dell 4K für 1000€.
Testberichte
Hier noch ein paar Testberichte:
http://www.tftcentral.co.uk/reviews/benq_bl3200pt.htm
http://www.prad.de/new/monitore/test/2014/test-benq-bl3200pt.html
(Bei Prad nur gegen Zahlung lesbar)
Letztendes kommt der Benq als Allrounder weg. Hat 99,8% SrGB, ist sehr gut verarbeitet, minimalistisches Aussehen (finde ich positiv), spieltauglich und geeignet für CAD, Bildbearbeitung (fast volle SrGB, "kein" Adobe RGB).
Nur die Ausleuchtung soll nicht 100% top sein. Mir ist das aber bisher nicht negativ aufgefallen.
Konfigurationen (3 Bildschirme)
Insgesamt ist noch bei deiner Konfig anzumerken, dass die Dock nur 2 digitale Ausgänge gleichzeitig unterstützt. Auf der Rückseite mit "1" und "2" beschriftet. Der Betrieb eines dritten Monitor ist nur über VGA möglich.
Dazu noch meine Gedanken:
http://thinkpad-forum.de/threads/17...eßen-von-4-externen-Bildschirmen-an-Ultradock
Dass ein Betrieb von 4 Monitoren gleichzeitig möglich ist, ist mir unbekannt. Ich weiß aber nicht ob die Grafikkarte des W540 einen Betrieb über den miniDP noch zusätzlich zulässt.
Mein Eindruck
Ich muss sagen, dass ich insgesamt sehr zufrieden bin und sich meine (sehr große) Angst, dass das Teil viel zu groß ist zum Arbeiten überhaupt nicht bestätigt hat. Allerdings sollte man mit einer vernünftigen Software arbeiten (LG bietet das teilweise von Haus aus). Das Surfen über den kompletten Bildschirm ist tatsächlich ein wenig unübersichtlich.
Wenn man sich aber 1 Seite auf einer Monitorhälte anzeigen lässt, ist das übersichtlicher als eine Seite über die ganze Fläche eines 24 Zoll Bildschirms. Gerade wenn man bednkt, dass man die Breite eigentlich selten braucht, die Höhe aber oft.
Dell U2414H (24 Zoll; 16:9; schmaler Rand)
Der Dell hat sehr schmale Ränder. Ist ein IPS, 16:9, 24 Zoll (U2414H). Ebenfalls fast komplette SrGB Farbraumabdeckung und eine gute Verarbeitung. Also insgesamt ebenfalls empfehlenswert.
Allerdings muss man vom Format wissen, ob man das will. Ich habe mir den ursprünglich gekauft um noch einen daneben zu stellen.
Als ich mich dann aber umgesehen habe, ist mir doch die Frage gekommen was das bringen soll. Man hat dann ein Format wie bei den 21:9 Monitoren. Die aber ihre Daseinsberechtigung für Filme haben. Sich dies aber auf 2 getrennte Bildschirmen anzeigen zu lassen, ist gerade für Office nicht besonders sinnvoll.
Der Betrieb übereinander könnte interessant sein. Für einen doppelten "Pivotbetrieb" (hochkant) ist die Breite für mich viel zu schmal. Habe Testweise einen 24 Zoll 16:9 und 16:10 nebeneinander Hochkant laufen lassen.
Lösung
Vielleicht wäre die Konfigurationen
- 1x Benq BL3200PT
- 2x Dell U2414H (übereinander)
etwas für dich. Preislich wärst Du bei unter 1000€ müsstest dir aber natürlich noch einen Monitorständer für die Dells besorgen (falls du den Betrieb übereinander aufnehmen willst). Auch ist der Betrieb von 2xBenq BL3200PT natürlich auch denkbar oder wenn Du es richtig krachen lassen willst 3x ;-) Wäre immer noch im Budget. Allerdings weiß ich nicht, ob so viel Bildschirmfläche wirklich noch Sinn macht. Auch wird die Auflösung über VGA soweit ich da im Bilde bin problematisch.
Die 4K 32 Zoll fangen leider erst bei 1700€ an (Ein 32 Zoll 4k wird sicherlich mein nächster, aber bis dahin muss noch viel gespart oder so lange gewartet werden bis die Preise fallen). Du kannst natürlich auch überlegen einen einzelnen 32 Zoll 4k mit deinem jetzigen 24 Zoll zu kombinieren und dir dann ggf. später einen weiteren 24 Zoll dazukaufen.
Der Preis des Dell UltraSharp UP3214Q ist aber dann 200€ drüber. Da der gar nicht in meiner Preislkasse lag, kann ich dir nichts zu dessen Qualität sagen. Mir wäre das Geld dafür aber zu schade, wenn man überlegt, dass man 1200€ "nur" für die höhere Auflösung zahlt.
War jetzt sehr viel. Aber da ich es selber nicht einfach fand und fast zu einem 27 Zoll gegriffen hätte, da ich mir den Betrieb eines 32 Zöllers nicht vorstellen könnte, dachte ich kann es hilfreich sein, wenn man mal die Überlegungen und Erfahrungswerte schildert.