Wärmeleitpad + Liquid MetalPad bei Lüftertausch?

akn

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8 Jan. 2008
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Hallo,

bei meinem X60s steht ein Lüftertausch an. Der Neue hat im Bereich der CPU bereits Wärmeleitpaste-Punkte aufgetragen und im Bereich der GPU liegt ein Wärmeleitpad auf.

Aufgrund der überwiegend positiven Erfahrungsberichte habe ich mir dazu ein "Coollaboratory Liquid MetalPad" bestellt. Es handelt sich um ein hauchdünnes Metallpad, welches - einmal angeschmolzen - eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit besitzen soll. Ursprünglich wollte ich es kleinschneiden und für CPU sowie GPU einsetzen.

Bei der CPU mache ich mir da ja keine Gedanken. Bei der GPU ist ja allerdings ein Wärmeleitpad vorgesehen, welches wohl auch den Abstand füllen soll.

Ich frage mich nun, ob ich für die GPU nur das Original-Wärmeleitpad verwende oder ob ich vielleicht auf beide Seiten dieses Pads wiederum ein MetalPad aufbringen soll... Was meint Ihr - wirkt eine solche Dreifach-Pad-Lösung zur Wärmeableitung förderlich oder eher als Isolator, wobei vielleicht sogar das Original-Pad kaputt geht?

Gruß
Andreas
 
MetalPad

Hallo,

ich habe einige ERfahrungen zu den Pads, da ich sie shcon vielfach eingesetzt habe. Leider nicht immer erfolgreich.

Um es kurz zu machen, was bei dir das richtige ist: Kühlerfläche für die CPU etwas abschleifen/Polieren(1000er oder höher Schleifpapier, "0"er Stahlwolle, Schleifvlies), Fläche und CPU reinigen(Isopropanol) und da dann zurecht geschnitten das LiquidMEtalPad drauflegen und bei der Kühlermontage aufpassen das es net verrutscht.

Zu der GPU: Finger weg. Da bloß keine 3 Pads verwenden. Diese Liquidmetalpads schmelzen erst ab 58 Grad und die erreichst du nie auf dem oberen Pad und auch beim unteren bringts gar nichts, das Isoliert nur. Deswegen dort einfach nur das alte Ding reinigen und wieder draufpappen. Besser wäre es, nur Wärmeleitpaste zu verwenden, wenn das vom Abstand her hinkommt. Wenn nicht, kann man auch neue Wärmeleitpads verwenden, die ohnehin besser sind als der standart. Empfehlung: Pads von 3M. Allerdings hier auch aufpassen, obs Abstandsmäßig hinkommt. Die Liquidmetalpads funktionieren nur unter optimalen Bedingungen. Das heißt: beide Flächen sollten metallisch sein und absolut plan, alles andere funktioniert nicht. Ich habe es bei diversen Sachen ausprobiert, und richtig funktioniert hat es nur bei meinem Thinkpad T23. Bei allen anderen Sachen war der Kühlkörper oder das Die nicht passend. Es funktioniert nicht gut bei Heatspreadern, die ja überall drauf sind, nicht bei Chipsätzen, die z.B. ne Kunsstoffoberfläche haben und auch nicht bei schlechten bzw rauen Kühlern. Folgende Kombis gingen bei mir in die Hose bzw. brachten nix: Athlon XP 2000+ mit Spire Whisperrock iV, Core 2 Duo mit Groß-Clockner, und ein AMD Athlon 64 3000+ mit biligkühler.

Wo es geht und viel bringt ist, wenn folgendes gewährleistet ist: Hoher, gleichmäßiger Anpressdruck des Kühlers(Bei Laptopkühler vorhanden, da 3-Punktverschraubung mit Federbelasteten Schrauben) Planer und "smoother" Kühlkörper, am besten metallisch glänzend und ein Die ohne Heatspreader.

Hier die Erklärung warum das so schwierig ist: Die Pads bestehen aus einer Speziallegierung, die bei 58 ° C schmilzt und in die OBerflächen von Die und Kühlkörper teilweise diffundiert, ähnlich wie beim Löten.

Wesentlich bessere Erfahrungen habe ich mit sehr guten Wärmeleitpasten erreicht, wie besipielsweise Artic Cooling MX-2 oder MX-3 Die bringens wirklich, so ungefähr 5 ° im Vergleich zu nem Wärmeleitpad.

Interessanterweise hat bei mir die ZUSÄTZLICHE Applikation von MX-2 bei der GPU auf beiden Seiten des Wärmeleitpads ebenfalls eine Verbesserung gebracht. Aber bloß nicht mit den Liquid-Pads probieren, die schmelzen sonst auf der GPU net.

Lg,

JonnZ
 
Der "Sandwich" erhöht ja nicht die Wärmeleitfähigkeit des original pads, dieses ist also der Flaschenhals.
 
Danke für die Infos! Klingt schon sehr plausibel...

Hat denn jemand schon mal so ein Liquid Metalpad auf der CPU im X60s eingesetzt? Dürfte durch diese gefederte 3-Schrauben-Befestigung doch alles relativ plan aufliegen, so dass guter Kontakt besteht, oder? Wenn das Blech nämlich nicht gut aufliegt, könnte ich mir vorstellen, dass Wärmeleitpaste für besseren Kontakt sorgt.

EDIT: Habe das Pad nun eingebaut und schätze, dass es sogar ganz guten Kontakt hat. Beim "Einbrennen" bis etwa 85 °C war allerdings kein plötzlicher Temperaturabfall zu erkennen. Vermutlich verfälscht die GPU da einfach das Ergebnis. Ob die Hitze nun wirklich besser abgeleitet wird, kann ich noch nicht sagen. Eine Verschlechterung ist es nach dem ersten Eindruck auf jeden Fall nicht.
 
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