Turbo Memory mittlerweile von Vorteil?

seeker

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Hallo,

mich würde eimal die aktuelle Lage rund um den Turbo Memory interessieren. Sind diese Module mittlerweile von Vorteil was Schnelligkeit und Akkulaufzeiten anbelangt? (Früher haben sie ja oft nur Akkulaufzeit gekostet)
Es hat sich ja einiges verändert, z.B. mehr Speicherplatz (2GB) und andere Steckplätze auf den Mainboards. (Es geht nun kein express slot mehr verloren)

Stehe vor der Entscheidung in mein neues X200 mit 4GB noch ein zusätzliches 2Gb Turbo Memory Modul einzubauen.
Vielleicht könnt ihr mir einige begründete Tipps geben, warum ich es tun sollte oder warum nicht.

Danke!

Viele Grüße
seeker
 
Also ich hatte bei meinem X200T ein 2GB Modul dabei...
aber ich kann bis heute keinen wirklich Zweck darin sehen.
Zusätzliche Performance merke ich garnicht unter meinem Vista x64 mit SP2... Das einzige, wofür das Modul gut ist, dass ich es als 2GB "Festplatte" formatiert habe und als kleine Ablage nutze für Temp und so. Ist aus meiner Sicht kein Geld wert...
 
Die eigentlichen Funktionen von Turbomemory, readyboost und readydrive, hast Du also deaktiviert?
Hast Du vorher auch keine längere Akkulebensdauer festgestellt, weil die Festplatte z.B. öfters mal aus ging aufgrund von TM?
 
[quote='seeker',index.php?page=Thread&postID=591570#post591570]Die eigentlichen Funktionen von Turbomemory, readyboost und readydrive, hast Du also deaktiviert?
Hast Du vorher auch keine längere Akkulebensdauer festgestellt, weil die Festplatte z.B. öfters mal aus ging aufgrund von TM?[/quote]
Readyboost hatte ich aktiviert. Aber wie gesagt, ich konnte dadurch garkeinen Unterschied merken. Auch ging die Festplatte dadurch nicht öfters aus noch hatte ich eine längere Batterielebensdauer. Readydrive steht zwar als Aktiv, aber ich weis nicht, wie man das nutzen kann? Jedenfalls habe ich dafür keine weiteren Optionen gefunden.
Die "Festplatte" habe ich mir selbst erstellt, indem ich das TM-Device einfach unter Windows in der Dateiträgerverwaltung formatiert habe.
 
Hi,

wir das auch noch von windows 7 unterstützt.?

gruß
torsten
 
hi,
das macht nur bei alter hardware sinn und /oder wenig ram, weniger als 512Mb
ein aktuelles system wie deines wird davon sogar ausgebremst im betrieb wenn du 4 giga ram hast.
einzig beim booten könntest du vielleicht 6- 10 sekunden rausholen.

das teil ist für den iMehr

greeTz lyvi
 
[quote='torsten',index.php?page=Thread&postID=591579#post591579]Hi,

wir das auch noch von windows 7 unterstützt.?

gruß
torsten[/quote]
Bisher gibts nur Treiber für Vista x86/x64... evtl gehen die direkt unter Windows 7... kann mir aber gut vorstellen, dass Intel da noch was bringen wird.
 
turbo memory funktioniert auch unter W7. wie "üblich" mit den vista-treibern.
Bin mir allerdings nicht mehr sicher, ob die Installationsroutine funktioniert; notfalls gehts halt mit dem Gerätemanager.

(Vorteile oder Nachteile kann ich keine nennen, da ich mich zu wenig "im" W7 aufhalte)
 
Habe ein 1GB TurboMemory Modul in meinem X61s.

So, jetzt mal für alle Unwissenden und Nichtssagenden:

Bei einem 1GB Modul werden 512MB für Readyboost genutzt, 512 MB für ReadyDrive.

Readyboost beschleunigt definitiv im Zusammenspiel mit Superfetch (standardmäßig aktiviert in Windows Vista) den Start von Programmen. Das hat Microsoft mit Word, Outlook und dem Internet Explorer bewiesen.

Es ist auch beim Firefox Start zu merken. Der Start des Programms verkürzt sich um etliche Sekunden. Je komplexer das Programm, bzw. je größer die Datenbanken (Outlook etc.), desto eher ist ein Geschwindigkeitsvorteil zu erkennen (messen).
Die Optimierung zum Start der Programme läuft im Hintergrund per Superfetch im Verbund mit Readyboost. Readyboost ergänzt somit die Auslagerungszeiten ins RAM. Da Readyboost ja auch nicht als RAM agiert, sind Aussagen wie "Readyboost taugt nix, weil es langsamer ist als RAM" völliger Schwachsinn.
Zu beachten ist hingegen: Die Performance steigt nicht sofort nach Aktivieren von Readyboost. Erst nach etlichen Tagen, Neustarts und Programmstarts sind die Prozesse in Superfetch und Readyboost soweit optimiert, dass es effizient arbeitet. Der Grund ist, dass eine Indizierung häufig genutzer Programme erfolgt. Somit passt Windows ständig die Cache-relevanten Programme im Index an.

Zu ReadyDrive: Diese Funktion dient als Zwischenspeicher zur Festplatte. Soll im Mobilfall folgendes heißen: Die Festplatte ist aus, doch ein Programm, wie Firefox lagert beim Surfen Daten aus. Diese werden abgefangen und nicht direkt zur Festplatte geleitet, sondern gehen in den 512MB ReadyDrive Anteil vom TurboMemory. Erst wenn dieser Puffer voll ist, geht die Festplatte wieder an und der "Puffer" wird entleert, bzw. die zuvor abgefangenen SchreibZugriffe werden durchgeführt. Somit bleibt die Festplatte definitiv länger stumm und es werden die typischen "Interrupts" abgefangen.
Nachteil der Geschichte: Es kommt insbesondere dann, wenn der Puffer restlos voll ist und entleert wird, zu Verzögerungen beim Arbeiten. Das Programm (bsp. Firefox) scheint für 5 oder auch 10 Sekunden nicht zu reagieren. Die Festplatte arbeitet in dieser Zeitspanne unter Vollast (die abgefangenen Schreibzugriffe werden durchgeführt). Nachdem der Puffer entleert ist, geht die Festplatte wieder in den Standbymodus (vorausgesetzt, man hat den aggressiven Hybrid-Standbymodus im Energiemanager aktiviert).
Readydrive beschleunigt den Windows-Start ebenfalls um einige Sekunden, weil der Puffer auch als Optimierungsquelle zum Systemstart genutzt wird.

Im Praxisfall bleibt die Festplatte mit Turbomemory Readydrive definitiv aus, wenn man mit dem PC nicht arbeitet. Es kommt also nicht zu den willkürlichen "Spin-Ups" der Festplatte, was einige Leute z.B. erst durch HDPARM (Zusatzprogramm zur Festplatten-Standbyregulierung) erreichen.

Stromverbrauch: Testläufe haben ergeben, dass das Modul selbstverständlich einen Mehrverbrauch hat, als wenn es ausgeschaltet wäre. Durch die geringeren Wake-Ups der Festplatte kommt man ungefähr auf dieselbe Laufzeit des Laptops, als wenn man das Modul nicht nutzen würde. Somit +-0.

Jedem sei es deshalb selbst überlassen, ob er die Funktionen nutzen möchte oder nicht.
Für mich überwiegen hingegen die Vorteile: Schnellerer Systemstart, schnellerer Start der Programme, Festplatte bleibt häufiger aus, auch ohne Zusatzpgrogramme wie HDPARM. Man verliert / gewinnt keine Akkulaufzeit.


Ich habe diverse Tests mit weit über 10 Vista 32bit und Vista 64bit Installationen durchprobiert. Es soll mir also keiner kommen und sagen, er kann keinen Unterschied mit / ohne Turbomemory feststellen. Diese nichts-sagenden subjektiven Eindrücke sind nicht einmal eines Kommentares Wert. :thumbdown:
 
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