Erledigt Suche x22, x23, x24 oder x30 als Schreibmaschine

wisigerno

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Hallo allerseits,

ich bin schon seit einer Weile auf der Suche nach einem Thinkpad x22, x23, x24 oder x30. Dazu habe ich immer mal wieder bei eBay oder eBay-Kleinanzeigen geschaut. Die Angebote sind aber dünn gesät und die meisten Geräte haben irgendeinen ungünstigen Defekt, der sich nicht allzu leicht reparieren lässt.

Die Anmeldung beim Forum habe ich bisher gescheut. Warum? Das ist mir jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, auch nicht mehr klar. Dabei lese ich schon seit Jahren still mit und bin immer wieder von den verschiedenen Themen begeistert.

Ich möchte das Thinkpad als Schreibmaschine nutzen und würde dazu ein konsolenbasiertes Linux installieren. Meine Texte schreibe ich mit vim, was hervorragend funktioniert. Falls sich das machen lässt, würde ich später eine cf-Karte oder sogar eine mSATA-SSD einbauen, dazu würde ich dann aber einen eigenen Thread erstellen.

Wichtig wäre mir Folgendes:


  • das Gerät sollte möglichst leise laufen (ich bin mir nicht sicher, ob das x30 dann vielleicht die bessere Variante wäre)
  • das Display sollte möglichst keine Wolken haben (mein x40 hat zu viele davon)

Ich freue mich sehr auf eure Angebote!

Wisigerno
 
Zuletzt bearbeitet:

StefanW.

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Willkommen im Forum!

Ich würde, an Deiner Stelle, das X31 auch berücksichtigen.
Meins nutze ich zwar nur noch, um darauf PDFs an einen alten GDI-Drucker zu schicken, aber es hat mich zu seinen "aktiveren" Jahren nie im Stich gelassen.

Stefan
 

wisigerno

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Hallo Stefan,

vielen Dank! Läuft das denn auch schön leise? Ich habe viel in alten Foren-Einträgen gelesen und meine mich zu erinnern, dass der Stromverbrauch vom x31 deutlich höher war als der des x30...

Im Grunde geht es mir bei meinem Vorhaben darum, so viele Ablenkungen wie möglich auszuschalten, ja, gar nicht erst möglich zu machen. Ich hatte ja sogar überlegt, FreeDOS darauf zu installieren und dann mit einer alten WordStar- oder WordPerfect-Version zu schreiben (wobei WordPerfect-Dateien besser von LibreOffice unterstützt werden).

Viele Grüße
Wisigerno
 

StefanW.

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Den Lüfter kann man ja über Software kontrollieren. Ich bin mit dem X31 zufrieden.

Der Pentium M 1.6MHz (eine der möglichen CPUs im X31) hat eine TDP von 24.5W, der Pentium III 1.2MHz von 22 W (X30).
Wie sich die anderen Komponenten im Stromverbrauch unterscheiden, kann ich Dir nicht sagen.
Bustakt ist beim X31 400MHz und beim X30 133MHz, d.h. da ist ein deutlicher Unterschied.

Wenn Du die Geräte mit Akku betreiben willst, dann ist sowieso entscheidender, was Du noch für einen Akku bekommst und nicht ob eins der Geräte 1W mehr verbraucht.

Die Geräte sind inzwischen entweder bei Sammlern, auf Dachboden verrotet, auf dem Elektroschrott und wenn doch noch eins aktiv genutzt wird, dann ist es wahrscheinlich "durch".

Preislich wirst Du wohl gegenüber einem neueren Gerät (z.B. X61) wohl kaum was sparen, auch wenn Du die Leistung eines X61 nicht brauchst.

Was willst Du denn in etwa ausgeben?
 

wisigerno

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Hallo Stefan,

das sind für mich sehr wertvolle Informationen! Ich hatte an um die 50 € gedacht, für ein gut erhaltenes Gerät.
 

mifritscher

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ich würde auch eher zu einem x61 tendieren. Hat eine 64 Bit CPU, und die x3100 GPU wird wohl noch länger unterstützt. Gerade bei letzterem gibt es sonst gerne mal Probleme.
32 Bit Software stirbt halt so langsam aus. DOS läuft immer noch drauf, dürfte aber nicht grad das sparsamste (und damit leiseste) sein, weils viele Stromsparmechanismen nur sehr eingeschränkt (HLT) oder garnicht (PCIE/SATA) kann. Im x61 kannst du dann auch eine ganz normale sata SSD einbauen und musst dich nicht mit Adapter o.ä. herumschlagen.
 

Mystic-X

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Schau dich mal nach einem X60 oder X61 um. Da bekommst du mit ein klein wenig Glück schon gut erhaltene Geräte für 50-70€.
Akkus für X6x gibts schon für 15€!
Vorteile dieser Geräte ist schlichtweg das du da auch noch moderne Software einsetzen kannst.
Vollkommen egal ob du auf Windows oder Linux setzt. Auf einem X3x ist selbst mit 2GB RAM (und die haben nur die wenigsten Geräte) selbst nen angepasstes Win7 schon grenzwertig und moderne Linuxe laufen, wegen fehlender PAE Unterstützung, auch nicht oder nur über Umwege.

Von X4x rate ich auf Grund der bekloppten (kaum beschaffbaren) 1,8" Festplatten dringend ab!
 

wisigerno

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Hallo allerseits,

ihr habt natürlich recht, ein X6x wäre sicherlich zukunftssicherer, vor allem wenn es 64-Bit unterstützt. Das Ding ist nur, ich suche nach einem Gerät, das so wenig kann wie nur irgend möglich. Mir ist klar, dass ich ja alle Dienste abschalten kann, die ich nicht brauche...

Wenn es ein Wordprocessor-Thinkpad gäbe, das wirklich nur schreiben kann und sonst nichts, dann wäre ich sofort dabei. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich analoge Schreibmaschinen so gerne mag. Was können die? Schreiben, und sonst nichts. Keine E-Mails, keine unsinnigen Web-Recherchen, die sich zu ewigen Surf-Orgien ausdehnen, keine unbedingt zu installierenden Sicherheitsupdates, weil sonst der Rechner gekapert wird. Nur ich und meine Texte.

Ich habe daher absichtlich das Wort Schreibmaschine in den Thread-Titel gesetzt.

Mein Plan: Einmal ein Linux mit vim, vifm, rsync/unison sowie music on console drauf und dann nie wieder ein Update. Ans Internet kommt der Rechner gar nicht erst, so dass dies kein Problem darstellen sollte. Also wirklich eine Schreibmaschine mit integriertem MP3-Player. Die Texte synchronisiere ich auf einen USB-Stick bzw. eine CF-Karte, was trotz USB 1.1 bei den kleinen Markdown-Dateien kein großes Problem darstellen dürfte. Fertig!

Ich werde noch einmal darüber nachdenken, ob nicht vielleicht doch ein X61 besser geeignet ist.

Habt vielen Dank für all eure guten Hinweise. Ich bin für jeden Denkanstoß dankbar.
Wisigerno
 

morini22

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Was mich bei den klassischen 4:3 X-en stört ,ist das beengte Tastaturlayout .
Bei den 16:10 Modellen wie dem X200 ,ist eine vollwertige Tastatur verbaut ,nur so als Hinweis ...
Mir ist klar ,dass das Overkill ist ,aber hast Du schon auf solch einem Gerät wie dem X31 getippt ?

Gruss Uwe

P.S.: Eventuell sollte ein T2x doch deine Anforderungen erfüllen,allerdings kenne ich mich da nicht mit der Linux-Kompatibilität aus ...
 
E

enrico65

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@morini22:

Wo hast Du denn bei den X2x oder X3x ein beengtes Tastaturlayout festgestellt? Es sind ein paar Tasten am Rand minimal schmaler, aber beengt war da nichts und ansonsten waren das erstklassige Geräte.


Ich habe noch 2011 mit einem X23, nämlich dem aus meinem Blog-Eintrag hier im Forum, produktiv gearbeitet, und jahrelang hatte ich zwei X31 als Produktivsysteme. Aber schon damals war es enorm schwer, gut erhaltene Geräte am Gebrauchtmarkt zu bekommen. Von Akkus will ich gar nicht reden.

@wisigerno:

Ich kann Deine Ambitionen gut nachvollziehen, auch ich war früher ein Fan von Schreibmaschinen - besonders von den legendären IBM 82C-, 96C- und 196C-Kugelkopfmaschinen. So wie diese hier z.B.:

https://www.ebay.de/itm/IBM-893-Kug...d=232575890588&_trksid=p2047675.c100009.m1982

Es dürfte allerdings deutlich schwerer sein, ein gut erhaltenes X23, X30 oder X31 zu bekommen als eine IBM 82C oder 96C. Derzeit wird nur in den USA was angeboten:

https://www.ebay.com/itm/VINTAGE-IB...671503?hash=item284551a94f:g:EFgAAOSwV9dZ1C09

oder

https://www.ebay.com/itm/Vintage-cl...097190?hash=item21283e5fe6:g:1ycAAOSw0j9ZOcs3

wobei das zweite Angebot verbastelt ist und unvollständig.

Aber für ein DOS und WordPerfect eignen sich die Systeme besser als aktuelle.

Gruß
enrico65
 

wisigerno

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Hallo Enrico,

hätte ich mich doch nur schon viel früher in diesem Forum angemeldet. Ihr seid wahrlich spitze! Was Schreibmaschinen angeht, bin ich Olympia-Fan (besonders SM3 und SM4). Wenn mich die Nostalgie packt, schreibe ich auch ganz gerne mal ein paar Seiten auf der Schreibmaschine. Da ich aber ein großer Freund schlechter erster Entwürfe und vieler Überarbeitungen bin, ist eine Schreibmaschine keine gute Option. Deshalb dachte ich eben an ein altes Thinkpad mit meinem geliebten vim als Editor.

Viele sagen ja, dass vim besser fürs Überarbeiten als fürs Schreiben geeignet ist und emacs der wahre Schreibeditor sein soll. Das hat sich mir aber nie erschlossen. Ich bin inzwischen dermaßen »vimfiziert«, dass ich mit anderen Editoren schon gar nicht mehr schreiben kann, ohne immer wieder hjkl und verschiedene andere Befehle in den Text zu tippen...

Ich würde mich sehr über die eine oder andere PM mit Angeboten freuen. Über den Preis lässt sich ebenfalls sprechen, falls die angedachten 50€ zu wenig sein sollten.

Viele Grüße
Wisigerno
 

wisigerno

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Auf dem x31 habe ich zwar noch nicht geschrieben, dafür auf meinem alten x40. Mit der Tastatur kam ich immer bestens klar. Die lahme Tastatur habe ich recht bald durch eine CF-Karte ersetzt und später durch eine mSATA-Platte, funktioniert super.

Es gibt aber ein riesiges Manko: Das Display hat so viele Wolken, dass ich nicht damit arbeiten kann, ohne mich dauernd zu ärgern. Wenn ich das x40 zehn Mal unterwegs dabei hatte, ist das viel. Dabei befand es sich immer in einer gut gepolsterten Notebooktasche, ohne gequetscht zu werden, alle Bücher hatte ich im Rucksack und trotzdem sieht das Display aus, als wäre mein Hund über fünf Jahre hinweg jeden Tag mehrmals drüber gelaufen...
 

ThinkBrett

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Ich habe Dir ein recht gut erhaltenes X24 anzubieten; Details dazu morgen Abend oder am Montag.
Muss das Gerät erst noch finden und ausmotten - es ist irgendwo in einem meiner ThinkPad-Stapel.
Aus der Erinnerung weiß ich noch, dass es mit XP lief und das eigentlich ohne Probleme, weil ich es mal testweise ne Woche oder so produktiv benutzt habe. Erstaunlich war mir auch der gute Erhaltungszustand. Ich meine sogar, dass ich zwei solcher X24 habe.

Bei Interesse bitte kurze Meldung hier, damit ich nicht umsonst suchen muss.
 
E

enrico65

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Das Problem mit den Flecken im Display hatten viele Baureihen der frühen 2000-er Jahre. Alle T2x-Serien waren davon betroffen, T30 auch, die R3x ebenfalls. Das X31 ist etwas "wuchtiger" als die X40. Ich habe meine X31 jahrelang auf Reisen genutzt, und zwar auch häufig mit der Dock. Jetzt mit den EliteBooks spare ich dieses Gewicht, denn die haben das optische Laufwerk noch eingebaut, so dass ich keine Dock mehr benötige. Vim wäre mir als Editor für größere Texte allerdings zu umständlich. Ich nutze den gern als Editor für Konfigurationsdateien. Als reine Schreibmaschine bei größeren Texten würde ich im Falle einer schwächeren Maschine ein DOS mit WordPerfect vorziehen. Mit WordPerfect 5.1 und 6.0b (letzteres schon mit der grafischen Oberfläche) habe ich vor vielen, vielen Jahren für befreundete Kommilitonen deren Diplom- und Magisterarbeiten getippt. Das war zu Zeiten, als ein Turbo-XT noch 2500 DM kostete und man mit einer 20 MB-Festplatte High-End-Ausrüstung hatte. WordPerfect konnte damals eine 300 Seiten umfassende Diplomarbeit in einer Datei problemlos erfassen und bearbeiten. Diesen ganzen Microsoft-Schrott mit zig Filialdokumenten wegen der Speicherprobleme mussten die User dann ein paar Jahre später schlucken. WordPerfect war dem eindeutig überlegen.

Gruß
enrico65
 

wisigerno

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Hallo ThinkBrett,

habe definitiv Interesse!

Vielen Dank, freue mich schon auf deine Nachricht
Wisigerno

- - - Beitrag zusammengeführt - - -

Hallo Enrico,

ich kann dir nur zustimmen, WordPerfect 5.1 und WordStar 5.5 sind vielleicht die besten Schreibprogramme, die je geschrieben wurden. Es gibt ein ziemlich spannendes Buch über die Geschichte von WordPerfect, das frei im Netz erhältlich ist: Almost Perfect, von W.E. Pete Peterson. Darin wird ziemlich genau beschrieben, wie sich Firmen wie die WordPerfect Corporation und Microsoft bekämpft haben. Ein sehr spannendes Stück Technikgeschichte, das für viele hier im Forum ein paar Augenöffner bereit halten dürfte.

Ich werde definitiv ein FreeDOS mit WP 5.1 ausprobieren, dann aber bestimmt wieder zu vim zurück kehren. Wenn man den vim-Dialekt und die Modi einmal im Schlaf beherrscht, sind alle anderen Editoren irgendwie »clumsy«...

Viele Grüße
Wisigerno
 

The EYE

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Bzgl. Ablenkung: Ich würde auch zum x6x tendieren und die WLAN-Karte ausbauen.
 

fishmac

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Unter Berücksichtigung Deiner Vim-Orientierung solltest Du vielleicht - auch mit Blick auf Erweiterung Deiner Zielgruppe in Sachen Hardware - mal einen Blick auf FocusWriter werfen.
 

wisigerno

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Hallo The EYE,

vielen Dank, der Vorschlag, die WLAN-Karte auszubauen ist eine gute Idee. Es ist nur so, dass meine Anforderungen so gering sind, dass ich sogar mit einem x20 auskommen dürfte. Ich werde mit dem Gerät nicht mehr tun als schreiben und dabei Musik hören und dafür brauche ich als einzige Programme einen guten Terminal-Emulator, in dem dann vim, vifm und music on console leben. Meine Recherchen befinden sich in einem großen vimwiki. Ich folge hier strikt der UNIX-Philosophie »[...] do one thing well«.

Es wird ja oft darüber gesprochen/gestritten, ob Reduktion der Möglichkeiten und Freiheit von Ablenkungen wirklich zu mehr Kreativität führen. Ich für mich kann ganz klar sagen, dass Einfachheit und Klarheit ein wahrer Segen sind. Genau deshalb wurden diese ganzen »distraction free«-Editoren wohl geschrieben...

Hallo fishmac,

ich habe alle für Linux erhältlichen »ZEN-Editoren« durch und festgestellt, dass ich wieder nur ein paar Anforderungen habe:

  • Markdown im pandoc- oder github-Dialekt.
  • Die Möglichkeit, Lesezeichen im Text zu erstellen und mich schnell durch große Dateien zu bewegen.
  • Schnell zum wiki wechseln, falls ich etwas nachschlagen oder einen Rechercheauftrag in meiner TODO-Liste festhalten will.
  • Möglichst alles übers Terminal erledigen.
  • Keine Maus.

So einfach diese Anforderungen sind, ich habe festgestellt, dass nur vim und emacs überhaupt dafür geeignet sind. Emacs hat mit org-mode sogar das beste Programm der Welt für solche Dinge, aber ich folge nun einmal dem »Cult of vi«.

Viele Grüße
Wisigerno
 
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