Review R400 vs. T400s

jamie

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Möchte hier einmal einen subjektiven Vergleich zw. den o.a. Rechnern geben.

Dabei geht es weniger um die durch die Prozessoren verursachten Performanceunterschiede, sondern um Handling, Haptik, Displayfähigkeit, Geräuschemissionen und Preis- /Leistungsverhältnis.



Vorweg sei gesagt, dass das T400s ca. doppelt so teuer ist wie das R400 mit jeweils 3 Jahren Warranty.

Beide kommen nur deshalb zum Vergleich, weil sie ein 14.1“ WXGA+ LED Display haben (Gottlob noch 16:10). Eine niedrigere Auflösung oder ein CCFL-Backlight im Falle des R400 sind nicht von Interesse.



Basics

(beide Modelle mit 6-Cell Akku):

Das R400 misst (BxTxH) cm - 33,6 x 23,8 x 3,5 und wiegt 2,39 kg

Das T400s misst - 33,7 x 24,1 x 2,6 und wiegt 1,81 kg



Haptik



Beide Rechner haben die typische Deckelgummierung. Das R400 ist kein Plastikbomber.



Auf dem Schreibtisch sind die knapp 1 cm Höhenunterschied kaum sichtbar, weil das T400s recht hohe Gummifüsse hat. Gleichwohl ist es deutlich schlanker und wirkt eleganter.



Beim Aufklappen des Displays fällt eines sofort auf: beim T400s braucht man nur eine Hand, weil der Akku vorne sitzt, das R400 muss man vorne mit einer Hand festhalten, damit es nicht nach hinten kippt.

Hinzu kommt, dass der 6 Cell-Akku beim R400 hinten 2 cm raussteht, was mich nie störte, weder von der Ästhetik, noch vom Handling, kann sogar ein Gimmick sein.

Die Scharniere nehmen sich nichts, sind bei beiden Rechnern solide und nicht zu fest oder zu schwammig, beim T400s synchron, beim R400 ist das rechte etwa halb so gross wie das linke.

Die Bezel sind aus Hartplastik, ich kann keinen Qualitätsunterschied feststellen.



Der Displayrahmen des T400s ist ebenfalls synchron (jeweils 1,5 cm), beim R400 misst er links 2cm, rechts 1cm.



Als nächstes fällt die Tastaur ins Blickfeld. Bekannt ist, dass ab dem T400s eine neue Tastatur verwendet wird, die im wesentlichen zwei Neuerungen hat: einmal sind Esc- u. Entf.-Tasten vertikal länger geworden und zum anderen sind die Spalten zwischen den einzelnen Tasten geringer geworden, damit dort noch weniger Krümel, Tabakasche oder Ideen reinfallen.

Das UltraNav beim T400s ist grösser und angenehm genoppt, ich jedoch benutze es nie.



Die Tastatur des T400s ist die beste, die ich je benutzte, selbst die T600 waren nicht besser.

Die auf Garantie getauschte NMB-Tastur im R400 (vorher war eine Lochblechtastatur drin, die den Glauben an ein gutes Notebook im Mark erschütterte) ist solide und gibt keinen Anlass zum Klagen.



Jetzt zum Betrieb.

Beide Rechner haben als OS Vista Bus.32 SP2 mit 2 GB RAM, jeweils neu von mir aufgesetzt. Bootzeiten und so weiter sind den Proz. geschuldet, das ist hier nicht wichtig.

Das T400s hat nur drei LED-Anzeigen (WLAN/WWAN/HD), der Powerknopf leuchtet bei Betrieb von unten, die Audiotasten je nach Einstellung ebenfalls. Akkuladung und Standby-Halmond LEDs sind auf dem Displaydeckel hinten. Das R400 hat zehn grüne LEDs bei aufgeklapptem Deckel im Blickfeld.



Display

Beide haben eine WXGA+ Auflösung (1440x900 Pixel) mit LED Hintergrundbeleuchtung.

Vorweg: Wer Bildbearbeitung machen möchte, möge sich einen externen TFT besorgen.

Beide Displays sind aber voll outdoortauglich, die Helligkeit ist selbst bei Videos oder DVB-T im Freien geniessbar.

Mir langt schon die Helligkeit des R400, das T400s kann aber noch einen Tick mehr, wenn denn die Sonne doch mal um den Schirm rumgliemt.

Die Kontrastverhältnisse sind für o.a. Aufgaben ausreichend bis gut.

Die vertikale Blickwinkelabhängigkeit (von oben nach unten) ist beim T400s stärker, d.h. man muss den Monitor öfter justieren, um das optimale Bild zu bekommen, wenn die Sitzposition sich ändert.

Horizontal (von der Seite) sind beide TFTs zumindest für drei Personen, die zusammen sitzen sehr gut einsehbar.

Ausserdem ist der Displaydeckel des T400s dünner, d.h. Druck von aussen z.B. mit dem Finger ist schneller sichtbar. Das R400 ist da sehr unempfindlich und pflegeleicht.

Blaustichigkeit, wie sie hier öfter im Forum genannt wurde, kann ich nicht bestätigen, es sei denn, dass sie per se so empfunden werden.



Geräuschemissionen

Ein für mich besonders wichtiges Thema.

Da ich oft nachts arbeite, hasse ich nichts mehr als unliebsame Geräusche.

Unter dem o.a. OS und der Einstellung im Energiemanager „niedrig“ laufen die Lüfter so gut wie nie, bei beiden Geräten.

Der Lüfter des R400 ist sogar etwas „sonorer“, d.h. wenn er kurz läuft, dann klingt er etwas dunkler.

Beide sind aber ohne TPFancontroll und andere Krücken als wirklich leise zu bezeichnen.

Die Hitachi 160 RAM im R400 höre ich überhaupt nicht, die 250 GB 1.8“ Toshiba im T400s säuselt schon etwas um 3 h nachts, mein Hund atmet aber hörbarer.



Handling

Ganz klar – 500g weniger Gewicht sprechen eindeutig für das T400s.

Zweiter Vorteil: Der Audioanschluss ist links, beim R400 steht er vorne raus und mit langen Ärmeln komme ich oft dagegen, zum anderen sieht es aus, als ob…



Preis- /Leistungsverhältnis

Da ist und bleibt das R400 mit WXGA+ LED das mit Abstand beste Angebot im Lenovo-Sortiment.

Natürlich WWAN, e-SATA, SSD ist nicht serienmässig, dafür kriegt man hier ordentlich was für’s Geld.

Das T400s mit seinem doppelten Preis ist sicher schicker, hat mehr Prestige und Status, wird hier aber nur Zweiter.



Fazit

Als Rechner für den täglichen Gebrauch ist das R400 allererste Wahl und im P/L-Verhältnis bei Lenovo nicht zu schlagen.

Das T400s ist natürlich smarter und leichter – die Kosmetik muss man dann eben auch bezahlen



Mit freundlichen Grüßen



Edith sagt: Fotos kommen am Wochenende
 
Ich sehe das hinsichtlich des R400 ebefalls so.

Was mir bei diesesm aber noch aufgefallen ist, ist, dass die rechte Seite der Handballenauflage nicht richtig fest ist. Sie hat etwas Spiel, was man auch hören kann.
An der Stelle gibt es merkwürdigerweise auch keine Schraube.
 
[quote='tonictrinker',index.php?page=Thread&postID=830600#post830600]Sie hat etwas Spiel, was man auch hören kann.[/quote]

Das kann man mit ein paar Lagen gekonnt installierter Alufolie unter dem Bezel gut verhindern. Wer ein sehr dünnes Blech zu hause hat kann das auch benutzen, ich hab ein kleines Kupferblech zurecht geschnitten und darunter fixiert. Klappt gut.
 
Ich hab seit neustem hier auch ein T400 (|= T400s) und ein R400, bei meinem R400 ist das Palmrest sogar stabiler als beim T400... Im Endeffekt kaum ein Unterschied in der Verarbeitung festzustellen, hätte ich das früher gewusst hätte ich sicher 300€ gespart ;-)
 
Stimmt, bei der rechten unteren Ecke hätte sich Lenovo mehr denken können. Ein Schräubchen mehr, und das Problem wäre gelöst gewesen.
Bei mir lässt sich das Palmrest aber nur etwa einen halben Millimeter bewegen und knarzen tut da auch nichts. Der Idee mit der Alufolie ist aber gut!
Ich bin mit meinem R400 auch sehr zufrieden, vor allem das helle Display mag ich!

Grüße
bassplayer
 
Scusi :love:

Digikamera hatte meine Frau, ich las einen netten Zettel, dass das Ding nicht geklaut, sondern in Arbeit ist.

Morgen kommen aber Bilder, gerne auch mit einem R50e 14" als dritten Vergleich.



Dass die rechte vordere Ecke beim R400 mehr nachgibt als links habe ich gerade mal probiert. Stimmt.

Aber mal im Ernst: wer drückt darauf in diesem Masse, dass es auffällt. Wenn ich mit dem Druck eine Zahnpastatube, einen CD-Player oder meine Frau anmachen würde, müsste ich alles reklamieren 8)
 
Danke für den interessanten Bericht. Leider drängt sich mir allmählich der Gedanke auf, dass der Käufer bei Lenovo - will er bei der R400/R500-Serie eine qualitativ gute Tastatur bekommen - eine solche gleich beim Kauf des Gerätes zusätzlich mitbestellen sollte, weil man serienmäßig die billige Lochtastatur bekommt. Was soll das? Halte ich für ein sehr bedenkliches Geschäftsgebaren, was sich selbst viele Billigheimer nicht leisten (bei denen ist zwar auch eine Billigtastatur verbaut, aber man kann auch keine ordentliche ordern).

Gruß
enrico65
 
Im Moment scheint dies der Fall zu sein.
Ich habe das Prozedere ebenfalls durch.
Offenbar scheint das auch bei Lenovo kein Geheimnis zu sein. Eine Ersatztastatur wurde anstandslos zugeschickt.
 
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