R60, Win 8 - Soundstörungen unter Last beim Spielen virtueller Instrumente

mat619

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Hallo zusammen,

nachdem ich kürzlich einen alten KORG Synthesizer geschenkt bekommen habe, hab ich mir ein Midi-Keyboard zugelegt, dass man via USB auch am PC verwenden kann. Als Software war Samplitude 11 dabei.
Nun kam ich auf die Idee, das mal auf meinem R60 unter Windows 8 zu installieren - läuft! Wunderbar, also paar VSTs (virtuelle Instrumente) drauf, damit man schön Krach machen kann.

Leider habe ich danach feststellen müssen, dass die Soundkarte meines R60 unter Last dazu neigt, den Ton komplett abzustellen für ca. 1 Sekunde, oder zu knacken/knistern. "Unter Last" heißt in dem Fall bei Simulation eines komplexen Analog-Synthesizers den man schnell und vieltönig spielt, sodass eine Menge Klang zeitgleich berechnet werden muss.
Mein T5500 kommt erstaunlich gut damit klar, die CPU Last pendelt im Schnitt so zwischen 25-60%, daher erscheint mir der eher weniger das Bottleneck zu sein.
Daher habe ich den Soundtreiber oder die Soundkarte im allgemeinen im Verdacht.

Hat schon mal jemand die Intel HDA eines R6x/T6x für ähnliche Zwecke verwendet wie ich? Ist das Ding einfach nur der Belastung nicht gewachsen, oder muss ich Treiberroulette* spielen?

Gruß
Matt


PS:
*Aktuell ist der von Windows Update bereitgestellte Intel Soundtreiber drauf, da er erheblich neuer als der von Lenovo zu sein schien und sonst klaglos funktioniert.
 
Das Problem ist uralt, und die User haben sich früher immer damit geholfen, dem Treiberprozess volle Priorität im Taskmanager zu geben oder eine externe Soundkarte anzuschließen, die einen Großteil der Treiberlast erledigt. (Auch DJs haben lange Zeit mit diesem Equipment erfolgreich bearbeitet: EinThinkPad, eine externe Soundkarte, eine Harddisk mit den Songs.)

Da externe Soundkarten mittlerweile recht erschwinglich sind, wäre ein Musikerforum wahrscheinlich die erste Adresse Deiner Wahl: Die helfen sich gegenseitig aus Liebe zur Musik... :)

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Hi, wie das bei Samplitude genau ist, weiß ich nicht, aber im Allgemeinen klingt es so, als würde die CPU mit dem zu klein eingestellten Audio-Buffer nicht zurecht kommen - diesen brauchst Du aber jedoch, um mehr oder minder in Echtzeit zu spielen. Bei Cubase würde ich z.B. so weit gehen, dass ich sage, Direct Monitoring bzw. der Einsatz von VST Instrumenten in Real-Time auf solch einem Gerät gar nicht bis kaum möglich ist, wenn man empfindlich auf Latenz reagiert. Vermutlich ist das bei Samplitude ähnlich...

Kannst ja mal in den Audioeinstellungen von Samplitude gucken, ob Du die Buffergröße verändern kannst. Falls ja, einfach mal auf den größtmöglichen Wert stellen und gucken, ob das Problem weg ist. Dabei wirst Du eine riesen Verzögerung zwischen Tastenanschlag und Ertönen der dazugehörigen Note haben... falls das Problem aber nicht auftritt, kannst Du den Buffer wieder schrittweise kleiner machen und sehen, ob Du einen guten Mittelwert zwischen "kein Knacken" und "erträgliche Latenz" findest...
 
toby schrieb:
Das Problem ist uralt, und die User haben sich früher immer damit geholfen, dem Treiberprozess volle Priorität im Taskmanager zu geben [...]
Das klingt nach einer guten Idee - probiere ich aus! Danke für den Tipp!


Hi, wie das bei Samplitude genau ist, weiß ich nicht, aber im Allgemeinen klingt es so, als würde die CPU mit dem zu klein eingestellten Audio-Buffer nicht zurecht kommen - diesen brauchst Du aber jedoch, um mehr oder minder in Echtzeit zu spielen. Bei Cubase würde ich z.B. so weit gehen, dass ich sage, Direct Monitoring bzw. der Einsatz von VST Instrumenten in Real-Time auf solch einem Gerät gar nicht bis kaum möglich ist, wenn man empfindlich auf Latenz reagiert. Vermutlich ist das bei Samplitude ähnlich...

Kannst ja mal in den Audioeinstellungen von Samplitude gucken, ob Du die Buffergröße verändern kannst. Falls ja, einfach mal auf den größtmöglichen Wert stellen und gucken, ob das Problem weg ist. Dabei wirst Du eine riesen Verzögerung zwischen Tastenanschlag und Ertönen der dazugehörigen Note haben... falls das Problem aber nicht auftritt, kannst Du den Buffer wieder schrittweise kleiner machen und sehen, ob Du einen guten Mittelwert zwischen "kein Knacken" und "erträgliche Latenz" findest...

Cubase und Samplitude dürften sich was das betrifft sehr ähnlich verhalten nehme ich an.
Sowas in der Art dachte ich mir bereits, daher hab ich das Ändern der Puffergröße schon versucht - es reduziert das Problem, aber ganz weg bekomme ich es selbst bei lächerlich riesigen Latenzzeiten nicht.
Die CPU-Last ist witzigerweise aber tatsächlich im Schnitt nur um die 40% bei Verwendung der leistungshungrigen Synthis, z. B. Dionysos, ohne jegliche Spikes nach oben. :huh:
 
Die CPU-Last ist witzigerweise aber tatsächlich im Schnitt nur um die 40% bei Verwendung der leistungshungrigen Synthis, z. B. Dionysos, ohne jegliche Spikes nach oben.

Ja, das ist für das Problem leider typisch... ich hatte das halt so ähnlich auch mal (allerdings mit Software Monitoring statt VST Instrumenten - ist aber das gleiche Prinzip), und obwohl die CPU Leistung laut Task Manager eigentlich mehr als ausreichend hätte sein sollen, half nur das Aufrüsten auf ein Gerät mit schneller(er) CPU.
 
gehe mal ins betreffende energieschema das du benutzt, >> erweiterte einstellungen>> PCI Bus stromsparmechanismus deaktivieren
.. hat auswirkungen auf den datendurchsatzt

bios >> PCI/IRQ von 11 auf automatisch stellen.

würde beides getrennt machen und gucken ob es einen unterschied gibt als ersteres würde ich das bios einstellen/umstellen
 
Auch gute Ideen, Danke!

Werde auch mal einen Latency Checker laufen lassen, deren Existenz habe ich ganz vergessen. Sollte aufschlussreich sein für den Zweck glaub ich :)
 
was verwendest du denn für einen Treiber? Asio4all oder den hauseigenen von Samplitude? Damit hatte ich früher öfters mal Probleme. Ein Umstellen der Treiber hat häufig geholfen.
 
So, sorry für die späte Rückmeldung, komme momentan kaum dazu, am ThinkPad zu basteln.

Anbei ein Screenshot eines DPC Latency Checks - sieht leider dauerhaft so aus. Unabhängig vom Energieschema und ob WLAN/LAN an, aus, Modem aus, etc., die offensichtlichen Kandidaten hab ich soweit durch.

IRQs habe ich wie vorgeschlagen allesamt auf Automatic gesetzt.
Die vorgeschlagene Deaktivierung der PCI Bus Energiesparfunktion konnte ich in den Energieoptionen nicht finden, dafür aber im BIOS. Wäre noch einmal einen Versuch wert evtl.

@ maritaly:
Den hauseigenen von Samplitude verwende ich momentan.
 

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    DPC Latency.png
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Oh das sieht ja übel aus... da kannste Audio-Kram natürlich vergessen, bis das Problem beseitigt ist. Hat die Kiste Bluetooth oder WWAN?
 
normalerweise hat man 1,2,-3 peaks die ins rote gehen und probleme machen, bei dir sehe ich aber ein problem das du keinen einzigen peak im grünen bereich hast.

arbeites du mit akku & (netzteil) am geräht ?

was benutzt du denn für treiber win 8 und r60 da schieb ja lenovo nicht mehr alles mit.
wurde es sauber neu aufgesetzt oder ein upgrade gemacht.

die kiste ist total verbockt, wenn das bei dem szenario mit akku & netzteil bertrieben wurde.
 
Ich würde auch fast vermuten, dass ein Wechsel zurück auf XP und 100% Lenovo Originaltreiber das Problem lösen würde...
 
Latency Checker ist das eine..hinter jedem Spike steckt eine Ursache und die kannst du mit weitergehenden Tools herausfinnden..z.Bsp. RATTV3 bei XP oder LATENCYMON bei Win7.

Arbeite doch mal das hier durch: http://www.native-instruments.com/forum/showthread.php?t=125222

geht schnell# und ist echt aufschlussreich. Am Ende der Website (XP oder Win7) findest du die Anleitung auch in deutsch.

Gruss maat
 
arbeites du mit akku & (netzteil) am geräht ?
Ja.

was benutzt du denn für treiber win 8 und r60 da schieb ja lenovo nicht mehr alles mit.
Nachdem ausnahmslos für alle Geräte ein passender Treiber gefunden wurde und bisher keine Probleme aufgetreten waren, benutze ich einfach die über Windows Update bereitgestellten.

wurde es sauber neu aufgesetzt oder ein upgrade gemacht.
Frisch aufgesetzt auf eine jungfräuliche Platte.

die kiste ist total verbockt, wenn das bei dem szenario mit akku & netzteil bertrieben wurde.
Das wurde sie, also stellt sich dann nur die Frage warum.

bemymonkey schrieb:
Ich würde auch fast vermuten, dass ein Wechsel zurück auf XP und 100% Lenovo Originaltreiber das Problem lösen würde...

Durchaus möglich, ein featurearmes Betriebssystem, das dieses Jahr seinen 12. Geburtstag feiert, ist für mich heutzutage aber definitiv keine Alternative mehr.

maatik schrieb:
Danke für den Link, das sehe ich mir mal an!
 
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