Neuer Akku: Korrektes Vorgehen?

dirkk

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Habe für mein T43 einen neuen Akku gekauft, da der alte defekt war. Sind ja nicht gerade billig die Teile, knapp 150 Euro :-(

Deshalb wollte ich mal fragen, wie man gleich zu Anfang alles richtig macht bw. nicht gleich alles falsch.

1. Also, als erstes den neuen Akku voll aufladen (vermute ich mal). Ist es besser, wenn der Rechner dabei nicht an ist?

2. Sollte man, zumindestens in der Anfangszeit, den Akku immer wieder komplett leer laufen lassen? Oder ist das heutzutage egal.

3. Bei meinem alten Akku ist vermutlich eine oder mehrere Zellen defekt gewesen, von "heute auf morgen". Gibt es bestimmte Nutzungsweisen, wie man das Entstehen eines solchen Defektes fördert bzw. meidet?

4. Sonst noch irgendwelche Tipps? (Bin auch dankbar für Verweise auf ältere Artikel.)

dirkk
 

mike71

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nachdem du 2 jahre dabei bist, dürfte die sufu für dich ja nicht unbekannt sein ;)
 

tom_k

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nun die sufu liefert diesbzgl konträre meinungen,
deshalb will ich hier nochmals die einzig wahre wahrheit zum lion akku posten:
Neue zuerst voll machen
(Nachbauten müssen zT noch kalibriert werden!)
Aufladen bei ausgeschaltetem Gerät ist vorzuziehen
Alle 3 monate eine kpl Entladung hält den akku fit, gff zwecks Kalibrierung auch 2 o 3.
Tiefentladungen schaden nix wenn der akku asap wieder gefüllt wird,
d.h. nicht id Schrank legen und lange warten!

Gruss tom
 

rudolfka

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hallo.
@tomK: full_ack.
zur Frage 3 als Ergänzung: Der Akku sollte im Optimum möglichst "kühl" gefahren werden. Deshalb ist ständiges auf und entladen nicht so gut, da dann im Akku unnötig viel Wärme entsteht. Wenn der Akku längere Zeit nicht in Betrieb ist sollte er möglichst mit etwa 40% der möglichen Ladung gelagert werden und dann bei Wiedereinsatz nach Monaten ei volles Rekalibrierungsprogramm durchlaufen (3Zyklen).
mfG
Rudolf
 

bountykiller

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@dirkk

Ich persönlich lasse den Akku erst unter 15% laden. Laden tue ich nie während des Betriebs am Netz. Ich lasse falls benötigt das Notebook über Akku laufen. Die Restkapazität liegt aber immer über 40% im Netzbetrieb. Falls ich den Akku laden will lasse ich Ihn unter 15% laufen und schalte das Gerät aus. Erst dann wird im ausgeschalteten Zustand geladen. Mein neuer Akku hat nach 21 Ladezyklen immernoch die volle Designkapazität.

Ständiges Laden ist der Tod jedes Akkus.

Grüße

Bountykiller
 

sego

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ich glaub dass es heute nicht mehr ganz so wild ist wie man einen Akku behandelt.
Grundsätzlich leiden Akkus besonders beim starken Entladen und Aufladen mit hoher Spannung. Dagegen wirkt aber die Notabschaltung (man sollte den Akku nur nicht entladen längere Zeit rumliegen lassen wg Selbstentladung). Bei den letzten Prozent einer Aufladung wird zudem wegen der hohen Spannung der Ladestrom gesenkt.

Ich schone meinen Akku nicht bewusst, benutze ihn einfach. Volle Kapazität hatte er bis ca. 60 Zyklen. Danach gings langsam Berg ab. Hab jetzt 108 Zyklen drauf und ne Restkapazität von 92%.
Es kommt vor allem auch auf die Qualität an.

Ich habe meinen Orginal-Akku allerdings bei ebay gekauft. Sind im Vergleich zu dem China-Krempel zwar ne ganze Ecke teurer, aber immer noch um Welten billiger als bei Lenovo.
Mein 6-Zeller hat damals um die 50€ gekostet, ein 9-Zeller liegt bei 90€, z.B. hier:
http://cgi.ebay.de/Original-IBM-Thi...ryZ79523QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem

Dann macht man sich auch nicht ganz so viele Gedanken über das Schonen desselbigen.
 

rudolfka

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hallo,
Original von sego
ich glaub
...
Dann macht man sich auch nicht ganz so viele Gedanken über das Schonen desselbigen.
Die obigen Äußerungen beruhten nicht auf "Glauben".
Der TE macht sich halt Gedanken.
Vielleicht hat er weniger Geld?
Wer weiß es, aber auch das wäre ein achtenswertes Motiv.
mfG
Rudolf
 

mitlattus

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Ich überlasse das Lademanagement meiner Hardware.Er wird immer geladen wenn ein Netzteil in der Nähe ist und entladen wenn keins in der Nähe ist.
Die Statements von rudolfka und tom_k beinhalten eigentlich schon alles wissenswerte. Einzige Anmerkung noch: Tiefentladungen schaden nichts, weil es keine wirklichen Tiefentladungen sind. Selbst wenn das TP mit abgeschalteten Ausschaltautomatiken ausgeht, sind die Zellen noch weit von einer gefährlichen Tiefentladung entfernt.

Gruß mitlattus
 

rudolfka

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hallo,
@mitlattus: Hatte tom_K grad diesbzgl. eine PN geschickt, weil er das sehr wahrscheinlich auch selbst weiß.
Aber bei dem ganzen gesunden Halbwissen, was da so herumgeistert, liegts dann manchmal nahe, sich den falschen Grundvorstellungen anzupassen. Vielleicht sollten wir den Notebookakku lieber in IBM-Smartbus-Energiespeicher-und-Stromversorgungseinheit umbenennen, damit diese naheliegenden Mißverständnisse nicht immer wieder entstehen:rolleyes: .
mfG
Rudolf
Ps.: Auch wenns etwas lästig sein mag, aber die Akkuthreads führen zu Popularität der Seite. Das Ranking bei Google etc. steigt. Für die meisten ist son Akku halt doch ein ziemlich teures Ersatzteil und kein Treibstoff.
 

dirkk

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Hm, ist ja interessant. Ich dachte immer, und höre es auch oft noch, man soll den Akku immer leerlaufen lassen und dann wieder voll aufladen, und das anscheinend möglichst oft. Aber das ist dann wohl ein Ritual aus Memory-Effekt Zeiten? Ich habe auch schon gehört, dass es eine Übertreibung sei, dass es den Memory-Effekt nicht mehr gibt.

Aber soll man denn wenigstens den *ganzen neuen* Akku *zu Beginn*, sagen wir zwei- oder dreimal, voll entladen/aufladen? Oder selbst das nicht? Mir ging es bei der Frage in erster Linie um die Initialisierung.

Irgendwo habe ich gelesen, eine Erstaufladung dauert 36 Stunden. Ist der Akku nicht schon nach wenigen Stunden aufgeladen?

dirkk
 

rudolfka

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hallo,
Original von tom_k

(Nachbauten müssen zT noch kalibriert werden!)


Gruss tom

Bei Originalen reicht 14 h (über Nacht) aufladen. Nicht nur bis Lampe grün. Dabei nicht benutzen.
Nachbauten werden nicht immer ab Werk "formatiert". Dann muß quasi ganz zu Anfang dreimalig der Rekalibrierungszyklus als Ersatz herhalten. Genaugenommen ist auch das nicht ganz korrekt, da so nur der gesamte Akku "quasiformatriert" wird, aber nicht eigentlich die Zellen. Dies spielt z.B. dann eine Rolle, wenn die Zellen z.B. 5,4AH Kapazität hätten, das Design des Akkus aber auf 4,4AH beschränkt ist (aus Kompatibilitätsgründen). Dann werden die Zellen quasi immer nicht im Optimum betrieben. Das ist aber mit normalen Mitteln nicht zu vermeiden.
Das Formatieren ist ein recht teurer P?rozeß, da zeitaufwendig, und wird bei Billignachbauten deshalb häufig unterlassen. Dies führt zu ganz erheblicher Laufzeitverringerung.Späteres Nachholen der Formatierung zur "Besserung" ist nicht möglich. Für einen gesunden Akku sind dagegen 3 Ladezyklen "nichts". Darum im Zweifel gleich zu Anfang formatieren.
mfG
Rudolf
 

hase

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passt nich ganz zum thema aber ich denk ihr könnt mir helfen.
mein 9 zeller hat von ca. 45wh plötzlich auf ca. 30wh abgebaut.
mit einem zyklus. er war relativ gut kallibriert deswegen wundert mich dass so extrem.
habe mal gehört, dass da einzellne 3zellen-"komplexe"(die ja weg der spannung jewels immer zusammengelötet sind) ausfallen können oder von der elektronik "abgetrennt" werden um den akku zu schützen wenn eine zelle defekt ist. kann das sein? hab sonst nämlich keine brauchbare erklärung dass auf einmal n drittel an leistung wegfällt.
 

rudolfka

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hallo,
wie alt ist der Akku?
Was heißt, mit einem Zyklus rekalibriert?
`Wenn du z.B. 3 Jahre nicht rekalibriert hast, hat deine Akkuanzeige zum Schluß nur Müll angezeigt, der "scheinbare plötzliche Kapazitätsverlust" ist dann gar keiner, es wird lediglich die tatsächlich noch vorhandene Kapazität angezeigt.
Trotzdem schadet es einem heilen Akku nicht ihn bis zu 3 mal zu rekalibrieren. Wenn eine Zelle dann aber tatsächlich kaputt ist, stirbt der Akku sowieso schnell. Die "Abschaltung" schützt weniger den sterbenden Akku als vielmehr dich und dein Notebook vor heißem Feuer.
mfG
Rudolf
 

hase

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der akku is schon älter...war aber wie gesagt gut kallibriert...knapper monat her oder so...anzeige hat immer gepasst.
 

rudolfka

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halllo,
ist aber leider so. Bei normalem Gebrauch kommt so nach etwa 3 Jahren eine deutlich beschleunigter Kapazitätsverlust,- diese Kurve wird dann zwar wieder flacher, die verbliebene Restkapazität reicht dann aber irgendwann nicht mehr wirklich für mobilen Gebrauch.
Kann natürlich auch sein, das wirklich eine Zelle hinnüber ist. Nutzt aber nichts, da dann das Akkupack eh dem baldigen Tode geweiht ist. Einzige mögliche Abhilfe, die lohnt, wäre dann: erneuern aller Zellen für versierte Bastler, die wissen was sie tun, und bei den neueren Packs, wie deinem, auch Reprogrammierung der Akkuelektronik, also jenes Smart-Akku-Chips, der Daten wie Produktionsdatum, Hersteller, first-used-date, Zyklenzahl, Errorflags, Kapazität etc enthält. Wenn du dabei einen Fehler machst, wirds sehr heiß und giftig, außerdem brauchst du dazu ein entsprechendes Programmiergerät oder ein selbstzubastelndes Interface und Programmierkenntnisse.
mfG
Rudolf
 

hase

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naja hab sowiso für den mobilen einsatz nen 6zeller in gutem zustand.
finds nur wirklich schade da der 9zeller bisher die leistung relativ gut gehalten hat und nur langsam und konstant kapazität abgebaut hat.
muss mich wohl damit abfinden dass er mit seinen 4 jahren doch langsam seinem ende näher kommt.
 
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