Kaufberatung für ein NAS

R5GTTurbo

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Ich möchte mir ein NAS zulegen um von 3 Smartphones und 4 PCs die Bilder und Dokumente zusammen zulegen. Bei den Handys möchte ich von Google als Cloud Speicher weg, sollte auf dem NAS gespeichert werden und auch übergreifend von verschiedenen Handys wieder zugänglich sein.
Welcher Hersteller ist von der Software für nicht IT ler am besten?
Speichern sollte relativ automatisch laufen.
Software für Windows und Android.
Wieviel Speicher sollte man min haben um die nächsten 5 Jahre Ruhe zuhaben? Bilder und Dokumente, keine Filmsammlung
2 Laufwerke oder 4 Laufwerke?
Backup möglichkeit auf ein externes Laufwerk in einem anderen Haushalt. Falls es zu einem Brand oder sonstigem Schaden kommt der alles zerstört.

Gruß Michael
 
Pauschal lässt sich da selten die eierlegende Wollmilchsau finden.

Am Benutzerfreundlichsten bzw einfachsten sind meist die Fertiglösungen von ASUSTOR und Synology, dafür zahlt man aber auch entsprechende Aufpreise und liefert sich den Herstellern aus. So hat Synology z.B eine Whitelist an Festplatten die verbaut werden können (oder hatte diese zumindest mal).

Am Budgetfreundlichsten wird ein Eigenbau sein auf Basis einen alten Office-PCs oder sonstiger Hardware die man sich beschafft. Als freie Betriebssysteme gibt's dort TrueNAS, was vermutlich das umfassendste und robusteste System sein dürfte und noch einigermaßen benutzerfreundlich ist. Alternativ gibt es HexOS in der Beta, was quasi ein noch simpleres Interface dafür ist, im Hintergrund läuft aber regulär TrueNAS.
Auch UnRAID wäre eine Option und hat den Vorteil das man auch Pools aus unterschiedlich großen Speichermedien machen kann, wohingegen bei TrueNAS ein Pool immer aus gleich großen Medien bestehen muss bzw bei unterschiedlichen großen Platten nur die Kapazität der kleinsten Festplatte ausschlaggebend ist.

Außerdem stellt sich die Frage ob das NAS nicht langfristig noch mehr können soll, hinsichtlich Self Hosting, Plex Server o.ä wonach das Betriebssystem dann ausgesucht werden sollte.

Zur Kapazität kannst nur du selbst Aussagen treffen, ob 2 oder 4 Laufwerke ist relativ egal, relevanter ist hier die Kapazität pro Laufwerk. Bei 2 würde ich auf RAID1 gehen, wodurch beide Platten gespiegelt werden und somit der Platz einer Platte nutzbar ist.
Bei mehr als 2 würde ich auf RAIDZ1 gehen und wodurch du quasi eine Platte für die Parität verlierst, aber dann 2/3 nutzbar hast.

In der Wahl der Software bist du bei quasi allen Anbietern frei, je nachdem wie du den Speicherplatz bereitstellst. Für Windows werden auf dem NAS meist SMB Shares eingerichtet die du als Netzlaufwerk in Windows einbinden kannst.
Meine Android-Geräte machen ihr Backup einfach via FTP.

Das Backup auf ein anderes NAS oder externes Laufwerk ist meist im System schon eingebaut, da muss dann nur eine Erreichbarkeit der Platte oder des anderen NAS gegeben sein oder man nimmt z.B eine Storage Box bei Hetzner o.ä und erzeugt darauf verschlüsselte Backups.
 
So hat Synology z.B eine Whitelist an Festplatten die verbaut werden können (oder hatte diese zumindest mal).

Das haben sie nach massivem User-Backlash wieder eingepackt...

Preis-Leistungs-Sieger dürfte aktuell UGreen sein, wenngleich deren Software noch ein bisschen detailreifen muss. Die Grundlagen kann sie aber schon sehr gut.

Von einer Bastellösung mit TrueNAS oder Unraid würde ich als Anfänger unbedingt absehen, das ist ein ziemlich tiefer Karnickelbau mit hohem Frustrisiko.

Ich würde es bei 2 Platten belassen, das reicht für den Heimbedarf und hält den Stromverbrauch im Zaum. Für Offsite dann entweder zu Hetzner oder ein billiges Gebraucht-NAS bei den Eltern oder sonstwo mit guter Anbindung hinstellen.
 
Das haben sie nach massivem User-Backlash wieder eingepackt...

Ja, so hatte ich das auch im Kopf, dass es zumindest wieder aufgeweicht wurde. Sollte in erster Linie der Illustration dienen, was potentiell (neben deutlich höheren Kosten bei geringerer Performance), die Nachteile der Fertiglösung sind.
Wenn der Hersteller irgendwas entscheidet sind einem als Kunden da die Hände gebunden, nicht nur was Whitelist Nonsens anbelangt als auch wie lange das Gerät generell Support erhält oder sonstige künstliche Limitierungen.

TrueNAS ist möglicherweise etwas Overkill, HexOS soll das ganze erleichtern, kostet aber Geld und ich persönlich habe es noch nicht genutzt.
Für einfache Setups mit einem Pool und keinen großen Extras gibt es durchaus gute und Einsteigerfreundiche Guides, aber natürlich muss einem hier bewusst sein, dass es an anderer Stelle komplizierter werden kann. War vielleicht in meinem vorherigen Beitrag nicht ganz so deutlich.
 
Wenn der Hersteller irgendwas entscheidet sind einem als Kunden da die Hände gebunden, nicht nur was Whitelist Nonsens anbelangt als auch wie lange das Gerät generell Support erhält oder sonstige künstliche Limitierungen.

Das stimmt... War wohl Synologys Versuch der Enshittification. War aber zum Glück noch nicht von Erfolg gekrönt und nicht für bestehende Systeme relevant, sondern nur für die 25er Modelle. Noch ist die DS224+ im Handel erhältlich und das ist auch eine prima Maschine.

Softwaretechnisch ist Synology jedenfalls weit vorne, aber ja: Man begibt sich in eine gewissen Abhängigkeit.
 
Was ist eigentlich von einem einfachen NAS auf einem Laptop zu halten, bei dem man per USB zusätzlichen Speicher anschliesst z.B. HDDs und USB-Sticks.
So als Einsteiger-Ausprobier-Recycling-Billig-Nur-Datengrab-Lösung um zu testen, ob man ein NAS überhaupt braucht oder will.
Also einfach zum Reinschnuppern, als Hobby, zum Lernen usw. ohne finanziellen Aufwand.
Auch nicht als seriöse Back-Up-Lösung und ohne Raid.
Ich könnte damit wohl auch besser meine Geräte synchronisieren und hätte einfach ein zentrales Datengrab. Zudem gleich mit USV, sozusagen.
Ich bräuchte es auch nicht 24/7, sondern nur bei Bedarf, eventuell durch Wake-on-LAN.
Es müsste auch nicht unbedingt von aussen erreichbar sein.

Hat jemand mit sowas Erfahrung oder könnte Tipps geben?
 
Ich würde zu Synology raten.

Bin von kleinem PC mit Windows Server über TrueNAS und Bastellösung immer wieder zurück zu Synology, da die Pflege und der Aufwand relativ gering sind.
Sicher die NAS-Lösungen mit kleinem PC sind besser konfigurierbar und können zielgerichtet eingerichtet werden, doch von der Wartung her ist das fertige Synology-NAS für mich die optimale Lösung.
Ab und zu Firmware/BS updaten und gut.
Zusätzlich gibt es auch ein relativ gutes Support-Forum für die Synology's.
 
Was ist eigentlich von einem einfachen NAS auf einem Laptop zu halten

Geht m.E. am Thema vorbei, wenngleich technisch natürlich möglich. Zum reinen Testen kann man das vielleicht probieren, aber das hat dann so viele zentrale Aspekte eines NAS nicht an Bord, dass es dann auch wieder kein NAS mehr ist.

Dann hol dir lieber eine gebrauchte, ältere Syno-Box, da lernst du mehr bei
 
Das haben sie nach massivem User-Backlash wieder eingepackt...

Preis-Leistungs-Sieger dürfte aktuell UGreen sein, wenngleich deren Software noch ein bisschen detailreifen muss. Die Grundlagen kann sie aber schon sehr gut.

Von einer Bastellösung mit TrueNAS oder Unraid würde ich als Anfänger unbedingt absehen, das ist ein ziemlich tiefer Karnickelbau mit hohem Frustrisiko.

Ich würde es bei 2 Platten belassen, das reicht für den Heimbedarf und hält den Stromverbrauch im Zaum. Für Offsite dann entweder zu Hetzner oder ein billiges Gebraucht-NAS bei den Eltern oder sonstwo mit guter Anbindung hinstellen.
Du meinst damit, dass auch das kleine UGreen NAS mit den 2 Platteneinschüben für den Heimanwender genügt?
Das habe ich nämlich derzeit auch im Blick.
 
Du meinst damit, dass auch das kleine UGreen NAS mit den 2 Platteneinschüben für den Heimanwender genügt?

Ja, das 2800er... Superkiste um Längen besser verarbeitet und ausgestattet als eine vergleichbare Synology. Und noch dazu günstiger. Aber: Man muss sich auf die Software einlassen... Oder: Was eigenes installieren

Die reine Box ist super!
 
Ich habe ein UGreen DXP 4800 und bin damit sehr zufrieden. Das habe ich mit vier WD Red plus à 4 TB (Raid 5) bestückt, die hört man kaum. Zusätzlich habe ich zwei NVM-E-SSDs à 1 TB (Raid 1) eingebaut, auf denen oft benötigte Dateien und die zusätzlich installierten Apps liegen. So können die HDDs viel länger schlafen.

Ein anderes BS habe ich nicht installiert, für meine Zwecke reicht das UGOS vollkommen (und ist auch noch nie abgestürzt!).
 
Ja, das 2800er... Superkiste um Längen besser verarbeitet und ausgestattet als eine vergleichbare Synology. Und noch dazu günstiger. Aber: Man muss sich auf die Software einlassen... Oder: Was eigenes installieren

Die reine Box ist super!
Super! Und welche Platten steckt man da am besten rein?
 
WD Red - Bisschen günstiger, bisschen lauter, minimal langsamer
Ironwolf - Meist leicht teurer, leiser, minimal schneller

Ab 8 TB (?) musst du jeweils ein "Pro" an den Namen anhängen... Festplattenpreise machen allerdings aktuell keinen Spaß
Beitrag automatisch zusammengeführt:


Ja genau... Neben der Entscheidung, welches NAS du möchtest, solltest du auch 2-3 Blicke auf die Frage werfen, welche HDDs es werden sollen... WD oder Seagate (vllt. noch Toshiba), mehr gibt's auch eigentlich schon nicht.

Fertig konfektioniert kaufen macht kaum einen Vorteil, der Einbau der HDDs ist die NASen ist babyeierleicht bzw. wird wahrscheinlich ohnehin in Teilen zur Selbstmontage geliefert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sicher die NAS-Lösungen mit kleinem PC sind besser konfigurierbar und können zielgerichtet eingerichtet werden, doch von der Wartung her ist das fertige Synology-NAS für mich die optimale Lösung.
Ab und zu Firmware/BS updaten und gut.

Welche Wartungsarbeiten oder Hürden hattest du denn mit TrueNAS?
Wenn das erstmal aufgesetzt ist läuft da eigentlich auch alles reibungslos durch, natürlich ab und an mal Updates machen.
Mein initiales Setup habe ich vor 7 Jahren gemacht und viel mehr Pflege war seitdem nicht nötig, zumindest nicht für das reine Basissystem.

Aufwände für neue Apps, VMs, geändertes Backup o.ä mal außen vor, aber das ist eher Nutzung die auch bei anderen Systemen anfällt.

Das einzige was ggf bald mal ansteht wieder Wechsel von CORE zu SCALE, wobei das Neueinsteiger nicht betreffen würde, wenn die eh mit SCALE einsteigen.
 
Zur automatischen Sicherung der Fotos vom Smartphone würde ich mir mal Nextcloud ansehen, dieses dann als Container oder VM auf dem NAS laufen lassen.
Entsprechende Freigabe oder VPN vorausgesetzt können die Geräte dann auch von unterwegs aus die Fotos sichern.

Super easy ist diese Lösung allerdings nicht.
Ich habe mit QNAP und Synology gute Erfahrungen, auch wenn ich mittlerweile auf einen selbstgebastelten Homeserver umgestiegen bin.
Ist für das Szenario, vor allem wenn man sich eigentlich wenig kümmern will, ungeeignet.
 
Zur automatischen Sicherung der Fotos vom Smartphone würde ich mir mal Nextcloud ansehen, dieses dann als Container oder VM auf dem NAS laufen lassen.

Gerade dafür würde ich eher auf Immich setzen, denn das ist genau dafür gemacht und bringt nicht den ganzen Konfigurationsaufwand und Overhead von Nextcloud mit.
 
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