IBM Thinkpad A31p-Problem

Popmuseum

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Guten Tag,

vor zwei Tagen ist mein Thinkpad unter Windows XP Home Edition abgestürzt: Mitten in der Arbeit gab es zum ersten Mal seit dem Kauf im August 2003 plötzlich einen schwarzen Schirm - aus.

Anschließend ließ sich das Thinkpad nur starten, nachdem es eine halbe Stunde Verschnaufpause hatte. Aber kaum, dass Windows XP fast vollständig geladen ist, steckt das System meistens wieder fest: Mauszeiger läßt sich nicht mehr bewegen. System tot.

Nach rund 30 Minuten ist wieder ein Thinkpad-Neustart möglich, der aber meist erneut zu obigem Ergebnis führt (Die gelegentlich beim Thinkpad-Start hörbaren Beep-Signalfehlermeldungen wechseln so häufig ab, dass sie zu unspezifisch sind: Hin und wieder 3 Mal 3 kurze Beeps, hin und wieder 4 Mal 3 kurze Beeps. Der Hardware-Test mit dem Thinkpad-PC-Doctor-Hilfsprogramm hat keinerlei Hardware-Fehler ausgewiesen?!).

Seit vorgestern schaut der aktuelle Regelstart so aus: Ich schalte das Thinkpad ein. Die Betriebslampe leuchtet. Der Lüfter läuft, aber der Monitor und der Zweitmonitor bleiben schwarz (Ich schalte das Gerät wieder aus und probiere eine halbe Stunde später erneut, das Thinkpad zu starten. Wenn endlich wieder einmal das "IBM Thinkpad"-Logo erscheint, kann ich mit F1 ins "BIOS-Setup"-Programm wechseln bzw. Windows hochfahren, wo ich zur Zeit versuche das IBM Access-Thinkpad-Test-Programm zu installieren, was aber daran scheitert, dass das System zuvor feststeckt.

Nachdem ich zwei Tage lang alles Mögliche und Unmögliche probiert habe, habe ich gestern die beiden Festplatten-Partitionen (versteckte Recovery-Partion und Windows-Partition) gelöscht, formatiert und WIndows XP von der CD-ROM erneut installiert.

Heute habe ich gesehen, dass unter "IBM BIOS Setup Utility" sämtliche IRQs auf 11 gesetzt waren. Die im Handbuch angegebenen Standard-Einstellungen führen zu Fehlermeldungen, weshalb ich jetzt alle IRQs auf "automatisch vergeben" gesetzt habe.

Fragen:

  1. Hat jemand einen Verdacht, was an der oben skizzierten Störung schuld sein kann und weiß Abhilfe?
  2. Welche IRQ-Einstellungen ("IBM BIOS Setup Utility"-Einstellungen) haben sich beim IBM Thinkpad A31p als problemlos bewährt?
  3. Kann mir jemand empfehlenswerte IRQ-Einstellungen für die "IBM BIOS Setup Utility"-Einstellungen des IBM Thinkpad A31p posten?
  4. Empfiehlt es sich, das 5 Jahre alte gut gepflegte Thinkpad zum Service zu tragen oder ist es vermutlich günstiger, ein neues Thinkpad zu kaufen? Rentieren sich Thinkpad-Reparaturen, wenn man gar nicht weiß, was überhaupt defekt ist? Lohnt sich beispielsweise ein allfälliger Tausch des Systemboards?
  5. Kann die seltsame Störung von einem (Treiber-)Virus herrühren?
Herzlichen Dank für Eure allfälligen Rückmeldungen.

Ergebniszusammenfassung der Problemlösung (29. Dezember 2008): Einer, der beiden Speichersteckplätze ist (altersbedingt?) defekt geworden. Der Ausbau der funktionstüchtigen Speichererweiterung aus dem defekten Speichersteckplatz hat das Problem beseitigt und den ordentlichen Systemstart (mit der halben Speicherleistung) ermöglicht.
 
[quote='Popmuseum',index.php?page=Thread&postID=494515#post494515]Seit vorgestern schaut der aktuelle Regelstart so aus: Ich schalte das Thinkpad ein. Die Betriebslampe leuchtet. Der Lüfter läuft, aber der Monitor und der Zweitmonitor bleiben schwarz (Ich schalte das Gerät wieder aus und probiere eine halbe Stunde später erneut, das Thinkpad zu starten. Wenn endlich wieder einmal das "IBM Thinkpad"-Logo erscheint, kann ich mit F1 ins "BIOS-Setup"-Programm wechseln bzw. Windows hochfahren, wo ich zur Zeit versuche das IBM Access-Thinkpad-Test-Programm zu installieren, was aber daran scheitert, dass das System zuvor feststeckt.[/quote]Die oben beschriebenen Start-Probleme sind offensichtlich kein Windows-Problem, da sie auch nach dem Ausbau der Festplatte andauern.

Erklärende Ergänzung zur Viren-Frage: Die letzte Änderung, die vor dem plötzlichen Auftreten des nunmehrigen Dauerfehlers erfolgt ist, war ein Add-On-Update des Firefox mit anschließendem automatischem Neustart.
 
Ich hab mal 10 Zeilen gelesen und auch hier wieder : Flexing.

Ich brauch unbedingt so ein kleines Freewaretool um die ganzen Standardantworten auf die F-Tasten zu verteilen...

Gruß
 

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Wenn ein Notebook sich im laufenden Betrieb mit Bluescreen oder Blackscreen verabschiedet liegt das in 90 % der Fälle an entweder (a) einer defekten Festplatte oder (b) fehlerhaften / defekten RAM-Modulen.

Da Du ja sagst an der Festplatte könne es nicht liegen, würde ich mal spasseshalber das RAM austauschen, bzw falls du zwei RAM-Module drin hast, hol mal beide raus und setze mal immer jeweils nur eins ein und schau was passiert.

Ansonsten schlagen dann die 10 % zu Buche, die dann wären Flexing Syndrom, oder ein anderer Motherboard-Defekt.

Was die IRQ-Einstellungen angeht, ich habe ein A20P und bei mir stehen die auch alle auf 11. Noch nie ein Problem damit gehabt, daran kanns eigentlich nicht liegen.
 
Anschließend ließ sich das Thinkpad nur starten, nachdem es eine halbe Stunde Verschnaufpause hatte. Aber kaum, dass Windows XP fast vollständig geladen ist, steckt das System meistens wieder fest: Mauszeiger läßt sich nicht mehr bewegen. System tot.

Das spricht ziemlich gegen Ramprobleme.

Gruß
 
Hmn, bei mir hatte sich mal ein defektes 256 MB Modul durch spontanes Systemabschalten gemeldet.

Danach trat das "halbe Stunde stehen lassen dann startet wieder" Syndrom auf.

Dachte zuerst auch es könnte nicht am RAM liegen, aber dann RAM ausgewechselt, und schwubs System wieder heile.

Zur Sicherheit könnte er sich ja mal ein Memtest86 Image brennen und das mal en bisschen rödeln lassen ... mal schauen was es sagt.
 
Ich glaube nicht, dass memtest86 länger als 5 min auf der Kiste läuft...
 
Ja, vermutlich Flexing, leider

Herzlichen Dank für Euere hilfreichen Rückmeldungen.

Flexing: So wie es ausschaut, dürfte es tatsächlich eher das Phänomen Flexing sein, über das ich mich soeben im Forum informiert habe.

Die Problembeschreibungen gleichen sich ja wie ein faules Ei dem anderen. Da dieses Problem allem Anschein nach in der Thinkpad-Szene einigermaßen bekannt ist, kann ich ja morgen in der Servicewerkstätte das Kind beim Namen nennen (und entgehe damit hoffentlich den bekannten Fragen, ob ich eh den Laptop an die Steckdose oder den Akku angeschlossen bzw. eingeschalten habe und wie dergleichen Schadensinterviews immer beginnen).

Speicher: Ich habe die zwei Speichererweiterungen (2* 512 MB Kingston, zuvor 2 * 256 MB IBM-Steinchen) aus- und wieder eingebaut, ohne dass sich eine positive Änderung gezeigt hat.

Der PC-Doktor hat angezeigt, dass es keine Speicherprobleme gebe, aber ich werde nun doch nachsehen, wo die Standardspeicherbänke sind und auch diese gemeinsam und einzelnen ausbauen und testen, ob sich etwas zum Besseren wendet.

Nochmals herzlichen Dank für Euere bisherige Hilfe. Weitere Rätschläge werden sehr gerne entgegengenommen. Danke!
 
Hallo,
versuche doch mal ohne Akku zu starten.

Habe ein A21, das läuft ohne Akku, aber mit spinnt es sich einen ab.

Gruß
Jetronic
 
[quote='jetronic',index.php?page=Thread&postID=494748#post494748]Hallo, versuche doch mal ohne Akku zu starten. Habe ein A21, das läuft ohne Akku, aber mit spinnt es sich einen ab. Gruß Jetronic[/quote]Danke. Das hatte ich schon versucht. Diese Option war einer der oben genannten unmöglichen Versuche, das Gerät zum Laufen zu bringen.
Die Speicherbänke waren es definitiv nicht. Ich habe die Original-(2 Mal 256-MB IBM)-Speichersteinchen und die 2-Mal-512-MB Kingston-Speichersteinchen ein- und ausgebaut: Effekt Null.

Die luziden Thinkpad-Intervalle sind allerdings immer kürzer geworden: Inzwischen schafft der erfolgreiche Start nur noch das Anzeigen des Thinkpad-Logos - dann ist Sense. F1 und F12 geht sich im verbleibenden Zeitintervall nicht mehr aus.
 
@Popmuseum:
Da_distreuya kann hier wahrscheinlich helfen. Er lötet die fraglichen Bausteine wieder fest. Danach sollte man das Gerät nur gut gekühlt betreiben, dann vermindert sich die Gefahr eines neuerlichen Defektes stark. Da_distreuya's URL: www.think-repair.de

Gruß
enrico65
 
Moahhh ...

Man kann das Flexing-Syndrom gegentesten um absolut sicher zu gehen, denn es gibt auch defekte PCI-Karten, Floppy-Laufwerke und anderes an Peripherie die genau solche Symptome auslösen können.

Dafür muss man aber ein gewisses Maß an handwerklichem Geschick und Feingefühl mitbringen damit nichts beschädigt wird.

Wenn du Zeit hast und es dir zutraust, ziehe dir von der IBM / Lenovo Website das Service Manual für dein Gerät, und klemme nach Anleitung mal - behutsam - die interne Mini-PCI Karte und das Floppy ab, und lass die Festplatte draussen. Natürlich auch alles andere ala PCMCIA-Karten oder USB-Sticks.

Dann brennst du Dir auf einem PC 2 CD Images.

1. Memtest 86 (www.memtest86.com)

2. Knoppix 5.1.1 (www.knoppix.org)

Dann lässt du beide CD`s mal vom CD/DVD Laufwerk booten und schaust was passiert und teilst und das dann hier mit (Inklusive Meldungen).

Falls Du dir das nicht zutraust, sehe ich nur noch die Werkstatt als Lösung, aka den distreuya ans Werk lassen.

Andere Möglichkeiten sehe ich da nicht.
 
[quote='Henricus',index.php?page=Thread&postID=495178#post495178]Da bootet nix mehr, das ist Flexing.[/quote]
Leider!

Nachdem ich seit Freitag wenig anderes als Versuche unternommen habe, das A31p zum Laufen zu bringen, damit ich die wichtigsten (seit der jüngsten Sicherung) angefallenen Daten sichern kann und anschließend allfällige Hard- bzw. Software-Fehler gecheckt und mich gemäß dem Handbuch sogar ins Innenleben des A31p vertiefte habe, was alles völlig vergebens war, habe ich mir heute ein paar Thinkpads (von Lenovo) angesehen, mich diesmal aber dann doch wieder für einen HP Compaq (1996-2000)entschieden, weil der neue Thinkpad-Service sich leider nur mehr nachteilig mit dem vergleichen lässt, den ich von IBM gewohnt war:

Ich sollte das Notebook per Post von Wien nach Heppenheim schicken, damit man mir dort einen Kostenvoranschlag macht, dessen Kosten (80.- EUR) bei Erteilung des Reparaturauftrages von den Reparaturkosten abgezogen werden. Das bedeutet über einen Monat ohne Gerät, Ersatzgerät, Internet (E-Commerce, E-Banking etc.). Nö!

Herzlichen Dank an alle, die mir mit ihrem willkommenen Rat geholfen haben. Schön, dass es das Internet und dieses hilfreiche Forum gibt.
 
Pontiac hatte Recht. Herzlichen Dank!

[quote='Pontiac',index.php?page=Thread&postID=494708#post494708]Wenn ein Notebook sich im laufenden Betrieb mit Bluescreen oder Blackscreen verabschiedet liegt das in 90 % der Fälle an entweder (a) einer defekten Festplatte oder (b) fehlerhaften / defekten RAM-Modulen.

Da Du ja sagst an der Festplatte könne es nicht liegen, würde ich mal spasseshalber das RAM austauschen, bzw falls du zwei RAM-Module drin hast, hol mal beide raus und setze mal immer jeweils nur eins ein und schau was passiert.

Ansonsten schlagen dann die 10 % zu Buche, die dann wären Flexing Syndrom, oder ein anderer Motherboard-Defekt.

Was die IRQ-Einstellungen angeht, ich habe ein A20P und bei mir stehen die auch alle auf 11. Noch nie ein Problem damit gehabt, daran kanns eigentlich nicht liegen.[/quote]

[quote='Pontiac',index.php?page=Thread&postID=494717#post494717]Hmn, bei mir hatte sich mal ein defektes 256 MB Modul durch spontanes Systemabschalten gemeldet. Danach trat das "halbe Stunde stehen lassen dann startet wieder" Syndrom auf. Dachte zuerst auch es könnte nicht am RAM liegen, aber dann RAM ausgewechselt, und schwubs System wieder heile.[/quote]

Die Thinkpad-Störung hat mich nicht in Ruhe gelassen und dank des neuen Ersatzgerätes sind auch die letzten Hemmungen geschwunden, bei Bedarf den Laptop, den ich sowieso schon als Ersatzteillager sah, scheibchenweise zu zerlegen:

Thermisch-mechanische Bruchstücke: Ich habe daher die diversen Luken geöffnet, wobei mir 4/5 eines offenbar durch thermische Beanspruchung gebrochenen, rund einen halben Zentimeter hohen Plastikgewindes entgegenkam, das restliche Fünftel folgte wenig später. Das Teil, dessen Herkunft ungewiss ist, diente vielleicht dazu, zwei Platinen im erforderlichen Respektsabstand zu halten?

Defekter RAM-Steckplatz: Hatte ich zuvor beide RAM-Steine stets paarweise aus- und eingebaut, habe ich diesmal nur einen Steckplatz bestückt - und siehe da: das A31p läuft wieder. Inzwischen habe ich wieder die üblichen Anwendungsprogramme auf dem neuaufgesetzten Rechner installiert, der nun - wie gewohnt - nur eben mit 512 MB RAM läuft.

Technisches Fazit: Alle vier RAM-Module sind ok, aber einer der beiden Steckplätze (jener, der sich näher beim Monitor befindet) spinnt. Sobald ich diesen Steckplatz mit einem der vier funktionstüchtigen RAM-Module bestücke, bleibt der Bildschirm schwarz: Es erscheint dann nicht einmal mehr das IBM-Logo.

Forums-Fazit: Pontiacs Erfahrung und seine Tipps haben sich bewährt. Herzlichen Dank!

Jetzt stellt sich die Frage, wie man den defekten RAM-Steckplatz in die Funktionsfähigkeit zurückführen kann? Wie teuer kann das kommen?
 
Okay, ich gebe mich geschlagen, kein klassisches GraKa-Flexing, aber RAM-Bank-Flexing ;) . Auch das kann da distreuya beheben.
 
[quote='Henricus',index.php?page=Thread&postID=497995#post497995]Okay, ich gebe mich geschlagen, kein klassisches GraKa-Flexing, aber RAM-Bank-Flexing ;) . Auch das kann da distreuya beheben.[/quote]

Ja, die Störung ist vermutlich eine Flexing-bedingte Alterserscheinung, worauf ja auch der zerbrochene Stützteil hindeutet: Der Plastikteil ist vermutlich hitzebedingt spröde geworden und gesprungen.

Das Problem tritt offenbar auch beim A31p öfter auf:

[quote='enrico65',index.php?page=Thread&postID=403015#post403015]@dushamm:
Ich glaube nicht, dass der RAM-Riegel defekt ist. Es gibt beim A31p ein gelegentlich auftretendes Problem, nämlich dass eine der Speicherbänke ausfällt. Dieses Problem ist ähnlich wie dem beim T30, allerdings tritt es beim A31p nicht derart gehäuft auf wie beim T-Modell. Der Rechner stürzt dann zunächst immer öfter ab, und irgendwann bleibt er mit dunklem Display stehen direkt nach dem Einschalten. Wird die defekte Bank geleert, also der dort installiert RAM-Riegel entfernt, läuft der Rechner wieder. In der funktionierenden Speicherbank laufen beide Riegel, wird jedoch die defekte Speicherbank erneut bestückt (egal ob allein oder mit einem zweiten RAM-Baustein in der anderen Speicherbank), so läuft nach dem Einschalten der Lüfter, aber mehr passiert nicht. Der Rechner arbeitet keinen POST ab und nichts, d.h. er gibt auch kein akustisches Signal (mehrere Piepstöne hintereinander).

Es müssen also beide Riegel ausgebaut werden und jeweils nur einer wieder eingebaut. Dann kannst Du sehr schnell feststellen, ob eine Speicherbank defekt ist. Da der A31p maximal 2 GB RAM verträgt, würde ich in einem solchen Fall in die funktionierende Speicherbank einen 1 GB-Riegel einbauen. 512 oder gar 256 MB sind doch für viele Anwendungen schon zu wenig.

Gruß
enrico65[/quote]
 
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