Der Unsinn von 16:9

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Overlord

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Hab ich zufällig im Netz gefunden und da es schon wieder länger ruhig war, dachte ich, man könnte die Diskussion wieder entfachen :eek:. Ich finde, dort wird es gut und knapp auf den Punkt gebracht.

http://www.wpavel.de/bildschirmmasse.php

Ich bin jedenfalls wegen dem 16:10 Format beim X200 hängen geblieben. Mit Erschrecken habe ich erst festgestellt, dass ein T23 ähnlich handlich ist, wenn es etwsa leichter und dünner wäre. Ein heutiges 16:9 14 Zoll Notebook (z.B. HP Elitebook 8440p) ist fast genauso tief, aber sehr viel breiter.
 
sei froh dass sie noch nicht wirklich auf 21:9 gesattelt sind, bis auf das eine Sony oder was es da war....
 
Wow...

Der Zug ist abgefahren.

Ein Wunder, dass er keine Webseite aufzieht, um zu klagen wo die schönen Pferdekutschen geblieben sind...

Ach ja, Floppys waren ja auch so schön.
 
Disketten und Kutschen verschwanden aber, weil die neuen Technologien mehr Vorteile als Nachteile brachten. Was ist der Vorteil von 16:9 gegenüber 16:10? Bei Business Notebook Serien fehlen meisten 13 Zoll Geräte. Wem jetzt die 12 Zoll Geräte zu wenig Höhe des Bildschirms bieten, muss meistens auf 14 Zoll wechseln.

Da überlegt man sich, ob man ein Tablet kauft, nur um PDFs nicht in einem Seeschlitz lesen zu müssen. Vor allem wenn man diese wegen kleinen Zeichnungen auf die Bildschirmbreite vergrößern muss, ist in der Höhe nicht mehr viel übrig. Vielleicht sieht man deswegen an den Unis viele einen 15 Zöller umher schleppen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Anlagen zur Herstellung von Displays sind so optimiert, dass es beim am meisten verkauften Format den geringsten Verschnitt gibt. Natürlich bleibt es jedem frei von den 16:9 etwas abzuschneiden aber wozu der Aufwand? Ok, beim relativ hochpreisigen Eizos bekommt man sogar auf 1280 x 1024 weggeschnitten aber wenn man sich anschaut, wie die Notebookhersteller am Display versuchen zu sparen...
 
Obwohl ich Dir und dem Verfasser jener Webseite aus der Perspektive einer technisch argumentierenden Vernunft vollumfänglich zustimme, ist dieser Argumentationsansatz heutzutage leider nicht mehr zielführend.

Zum einen hat sich dieses für uns und unsere Zwecke unsinnige Schmalbildformat auf dem Markt mangels vorhandener Alternativen einfach als Standardformat durchgesetzt, so dass eine Wahl einfach nicht mehr gegeben ist, selbst wenn man noch so sehr jammert. Zum anderen ist Markterfolg heutzutage weniger technischen Vorteilen zu verdanken, als eher den Konsumenten limitierenden Verkaufsstrategien, die dem Verbraucher möglichst keine Wahl mehr lassen, bestenfalls nur noch eine Pseudoauswahl. Von einer Behandlung und Position als Kunde kann man da übrigens eigentlich garnicht mehr reden.

Dass der Grossteil der Verbraucher sowieso nicht weiss, was er eigentlich will und sich deswegen seine Konsumwünsche lieber diktieren lässt, gerät tragischerweise denjenigen, welche sehr wohl wissen was sie brauchen und wollen, durchaus zum Nachteil. Mancher kann sich zwar noch damit arrangieren, aber diejenigen, welche dies weder können noch wollen, sind leider immer in einer aus marktorientierter Sicht verschwindend geringen Minderheit. Da hilft alles Jammern und Forendiskutieren genausoviel wie das Schlachten einer Ziege mit einem silbernen Messer bei Vollmond während eines Schaltjahres.

Es geht doch schon lange nicht mehr in erster um technische Vorteile, so wie es noch in der Pionierzeit der massentauglichen IT gewesen zu sein schien, sondern in einer von Massenproduktion geprägten Wirtschaft in erster Linie nur noch darum, mit geringstmöglichen Aufwand den maximalst möglichen Ertrag zu erwirtschaften (siehe de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_der_Massenproduktion).

Der Zug ist nicht nur für 4:3-Displays schlicht abgefahren, sondern auch für die möglichst umfassende Kontrolle über die erworbene Hardware. Man denke nur an praktisch nicht mehr wirklich modifizierbare Firmware, nicht entfernbare Zwangsbestandteile von BIOS/EFI (Computrace, Intel AMT, was noch?), usw. Fehlt eigentlich nur noch, dass dem Endnutzer der Umbau und die Modifizierung der erworbenen Hardware mit der "Intellectual Property"-Keule gesetzlich untersagt wird. Meines Erachtens sieht die Zukunft von Hardware ziemlich restriktiv und beschränkend aus.

Wer wirklich weiss, was er jenseits der Massentrends und -strategien tatsächlich will und braucht, der ist einfach gezwungen, entweder dafür richtig Geld hinzulegen oder zu wirtschaftlich relativ unvernünftigen Kosten selbst zu bauen. Das ist vermutlich die einzige Wahl, die uns noch bleibt, und sie kommt leider teuer zu stehen. Aber vermutlich ist dies auch der preiswerteste und günstigste (!=billigste) Ansatz, um tatsächlich das zu bekommen, was man wirklich möchte.

Mein fast bis an die Maximalgrenzen aufgerüstetes T6x Frankenpad bekommt demnächst auch noch ein BOE Hydis IPS/Flexview UXGA LED Display, genauso wie das sicher im Regal verstaute identische Ersatzgerät. Aufgrund der abgehangenen Hardware und gegenüber den Erwerbskosten für ein moderneres Thinkpad sicher wirtschaftlich vollkommen unvernünftig. Aber es ist die Verwirklichung genau dessen, was ich tatsächlich selbst will. Einen anderen Weg sehe ich heutzutage leider nicht mehr.
 
Ich glaube nicht, daß wir einen weiteren Thread zu diesem Thema brauchen. Wir haben schon genug davon, darunter auch welche, wo beide Seiten zu Wort kommen.
Daher mache ich hier zu, diskutiert bitte in einem der existierenden Thread weiter.

Sollten wider erwarten alle alten Threads zu sein, schreibt mich kurz an, dann mache ich einen auf.
 
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