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Ausführliches Review: ThinkPad T430u

Bewertung: 3 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3,67.
Das T-Serien Ultrabook

Hier mein ausführliches Review zum T430u. Viel Spaß beim lesen! :-)

Vorwort
Zunächt einmal werden sich vielleicht einige die Frage stellen: Warum ein T430u? Warum nicht ein T430? Oder, für den großen L-Serien Verfechter ibmthink, ein L430? Ich muss zugeben: Ja, beide wären wohl objektiv gesehen die besseren ThinkPads für mich gewesen. Sie haben ein DVD Laufwerk eingebaut, das ich benötige, sie haben auch einen Dockingport, sodass ich meine Dockingstation einfach hätte wieternutzen können, und außerdem gibt es sie auch mit HD+ Display, was auch nett gewesen wäre. Also, warum ein T430u? Ganz einfach: Neugierde. Ich kann es nicht wirklich objektiv begründen. Natürlich, das attraktive, dünne Chassis haben gelockt, und die Berichte von der guten Verarbeitung waren verführrerisch, aber die Hauptantriebsfeder in meiner Entscheidung war, im Rückblick, Neugierde, ich wollte etwas komplett Neues ausprobieren, statt einfach nur eine Art " 14" L520 mit neueren Komponten" zu kaufen (was für mich vor allem das L430 darstellt, aber das T430 zugegeben auch etwas). Einzige Alternative für mich wäre das T430s gewesen, was aber leider außerhalb meines Preisbereichs lag (mit nVidia Grafik, dass war nämlich eine der gewünschten Eigentschaften).

So bestellte ich mir Anfang März ein schönes T430u Typ 3353-3KG (mehr zur Austattung im Abschnitt "Konfiguration"), nachdem mein älteres L520 für 350 € weiterverkauft wurde.


Inhaltsangabe


Konfiguration
Es ist wie gesagt ein T430u mit der Typennummer 3353-3KG. Es ist eine "größere" Konfiguration mit i5-3317u, 128 GB SSD und nVidia GeForce 620M, Preispunkt 899 €. Hier ist das, was Lenovos Support Website bei Eingabe der Typennummer ausgibt:
i5-3317U(2.6GHz), 4GB RAM, 128GB Solid State Drive, 14in 1366x768 LCD, NVIDIA GeForce GT 620M 1GB, Intel 802.11bgn wireless, 1Gb Ethernet, UltraNav, Secure Chip, Fingerprint reader, 3c Li-Ion, Win7 Pro 64
Das war auch genau die Austattung in der ich es bekommen habe, allerdings habe ich ein paar Änderungen vorgenommen:
- Zusätzlich eine 64 GB Crucial M4 mSATA SSD verbaut
- Den RAM habe ich auf 8 GB aufgerüstet
- Windows 7 wurde durch Windows 8 Pro 64 Bit ersetzt

Bestellt habe ich bei Notebooksbilliger (da Andy diese Konfig leider nicht anbietet): http://www.notebooksbilliger.de/note...3kge+ultrabook

Bei meinem spezifischen Gerät sind dabei ein AUO Screen verbaut und eine Sunrex Tastatur (auch erkennbar am blauen Verbindungsstück unter dem TrackPoint). Außerdem hat mein Gerät für die Preisklasse sehr gute 3 Jahre VOS. So viel zur Konfiguration.


Lieferumfang
Hier gibt es nicht so viel zu sagen, der Lieferumfang entspricht in großen Teilen dem ganz normalen Standardlieferumfang, allerdings mit zwei schönen Extras: Einerseits wurden zu meiner Überraschung Windows 8 Recovery Disks mitgeliefert (ich dachte, es wäre ein Windows 7 only-Modell), was auch bedeutet, dass im BIOS ein Windows 8 Key liegt, andererseits hat Lenovo beim T430u eine Art Sleeve zwischen Tastatur und Display gelegt, dass beide Komponenten schützt, dieses kann man dann auch weiternutzen als Sleeve. Meines Erachtens zwei kleine, aber feine Überraschungen.


Konnektivität
Die Konnektivität des T430u ist meines Erachtens gut, man findet fast alle wichtigen Ports wieder, USB 3.0, mDP, Gigabit Ethernet (etwas, was dem X1 Carbon fehlt), HDMI, ein typischer Lautsprecherausgang und ein SD-Card Reader. Ein paar andere Anschlüsse hat Lenovo im Vergleich zjm T430 entfernt, vor allem aus Platzgründen, da wären unter anderem VGA, Expresscard und der klassische Dockingport an der Unterseite. Einige mögen sagen, dass 2x USB zu wenig wäre, das denke ich jedoch nicht: Im mobilen Einsatz brauche ich nie mehr als 2x USB, und zu Hause habe ich, dank Lenovo USB 3.0 Dock, noch 5 weitere USB Anschlüsse. Für mich sind die wichtigsten Ports vorhanden, zu Ergänzung habe ich mir noch einen mDP-VGA Adapter dazugekauft, falls ich das T430u mal für eine Präsentation an einem älteren Beamer brauche. Noch eine Randnotiz, das T430u hat noch den alten, runden Netzteilstecker und nicht den neuen, eckigen Standardstecker, der beim X1 Carbon und beim neuen T431s genutzt wird.

Was drahtlose Kommunikation angeht, ist das T430u solide ausgestattet, mein Modell verfügt über eine hochwertige Intel Centrino Wireless-N 2230 WLAN Karte, die über den 1. von zwei mPCIe Slots angebunden ist. Diese verfügt außerdem über einen integrierten Bluetooth 4.0 Adapter. WWAN könnte theoretisch nachgerüstet werden, da es ja einen freien mPCIe Slot gibt, aber bei meinem Modell müsste man wiederrum Antennen verlegen, da diese nicht ab Werk vorhanden sind, wenn man WWAN möchte sollte man also zu einem anderen T430u Modell greifen, das schon Antennen für WWAN vorhanden hat.


Eingabegeräte
Die Meisterdiziplin der ThinkPads, und sicherlich seit der Einführung der Chiclet-Tastaturen bei allen Thinkpads 2012 ein umstrittenes und schwieriges Thema. Zuerst möchte ich mich der Tastatur zuwenden. Auch hier ist die neue Precision Tastatur verbaut (genauer gesagt die von Sunrex, FRU 04Y0725), die Tasten und das Layout entsprechen also fast genau allen anderen ThinkPads von 2012, 6 Reihen "Island Style" Tasten, wie Lenovo diese bezeichnet. Das Layout entspricht auch in etwa dem Layout, das mir vom L520 wohl bekannt ist, man fühlt sich schnell zu Hause und findet sich zurecht, da gibt es für mich absolut nichts zu meckern. Andere mögen hier wohl die fehlende 7. Reihe kritiseren, aber mich stört das nicht. Das Tippgefühl ist einwandfrei, es entspricht genau meinen Erwartungen, also sehr gut, noch etwas besser als die Tasten des L520 Keyboards. Der Druckpunkt ist klar, das Tippgefühl ist "knackig", und nicht schwammig, und die Tasten haben eine sehr angenehme Größe. Aber auch hier gilt: Geschmackssache, der eine haßt die neue Tastatur, der anderen mag sie sehr gerne, und ich ordne mich klar der 2. Gruppe zu. Einen paar Unterschiede zur normalen Precision Tastatur lassen sich ausmachen: Zunächst kann man feststellen, dass die hier integrierte Tastatur NICHT mit BackLight ausgerüstet ist, sondern nur das, von machem zu Unrecht als "antiquiert" bezeichnete, ThinkLight mitbringt. Das finde ich persönlich schade, aber es ist in Ordnung für mich. Vorteil: Die Tasten sind nicht glatt, wie die Tasten der Backlighttastatur, sondern eher rau und besitzen eine ähnliche Oberfläche wie die alten Tastenkappen. Weiterhin besitzt die integrierte Tastatur keine ThinkVantageleiste mit Lauter/Leiser etc. Tasten, diese sind in die Tastatur integriert, genauer gesagt, in die Esc-F3 Tasten, und, anders als beim T431s, nur per FN erreichbar. Einerseits schade, da diese nicht so einfach zu finden sind, andererseits aber auch gut, da diese ThinkVantageleiste schon immer aus eher minderwertigem Kunststoff gefertigt war und ein Schwachpunkt in der Stabilität darstellte.
T430u-Precision_Keyboard.jpg

Zu den beiden Mausersatz-Geräten: Wie alle ThinkPads hat das T430u natürlich den obligatorische TrackPoint vorhanden, dazu gibt es nicht viel zu sagen, er funktioniert, wie er soll, und das sehr gut. :-) Man könnte höchstens noch sagen, dass die TrackPoint Tasten etwas breiter sind als bei anderen ThinkPads, das stört aber keineswegs und man gewöhnt sich schnell daran. Als modernes UltraBook hat das T430u neben dem TrackPoint auch noch ein sehr großes ClickPad verbaut. Es basiert auf dem ClickPad des originalen X1 (ist aber größer), und ist daher aus Kunststoff gefertigt, und besitzt eine Noppenoberfläche (anders als das X1 Carbon oder das von mir reviewte Twist), die noch etwas feiner ist als die Noppenoberfläche beim T420 oder beim L520. Das ClickPad funktioniert sehr gut, scrollen mit einem Finger ist sehr flüssig, und dank der großen Fläche hat man auch keine großen Probleme von einer Ecke des Bildschrims mit der Maus in die andere zu kommen. Bei kleineren TouchPads muss man dagegen manchmal den Finger neu ansetzen. Multitouch funktioniert ebenfalls sehr gut, besser noch als z.B. beim L520. Was ich sehr schön finde ist, dass man fast überall clicken kann, nicht nur unten, wo bei einem traditionellen TouchPad die Tasten findet, sondern auch in der Mitte. Mit den integrierten Tasten komme ich sehr gut klar, da gibt es nichts zu meckern. Ich finde den Druckpunkt sogar besser als bei den dezidierten Tasten meines ehemaligen L520.
T430u-UltraNav.jpg


Display
Von der traditionellen Königsdiziplin, zur traditionellen Schwachstellen. ;-) Das gilt auch im Fall des T430u (im Gegensatz zum L520). Zuerst mal zu den Rahmendaten: In allen T430u wird ein mattes 16:9 Display verbaut, und zwar nur mit einer Auflösung von 1366x768, also HD / WXGA (die genaue Bezeichnung des Displays ist B140XTN02, von AUO, mit der FRU 04W4447). Die Helligkeit betragt laut Lenovo 200nits, das stimmt meines subjektiven Erachtens auch. Die Qualität des Display entspricht einem durchschnittlichen TN Display, was heißt: Im Auslieferungszustand flaue Farben, gräuliches Schwarz und ein Blaustich. All diese Mängel kann man aber mit einer guten Kalibrierung bzw. Einstellung im Intel Displaytreiber sehr gut korrigieren. Was dann noch ürig bleibt, sind die engen Blickwinkel. Außerdem bleibt die Auflösung mit 1366x768 natürlich weiterhin erhalten. Ich muss aber sagen: So durchschnittlich das Display auch ist, ich komme dennoch damit klar. Zu Hause am Schreibtisch habe ich meinen 19" WSXGA Eizo PVA Monitor, und unterwegs reicht mir das integrierte Display aus. Was weiterhin gut ist: Es gibt keinerlei Screen-Door Effekt, wie bei den HD+ Displays, die in T430(s)/L430 verbaut werden, Schrift ist sehr gut lesbar.
T430u-Außeneinsatz.jpg

Für die optimale Konfiguration empfehle ich folgende Einstellungen im Intel Grafiktreiber:
- Gama 0,8
- Sättigung 10

Und bei Blau/Rot/Grün:
- Blau: Kontrast 49
- Rot/Grün Helligkeit 2

Und alle anderen Werte beim Standard belassen. Oder, wenn man die Windows Farbverwaltung nutzen möchte, das folgende Profil:
Screen-1-2010-04-29-max-native-min-native-2.4-HQ-XYZLUT-MTX.icc

Und dazu im Intel Grafiktreiber Gama 1.1 und Sättigung auf 10. Voila, beide Einstellungen verhelfen zu besseren Farben :-) (kann auch auf andere, eher schlechte TN Displays angewand werden).


Emissionen
Was die Emissionen angeht ist das T430u wirklich ein zurückhaltendes Gerät. Mit Core i5 und nVidia Grafik sind hier zwar durchaus potente Komponten verbaut, dank Optimus läuft die nVidia CPU beim Surfen aber z.B. nicht. Das wirkt sich auch auf den Lüfter aus, dieser bleibt sehr lange Zeit aus, er geht erst sehr spät an. Dennoch bleibt das T430u sehr kühl, die Abwärme ist gering. Wenn man nun natürlich ein etwas fordernderes Spiel spielt (z.B. Empire Total War) läuft der Lüfter und das UltraBook wird auch wärmer (vor allem an der Unterseite, da die große Bodenplatte ja aus Alumium ist, und dass die Wärme bekanntlich sehr gut ableitet. Spielen mit dem Notebook auf dem Schoß ist also weniger zu empfehlen.). Das ist aber selbstverständlich. Hier liefert das T430u eine solide Vorstellung ab, trotz dünnem Chassis und nVidia Grafik, und ich kann mir vorstellen dass die Geräte mit Intel HD only da noch etwas besser sind, diese bieten aber auch logischerweise weniger Leistung.


Design
Das Urteil von ThinkPad-Enthusiasten kann schon hart sein. Das sieht man auch am Beispiel des T430u. Als es im Januar 2012 erstmals auf der CES 2012 der Öffentlichkeit vorgeführt wurde (der dazugehörige Thread) fielen die Urteile hart aus: "Erinnert ziemlich stark an die EDGE Geräte", "es ist definitiv kein T-Serien Modell", "unglückliche Einordnung als T" usw... Nun frage ich mich: Sind diese Kritikpunkte wirklich angebracht?
T430u-max._Oeffnung.jpg

Kurze Antwort: Nein, meines Erachtens nicht wirklich. Lange Antwort: Ja, es gibt ohne Zweifel ein paar Details am Gehäuse, die von der Edge Serie inspiriert wurden.Allerdings ist die gesamte "Komposition des Designs" meines Erachtens eindeutig KEIN ThinkPad Edge, sondern ein ThinkPad T. Ja, die ThinkPad Logos haben einen leuchtenden i-Punkt,. Und ja, es hat eine Chiclet Tastatur. Beides steht aber nicht im Konflikt mit der T Designation. Die Chiclet Tastatur ist ja mittlerweile in allen Mainstream ThinkPads angekommen, und der i-Punkt fällt für mich auch eher in den Bereich "cleveres Detail" als "unnützer Schnickschnack". Für ein Edge wäre das T430u auch viel zu eckig. Ich bleibe dabei: Es ist richtig in der T-Serie eingeordnet, als preisgünstige UltraBook Alternative zu T430 und T430s. Und nicht in der Edge Serie, dafür ist das Design viel zu schön und zu schlicht. :-D Ohne Zweifel, es ist moderne als das T420, aber dennoch eindeutig als T zu identifieren.


Gehäusequalitäten
Dies ist natürlich, neben den Eingabegeräten, ebenfalls ein sehr gewichtiger Punkt. Auch hier haben ThinkPads eine gute Vorstellung abzuliefern. Und das T430u enttäuscht auch hier nicht. Die Kategorie "Gehäuse" kann man in verschiedene Unterkategorien aufteilen: Verwindungssteifigkeit, Verarbeitung, Robustheit. Über die Robustheit kann ich freilich noch nicht urteilen, die Zeit wird zeigen, wie gut es den alltäglichen Belastungen standhalten kann. Das Gefühl sagt auf jeden Fall "damit kann man Nägel einschlagen". Aber kommen wir erstmal zu den Materialien, aus dem das Gehäuse gefertigt ist. Das T430u weicht hier von der klassischen Konstruktionsweise der T4xx oder T4xxs ab, Der Deckel besteht nicht aus Carbon wie beim T430s (oder auch beim T420, da ist es aber ein anderes Carbon), sondern aus Aluminium (dass der Deckel aus Metall ist erkennt man unschwer daran, dass er, wie bei der X-Serie, aus zwei Stücken gefertigt ist). Die Oberfläche des Deckels ist sehr fein gummiert, die Gummierung ist etwas anders als die des T420, feiner, aber dennoch robuster und weniger schmutzempfindlich. Im Gegensatz dazu ist die Base-Unit nicht gummiert. Der Palmrest besteht aus einem sehr rauen, undempfindliche schwarzen ABS Kunststoff, die Seiten der Base-Unit (also die Flächen, die die Ports umgeben) sind aus Glass-Faser Kunststoff, die Unterseite dagegen, die ja eine große abnehmbare Bodenplatte ist, besteht wiederrum aus Aluminium. So viel zu den Materialien. Zur Verarbeitung des Gehäuses: Alles ist fast perfekt gearbeitet, es gibt kaum größere Spalten, alles passt. Da ist das T430u dem T420 wirklich überlegen. Auch knarzt das Gehäuse nirgends, und es lässt sich auch kaum eindrücken (die Tastatur flext auch kaum, nur ganz schwach im rechten Bereich). Was die Verarbeitung angeht, "bedankt" sich das Gehäuse wirklich für den Verzicht auf Schwachstellen, wie den herausnehmbaren Akku, der bei vielen ThinkPads ja wackelt, oder die Dauerschwachstelle UltraBay (oder die Displayhaken, die beim T420 im geschlossenen Zustand dafür sorgt, dass das Display an der Base klappert). Auch der Metalldeckel trägt viel zur Stabilität bei, er lässt sich sehr viel weniger eindrücken als der Carbondeckel beim T420. Also, Verarbeitung: 1A+! Verwindungssteifigekeit ist wieder eine andere Geschichte, hier fordert der fehlende Roll-Cage und das sehr dünne Chassis seinen Tribut, das Display ist zwar stabiler als beim T420, obwohl es dünner ist, die Base lässt sich, mit zwei Händen, aber ein bisschen mehr verbiegen als beim T420, nicht wildes , nur 1-2mm.
T430u-offen1.jpg T430u-offen2.jpg

Trotz dieses kleinen Makels bin ich mit dem Gehäuse des T430u sehr zufrieden, es kann ohne Proleme mit seinen Geschwistern aus der T-Serie mithalten bzw. diese in manchen Aspekten auch übertreffen.

Noch etwas: Die Scharniere. Auch das ist natürlich ein wichtiger Punkt, denn diese sind wohl die Teile eines Notebooks, die am meisten aushalten müssen. Das T430u hat die selben Edelstahl-Scharniere wie die anderen T-Modelle auch, allerdings, wegen des dünneren Deckels (übrigens der dünnste Deckel bei einem ThinkPad überhaupt bisher) ein wenig kleiner, aber nur unwesentlich. Diese erfüllen die hohen Erwartungen, sie halten den Deckel bei Erschütterungen sehr fest. Auch was das Öffnen angeht sind die sehr gut eingestellt, denn der Deckel des T430u lässt sich mit einer Hand öffnen.



Wartbarkeit
Auch das ist ein wichtiger Teil der "ThinkPad DNA". Und ein weiterer Glanzpunkt des T430u. Ja, der Akku ist unter der Bodeklappe. Aber ansonsten ist es das am besten wartbare ThinkPad seit langer Zeit, eben dank der großen Bodenklappe aus Aluminium, die sich ohne Werkzeug lösen lässt. Unter dieser finden wir den Akku, die Fesplatte / SSD und außerdem kann man den Lüfter reinigen. So könnte man den Akku (wäre er eine CRU) innerhalb von 5 Minuten tauschen, wenn man den passenden Schraubenzieher hat, dieser ist nämlich, anders als z.B. bei den Macbooks von Apple mit Retina Display, nicht in das Gehäuse geklebt, sondern ganz normal verschraubt. Weiterhin findet man unter der Bodenklappe die beiden Schrauben für die Tastatur. Hat man diese gelöst, hat man Zugang zu allen anderen Teilen, die man tauschen oder aufrüsten kann kann, mit Ausnahme des Lüfters natürlich, für diesen muss man den Palmrest abnehmen. Unter der Tastatur finden wir zwei RAM Slots (auch recht viel für ein UltraBook), die BIOS-UEFI Batterie, die WLAN Karte und einen freien mPCIe Slot, den ich mit der 64 GB mSATA SSD bestückt habe. Einfacher geht es kaum. Also, wer ein sehr gut wartbares UltraBook sucht => T430u
T430u-Unterseite.jpg T430u-openbottom.jpg

Akkulaufzeit
Verbaut ist ein 47 Wh Lithium Polymer Akku von Sanyo. Als Li-Po Akku soll er sehr viel länger halten als ein Li-Ionen Akku, das werde ich im Laufe der Zeit natürlich sehen. Anders als beim X1 Carbon ist es leider kein Rapid-Charge Akku, aber ich denke, dass er dennoch recht schnell aufläd. Was die Akkulaufzeit angeht, habe ich keine genauen Messungen vorgenommen, aber der Akku beim Surfen mit Youtube Videos etwas mehr als 3.5 h druchgehalten, ohne die Videos im reinen Office/Surf Betrieb käme man auch ohne Probleme auf 4h - 4.5h denke ich, mit eingestelltem Energiesparmodus sehr wahrscheinlich auch auf 5h, allerdings habe ich das nicht so genau getestet. Klar ist aber auf jeden Fall: Wer ein Notebook mit ultralanger Akkulaufzeit sucht (8h+), sollte eher ein T430 nutzen, auch das T430s kommt hier ja nicht sehr weit. Für die meisten sollte die Akkulaufzeit aber ausreichen.


Leistung
Das T430u ist, wie das u am Ende schon andeutet, ein UltraBook, und als solches hat es statt einer 35w CPU eine 17w CPU. Früher hätte das geheißen "es ist ein langsames Gerät", die ULV CPUs zu Zeiten des X300 waren den Standard-Voltage CPUs noch deutlich unterlegen. Mitterweile haben die ULV CPUs aber kräftig aufgeholt (vor allem seit Sandy-Bridge, mit Ivy-Bridge aber noch mehr), sie bewältigen viele Aufgaben genau so gut wie die Standard-CPUs, sind dabei aber stromsparender. Auch bei Spielen geht dem i5-3317u im T430u nicht die Puste aus. Kominiert mit der dezidierten nVidia Geforce 620M ist das T430u eines der performantesten UltraBooks. Ich habe nicht viele neuere Spiele, aber getestet habe ich "Empire: Total War" und "Portal 2". Für beide ist die 620M sehr gut geeignet, beide laufen in hohen Details absolut flüssig.

Weiterhin habe ich einen Benchmark durchgeführt, und zwar den sogenannten "CrystalMark2004R3" (ein sehr schöner Benchmark übrigens, der GPU, RAM, SSD/HDD und CPU testet). Die Ergebnisse seht ihr unten. Daneben habe ich auch noch den Windows Leistungsindex durchgeführt, auch wenn dieser nicht sehr aussagekräftig ist (außerdem wird da die Intel Grafik genutzt).
T430u-Crystalmark.JPG Leistungsindex.JPG

Im Vergleich dazu hier die Werte meines damaligen L520 (aber noch ohne SSD, HDD Ergebniss also ignorieren):
Mark 116488
ALU 29237
FPU 28613
MEM 32766
HDD 9756
GDI 10745
D2D 2208
OGL 3166

Man sieht, die ULV CPU schlägt den Full-Voltage i3-2310M :-) Auch die HD 3000 ist deutlich langsamer als die nVidia 620M. Das T430u ist ein durchaus performantes System, trotz "UltraBook" Designation.


Integrierte Lautsprecher
EIgentlich ein eher unwichtiges Thema, widme ich dem aber doch eine eigene Kategorie. Die kleinen Stereo Lautsprecher des T430u sind oberhalb der Tastatur platziert. Mit dem Windows Treiber erzeugen sie einen leisen, blechernen Sound. Mit dem Lenovo Treiber aber, laufen die Lautsprecher zuzusagen zu Höchstform auf, sie sind deutlich lauter, haben mehr Bass und Volumen. Grund dafür ist das, von Aurora zu Recht, so oft angepriesene "Dolby Home Theater v4", dass in den Realtek Treiber von Lenovo integriert ist. Mit diesem kann man verschiedene Sound-Profile erstellen. Ohne Dolby sind die Lautsprecher zu leise, mit aktiviertem Dolby sind sie aber ganz gut für integrierte Lautsprecher (besonders für so kleine Lautsprecher). Zu dem Zweck der Präsentation habe ich, extra für euch (:-D) ein kleines Video gedreht, das Dolby demonstriert:


Man hört den Unterschied, denke ich, ganz gut. :-)


Weitere Details
Wenn ich das Gerät mit dem T420 vergleiche, finde ich es optisch besser, dass der Displayrahmen unterhalb des Displays genau so groß ist wie oberhalb des Displays. Beim T420 ist der Displayrahmen oberhalb des Displays kleiner als beim T430u, dafür unterhlab deutlich größer, was meines Erachtens einfach nicht gut aussieht. Weiterhin hat das T420 unterhalb des Displays keine Abstandshalter, im Gegensatz zum T430u, das dort zwei Stück vorweisen kann. Als Folge sieht man beim T420 am unteren Displaybezel einige Spuren der Tastatur, das kann beim T430u nicht passieren.

Der Fingerprintreader beim T430u ist der selbe wie bei den Edges oder den älteren Ls, d.h. er verfügt nicht über das One-Swipe Feature, und kann nicht zum Einschalten verwendet werden. Stört mich persönlich aber nicht, mein L520 hatte dieses Feature ja auch nicht. Andere mag es aber stören.

Die Webcam des T430u liefert ein klares Bild, ist allerdings nichts besonderes, genau wie beim L520.

Was Status LEDs angeht, hat Lenovo beim T430u radikal ausgemistet (was zukünftig bei allen ThinkPads fortgesetzt werden wird, wie man beim T431s schon sehen kann). Folgende LEDs sind vorhanden:
- HDD LED (neben dem Einschalter)
- Standby LED im i-Punkt des ThinkPad Logos innen und außen
- Netzteil LED neben dem Netzteilanschluss (zeigt an, ob das Netzteil angeschlossen ist)
- Webcam LED
Das war es dann auch schon. Mich stört es persönlich überhaupt nicht, im Gegenteil, mein Notebook ist schließlich kein Weihnachtsbaum, es soll nicht die ganze Zeit leuchten und blinken. Für andere ist es aber vielleicht wichtiger, daher erwähne ich es.

Das T430u hat ein ThinkLight wie fast alle anderen ThinkPads der T-Serie auch. Es ist aber ein anderes als beim T420, es ist flacher. Es leuchtet auch etwas weniger stark, aber dennoch hell genug, um die Tastatur gut auszuleuchten. Ich finde es gut, denn es blendet auch nicht so stark wie beim T420.


Vergleichbilder mit dem R50e
Hier noch einige Vergleichbilder mit dem R50e:



Vergleichbilder mit dem T420:
Vergleichbilder mit dem T420i:



Weiterführende Links
- lead_orgs ausführliches T430u Review (sehr lesenswert!)
- T430u Review - notebookcheck.de
- T430u im Wiki


Fazit und Empfehlung
Das T430u ist mein bisher bestes ThinkPad, und für mich eine ganz klare Kaufempfehlung. Für jemanden, der ein dünnes und leichtes 14" Notebook mit guter Leistung, vielen ThinkPad Attributen (Wartbarkeit, TrackPoint, beste Eingabegeräte, gutes Gehäuse, mattes Display, ThinkPad Desgin etc.) mit sehr gutem Preis-Leistung sucht, für den ist das T430u genau richtig. Jemand, der außergewöhnlich viel Akkulaufzeit, einen Dockingport oder ein HD+ Display braucht/möchte, sollte eher auf das T430 ausweichen, wer ein Ultrabook mit Dockingport sucht sollte auf das T431s warten.

Lenovo zeigt mit dem T430u wiedereinmal die klassischen ThinkPad-Stärken, leider aber auch die klassische Schwäche (Display). Trotz dieser Schwäche ist es dennoch ein sehr gutes UltraBook, das für viele gut geeignet ist, eben dank dem niegrigen Preis. Im Studentenprogramm ist das T430u schon ab 700 € erhältlich (http://www.ok1.de/ThinkPad-T430u-3353-A49--607.html), und damit das günstigste Gerät in der T-Serie.

Ich bin sehr zufrieden, und freue mich, es die nächsten 2 Jahre zu nutzen.

So, sollten noch fragen sein, beantworte ich sie gerne, entweder hier, oder im dazugehörigen Thread (wobei mit der Thread lieber ist). :-)

Mit freundlichen Grüßen,
ibmthink

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Aktualisiert: 16.04.2013 um 10:45 von ibmthink

Kategorien
Testberichte , ThinkPad , Community-Berichte

Kommentare

  1. Avatar von hubie
    Typo im letzten Satz des Fazits: "güstigste" sollte wohl günstigste heißen
  2. Avatar von ibmthink
    Danke, habe es ausgebessert.
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