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CMaster

Der absolute W700 Killer: HP EliteBook 8730W

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HP EliteBook 8730W oder "Full Metal Jacket"

1. Einleitung


Schon lange wollte ich ein EliteBook 8730W, doch nie gab es ein passendes Angebot - bis vor wenigen Wochen, als ich eines aus Amerika für 200€ ersteigern konnte.
Das EliteBook ist nun in etwa 4 Jahre alt.

Das Testgerät hat folgende technische Daten:



  • Core2Duo T9600
  • nVidia Quadro FX3700M 1GB
  • 17“ WUXGA Display
  • 4GB DDR2 SDRAM
  • Intel Wireless 5300AGN
  • Bluetooth
  • Fingerprint Reader
  • DVD|CD Brenner
  • 100GB 5400RPM HDD Crucial M4 128GB
  • 120W Netzteil
  • Windows 7 Professional 64 bit




2. Verarbeitung&Design

Fangen wir also mit dem Gehäuse an. Der Großteil besteht aus dickem silbernen Aluminium, was man auch spürt. Es lässt sich nirgends ohne sehr viel Kraftaufwand eindellen und wirkt extrem hochwertig. Ich sag mal so: Ein aktuelles ThinkPad kommt an dieses Gehäuse nicht ran. Das einzige Problem ist, dass eine Delle auf dem Aluminiumpanzer schrecklich aussieht.

Aber wie dem auch sei: 5/5 Sternen

3. Leistung&Emissionen

Die technischen Daten klingen vielversprechend. Doch hat es wirklich Leistung, die noch heute reichen kann? Für meisten ja, denn - eine Grafikkarte, die fast ans W520 rankommt: 10500 Punkte im 3DMark06 und eine DualCore CPU auf dem Niveau eines i5 bieten heute Notebooks der Mittelklasse, welche jedoch in anderen Punkten deutlich unterlegen sind.
Das einzige Manko: Der Arbeitsspeicher. Es war ein großer Fehler von HP, DDR2 RAM zu verbauen. Somit ist bei 8GB, die ca. um die 80€ kosten, leider schon Schluss.

Das einzige Spiel, welches ich getestet habe, war GTA IV. Mittlere Details und als Auflösung 1920x1200 und das Spiel läuft absolut flüssig und ohne Verzögerung.

Angesichts des Alters, 5/5 Sternen


Emissionen: Das 8730W bleibt im Office-Betrieb trotz der dicken Grafikkarte und CPU wirklich kühl, nicht mehr als Zimmertemperatur. Dabei dreht der Lüfter hörbar, jedoch empfand ich dies nicht als besonders störend. Ab und zu (ungefähr alle 20 Minuten) dreht er für wenige Sekunden stark, wobei jedoch kühle Luft aus den Lüftungsschlitzen kommt.

Unter hoher Last ist es schon sehr laut und hat auf der Unterseite grob geschätzt 45 Grad C (Achtung nur eine Schätzung!).

Frische Wärmeleitpaste könnte hier helfen, muss noch erledigt werden.

4/5 Sternen, aufgrund der Leistung

4. Display

Das TN-Display ist von den Farben und vom Kontrast sehr gut. Es mit dem FullHD Display meines W520 von den Farben locker mithalten, ist jedoch leider etwas arg dunkel, wird wohl am Alter liegen, da es sich um ein CCFL Display handelt. Zu den Blickwinkeln: Man sollte nicht zu schräg draufschauen, sonst invertieren Farben relativ stark.

4/5 Sternen



5. Schnittstellen

Was die Schnittstellen angeht, ist das EliteBook mit 4xUSB, eSATA, LAN, Kopfhörer, Mikrofon, Cardreader, Modem, HDMI, VGA, ExpressCard 54 und SmartCard auf den ersten Blick sehr gut ausgestattet. Was vermisse ich? DISPLAYPORT!

Liebe Ingenieure von HP, was bitteschön hat HDMI an einem Business Notebook zu suchen?

Was mir jedoch sehr gut gefällt ist, im Vergleich zum W700, die Schnittstellenpositionierung. Beim W700 sind die USB Ports doch arg eng beieinander, doch beim EliteBook stellt dies kein Problem dar.

4/5 Sternen

6. Eingabegeräte

Das EliteBook hat einen TrackPoint (fragt mich nicht, wie HP das nennt ), ein Touchpad und eine Fullsize Tastatur mit Numblock.

Zuerst zum Touchpad: Das ist nun wirklich nicht schlecht, auf jeden Fall viel besser, als das gewöhnliche der ThinkPads, knackige (leider gummierte) Touchpad Tasten und die Oberfläche ist relativ glatt - dabei bewegt der Cursor trotzdem nicht zu schnell. 4/5 Sternen

Der TrackPoint: Grausam. Wer den IBM/Lenovo TrackPoint gewöhnt ist, der wird hiermit nicht glücklich. Ziemlich unpräzise, eine blöde Cap (lässt sich jedoch gegen ThinkPad Caps tauschen), und meiner Meinung nach ungeeignete Tasten. Richtig, diese sind identisch mit den Touchpad Tasten, jedoch meiner Meinung nach ungeeignet für einen TrackPoint, da sie 1. zu schwergängig und 2. alles andere als ergonomisch sind. 3/5 Sternen

Die Tastatur lässt sich mit zwei Worten beschreiben: Sehr gut. Da ihr das aber bestimmt etwas ausführlicher haben wollt, hier die umfangreichere Variante: Die Tastenform ist eckiger und etwas flacher als bei ThinkPads, das sieht besser aus. Die Tasten sind in jedem Fall groß genug und haben einen ziemlich großen Hub für eine Notebook Tastatur, dafür ist sie aber etwas lauter und härter. Die Tastatur lässt sich an keiner Stelle ohne größeren Kraftaufwand verbiegen. Die Tastatur kann meiner Meinung nach mit einer klassischen ThinkPad Tastatur mithalten, daher: 5/5 Sternen

7. Akkulaufzeit

Was für eine Akkulaufzeit erwartet man von einer mobilen Workstation? Eine relativ niedrige. Überraschenderweise hält das 8730W jedoch mit voller Displayhelligkeit, WLAN an und Surfen 3 Stunden mit einem neuen Akku. Finde ich beachtlich für die Leistung, die einem geboten wird. 4/5 Sternen

Das Netzteil hat eine maximale Leistungsaufnahme von 120 Watt, wiegt 750 Gramm, ist 6cm breit, knapp 16,5cm lang und 3,5cm hoch. Ein grausamer Prügel - HP bietet jedoch auch sehr flache Reisenetzteile an, welche sich am 8730W betreiben lassen. 2/5 Sternen

8. Sonstiges

Ähnlich wie beim W700 (laut Thomebau) ist auch beim 8730W das Laufwerk relativ laut, was ziemlich stören kann. Im Gegensatz zum W700 kann man hier jedoch Sound per HDMI übertragen, was beim Anschließen eines Fernsehers doch ganz geschickt ist.
Und nun noch ein Update: Dank der Crucial M4 von TM800 (danke nochmal an dieser Stelle!) ist das EliteBook nun sowas von schnell geworden, man will es kaum glauben. Die Startzeit ist extrem kurz und Programme starten einfach nur schnell; hätte ich mir doch nur schon vorher eine SSD gekauft
Ebenfalls ein nettes Feauture ist der Lichtsensor, welcher bei Änderung des Lichteinfalls die Displayhelligkeit automatisch anpasst.

Es ist eine Statusleiste vorhanden, welche in etwa die Funktion der Clearplate bei ThinkPads übernimmt. Mit dieser kann man, im Gegensatz zu ThinkPads, die Lautstärke regeln, WLAN aktivieren und deaktivieren und Anwendungen starten.

Hier noch ein Foto dieser Leiste:



9. Fotos














10. Fazit

Das hochwertigste Notebook, das ich je hatte. Wer sich ernsthaft überlegt, ein W700 zu kaufen, sollte sich erst einmal das EliteBook 8730W anschauen.
Vorteile:
Bessere Verarbeitung, deutlich günstiger (ab 400€ in der Bucht), bessere Akkulaufzeit.
Nachteile:
ein deutlich schlechterer TrackPoint, weniger Anschlüsse, kein Wacom Digitizer und kein Colorimeter erhältlich.

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Aktualisiert: 22.03.2013 um 16:38 von CMaster

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Kategorien
Testberichte , Community-Berichte

Kommentare

  1. Avatar von Mornsgrans
    Ein interessantes Review, auch wenn das Äußere des Elitebooks recht "beliebig" aussieht.
    Gut finde ich vor Allem, dass es ein anständiges Clearplate besitzt, an dem die verschiedenen Stati erkennbar sind - nicht so "kastriert", wie bei den aktuellen ThinkPads. Bei T420 und T430 stören mich die gegenüber deren Vorgängermodellen inzwischen fehlenden Statusanzeigen erheblich.
  2. Avatar von bone
    beliebig? naja... das kann man beim thinkpad eigtl auch fast sagen. ich finde das HP design eigtl ganz gut; vor allem kommt denen von der stabilität her einfach echt nichts ran!
  3. Avatar von Alteshaus21
    Ich finde das hp auch sehr ansprechend, mit dem Alu gefällt mir sehr gut, und wie morns schon sagte, die vernünftige clearplate.
  4. Avatar von CMaster
    @Mornsgrans: Danke für das Lob! Ja, die Clearplate an sich ist schon wirklich nett, doch um die Lautstärke zu verstellen mit dem berührungsempfindlichen Touchscreen, gibt es meiner Meinung nach elegantere Möglichkeiten, da man teilweise recht stark drücken muss.
  5. Avatar von irixfan
    Hi!

    Ich hatte beruflich bis vor kurzem den Nachfolger 8540W (ja, in 15") und war auch relativ zufrieden damit, jedoch war die Akkulaufzeit etwas dürftig - mehr als zwei Stunden waren kaum drin. Dürfte wohl auch haupsächlich der nicht abschaltbaren Nvidia Quadro irgendwas-Grafik und dem i7 der ersten Core-Generation geschuldet sein. Übrigens haben die Elitebücher ab der xx40-Generation einen DP-Anschluss anstatt HDMI. (Dürfte wohl daran liegen dass DP auch erst vor ca. 3 Jahren wirklich aufgekommen ist.)
    Seit ein paar Monaten hab ich den 8570W, dessen Gehäuse ist nochmal stabiler gebaut, das Rechnergehäuse ist ein aus dem Vollen gefräster Aluminiumblock, die Scharniere sind wie von einem Tresor... leider ist es dadurch auch nochmal merklich schwerer geworden und der Deckel - ebenfalls volles Alu - ist leider kratzempfindlicher als das noch bei den xx10 bis xx40 war. Dafür ist es jetzt auch wieder mobil nutzbar, der Akku hält je nach Last wieder 3-4 Stunden, das passt, auch das Full-HD-Display ist richtig gut und auch das serienmäßige Netzteil ist jetzt auch kleiner geworden, passt auch noch in übliche Aktentaschen. Aber das beleuchtete HP-Symbol auf dem Deckel nervt manchmal, besonders wenn man das vom Kollegen gegenüber den ganzen Tag betrachten kann... Das hätte man nicht unbedingt von Apple abkupfern müssen! Insgesamt war/bin ich mit den HP's eigentlich immer recht zufrieden, Hardwaredefekt hatte ich noch nie und auch sonst kann ich kaum was wirklich negatives sagen - lediglich die Tastaturen können definitiv nicht an die Thinkpads ran!

    Servus,
    Michael
  6. Avatar von CMaster
    @irixfan: Ich habe nun ein 8740W und kann den Punkt mit der Tastatur nur bestätigen. Was für ein Müll, die 8730W Tastatur ist echt klasse, aber dieses pseudo-Chicletlayout ist wirklich blöd. Aber dafür gibt es beim 8740W eine Art ThinkLight, was sehr geschickt ist - ein Backlight Keyboard werde ich auch noch nachrüsten. Ein Review dazu folgt auch noch.
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