luxnote lapstore servion thinkspot
RSS-Feed anzeigen

macmob11

Thinkpad X220 i7 IPS SSD Erfahrungsbericht [Teil III]

Bewerten

Display


Das X220 ist das einzige aktuelle Thinkpad, das sich mit einem "Premium" Display ordern lässt. Anscheinend dient es Lenovo dazu, die Nachfrage nach guten Bildschirmen im Businessmarkt abzuklären. Und ich behaupte mal, in den nachfolgenden Serien werden auch die 14 und 15 Zöller mit Premium Display zu haben sein. Premium heisst hier (unter IBM hiess es noch FlexView), dass statt eines herkömmlichen TN LCDs eines mit IPS-Technologie verbaut wird. Nicht nur Grafiker und Co. wissen deren Vorzüge, wie die grosse Blickwinkelunabhängigkeit und die satte Farbdarstellung schon lange zu schätzen, im Consumerbereich ist IPS erst im Kommen. Und das X220 punktet zusätzlich durch seine matte Oberfläche, sodass störende Reflexionen wie bei einem iPad (ebenfalls IPS) kaum auftreten. Wobei man im abgeschalteten Zustand oder bei sehr niedriger Displayhelligkeit einen leichten Glanz erkennen kann; es ist also nicht ganz so matt wie ein klassischer Officemonitor.

Bei hoher Helligkeit ist dies der Bildqualität aber eher zuträglich und stört überhaupt nicht.

Man beachte oben die spiegelnden LEDs der Power- und Mic-Mute-Taste. Die vertikale Blickwinkelstabilität ist einzigartig unter Notebooks.
Hierzu das Video von Notebookjournal, da erübrigt sich jede verbale Beschreibung: http://www.youtube.com/watch?v=p8MO-XaCZ_8
Das IPS Display spielt seine Stärken vorallem dann aus, wenn man nicht im idealen Winkel zum Display sitzt - und praktischerweise bei niedriger Displayhelligkeit (spart natürlich Akku unterwegs). Dann erkennt man den besseren Kontrast des IPS gegenüber einem TN gut, und die leichte Lesbarkeit von Texten ist immer gegeben. Der gute Schwarzwert kommt bei Filmen und Fotos zum Tragen. Das Weiss ist einfach nur weiss, ohne sichtbares Pixelgitter und ohne Gelb- oder Graustich. Was mir beim X220 insbesondere, und bei IPS allgemein aufgefallen ist: Die gefühlte Schärfe des Bildes kommt, neben den guten Farben und der Blickwinkelunabhängikeit, auch daher, dass man zum Beispiel auf dem Windows-Desktop das Gefühl hat, die Icons liegen förmlich auf dem Hintergrund. Bei manchen TN Panels scheinen Hintergrund und Icon fast schon fliessend ineinander überzugehen und das Bild wirkt ausgewaschen. Eine hohe Punktdichte scheint für diesen Effekt nicht alleine verantwortlich zu sein.
Hier ein Vergleich, wo ich, aus demselben Bild heraus einen kleinen Ausschnitt vergrössert habe: Das X220 hat eine hellere Hintergrundbeleuchtung als der Desktop HP, beide sind aber voll aufgedreht:

Vergrösserung aus diesem Bild

Das Panel bei meinem Exemplar ist nicht perfekt mittig im Displayrahmen eingepasst. Das wäre mir aber nie aufgefallen, hätte ich das Notebook nicht so unter die Lupe genommen für dieses Review. Links, oben und unten sind etwa 1mm zwischen Bild und Rahmen, rechts sind es knappe 2mm.
Mit einem Fenster im Rücken oder sehr hellen Räumen muss man die Helligkeit auch mal voll aufdrehen. Vergleich Stufe 7/15 und 15/15:

Ein grosses Thema, zumindest hier im Forum, war der Wechsel hin zum 16:9 Format, der von der Mehrheit bedauert wird. Ich persönlich bevorzugte zwar ebenfalls ein 16:10 oder sogar 4:3 Gerät, jedoch gewöhnt man sich schnell daran und durch ein paar Tricks lässt sich etwas Arbeitsfläche in der Höhe zurückgewinnen. Zum Beispiel ordne ich die Windows Taskleiste und die Tabs sowie Werkzeugleisten, wo immer möglich, einfach vertikal an:


Neben dem Format spielt natürlich die Auflösung eine entscheidende Rolle. Das X220 ist nur mit 1366*768 Pixel erhältlich. Die Vorgänger gab es mit 1280*800 und einige Modelle sogar mit 1440*900. Die 768 Vertikalpixel sind im Alltag ganz klar eine Einschränkung, wobei man sagen muss, dass man es hier ja mit einem 12" Subnotebook zu tun hat und im Vergleich zu früheren Thinkpads (X61 und ältere), die meist mit XGA (1024*768) daherkamen, hat man nun wesentlich mehr Platz in der Breite. Die Punktdichte des 12.5" Panels ist dabei mit 125.4 DPI nur wenig geringer als die eines 13.3" MacBook Air mit 1440*900 (127.7 DPI) und natürlich einiges höher als bei normalen Desktop Monitoren (z.B. Full HD auf 24" = 91.8 DPI) wo man i.d.R auch etwas weiter weg sitzt als bei einem Notebook.
OT: Digitec.ch, ein grosser Internetshop aus der Schweiz, vertreibt 340 verschieden Notebooks zwischen 7 und 18 Zoll, darunter viele »Business«-Geräte von Lenovo, Dell, HP, Toshiba und Apple. Kein einziges 12 Zoll Notebook bietet mehr als 800 Pixel vertikal. Gerade mal 18% aller Notebooks zwischen 13 und 15 Zoll bieten mehr als WXGA. 68% der 15 Zöller (!) haben nur WXGA (1280*800 oder 1366*768).
Dass das Thinkpad X220 nur ein WXGA Panel hat, ist zwar schade, aber logisch und wenig überraschend.



Ausstattung/Ports

[TODO]

3 x USB (1 charge, 1 usb3) evtl. zu wenig, wenn man keine Docking Lösung hat.
zu USB 3.0 (der blaue Port links am Gerät):
  • System Image C: 82GB in 26min auf externe Samsung Platte geschoben: 54 MB/s, das ist ein mässiger Wert und ca. doppelt so schnell wie USB 2.0.
  • 5.7 GB MKV-Video in 1min 7sek = 83 MB/s (dabei hatte die CPU 10% Auslastung und 500 MB RAM wurden nach dem Kopieren wieder freigegeben)
  • soweit ich informiert bin, dauert das Kopieren vieler kleiner Dateien immer wesentlich länger als wenige grosse, was sich hier bestätigt hat.

Sound
Die Lautsprecher sind vorne unten angebracht, selbst nachts im Bett bei absoluter Stille sind sie schlecht hörbar, da der Schall von weichen Unterlagen geschluckt wird. Der Klang ist noch am besten auf einem Holztisch. Im Vergleich zum X200 sind sie dennoch eine Verbesserung, da jenes nur Mono (!) zu bieten hatte. Unterwegs sollte man also Kopfhörer dabei haben und zuhause externe Lautsprecher. Ich betreibe mein altes Logitech 2.1 System/ Shure Kopfhörer an einer kleinen Soundcard von Creative im ExpressCard Slot (leider nicht in der Dock möglich, muss also immer reingesteckt werden).
Die internen Mikrophone (zwei kleine Löcher im unteren Displaybezel) habe ich noch nicht gebraucht, deren Qualität wurde von Lenovo aber ausdrücklich beworben:
Zitat Zitat von http://www2.partnerinfo.lenovo.com/partners/fr/products/downloads/thinkpad-xseries/ThinkPad_X220_cheatsheet.pdf
ThinkPad X220 users can experience the audio quality of a telephone
call while enjoying the comfort of using their notebooks.
• Keyboard noise suppression minimizes key clicks from being heard
during voice calls
• Choose between Private Chat mode that eliminates background
noise when one person is talking or Conference Call mode that
picks up sounds from across a room when many participants are
around a conference table
Naja..

LAN, SD-Reader, DisplayPort, VGA, Bluetooth
Funktioniert alles wie es sollte, da gibt es nicht viel zu sagen. Im Gegensatzt zu den meisten (vor allem kleinen) Notebooks, bietet das businessorientierte X220 immer noch einen herkömmlichen VGA-Anschluss, der häufig für ältere Beamer benötigt wird. Der SD Card reader "schluckt" das Speichermedium bis auf etwa einen knappen Millimeter, man kann es also auch dauerhaft im Slot lassen, was praktisch sein kann.




Probleme
Seit es Thinkpads gibt, gibt es auch Probleme mit dem OSD und der Displayhelligkeitsregelung nach dem Standby, zumindest kommt es mir so vor. Auch beim X220 tritt dies sporadisch auf.
Nach ein paar Wochen machte sich folgendes bemerkbar: An der Innenseite des Displaydeckels sind 8 kleine „Abstandshalter-Noppen“ angebracht, die im geschlossenen Zustand auf dem Palmrest zu liegen kommen. Das Problem dabei ist, das sie unschöne Abdrücke hinterlassen:



Das Display hat einen hellen Fleck, der zwar nur bei genauem Hinschauen auffällt, dennoch ist das natürlich schade. Hier ein bearbeitetes Bild (Kontrast erhöht) von einem weissen Hintergrund (schwer fassbar mit der Kamera):



Im Moment habe ich noch mit zwei Erkennungsproblemen in Zusammenhang mit der Dockingstation zu kämpfen: Eine eSata Festplatte (das X220 hat selbst kein eSata) wird nicht erkannt, und ab und zu werden einfach die USB-Geräte (also Maus und Tastatur) im Laufenden Betrien „abgemeldet”.

Update 28.03.2012: http://www.youtube.com/watch?v=0iH2xJ1uHvE



Konkurrenz
Samsung 400B2B, Toshiba Portégé R830, HP Elitebook 2560p, Dell Latitude E6320, (MBA/ MBP 13)




Weitere Bilder


Thinkpad-typischer, weiter maximaler Öffnungswinkel. Neuerdings sind ja auch 360° möglich ;)

Zum Vergleich ein maximal geöffnetes Mac Book Air 11. Klar, man kann argumentieren, dass niemand sein Notebook 180° öffnen können muss, aber so wenig..:


Vergleich zu einem T42 (14 Zoll):

"Thinkpad X220 i7 IPS SSD Erfahrungsbericht [Teil III]" bei Twitter speichern "Thinkpad X220 i7 IPS SSD Erfahrungsbericht [Teil III]" bei Facebook speichern "Thinkpad X220 i7 IPS SSD Erfahrungsbericht [Teil III]" bei Mister Wong speichern "Thinkpad X220 i7 IPS SSD Erfahrungsbericht [Teil III]" bei YiGG.de speichern "Thinkpad X220 i7 IPS SSD Erfahrungsbericht [Teil III]" bei Google speichern

Aktualisiert: 29.03.2012 um 14:16 von macmob11

Stichworte: - Stichworte bearbeiten
Kategorien
Testberichte , ThinkPad

Kommentare

  1. Avatar von Schwarzewolke
    Top, deckt sich mit meinen Erfahrungen!

    Zu den Temperaturen: Ich kenne da so einige, bei denen 60°C die Idle-Temperatur ist! Da geht die CPU gerne mal schnell auf knapp 100°C unter Last, um dann schön runtergetaktet zu werden. Ich finde es immer wieder phänomenal, wie ich selber mit TPFC das Gerät leise und doch kühl halten kann. Wenn ich nur wenig rumsurfe, ist meine CPU bei ca. 55°C und der Lüfter läuft unhörbar auf Stufe 1. Unter Volllast habe ich mal die Lüfterregelung angehoben auf Stufe 3, da ich die CPU nicht zu häufig über 80°C gehen lassen möchte. Wir sollten auch bedenken, dass wir es hier mit einem 12,5 Subnotebook mit der Leistung eines i7 haben!

    Was den Öffnungswinkel des Notebooks angeht: Einfach mal dein X220 auf dem Schoß am besten neben einem Appleuser nutzen. Wenn er sein Macbookwasauchimmer ebenso auf dem Schoß hat, wirst du sicher neidische Blicke ernten! (Wahrscheinlich zwei, einmal wegen des großen Öffnungswinkels und des matten Displays)
ipWeb ok1.de Campus Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen CaptainNotebook NBWN - Notebooks wie neu