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Thinkpad X220 i7 IPS SSD Erfahrungsbericht [Teil I]

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Review Dezember 2011, überarbeitet Februar 2012
X220 gekauft im September 2011


Dieses Review soll Interessierten einen Überblick über das X220 sowie meinen persönlichen Erfahrungen damit bieten. Es richtet sich nicht nur an die Profis hier sondern soll auch einem Thinkpad-Neuling nützliche Informationen bieten, daher werde ich auch einiges erzählen, das den meisten Forenmitgliedern hier als überflüssig erscheinen mag.
(Die zu dunklen Bilder wurden mit meiner 70€ Pentax I10 oder HTC Hero, die besseren mit einer Nikon D60 DSLR im Büro gemacht:))
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Hardware Maintenance Manual X220 (E): http://download.lenovo.com/ibmdl/pub...0a60175_02.pdf

zum X220 im Forum:
http://thinkpad-forum.de/threads/114...Tipps-zum-x220
http://thinkpad-forum.de/threads/127...X220i-4290-W1A
http://thinkpad-forum.de/threads/114...ht=X220+review
http://thinkpad-forum.de/threads/127...ad-X1-vs.-X220
http://thinkpad-forum.de/threads/126...S-vs.-MBAir-13

Spoiler (weisse Schrift -> markieren)
positiv negativ
+ Anschlussvielfalt
+ Gewicht
+ Haptik
+ Bildschirmqualität (IPS)
+ Tastatur
+ Leistung nicht beeinträchtigt durch kompakte Bauweise
+ durchdachtes, erprobtes und funktionelles Design
+ Kompatibilität zur Mini Dock Series 3
+ Akku-Optionen, -Laufzeit
+ preiswert (insbesondere F&L ab 690€)
- Touchpad
- Nur 786 Pixel in der Höhe
- Lautsprecher
- Knarzen über dem ExpressCard Slot
- biegsames Plastik im Bereich der Sondertasten
- kleiner Lüfter kann laut werden
- USB 3.0 nur mit i7, noch nicht im Chipsatz enthalten
- glänzendes Lenovo Logo auf dem Deckel (ok, vielleicht kein Killer-Argument)

-7mm Festplatten


Das X220 unterscheidet sich vom Vorgänger X201 in den folgenden Punkten (http://thinkpad-wiki.org)


  • Displays im 16:9-Format (Displaydiagonale 12,1" -> 12,5")
  • IPS-Display (optional)
  • Keine Display-Verschlusshaken mehr
  • Clamshell-Design nur noch leicht ausgeprägt
  • die Touchpad-Tasten sind in die Fläche des Touchpads integriert (nicht mehr als eigenständige Taste ausgeführt)
  • Neue Prozessoren (Sandy-Bridge)
  • USB 3.0 (nur in Modellen mit Core i7 CPU)
  • Kompatibilität zu den "normalen" Series 3 Dockingstations
  • Einsatz von Festplatten mit nur 7mm Bauhöhe (bisheriger Standard ist 9,5mm)


Das X220 lässt sich mit den aktuellen Core i Prozessoren (i3/i5/i7: alle Dualcore mit HyperThreading, wobei letztere auch TurboBoost unterstützen), zwischen 4 und 8 GB DDR3 RAM, Festplatte oder SSD und Premium oder Standard Display konfigurieren. Zusätzliche Optionen beinhalten WWAN (Ericsson F5521gw), 720p-Webcam (nicht mit 3x3 Wifi-Antennen im Displayrahmen kombinierbar, also z.B. Intel Centrino Ultimate-N 6300), Fingerprint Reader und mSATA SSD. Alle Versionen haben einen Dockingport. Die Akkuoptionen sind vielfältig: 4 cell, 6 cell, 9 cell, Slice-Akku ("Unterschnall"-Akku). Wegen der geringen Grösse haben die X Modell kein optisches Laufwerk und daher auch keinen UltraBay http://thinkpad-wiki.org/Ultrabay. Beim X220 lässt sich aber dennoch die beliebte Kombination aus schneller System-SSD und grosser Daten-HD realisieren: eine mSATA SSD (Intel, OCZ) kann an der Stelle des WWAN-Moduls angeschlossen werden, was von Lenovo RapidDrive genannt wird http://thinkpad-wiki.org/Festplatten...SDs#mSATA-SSDs
Mein erstes neues Thinkpad habe ich vor ein paar Jahren gekauft, ein X200 mit dem damals neusten Trend SSD, danach folgte ein T410, und nun das X220. (Neben diesen Hauptrechnern hatte ich auch ein R500, T42, A31p, X22 und 600e. Kurz begutachten konnte ich auch die neuen TPs T420s, W520, X1, X121e). Letzlich habe ich mich gegen ein T420s (höhere Auflösung) und für das X220 entschieden aufgrund des Preises, der Akkulaufzeit und der IPS-Option.



Die Spezifikationen


  • ThinkPad X220 (4290-N77)
  • Lenovo Support sagt:
    i7-2620M(2.7GHz), 4GB RAM, 320GB 7200rpm HD, 12.5in 1366x768 LCD, Intel HD Graphics, Intel 802.11agn wireless, WWAN option, Bluetooth, 1Gb Ethernet, UltraNav, Secure Chip, Fingerprint reader, Camera, 9c Li-Ion, No preload
  • Intel Core i7-2620M (Sandy-Bridge): 2.7 GHz, Turbo Boost 3.4GHz, 2x256 KB L2, 4 MB L3, Chipset QM67 Express
  • Hard Disc: 320 GB 7200 rpm (7mm)
  • kein optisches Laufwerk
  • 2 Memory Slots: 1 x 4GB DDR3 PC3-10600, 1333 MHz, max. 16 GB
  • Akku: 9 Zellen 94 Wh (MobileMark 2007 Prod. 610 Min.), 65 W Netzteil
  • Display: IPS-Panel (Premium HD) 12.5", LED-Backlight, matt, 1366 x 768 Pixel
  • Intel HD Graphics 3000 (integriert), shared memory, max 2 Displays
  • WLAN: Intel Centrino Advanced-N 6205 802.11 abgn
  • Intel 82579 LM 10/100/1000 Ethernet
  • Bluetooth 3.0
  • WWAN ready (Antennen und Simslot vorbereitet, aber kein Modul)
  • Anschlüsse: VGA, DisplayPort, 2 x USB 2.0, 1 x USB 3.0 (Renesas, nicht im Chipsatz), RJ-45, 54mm ExpressCard, Mic/Speaker Combo, 4-in-1 MediaCard Reader, Kensington Lock Slot, Docking Port, 720p Webcam
  • Dimensionen: 305 x 19-35 x 230 mm, mit Akku 9c 1.65 kg, Netzteil 260 g
  • 3 Jahre Bring-In Garantie


Selbst installiert bzw. zugekauft


  • zusätzlich 4 GB Kingston RAM
  • Festplatte ersetzt durch Intel SSD 320 120 GB 7mm
  • zusätzlicher Akku 6 Zellen
  • Mini Dock Plus Series 3 90W
  • Garantie auf Vor-Ort-Service erweitert



Anwendungsbereich

Das X220 ist mein einziger Produktiv-PC, für Uni, Arbeit und Freizeit. Zuhause habe ich eine Mini Dock plus series 3, daran angeschlossen sind Maus, Tastatur, DVD-Laufwerk, externe HDs und zwei IPS Bildschirme (dabei ist das Thinkpad Display aus, da das X220 nur die integrierte GPU hat, im Gegensatz zu anderen Thinkpads mit nVidia Optimus, die dann bis zu drei Bildschirme ansteuern).
Softwareseitig nutze ich unter anderem:
Windows 7 Professional 64-Bit, Microsoft Office 2007, Softmaker Office 2012, IBM SPSS Statistics 20, R (Statistics), MikTex 2.9, Lyx, Python, Django, Qt SDK, Scintilla Text Editor, Firefox 8, Google Chrome, FileZilla, XAMPP, VirtualBox (Linux), ACDSee Canvas 11, Windows Movie Maker, PDF XChangeViewer, 7Zip, Skype, KMPlayer, VLC, GIMP, XnView, Dropbox, Cisco VPN, Sophos Antivirus, TPFanControl


Lieferumfang
Lenovo liefert den PC und das Netzteil, mehr kriegst du nicht;) Wenigstens ein paar Trackpoint-Caps hätte ich geschätzt. Die Verpackung war sehr kompakt und das Notebook gut geschützt. Recovery- oder Software-DVDs gehören nicht zum Lieferumfang.



Konstruktion / Design


Der Legende nach ist das Thinkpad Design ja dieser Lunchbox nachempfunden ;)
bento_box_rectangular_with_cover_0.jpg
Die optischen Veränderungen im Vergleich zum X200/X201 fine ich relativ gross. Für Nicht-Thinkpadnutzer ist es natürlich auch nur eine schwarze Kiste mit rotem Punkt, aber bei genauerem Hinschauen zeigen sich zahlreiche Neurerungen.
Da Lenovo nun auf 16:9 setzt ist das Notebook etwas breiter und kürzer geworden. Der Displayrahmen ist komplett neu designt und ist insgesamt ganz leicht schmaler. Links und rechts der Webcam finden sich viele kleine Erhebungen, die beim Schliessen auf der Handballenablage zu ruhen kommen. Durch Abwesenheit glänzen insbesondere die Thinkpad-typischen Verschlusshaken. Das sogenannte Clamshell-Design ist weniger ausgeprägt als früher. Dennoch, ich mache mir keine Sorgen um diesen neuen Mechanismus. Das Display schliesst satt und lässt sich mit dem Daumen in der kleinen Aussparung rechts leicht öffnen. Auf dem Deckel befindet sich unnötigerweise neben dem Thinkpad-Logo auch der silberne Lenovo-Schriftzug wieder. Das Display ist ziemlich biegsam aber das Covermaterial an sich macht einen sehr widerstandsfähigen Eindruck. Es hat eine matte Beschichtung und offenbar steckt stabilisierendes Metall dahinter (der Deckel wird merklich kühler als Plastikteile wenn man bei niedrigen Temperaturen draussen damit war). Ich habe es nicht geschafft durch Druck auf den Deckel eine Bildveränderung auf dem Displaypanel hervorzurufen. Die massiven Displayscharniere sind im Vergleich zum Vorgänger breiter und symmetrisch geworden und bieten einen perfekten Widerstand, ein Nachwippen gibt es nicht.
Das Gehäuse ist insgesamt sehr hochwertig. Die kritischen Stellen sind, wie nicht anders zu erwarten, der Palmrest direkt über dem ExpressCard 54 Slot (knackt, biegbar) und das Displaybezel zwischen den Scharnieren (lässt sich ebenfalls leicht durchbiegen). Ich habe mir überlegt, ob es helfen würde eine Dummy-Karte in den ExpressCard Slot zu stecken um den Steg darüber zu stabilisieren, habe aber noch nichts dergleichen gefunden. Dieses Bild ist leider echt: http://www.notebookjournal.de/storag...e4dc79139bec38
Zudem berichten User, dass es sich bei Hitze vom Display lösen kann, was mir bisher erspart blieb. http://thinkpad-forum.de/threads/115...Helligkeit-etc.
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Von der Seite betrachtet weist das X220 eine starke Keilform auf: Wer es ganz vorne hochhebt, glaubt ein unglaublich dünnes Gerät in den Fingern zu haben. Gegen hinten wird das Thinkpad aber merklich dicker und bietet Platz für alle Anschlüsse in der Standardausführung (also kein mini DisplayPort oder LAN-Adapter). Die Gummifüsschen unter dem Gerät werden in ihrer Funktion beim Einsatz des 9 oder 6 Zellen Akkus (nicht beim 4 Zeller) durch diejenigen des Akkus ersetzt, welche das Notebook noch etwas mehr aufbocken. Es steht sehr stabil auf dem Tisch und neigt die Tastatur angenehm gegen den User. Zudem bleibt der Unterboden wohl auch küler als bei einem Gerät das plan aufliegt.
Das X220 ist ein vergleichsweise leichtes 12" Notebook, vor allem mit den kleineren Akkus, sodass ich anfangs noch nachschaute ob ich es nun wirklich schon im Rucksack hatte ;). Mit den hinten nich-überstehenden Akkus und einer SSD hat man förmlich das Gefühl man könnne das Gerät herumwerfen. Es liegt absolut super in den Händen und macht einen rundum stabilen Eindruck.
Die Optik ist gegenüber dem X201 schnörkelloser und irgendwie "glatter" geworden, was mir sehr gut gefällt. Es ist ein klassisches Thinkpad und noch weit weg vom Design eines X1 oder Edge; aber auch kein T23 mehr.
X220_T42_Innenleben.jpg
Wer die Tastatur des X220 entfernt und eine Blick unter die Haube werfen will, wird zunächst enttäuscht: Eine schwarze Plastikfolie bedeckt das Mainboard. Wer also gerne bastelt, muss diese zuerst irgendwie entfernen. Das Übliche lässt sich natürlich dennoch ein- und ausbauen, also RAM, HD und Funkmodule. Der HD-Käfig ist zwar aus Plastik, verhindert aber, dass die Tastatur direkt auf die Platte durchdrückt. Wer zusätzlich noch den Palmrest entfernt findet die Steckplätze für WWAN bzw. mSATA sowie das WLAN-Modul. Der Metallrahmen links unten nimmt eine ExpressCard 54 oder 34 auf.
Im subjektiven Vergleich zum X200 finde ich das X220 etwas stabiler gebaut, mit dem T410 ist es vergleichbar. Neulich habe ich ein Thinkpad Edge E525 im Laden begutachtet: billiges Material, Tastatur biegt sich stark durch, glänzende Teile, dicke Base Unit. Es scheint also doch noch einen erheblichen Qualitätsunterschied zur Edge Linie zu geben, der sich natürlich auch im Preis widerspiegelt. Die L Serie hingegen macht einen guten Eindruck im Vergleich mit den X, T und Ws - was ibmthink wahrscheinlich gerne bestätigt ;)
Das Thema Festplatte/SSD und X220 wurde bereits im Forum abgehandelt: Eigentlich passen (wie auch im T420s) lediglich 7mm dicke Platten. Das bedeutet auch 500 GB Maximum. Sündhaft teure SSDs bieten bis zu 600 GB. Es ist aber möglich, eine (heutzutage noch) herkömmliche Platte mit 9.5 mm Dicke zu verbauen:
http://thinkpad-forum.de/threads/114...00%29-ins-X220



Eingabegeräte


Die Tastatur hat die volle Grösse und ist baugleich mit derjenigen aller T und W Modelle seit dem T400s. Bei meinem X200 hatte ich Pech, die Tastatur war vorallem oben links sehr klapprig und machte gar keinen guten Eindruck. Das X220 aber macht dem Thinkpad-Tastatur-Mythos alle Ehre. Die Lautstärke beim Tippen ist nicht zu hoch, aber es gibt sicher leisere. Meine hat das CH-Layout:
DSC_0151.jpg
Durch das 16:9-Format ist die Handballenauflage (Palmrest) extrem kurz geworden, sodass man, je nach Tippgewohnheiten, etwas Mühe hat, eine bequem Handstellung zu finden. In der Praxis natürlich völlig bedeutungslos, dennoch ist es mir aufgefallen: Die F-Reihe ist aus irgendeinem Grund ganz leicht höher als die übrigen Tasten:
X220_hohe_F-Tasten.jpg
Eines der definierenden Features der Thinkpads, der Trackpoint mitten in der Tastatur, ist nach kurzer Eingewöhnung ein toller Mausersatz. Es soll aber auch Verweigerer geben...
Mit dem X220 hat Lenovo, wiederum wegen des breiten Formats, das sogennante Clickpad eingeführt. Anstatt mit eigenen Buttons, clickt man nun im unteren Bereich des Touchpads. Ebenfalls seit dem T400s ist die Oberfläche genoppt und nicht mehr glatt. Dies ist beim X220 aber weniger ausgeprägt als dies bei meinem T410 der Fall war. Insgesamt muss ich sagen, dass das sehr kleine Clickpad ein klarer Schwachpunkt ist und ich habe es daher im Treiber ausgeschaltet. Dies finde ich praktischer als es im Bios auszuschalten, da man so durch eine kurze Tastenkombination das Thinkpad auch für mit dem Trackpoint nicht Vertraute nutzbar machen kann ;). Am liebsten wäre mir persönlich ein bombenfestes, gummiertes, »nacktes« Palmrest, das heisst ohne Touchpad und Fingerprintreader.


-> weiter zum zweiten Teil
Miniaturansichten angehängter Grafiken Angehängte Grafiken

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Aktualisiert: 26.10.2012 um 18:33 von macmob11

Kategorien
Testberichte , ThinkPad

Kommentare

  1. Avatar von Akira
    Ausgzeichnet! Endlich ist dein Bericht im Forum verankert!
    Übrigens: Es gibt auch 7mm Platten mit 500GB.
    Aktualisiert: 28.02.2012 um 20:20 von Akira
  2. Avatar von macmob11
    danke für den hinweis, habs geändert.
  3. Avatar von Mornsgrans
    Wer diesen Bericht erstmals sieht, dürfte sich erst einmal erschlagen fühlen. Nach Durchlesen ist man aber bestens über alles, was wichtig ist, informiert.

    Ob das mit mehr Bildern klappt - vielleicht besser auf 2 - 3 Artikel aufteilen.

    Ansonsten:
  4. Avatar von macmob11
    Ob das mit mehr Bildern klappt - vielleicht besser auf 2 - 3 Artikel aufteilen.
    klar könnte ich notfalls machen, aber andy klärt noch ab, ob sich was machen lässt.
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