USB zu DVI/Displayport

Hi,

das kommt darauf an, was Du damit machen willst. Ich hatte mir mal einen von Logilink, ich glaube es war der UA0077, gekauft, um an einen X60 (mit CrystalHD Decoder) HD-Filme digital auszugeben.
Leider zu spät bemerkt, dass dieser Adapter kein Audiosignal in HDMI mischen kann, andere können es.
Zur Wiedergabe von Filmen in HD war er auch ungeeignet, da maximal 1600x1200 und ausserdem ruckelte es. Er liegt seitdem in der Schublade.
Für statische Inhalte auf einem Zweitdisplay wäre er wahrscheinlich geeignet.

Gruss,
jal2
 
Hm, hab keine Erfahrungen mit dem Thema, aber ich schätze mal USB2 und "so performant wie möglich" schließen sich aus. USB2 hat eine maximale (brutto) Datenrate von 480 Mbit/s. Afaik, sind sowohl DVI als auch DP auf deutlich > 1Gbit/s spezifiziert. Keine Ahnung, welche praktischen Auswirkungen das hat ...
 
Gut, dann spezifiere ich mal: Auflösung soll bei 1920*1080 liegen und so performant wie möglich ... :eek::eek:

Anwendungsfälle für solche Adapter beschränken sich darauf Dokumente anzusehen bzw. zu bearbeiten. Sobald schnelle Bewegungen ins Spiel kommen (Spiele, Filme) sind diese Adapter vollkommen ungeignet.
 
Hm, hab keine Erfahrungen mit dem Thema, aber ich schätze mal USB2 und "so performant wie möglich" schließen sich aus. USB2 hat eine maximale (brutto) Datenrate von 480 Mbit/s. Afaik, sind sowohl DVI als auch DP auf deutlich > 1Gbit/s spezifiziert. Keine Ahnung, welche praktischen Auswirkungen das hat ...
So ist es. Die Nettodatenrate bei USB liegt sogar noch deutlich darunter. In der Praxis ist man oft froh, wenn man noch über 200Mbit/s kommt.
Wenn man sich dagegen diese Grafik anschaut: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/6/63/Displayport.svg dann stellt man fest, dass man bei 1920x1080 entweder 1,62GHz und 2 Leitungen braucht oder 2,7 GHz und 1 Leitung, bei Verwendung des Displayports was dann ca. 2,2-2,6 Gbit/s entspricht. Bei HDMI oder DVI sähe das nicht groß anders aus. Also ist man bei gut dem 10fachen von USB. Das heißt, man muss komprimieren. Bei statischen Bildern kein Problem. Wenn sich nur ca. 10% des Bildes ändert, ist es auch kein Problem. Wenn man allerdings Vollbild hat und sich das Bild ändert, dann hat man ein Problem. Verlustlos komprimiert wird man vermutlich in der Bildwiederholrate nur noch auf 3-6 Bilder pro Sekunde kommen, was natürlich stark ruckelt. Man könnte auch verlustbehaftet komprimieren und z.B. ein MPEG4 "darüberjagen", was dann aber zu Artefakten führt, Verschlechterung der Bildqualität und vor allen Dingen führt es aber Verzögerungen, weil für die Komprimierung Frames gepuffert werden müssen, da sonst die mathematischen Verfahren für die Komprimierung nicht funktionieren. Dadurch würde man dann aber mindestens ne halbe Sekunde Verzögerung bekommen. Eher mehr, denn das funktioniert besser je länger man puffert, 2-4 Sekunden wären üblich, was beim Arbeiten aber wohl stark stören dürfte, weswegen das keiner macht bei diesen Adaptern.

Oder in Kurzform: bewegte Bilder oder gar hohe Performance ist mit den Adaptern nicht möglich. Dafür brauchst du schon eine echte Grafikkarte um einen Ausgang zu betreiben oder einen Adapter mit USB 3.0 benutzen, da sieht es dank 4Gbit/s Bruttodatenrate schon besser aus mit der Kapazität der Übertragung.
 
Für bewegte Bilder nutzt Displaylink einen Trick: Wenn man "Optimize Video" einstellt, dann reduziert er bei Vollbildvideo die Auflösung zugunsten der Framerate. Das sieht man besonders wenn man während dem Video das Menü einblendet. (Getestet mit einem Lenovo L1421 mit DL-1x5-Chipset und 1366x768)

Grüße

Fabian
 

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