Erfahrungsbericht: 64GB SD-Card im T61

MarcusAgrippa

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Vor zwei Monaten kam die 64 GB SD Card PLATINUM Class 10 neu auf den Markt. (Ein Kumpel hat mir ein Exemplar geschenkt. Ich nahm es ohne Begeisterung in Gebrauch: meine sonstigen SD-Karten - glaub, alle Class 2 oder Class 4 - sind ziemlich lahmarschig, wenn sie auch schneller sind als die verschiedenen Sticks, mit denen ich so herumhantiere).

Da ich Anfang des Jahres mein T61 auf SSD umgestellt hatte, diente mir die 64GB-SD-Karte zuerst nur zur Zwischenspeicherung von Daten, die ich kurze Zeit später auf HDD übertrug. Im übrigen sollte all das vorübergehend drauf, was ich nicht gern auf der SSD haben will, weil es immer wieder gespeichert, verändert und wieder gelöscht wird.

Innerhalb weniger Wochen hat sich mein Gebrauch der SD-Card jedoch verändert:

Sie ist - gefühlt, nicht gemessen (!), also im Gebrauch - nicht langsamer als die SSD, und selbst grosse Fotodateien oder ziemlich umfangreiche Programme sind blitzschnell geöffnet. Inzwischen nutzte ich die SD-Card wie eine zweite SSD: immer noch für alles, was viele Schreibvorgänge und Veränderungen erfordert, aber auch als ständig zugänglichen Speicher der eigenen Dateien, auf die ich jederzeit Zugriff haben möchte (regelmässige Backups auf HDD mache ich selbstverständlich trotzdem ^^).

Mein T61 läuft also inzwischen ziemlich entspannt:
eine mit 120GB viel zu (bzw. erfreulich) grosse SSD, eine mit 64GB schön grosse und überraschend schnelle SD-Karte sowie ein Ultrabay-Dummy halten das Notebook deutlich kühler als zu HDD-Zeiten und machen es im Betrieb völlig lautlos. Die Ultrabay-HDDs wandern je nach Bedarf vom einen Thinkpad zum anderen oder bleiben in ihren Aufbewahrungstaschen.

64 GB SD Card PLATINUM Class10 SDXC, in der Bucht zur Zeit zwischen ca. € 33 - 38, Preistendenz: fallend

(Trimfähig ist so eine SD-Card nicht; vielleicht muss sie sehr viel früher ausgetauscht werden als eine SSD; das dürfte aber, mMn, bei den derzeitigen Preisen zu verschmerzen sein: ein Gebrauchsgegenstand, halt)
 
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Nach Umbau meines T420 auf eine einzige SSD hatte ich Bedürfnis nach mehr und systematischerem Backup. Das frühere R61 hatte keinen "Steckplatz" für die SD-Karte. Mit dem T420 und einer 64GB SD gibts jetzt ein tägliches automatisches inkrementelles Backup auf die SD-Karte mit sync-toys von MS. Es gibt keine mechanischen Speichermedien mehr. Allerdings brauchts noch mehr Backup da wenn der Lappi verschwindet ist auch das Backup weg. Was noch manuell ist, ist das Sichern der PST-Dateien von Outlook.
 
Zur Preisentwicklung: vor 2 Monaten, also bei Markteinführung, kostete die Karte je nach Anbieter zwischen € 40 und 70, vor 2 Wochen zwischen € 37 und 42, meist mit Versand zusätzlich. Heute, wie gesagt, liegt der Preis zw. € 33 und 38, bei überall kostenlosem Versand...
 
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Sie ist - gefühlt, nicht gemessen (!), also im Gebrauch - nicht langsamer als die SSD, und selbst grosse Fotodateien oder ziemlich umfangreiche Programme sind blitzschnell geöffnet. Inzwischen nutzte ich die SD-Card wie eine zweite SSD: immer noch für alles, was viele Schreibvorgänge und Veränderungen erfordert, aber auch als ständig zugänglichen Speicher der eigenen Dateien, auf die ich jederzeit Zugriff haben möchte
Danke für den Bericht. Gut zu lesen.

ABER... Du vergleichst jetzt doch wohl nicht eine SSD mit einer Class 10-Speicherkarte. Irgendwie geht dies, nach meinem Verständnis, geschwindigkeitsabhängig (Lese- und Schreibperformance) nicht auf (Class 10: 80 Mbit/s (10 MB/s) (erst nachträglich in Version 3.0 definiert)). Oder verstehe ich da etwas falsch?

LG Uwe
 
Und was mich mal interessiert, SDHC-Cardreader sollen nach einschlägigen Quellen nicht kompatibel sein mit SDXC. Danach sollte die Karte im internen Reader gar nicht funktionieren, oder? Aus der beschreibung wird nicht 100%ig klar, wo die Karte jetzt drin steckt.

MfG, Sebastian
 
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@ Helios #4

Was soll ich sagen, doch! Ich rede von einem (zumindest in meinen Augen) ganz normalen Arbeiten: Programme, Dateien öffnen und abspeichern etc. [EDIT: sogar das Verschieben von grösseren Datei"blöcken" (zB Verzeichnisse mit vielen Unterverzeichnissen und Dateien) von der SD-Karte bzw. auf die Karte geht richtig fix!]

Da, wo die langsameren SD-Karten - und erst recht die Sticks, aber auch ne schnelle HDD - deutlich "Reaktionszeit brauchen" = langsam = bestenfalls einen Tick zu langsam sind, fällt dieses Empfinden bei d(ies)er SD-Karte flach! Ein Geschwindigkeitsunterschied zur SSD, so sicher er sich bemessen liesse (und er wäre gewaltig), ist nicht zu spüren.

Hat mich ja selber überrascht (und ist überhaupt der Grund für diesen Bericht)!
 
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Aus der beschreibung wird nicht 100%ig klar, wo die Karte jetzt drin steckt.
Das T61 hat vorne an der Front einen Kartenslot. Die eigentliche (Mini-)Karte steckt in einem Adapter (der mit der Karte mitgeliefert wurde). Das Ganze wurde auf Anhieb vom T61 erkannt. Formatiert habe ich die Karte als ex-Fat (ist, glaub, eine Win7-eigene Formatierung)
 
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was für übertragungsraten erreicht denn die karte im t61?
 
meine Class 10 16GB Karte von Samsung liefert diese Werte: (Schätze im t61 sind sie gleich/leicht besser (interner Cardreader))

HDTune_Benchmark_KingstonReader_____SD_MS.png

Habe solche Karten bei der Dig.-Spiegelrefl. im Einsatz (Dann aber die "höherwertigen" SanDisk Karten), da müssen manchmal viele Aufnahmen mit 6MB innert bruchteilen einer Sek geschr sein.
 
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Meine probehalber beschaffte Transcend 16GB Class 10 (angeblich) erreicht solche Werte nicht. Ich hab versucht sie als Systemplatte für ein Linux-Testsystem zu verwenden. Dabei war aber die Perfomance derart dürftig, selbst im Vergleich zu USB-Sticks, dass ich es gleich wieder gelassen habe.
 
Pass aber beim Akkubetrieb auf - beim X41T und X200 führte das bloße Einstecken einer SD-karte zu 10-20% Verlust an Akkulaufzeit, weil die CPU nicht mehr richtig schlief. Bei anderen Thinkpads dürfte das ähnlich sein.

Ansonsten eine runde Sache... 64GB schnellen Speicher für <40€... das ist doch super :)
 
was für übertragungsraten erreicht denn die karte im t61?
Ehrlich gesagt, ist mir das schnuppe. Mir geht es ums flüssige Arbeiten am Thinkpad.

Der Umstieg auf SSD hat einen enormen Geschwindigkeitszuwachs erbracht. Den wollte und will ich mit Kompromisslösungen auf keinen Fall wieder schmälern.

Daher auch meine anfängliche Skepsis: Sticks, meine anderen SD-Karten, die 7200er HDDs im Ultrabayschacht: all das verlangsamt das ganze Gefüge spürbar = wobei 'spürbar' heisst, dass es manchmal, beim Speichern zB, nur um diesen kleinen "Tick" gehen kann, den ich nicht mehr will.

Deutlicher war dieses 'Spürbar' beim Aufruf von Programmen, oder auch von grossen Fotodateien, bei denen anfangs ja dazu auch das zugehörige Programm gestartet werden muss. Oder dieses Trauerspiel, wenn man Daten von einem Stick auf den anderen kopiert: das dauert ja - gefühlt - Jahre!).

Wie gesagt, dahin wollte ich auf keinen Fall mehr zurück, sondern die Vorzüge der SSD wahrnehmen und auskosten ...

(... wobei es mir einigermassen egal ist, ob die viel oder wenig beansprucht wird: der Dauertest, der diesbezüglich seit Monaten in der Redaktion der c't durchgeführt wird, hat mir da alle Skrupel genommen. Im übrigen halte ich es wie mit den Akkus, die ich auch nicht schone: wenn sie hinüber sind, werden sie eben ersetzt. So wie eine SSD auch, bei den Preisen heutzutage...).

Im Gebrauch der im Eingangspost besprochenen SD-Karte hat sich aber herausgestellt, dass sie einem sehr schnell vorkommt, und ich einen (mit Sicherheit, wirklichen, objektiv vorhandenen) Geschwindigkeitsunterschied zur SSD nicht spüre.

Angesichts dessen ist mir die tatsächliche (Mess-)Geschwindigkeit gleichgültig: schneller als ich es spüre, brauchen weder die SSD noch die SD-Karte zu sein --> solange mir beide als blitzschnell vorkommen
 
Meine probehalber beschaffte Transcend 16GB Class 10 (angeblich) erreicht solche Werte nicht. Ich hab versucht sie als Systemplatte für ein Linux-Testsystem zu verwenden. Dabei war aber die Perfomance derart dürftig, selbst im Vergleich zu USB-Sticks, dass ich es gleich wieder gelassen habe.
Könnte die Formatierung (exFAT), die Windows 7 ja neu mitbringt, bei der Geschwindigkeit eine Rolle spielen?
 
[So, Junx, jetzt geht es erstmal vor die Glotze, Fussball gucken (und Daumen drücken). Gruss in die Schweiz !]
 
bei meinem x61 hat eine sd-card keinen einfluss auf den stromverbrauch. hat vielleicht auch damit zu tun, dass zumindest beim x200 der sdcard-reader per usb angebunden ist. bei vielen anderen modellen (inkl. x61) per pcie.
 
Die stiften ja glatt dazu an, Raubkopien zu machen... bezahlen werden wir dafür ja offensichtlich eh :facepalm:
 
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