X6x "fan error" obwohl Lüfter anläuft

jodka

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Ich habe versucht meinen x60s-Lüfter zu reinigen und zu ölen. Beim ersten Versuch hats noch geklappt. Da das dort benutzte Ballistol aber nach ca. 6 Wochen seine Wirkung eingebüsst hatte, habe ichs nochmal mit Reinigen (Spiritus) und Silikonfett probiert.

Ergebnis:
"fan error", obwohl der sehr sauber und schnell anläuft. Interessanterweise sogar später während ich im Bios bin (ESC + F1) und der Prozessor wohl Kühlung braucht.

Die Frage ist jetzt wie ich weitermachen sollte. Da der Lüfter funktioniert, habe ich die Befürchtung, dass ich den Sensor für die Lüfterumdrehung geschrottet habe. Wenn der auf dem Mainboard sitzt, läuft es wohl auf eine Schlachtung hinaus, oder?

Ich bin irgendwie unmotiviert für 50 Euro nem kaputten Mainboard einen guten Lüfter hinterherzuwerfen, wenn ihr versteht was ich meine...
 
Hi, es kann sein, dass du die Sicherung für den Lüfter geschrotet hast. Also überprüfe mal die Sicherung welche für den Lüfter zuständig ist, diese sollte sich ganz in der Nähe von Lüfteranschluss befinden.

Ich will hoffen, du hast während der Reinigung den Lüfter ausgebaut.

Zudem wird der Lüfter so nicht gereinigt mit Spiritus und Silikonfett.

Nobby
 
Ich würde erst einmal einen neuen Lüfter kaufen.

Die Sicherung dürfte in Ordnung sein, da sonst der Lüfter gar nicht mehr laufen würde - oder sehe ich es falsch?
 
Kann das bitte mal im Wiki GROSS vermerkt werden: Lüfter sollten generell NIEEEE mit Flüssigkeit gereinigt werden.
Eigentlich sollte man sich dessen bewusst sein... Spiritus (also Ethanol) hat eine Wasserstoffbrückenbindende Wirkung auf der einen Seiten (OH-Gruppe) und auf der anderen Seite eine Van-der-Waals Wirkung auf Grund seiner Größe.
Dadurch löst es sowohl Wasser als auch Fett! Wenn man sowas über seinen Lüfter kippt sollte einem klar sein, dass das Getriebefett dabei ausgespült wird und das Lager trocken läuft...
Das führt dann in der Folge im Mindesten zu einem deutlich höheren Lüftergeräusch oder zu einem Lagerschaden im Lüfter. :facepalm:

Achja: Dein Problem liegt wahrscheinlich am Lüfter selbst, zu hoher Anlaufstrom - wobei das Mobo denkt er drehe sich gar nicht mehr...
Kauf dir mal bei ebay einen neuen Lüfter... Dann bitte nur noch Aussaugen (vorher festhalten!!! und ausstecken!!!) oder mit einer feinen Bürste oder ähnlichem auskratzen...

@Mornsgrans:

Muss ja in Ordnung sein... Sonst täte sich da gar nix...
 
Zuletzt bearbeitet:
So, ist im Wiki mit dem neuen Punkt Warnhinweise vermerkt.

Grüße sys.
 
da das nachträgliche Schmieren des Lagers so gut wie unmöglich ist. Auszug aus dem WiKi, wer schreibt denn so einen Quatsch.

Selbstverständlich kann man das Lager nachträglich fetten, dazu muss allerdings der Lüfter komplett zerlegt werden.

Nobby
 
Wo liegt der Sensor für die Drehzahl? Wenn er auf dem Mainboard liegt, kann ich es wohl vergessen. Ich glaub eher, dass der Lüfter am Anfang des Bootprozesses anläuft und das Bios gleichzeitig die Drehzahl misst. Wenn keine Drehzahl oder zu wenig gemessen wird ist der Lüfter defekt (jedenfalls aus Sicht des Bios). Dass er ansonsten korrekt funktioniert sieht man halt daran, dass er den Prozessor korrekt kühlt wenn der Rechner im Bios idlet.

Am Anlaufstrom kanns eigentlich nicht liegen, da der Lüfter wirklich sehr gut läuft. Wenns daran liegen würde könnte ich es ja auch nochmal mit Reinigen versuchen...

Ich verstehe aber nicht warum man den Lüfter nicht reinigen sollte, solange man das ausgewaschene Schmiermittel hinterher ersetzt. Welches schmiermittel das richtige ist, ist dann eine andere (recht wichtige) Frage.
 
da das nachträgliche Schmieren des Lagers so gut wie unmöglich ist. Auszug aus dem WiKi, wer schreibt denn so einen Quatsch.

Selbstverständlich kann man das Lager nachträglich fetten, dazu muss allerdings der Lüfter komplett zerlegt werden.

Nobby

soeben verbessert

jodka schrieb:
Ich verstehe aber nicht warum man den Lüfter nicht reinigen sollte, solange man das ausgewaschene Schmiermittel hinterher ersetzt. Welches schmiermittel das richtige ist, ist dann eine andere (recht wichtige) Frage.

Du sollst ja auch nicht das Lager, sondern nur die Lamellen und Rotorblätter reinigen! Das Lager kanns du doch in Frieden lassen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Du sollst ja auch nicht das Lager, sondern nur die Lamellen und Rotorblätter reinigen! Das Lager kanns du doch in Frieden lassen ;)

? Um nichts anderes geht es aber beim Ölen/Fetten eines Lagers und dass das prinzipiell funktioniert hab ich beim ersten Versuch erlebt, war nur das falsche Öl.

Habt ihr einen Tip wie man günstig an die Teile (Lüfter/Kühlkörper) kommt?
 
Kaum zu glauben, aber ein bisschen Rütteln am Kühlkörper und/oder den Lüfterstecker aus und wieder einstecken und/oder die Kabel an der Seite des Lüfters "bewegen" und beim zweiten Bootversuch geht das verdammte Teil wieder! Nach einer Woche verzweifeltem Rumexperimentieren, Vermögen planen (x220 kostet ganz schön Asche) und günstige Lüfter suchen!

Ich mach das Scheißding nie wieder auf.
 
^^ Naja Glückwunsch, dass es wieder geht.

Meiner Erfahrung nach bringt Lager neu ölen fast nie was.

Wenn man es prophylaktisch macht, passiert einem eher so was wie dir...
Die Belastung für den Lüfter beim Zerlegen ist(ohne richtiges Werkzeug) auch nicht ohne,,,

Wenn man es merkt am Lüfter ist meist das Lager schon so kaputt, dass man damit auch nur zur Überbrückung Abhilfe schafft.

Vor allem ist auch nicht jedes Öl/Fett geeignet...
Lieber öfter die Lamellen reinigen und vll den Lüfter durch undervolting etc ein wenig schonen ;P
 
Zum Thema Schmierung muss ich einfach mal meinen Senf dazugeben.

Also Balistol ist mit Sicherheit nicht zur Lagerschmierung geeignet. Wichtig ist das der alte Schmierstoff komplett entfernt wird, ausser man weiß welcher Schmierstoff im Lager ist.
Das Problem liegt in dem Verdicker der Schmierfette, den wenn die Verdicker sich nicht "vertragen" dann stoßen sich die Schmierstoffe ab. Nicht ausser Acht lassen sollte man auch den Drehzahlkennwert, ergibt sich aus mittlerer Durchmesser und Umdehungszahl, ist auf guten Fetten angegeben (vielleicht nicht im Baumarkt aber auf der Herstellerseite).

Habe selbst einige Jahre Schmierstoffe für einen Namhaften Schmierstoffhändler verkauft. Zwar war mein Einsatzgebiet eher direkt die Industrie und ihre Maschinen aber als Maschinenbautechniker habe ich eh nen Tick, egal ob große oder kleine Maschinen.

Also wer nicht genau weiß welches Fett im Einsatz ist sollte wirklich vorher zerlegen und reinigen oder im Zweifelsfall ein Litium verseiftes Fett wählen (Litium ist der Standartverdicker)
 
@HF-Integrale: Ich habe mich mal mir einem IBM-Lüfter Distributor per Email über die Schmierung ausgetauscht.
Der hatte mir gemailt, das in ihrem Lüftern ausschließlich mit Calciumhydroxid verseifte Fette eingesetzt werden.
Die Rede ist von sogenanntem Staufferfett gewesen!

Der Profi bist ja du, äußer dich doch mal bitte dazu. ;)

Klaus
 
Ich habs jetzt übrigens mit Silikonfett probiert. Ich werde berichten. Bin aber auch gespannt auf Profiantworten auf diese Frage.
 
Der Umdrehungssensor kann nicht auf dem Mainboard liegen... zum einen würden dann 2 Kabel am Lüfter reichen zum anderen kann die Umdrehung nur am Lüfter gemessen werden.

Ich werf' 'mal eine simple, schlappe CMOS-Batterie in's Spiel. Bei Power-on wird der Lüfter kurzzeitig über diese Batterie betrieben (siehe HMM).

Staufferfett: findet sich häufig an Fahrrädern.
Silikonfett: gibt's für kleines Geld im Baumarkt/Klempnerbedarf (bei dem Kurs für's LM müsste da 'nen Kilo drin sein)
 
Zuletzt bearbeitet:
@twisted mind: Da hat man ja jetzt schon mal einen Ansatz. Staufferfett wird eigentlich zur Lagerschmierung nicht eingesetzt, viele haben zwar noch einen Pott Staufferfett irgendwo rumstehen und schmieren damit auch die abenteuerlichsten Stellen aber als Lebensdauerschmierung taugt das meiner Meinung nach nicht. Ich habe mal ne Tabelle rausgesucht in der man sich schlau machen kann. KLICK ist ne PDF Datei von Klüber, auf Seite 13 ist das ganz verständlich aufgeführt.
Problem ist und bleibt, das Fette die schlechte Angewohnheit haben alles Mögliche zu binden. Also Staub und Wasser (Luftfeutigkeit) binden sich im Schmierstoff und dieser fängt an zu verharzen, wird dabei hart und verliert seine Schmiereigenschaften. Es gibt Schmierstoffe auf Paraffinöl-Basis die nicht verharzen, obwohl man auch nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen sollte.
Ich weiß auch leider nicht ob es sich lohnt das Thema weiter auszuschlachten.

Ist den Bedarf an einer Problemlösung oder wird im Normalfall einfach ein neuer Lüfter gekauft (ich persöhnlich habe noch keine Schwierigkeiten gehabt)?
 
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